Vollkorn-Spaghetti Carbonara mit Rosenkohl ~ herbstlich, rustikales Pastaglück

Vollkorn-Spaghetti Carbonara mit Rosenkohl, das ist ein herbstlich, rustikales Pastaglück und ein wunderbares Soulfood in der dunklen und kalten Jahreszeit. Pasta geht ja eigentlich immer. Und mit leckerer Spaghetti Carbonara holt man sich auch an kalten Tagen ein wenig Sommer und Wärme in die Küche. 

Da ich jedoch sehr gerne saisonal koche, komme ich zur Zeit an den unterschiedlichen Kohlsorten einfach nicht vorbei. Und Rosenkohl ist bei uns zu Hause ein Gemüse, dass meist von meiner Qualitätskontrolle sehr skeptisch betrachtet wird. Besonders wenn ich mit einer großen Portion Rosenkohl vom Einkauf zurück komme. 

Um dieser Skepsis ein leckeres Gericht entgegen zu stellen, habe ich mir diese Kombination überlegt. Ich persönlich mag Rosenkohl sehr gerne. Von den Kohlsorten ist der Rosenkohl einer der zartesten. Und passt wunderbar zu Vollkorn-Spaghetti Carbonara. 

Zutaten Vollkorn-Spaghetti Carbonara mit Rosenkohl:

Rezept ist für zwei Portionen | pro Portion ca. 595 kcal

* 200g Vollkornspaghetti

* 2 Eigelb

* 150g frisch geriebener Parmesan

* 1 TL weißer, gemahlener Pfeffer

* 150g Baconstückchen

* Salz für das Nudelwasser

* 1 Priese Muskatnuss

* 200g Rosenkohl, kleine Rosen

* 1/2 TL Fenchelsamen für das Wasser des Rosenkohls

* 200ml Nudelwasser

Zubereitung Vollkorn-Spaghetti Carbonara mit Rosenkohl:

Zunächst putzt ihr den Rosenkohl. Hierfür wascht ihr den Rosenkohl gut. Anschließend wird der Rosenkohlstrunk abgeschnitten, so dass die äußeren, welken Blätter von selbst abfallen. Anschließend schneidet ihr den Strunk kreuzweise ein. Da der Strunk fester als die Blätter ist, hilft dies, damit der Rosenkohl gleichmäßig gart.

Nun wird der Rosenkohl gedämpft. Gebt in das Wasser noch die Fenchelsamen. Durch den Fenchel wird der Rosenkohl bekömmlicher und ihr habt noch eine zusätzliche, feine Note im Gericht. Die Dämpfzeit beim Rosenkohl beträgt je nach Größe des Rosenkohls zwischen 5 und 10 Minuten.

Ich habe zum Dämpfen einfach einen Topf genommen, in diesen das Wasser und die Fenchelsamen gegeben. Dieses erhitzt und anschließend den Rosenkohl in einem Sieb in den Topf gehängt. Ein Deckel auf das Sieb und fertig ist mein kleiner improvisierter Dampfgarer.

Während der Roskohl gedämpft wird, könnt ihr in einem großen Topf das Salzwasser für die Spaghetti zum kochen bringen. Kocht die Spaghetti nach Anleitung schön al dente.

Wenn die Nudeln ins Wasser kommen, solltet ihr beginnen den Bacon in einer großen Pfanne (gerne mit einem hohen Rand) zu braten. Das Fett im Bacon reicht aus, Ihr müsst also kein zusätzliches Fett verwenden. Achtet jedoch darauf, dass die Hitze nicht zu hoch wird.

In einer kleinen Schüssel könnt Ihr nun die Eigelbe, den frisch geriebenen Parmesan, den weißen Pfeffer und etwas Muskatnuss vermengen.

Die Nudeln kommen nun in die Pfanne zum Bacon. Gebt gerne noch zwei Esslöffel vom Nudelwasser hinzu. Anschließend kommt die Ei-Mischung mit in die Pfanne. Verrührt alles und gebt nun noch die restlichen 200ml des Nudelwassers hinzu. Lasst alles weiter bei mittlerer Temperatur köcheln. So bekommt Ihr eine schöne cremige Sauce.

Kurz bevor die Spaghetti Carbonara fertig sind, kommt der gedünstete Rosenkohl mit in die Pfanne. Die Vollkorn-Spaghetti Carbonara mit Rosenkohl dürfen jetzt gerne noch ein oder zwei Minuten garen. Und fertig ist ein herbstlich, rustikales Pastaglück.

