Würz-Kürbis im Glas

Die liebe Tina von Lecker & Co lädt mal wieder zu einem Blogevent ein. Dieses mal mit der Thematik: Kürbisse. Das passt mir ja gerade wunderbar, da ich eine sehr große und ergiebige Kürbisernte in meinem Garten hatte. 

Daher konnte ich nicht widerstehen und mache mit. Also viel Spaß und  Lasst die Kürbisse rollen… 

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Schaut unbedingt mal auf Tinas Seite vorbei, ich bin mir sicher, dass ihr sehr viele leckere Kürbis-Ideen finden werdet. Hier geht es direkt zu ihrem Blogevent

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Die Frage ist nur, was mache ich mit meinem Kürbis? Der Kürbis ist an sich ja ein wunderbares Gewächs. Selbst im Märchen verwandelt sich der Kürbis in eine zauberhafte Kutsche und fährt das Aschenbrödel zum Ball. Zudem sind die Kürbis-Geister im Herbst und an Halloween immer wieder schön und verspielt. 

Bei meinem kleinen Foto-Shooting war  meine heimische Qualitätskontrolle mal wieder besonders kreativ und ich habe nun eine weitere kreative Verwendungsmöglichkeit von Kürbis gefunden: Nehmt ihn einfach im Sonnenschein als Projektionsfläche für Schattenspiele. Sehr lustig =D 

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Doch nun zurück zu der Frage, welches Rezept ich Tina zu ihrem Blogevent mitbringen werde. Eines der ersten Kürbis-Rezepte in meinem Leben, die ich bewusst gegessen habe, war süß-sauer eingelegter Kürbis. Gerne als Beilage zu deftigen Gerichten. Doch nur süß-sauer einlegen ist mir dann doch nicht genug – ich mag den Klassiker zwar gerne, doch ich liebe auch sehr die Gewürzvielfalt im Herbst und in der weihnachtlichen Küche. Daher habe ich heute einen Würz-Kürbis im Glas im Gepäck für euch. 

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Zubereitung Würz-Kürbis im Glas: 

* 2500g Kürbis (geputztes Fruchtfleisch) 

* 1000ml Essig 

* 1500g Zucker

* 4 Stangen Zimt 

* 1 TL Anis

* 4 Lorbeerblätter

* 4 Kardamom-Kapseln 

* 8 Sternanis 

* 1/2 TL Muskatnuss

* 1 EL Pomeranzen-Schalen 

* 1 EL Zitronen-Schalen 

 

Die Frage ist nun, welche Kürbissorte ist geeignet? Ich habe mich für Riesenkürbisse entschieden. Ebenso sind jedoch Butternusskürbis und Muskatkürbis möglich.

Noch ein wichtiger Tipp von mir bevor ihr mit der Kürbis-Verarbeitung beginnt:

Bevor ihr mit der Kürbisverarbeitung beginnt (also auch vor dem Schälen), zieht bitte Küchenhandschuhe an. Ich habe das leider vergessen. Und so hat sich eine sehr ledrige und orangene Schicht auf meinen Händen gebildet. Nach einer intensiven Handwäsche ging es auch langsam aber sicher weg. Jedoch sah es phasenweise so aus, als ob ich als Statistin im nächsten Zombie-Film mitspielen könnte – zumindest als Handmodell.

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Das geputzte Kürbisfleisch in gleich große Stücke schneiden, dadurch werden die Stücke später gleichmäßiger gar. Ihr solltet eigentlich alle Kürbissorten außer Hokkaido-Kürbis auch schälen.

Noch ein kleiner Tipp von mir: Die Kürbiskerne müsst ihr nicht entsorgen, ihr könnt sie noch für Salate in einer Pfanne anrösten und essen. Sehr lecker.

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Aber nun zurück zum Rezept.

Lasst nun reichlich Wasser in einem Kochtopf aufkochen und lasst daraufhin die Kürbisstücke darin am besten in zwei Portionen je nach Stückgröße ein bis zwei Minuten vorkochen. Gebt nicht zu viele Kürbisse auf einmal in das Wasser, da es sonst zu lange dauert, bis das Wasser wieder kocht.

