Österreichischer Apfelstrudel ohne Rosinen

Die leckersten Mehlspeisen gibt es in den Alpen. Seien es Zwetschgenknödel, Marillenknödel, Kaiserschmarn, Palatschinken oder eben auch mein derzeitiger Favorit, den österreichische Apfelstrudel.

In den letzten Jahren ist diese Köstlichkeit bei mir in Vergessenheit geraten, irgendwie hatte ich keine Lust auf Apfelstrudel und ich traute mich auch nicht an den Strudelteig heran – ihr kennt sicherlich auch genügend Geschichten, wie anspruchsvoll so ein Strudelteig ist.

In unserem letzten Urlaub in den Alpen bestellte ich mir auf einer Almhütte, mit Traumhaftem Panorama nach dem Aufstieg einen Apfelstrudel mit Vanillesauce. Oh, ihr glaubt nicht, wie lecker dieser Apfelstrudel genau in diesem Moment schmeckte. Am folgenden Tag, durfte dann natürlich der Apfelstrudel bei der Heimreise im Gepäck nicht fehlen.

Meine Freunde und Gäste der vergangenen Wochen hatten die Freude (oder auch das Pech – ganz nach persönlicher Perspektive), dass sie meine Apfelstrudel-Experimente vorkosten durften, bevor ich dann an Rezept fand, dass ich Euch gerne vorstellen und ans Herz legen möchte.

Lasst Euch beim Apfelstrudel bitte nicht vom Strudelteig abschrecken – die ersten Apfelstrudel sahen bei mir optisch auch nicht immer ansprechend aus – aber sie überzeugten dafür geschmacklich. Die schöne Optik beim Apfelstrudel kommt mit der Zeit und eurer Übung. Und nach der Apfelfüllung möchte ich gerne auch noch weitere Varianten testen und Euch vorstellen. Welche Versionen (süß oder deftig) könntet Ihr euch in einem Sturdelteig vorstellen?

Dieses Rezept ist für die Rosinen-Skeptiker unter Euch. Ein lieber Freund von mir mag keine Rosinen, daher habe ich bei diesem Rezept auf die Rosinen verzichtet. Falls Ihr jedoch einen Apfelstrudel mit Rosinen liebt, passen diese natürlich dennoch in die Füllung. Ich würde dann ca. 80g Rosinen mit in die Füllung aufnehmen.

Zubereitungszeit: ca. 1 Std. 50 Min

Ruhezeit: 1 Std.

Für: 8-10 Portionen

Backofen auf 180°C vorheizen

Zutaten für den Strudelteig:

  • 200g Mehl
  • 1 Ei
  • 3 EL Rapsöl oder Sonnenblumenöl
  • 75ml warmes Wasser
  • 1 Priese Salz
  • 1 EL Essig (relativ geschmacksneutral)

Zubereitung Strudelteig:

Für den Strudelteig solltet Ihr alle Zutaten miteinander verkneten. Ich habe einfach alle Zutaten von meiner Küchenmaschine auf niedriger Stufe mit dem Knethaken kneten lassen. Das Klappte wunderbar.

Anschließend wird der Teig mit etwas Öl bestrichen und er sollte mit einem Geschirrtuch abgedeckt werden, so dass anschließend für mindestens eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen kann.

Zutaten für die Füllung des Apfelstrudels:

  • 5 EL Rum
  • 1 kg Äpfel
  • Saft und Abrieb von einer Zitrone
  • 100g Zucker
  • 2 TL gemahlener Zimt
  • Mark einer Vanille-Schote
  • 5 EL Semmelbrösel
  • 80g Mandelstifte
  • 80g Butter
  • Puderzucker

Wer Rosinen mag, kann noch 80g Rosinen hinzu geben. Dann würde ich ggf. ein oder zwei EL mehr Rum und vielleicht 10g mehr Zucker in die Füllung geben.

Zubereitung der Füllung des Apfelstrudels:

Für die Füllung des Apfelstrudels werden die Äpfel gewaschen, geschält, entkernt und in feine Scheiben geschnitten. Ich habe das das erste mal die Äpfel ungeschält verwendet, das war später nicht ganz ideal. Daher würde ich Euch empfehlen die Schale zu entfernen.

Die Apfelscheiben werden mit dem Zitronensaft, Zucker, Rum, Zitronenzesten, Gewürzen und den Mandelstiften vermengt. Anschließend arbeitet Ihr die Semmelbrösel unter.

Zubereitung des Apfelstrudels:

Nach der Ruhezeit könnt Ihr mit der Weiterverarbeitung beginnen. Legt zunächst ein sauberes Geschirrtuch auf die Arbeitsfläche, dann rollt Ihr den Teig auf dem Geschirrtuch so dünn wie möglich aus. Sollte der Teig nicht mehr “leicht ölig” sein, dann bepinselt den Teig noch einmal mit etwas Öl. Ihr könnt den Teig auch etwas ziehen, arbeitet jedoch sehr vorsichtig.

Nun könnt Ihr die Füllung auf dem Strudelteig verteilen. Die Ränder links und rechts 2cm breit einschlagen und den Strudel mithilfe des Tuchs vorsichtig aufrollen.

Macht Euch keinen Kopf, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Ich würde Euch empfehlen den Strudelteig zu zweit zu rollen. Eine Person zieht langsam das Geschirrtuch unter dem Apfelstrudel heraus und die zweite Person rollt langsam den Strudel zusammen. Wenn Ihr geübt seid, bekommt Ihr es sicherlich auch alleine hin – ich bin auf alle Fälle noch nicht so weit.

Der Strudel kommt anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Der Apfelstrudel wandert nun für 35 bis 40 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Backofen. Nach dieser Backzeit wird der Strudel einmal mit zerlassener Butter bestrichen und sollte dann noch weitere 10 Minuten bei gleicher Temperatur fertig backen.

Nehmt den Apfelstrudel aus dem Backofen und bestäubt ihn direkt mit Puderzucker. Der Apfelstrudel schmeckt besonders warm wunderbar. Daher könnt Ihr ihn direkt, je nach Belieben, mit Vanillesauce, einer Kugel Eis oder eine Sabayone servieren.

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