Und fertig ist sind die Vollkorn-Spaghetti Carbonara mit Rosenkohl:

Wenn Ihr genau so große Parmesan-Fans wie ich seid, dann streut noch ein wenig Parmesan über die fertigen Vollkorn-Spaghetti Carbonara mit Rosenkohl.

Lasst Euch dieses herbstlich, rustikales Pastaglück, meine Vollkorn-Spaghetti Carbonara mit Rosenkohl gut schmecken! 

Was mich nun noch interessieren würde, was sind denn eure liebsten Rosenkohl-Varianten? Was kocht oder backt Ihr für Rosekohl-Skeptiker? Ich bin gespannt!

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Gewürz-Bolognese mit Rotwein ~ ein Klassiker im würzigen Gewand

Spaghetti Bolognese ist eines meiner liebsten Gerichte. Und diese Gewürz-Bolognese mit Rotwein ist eine wunderschöne Abwandlung des Klassikers, in einem würzigen und aromatischen Gewand. Spaghetti Bolognese ist ein echter Klassiker der italienischen Küche. Die leckere Nudelsauce besteht aus Hackfleisch, Tomate und jeder Menge leckerer Gewürze. 

Lorbeer, Sternanis, Chili und Nelke bringen eine wunderbare Würznote mit in des Gericht. Wer jedoch bei den Gewürzen ein wenig vorsichtiger sein möchte, kann natürlich auch wenige verwenden oder einzelne Komponenten weg lassen. 

Zutaten Gewürz-Bolognese mit Rotwein:

* 500g Rinderhackfleisch

* eine halbe Zwiebel

* zwei Karotten

* vier Tomaten

* vier EL Tomatenmark

* Ein Stück Staudensellerie (sollte die gleiche Menge wie die Karotten sein)

* 1L Rotwein

* 500ml Fleischbrühe

* zwei Lorbeerblätter

* eine Sternanis

* 2 Nelken 

* eine kleine Chili-Schote

* Pfeffer und Salz

* ein Teelöffel getrocknetes Basilikum

* Öl zum Anbraten

Zubereitung Gewürz-Bolognese mit Rotwein:

Zunächst werden die Zwiebel, die Karotten, Tomaten und der Staudensellerie vorbereitet und dann in ganz kleine Stückchen geschnitten und daraufhin in Öl in einem Topf angebraten. Das Lorberblatt, der Chili, die Gewürze und der frisch gemahlene Pfeffer kommen hinzu.
Ich schneide den Chili gerne der Länge nach auf und lasse ihn ansonsten ganz. Dadurch kann etwas Schärfe in das Gericht, jedoch hat niemand eine böse Überraschung, da der Chili beim Essen nicht übersehen werden kann.

Wenn die Zwiebeln schön glasig sind, kann das Hackfleisch zum Anbraten hinzu gegeben werden. Wenn dieses Farbe bekommen hat, wird es mit der Fleischbrühe abgelöscht.
Wenn die Hälfte der Flüssigkeit verkocht ist, kommen der Rotwein, das Tomatenmark und die restlichen Gewürze (Salz und das Basilikum) hinzu.

Die Bolognese kann nun bei niedriger Hitze noch eine Stunde (oder auch länger) vor sich hin köcheln. Achtet darauf, dass nichts anbrennt. Währenddessen kannst du die Spaghetti in gesalzenem Wasser al dente garen und zusammen mit der Bolognese Soße anrichten. Und der leckere Parmesan darf natürlich auch nicht fehlen.

 

Lasst Euch die Gewürz-Bolognese mit Rotwein gut schmecken ♡

 

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Romanesco Spaghetti #essenfürallegeschlechter

Bevor es gleich zum Rezept der Romanesco Spaghetti geht, möchte ich gerne mit Euch ein paar Gedanken teilen und gerne auch einen Gedankenaustausch starten.

Mich bewegt zur Zeit eine Werbekampagne besonders. Das neue Männer-Marzipan. Warum bitte schön gibt es ein Marzipan nur für Männer? Ich persönlich liebe ja das Niederegger Marzipan sehr. Doch nun, da diese zielgerichtete Geschlechter-Campagne auf den Markt gekommen ist, gehe ich immer häufiger an den Regalen von Niederegger vorbei. Um jedoch von vorne anzufangen, springen wir ein paar Jahre zurück.