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Daraufhin werden die Kürbisstücke mit einer Schaumkelle aus dem Wasser gehoben. Lasst sie kurz abtropfen und dann könnt ihr sie auf einem Backblech abkühlen lassen. Arbeitet jedoch vorsichtig, dass die Kürbisstücke nicht zerbrechen.

Lasst nun den Essig gemeinsam mit dem Zucker und den restlichen Gewürzen in einem Topf aufkochen. gebt noch einmal vorsichtig die vorgekochten Kürbisstücke hinzu und lasst diese in dem Sud noch ein paar Minuten köcheln.

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Anschließend werden die Kürbisstücke mit der Schaumkelle in die sauberen Einmachgläser gegeben. Die Gläser sollten nicht zu voll sein, so dass bis zum Rand noch etwa zwei Zentimeter Platz sind.

Der Essigsud mit den Gewürzen sollte nun noch fünf bis acht Minuten bei starker Hitze ohne Deckel etwas reduzieren, so dass der Geschmack intensiviert wird. Der Sud wird daraufhin kochend heiß über die Kürbisstücke gegossen, so dass sie vollständig mit dem Sud bedeckt sind.

Anschließend werden die Gläser mit einem Gummiring am Deckel und Klammern über dem Deckelrand fest verschlossen und in die Fettpfanne des Backofens gestellt.

Der Backofen sollte zuvor auf 90°C vorgeheizt sind. Stellt nun die Gläser in die Fettpfanne und füllt diese daraufhin mit kochendem Wasser (ca. 2cm Höhe). Die Gläser sollten nun noch ca. 30min im Ofen sterilisiert werden und anschließend im Ofen abkühlen.

Noch ein Tipp von mir: In diesem Rezept wird der Kürbis sehr süßlich eingelegt. Wer es etwas herber mag, sollte die Zuckermenge um 250g bis 500g reduzieren.

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Die Frage ist nun, wozu passt der Würz-Kürbis im Glas? 

Mit diesem sehr würzigen Kürbis könnt ihr wunderbar kurzgebratenes Fleisch im Herbst kombinieren. Ebenso passen Preiselbeeren, Salat, Pfifferlinge oder Wild dazu. Eurer Phantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt.

Viel Spaß und lasst euch den Würz-Kürbis im Glas gut schmecken! 

 

 

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Schwäbischer Kartoffelsalat

Als Exil-Schwäbin in Norddeutschland gibt es ja so ein paar Dinge, die ich wirklich vermisse. Abgesehen von den Bergen und Hügeln (die sehr gut durch das Meer, den weiten Himmel und den frischen Wind ausgeglichen werden können), werde ich irgendwie mit den schweren Mayo-lastigen Kartoffelsalaten in Norddeutschland nicht so wirklich warm. Doch jede Region ist nun einmal unterschiedlich und hat auch unterschiedliche Vorzüge. Da gibt es kein “besser” oder “schlechter”.

Natürlich schmecken mir die anderen Kartoffelsalatvariationen auch sehr gut, doch mir geht immer wieder mein kleines, kulinarisches Herz auf, wenn es bei uns eine typische schwäbische Speise gibt. So ist es auch bei meinem Kartoffelsalat. Schwäbischer Kartoffelsalat – am besten noch warm – und schön “schlonzig” wie er auf der Alb eben sein muss, ist einfach etwas ganz besonderes. 

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Es gibt im Schwabenland zig unterschiedliche, meist von Dorf zu Dorf oder von Familie zu Familie, unterschiedliche Rezepte für “den Schwäbischen Kartoffelsalat”. Und natürlich sind alle auch genau richtig. Sie unterscheiden sich meist in Nuancen und schmecken alle wunderbar. Jeder kennt das doch, so wie bei der eigenen Großmutter oder Mutter schmeckt es eben nirgends. Da kommt einfach kein Restaurant ran. Auch wenn kreative Experimente immer wieder lecker sind, so besinne ich mich gerne auf die bodenständigen und leckeren Familienrezepte. 

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Die Frage der Frage: Welche Kartoffelsorte?

Um einen Kartoffelsalat so richtig “schlonzig” hin zu bekommen, beginnt schon alles bei der Kartoffelauswahl beim Einkauf. Nicht jede Sorte hat das gleiche Ergebnis, jede Sorte schmeckt auch noch einmal etwas anders und unterscheidet sich in der Verarbeitungskonsistenz.