Euch ist sicherlich vor Jahren schon die Debatte über die Rosa Ü-Eier aufgefallen. Ja, das zielgerichtete Marketing extra für Mädchen. Dieses in Rosa getauchte Klischee von Prinzessin Lillifee, ein Stereotyp für die kleinen Mädchen. Es signalisiert der Zielgruppe, hier den kleinen Mädchen: “Diese Süßigkeit ist explizit für Euch”.

“Spiel, Spaß und Sexismus: Der Süßwarenkonzern Ferrero (“Nutella”) wirbt seit einiger Zeit für eine neue Variante seines Klassikers “Überraschungsei”: Auf übergroßen Plakaten prangt der Slogan “Ei love rosa”, darunter steht ein mit rosa Blumen verziertes Schoko-Ei “nur für Mädchen”. Dann sehen wir uns mal das Spielzeug an, welches sich in den Rosa Ü-Eiern findet. “Die Puppen haben ein total sexualisiertes Image”, schimpft Genderforscherin Stevie Schmiedel, die lange Jahre an der Hamburger Universität lehrte. Mit solchen Frauenbildern dränge man Mädchen in altbekannte Rollen und erziehe sie zu kleinen Konsumentinnen. Diese Kampagne sei “ein absoluter Rückschritt und nicht kindgerecht”, moniert die Deutsch-Britin. Sie sieht in den Figuren sogar eine Einstiegsdroge zum Magerwahn.”(SZ: Feministen beschuldigen Ferrero der Verdummung von Mädchen)

Nachdem das Rosa-Ü-Ei nun schon seit Jahren auf dem Markt ist, es weiterhin die “noramlen Ü-Eier” und dann noch die für “Mädchen in Rosa” gibt, taucht bei mir immer wieder die Frage auf: “Wenn die normalen Ü-Eier die für Jungs, nicht Mädchen oder für die Erwachsenen sind, sind dann Mädchen nicht normal für die Marketingexperten?”. Soll es also normales Essen für Jungs und Männer geben und dann noch eine Extra-Essens-Nische für Frauen? Ist diese Unterscheidung bei Nahrungsmitteln und Süßigkeiten nötig? Was ist denn bitte weibliche, männliche oder normale Nahrung oder was sind dann normale Süßigkeiten? Müssen wir unseren Süßigkeitenkonsum und unsere Nahrungsmittelaufnahme unserem Geschlecht unterordnen? Sind wir als Konsumenten und Konsumentinnen so sehr von der Werbung beeinflussbar, dass es nun im neuen Geschlechter-Süßigkeiten-Diskurs – beim Männer-Marzipan – wirklich nötig und sinnvoll ist, dass wir uns bei Geschmacksrichtungen leiten lassen?

Ich für meinen Teil beantworte diese Fragen mit einem deutlichen: NEIN!

Essen soll nicht durch Farben und Gender-Marketing beeinflusst werden. Ich möchte meine Geschmacksrichtungen und mein Essen frei wählen können. Mich nicht durch Stereotype definieren lassen. Jedoch möchte ich hinzufügen, dass es sehr wohl Phasen im Leben gibt, sei es in der Schwangerschaft oder in der Stillzeit, in der Frauen auf andere Lebensmittel achten als Männer. Seien es Gelüste oder eben auch eine bewusstere Ernährung in dieser Phase. Jedoch greift dieses Argument nicht, wenn es um das Thema Geschlechter-Süßigkeiten geht.

Ich sehe Essen nicht als eine Geschlechterfrage. Ich möchte auch vermeiden, dass mein Blog als ein typisches Frauen-Klischee gilt. Ganz im Gegenteil. Es sind mit der Zeit immer mehr Männer, die sich für Kochen, Backen und Braten interessieren. Die Zubereitung von gutem Essen, die Geselligkeit und der Genuss sowie die bewusste Auswahl von Lebensmitteln sind meiner Meinung nach geschlechtsunabhängig. Daher möchte ich zu einem deutlichen Zeichen Aufrufen liebe Bloggerkolleginnen und Bloggerkollegen: #essenfürallegeschlechter

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Mit diesem Hashtack möchte ich in Zukunft meine Beiträge bei Instagram versehen. Es wäre schön, wenn einige von Euch mit dabei sind. Je mehr mit machen, umso mehr setzen wir ein Zeichen dafür, dass Essen, Kochen, Backen und Naschen nicht in eine Geschlechterrolle gesteckt werden kann. Das Vorurteil, dass Frauen nur Salat und Männer nur Fastfood und Steak essen, gilt einfach nicht mehr. Es ist überholt. Eine bewusste, abwechslungsreiche und leckere Ernährung sieht anders aus und lässt sich nicht in Geschlechterschubladen stecken.

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Doch nun kommen wir zu meinem heutigen Gericht. Bisher sind meine Romanesco Spaghetti in diesem Blogbeitrag ein wenig in den Hintergrund geraten, doch das soll nun geändert werden. Also kommen wir am besten direkt zum Rezept.

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Zubereitung Romanesco Spaghetti: 

* 400g Romanesco

* Spaghetti 

* 1 Knoblauchzehe 

* 2 TL Kapern 

* Salz und Pfeffer nach Belieben 

* 120g Bergkäse 

* 4 kleine Zweige Thymian 

* eine Hand voll frisches Basilikum

* Natives Olivenöl 

* Nach eigenem Belieben Chilischoten 

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Zunächst werden die Röschen des Romanesco gewaschen, halbiert und einige Minuten in Salzwasser blanchiert. So, dass sie noch schön bissfest sind.

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Anschließend wird in einer Pfanne 3 EL Olivenöl erhitzt. Wenn das Öl heiß ist, den gehackten Knoblauch und die Kapern hinzu geben. Diese werden so lange angedünstet, bis der Knoblauch leicht Farbe annimmt. Achtet jedoch darauf, dass er nicht zu dunkel wird. Gebt nun den Romanesco hinzu und lasst diesen noch ein bis zwei Minuten ziehen, nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken und von der Hitze nehmen.

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In der Zwischenzeit die Vollkornspaghetti in reichlich Salzwasser all dente kochen. Vermengt nun die Nudeln in der Pfanne mit der vorbereiteten Sauce. Gebt die restlichen frischen Kräuter hinzu und noch einen Schuss Olivenöl und den geriebenen Bergkäse. Alternativ geht natürlich auch geriebener Percorino.

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Und fertig ist ein schnelles und leckeres Pastagericht. Lasst Euch die Romanesco Spaghetti gut schmecken! 

 

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Spaghetti Funghi mit Gorgonzola

Wie ist das bei Euch? Spaghetti sind doch eigentlich ein Dauerrenner oder? Spaghetti sind ein schnelles und leckeres Gericht, wenn man mal wenig Zeit hat und zeitgleich können sie auch etwas ganz besonderes sein, wenn man mal bei den Zutaten ein wenig variiert. Daher gibt es bei mir häufig unterschiedliche Spaghetti-Gerichte. Hier möchte ich nun meine vegetarische Variante mit Pilzen, Knoblauch, Chili und Gorgonzola vorstellen. Es ist ein wahrer Genuss!

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Zubereitung:
* getrocknete Austernpilze

* getrocknete Steinpilze

* frische Champignons

* eine Zehe Knoblauch

* eine Schalotte

* ein frischer Chili (Geschmackssache)

* Pfeffer

* Salz

* Olivenöl

* Basilikum

* Gorgonzola

* Dinkel-Vollkornspaghetti

Zunächst werden die Vollkornspaghetti im Salzwasser al dente gekocht. Gleichzeitig wird in einer großen Pfanne Olivenö (6 EL) bei niedriger Temperatur erwärmt. Die Knoblauchzehe, die Schalotte, der Chilli und die getrockneten Pilze werden klein geschnitten und kommen alle in das langsam warm werdende Olivenöl. Dies wird nun unter ständigem Rühren fünf Minuten lang angedünstet. Nun kommen ca. 350ml von dem heißen Nudelwasser hinzu und die Soße köchelt nun weiter auf niedriger Flamme für fünf Minuten.
Die in der Zwischenzeit al dente gekochten Spaghetti werden abgesiebt und kommen dann direkt in die große Pfanne mit der Soße. Nun kommen auch die frischen Chamignons hinzu.
Die Hitze wird abermals reduziert. Nun wird mit den Gewürzen abgeschmeckt. Der Deckel kommt auf die Pfanne und es köchelt noch weiter, bis die Flüssigkeit von den Spaghetti aufgesogen wurde. Beim Servieren könnt ihr das Essen mit etwas Gorgonzola dekorieren und verfeinern.

Lasst Euch die Spaghetti Funghi mit Gorgonzola schmecken!

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