Schwäbischer Kartoffelsalat – da muss es bei mir auf alle Fälle die Kartoffelsorte Linda sein. Die Kartoffelsorte Linda ist eigentlich eine festkochende Kartoffel, jedoch wird sie mit der Zeit der Lagerung mehligkochend. Das heißt, ich nehme für den schwäbischen Kartoffelsalat abgelagerte Kartoffeln der Sorte Linda. Leider ist der Marktanteil dieser Sorte sehr gering und ihr findet sie vermutlich nur auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern. Das besondere ist, dass sie tiefgelb ist und besonders aromatisch im geschmack. Also perfekt für einen Kartoffelsalat. Ansonsten, falls ihr die Sorte nicht finden solltet, könnt ihr auch eine andere, mehlig kochende Kartoffelsorte kaufen.

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Zubereitung Schwäbischer Kartoffelsalat: 

* 1kg mehlig kochende Kartoffeln (im Idealfall die Sorte Linda) 

* 1 mittelgroße Zwiebel 

* 2-3 EL Weißweinessig

* 3 EL Sonnenblumenöl

* 1 EL Salz 

* 1 TL Pfefferkörner

* 1-2 TL Senfkörner 

* 1 Tasse Fleischbrühe / alternativ geht auch Gemüsebrühe 

 

Zunächst werden die Kartoffeln in einem Dampfkochtopf gegart. Wenn diese noch warm sind, könnt ihr sie schälen und in gleichmäßige Scheiben schneiden. Nicht zu dünn und nicht zu dick ist hier die Devise.

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Ich verwende meist einen Eierschneider um die Kartoffeln in gleichmäßige Scheiben zu schneiden. Das geht erstens schneller und zweitens sind die Scheiben auch noch gleich dick.

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Wenn nun die Kartoffeln geschnitten sind, geht es an die Zubereitung der Sauce. Zunächst wandern die Pfefferkörner und Senfkörner in den Mörser und werden fein zermalen. Stellt diese Mischung kurz beiseite, denn sie kommt gleich zum Einsatz.

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Anschließend wird die Zwiebel in kleine, feine Stücke geschnitten. Die Zwiebelstückchen werden daraufhin in dem Sonnenblumenöl kurz glasig angebraten und dann mit den Gewürzen und der Brühe abgelöscht.

Die Zwiebel können nun in der gewürzten Brühe etwas ziehen. So ca. 2-3min. Danach kommt die Brühe auf die geschnittenen Kartoffeln. Der Salat wird mit Essig und Salz angemacht und abgeschmeckt. Die Brühe darf gerne etwas mehr als die übliche Salatsaucenmenge sein, die Kartoffeln saugen die Flüssigkeit sehr schnell auf.

Nun habt ihr die Wahl, lasst ihr den Kartoffelsalat noch ein wenig ziehen oder esst ihr ihn direkt warm? Ich persönlich bevorzuge ihn ja warm. Also nach so ca. 5-10min Ziehzeit.

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Dekoration Schwäbischer Kartoffelsalat: 

* Schnittlauch

* gekochtes Ei 

Typischer Weise wird der schwäbische Kartoffelsalt mit einem hart gekochten Ei und Schnittlauch dekoriert. Beides wird klein geschnitten und auf dem Salat schön drapiert. Und wenn ihr genau so gerne wie ich weiche Eier mögt, dann könnt ihr auch ein frisch gekochtes, weiches – noch flüssiges Ei auf den Schwäbischen Kartoffelsalat legen.

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Ich hoffe, dass Euch der Schwäbische Kartoffelsalat schmeckt! Viel Spaß und Freude an der ganz typischen Hausmannskost. 

 

 

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Kräuter-Mayonnaise

Einer der Klassiker in der Grillsaison ist meiner Meinung nach selbst gemachte Mayonnaise. Und da derzeit so viele frische und leckere Kräuter in den Gärten wachsen und auf dem Markt zu kaufen sind, gibt es bei mir dieses Wochenende eine Kräuter-Mayonnaise.

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Und diese möglichst frisch aufgeschlagen.

Ein Traum!

Hier möchte ich Euch gerne mein derzeitiges Lieblingsrezept vorstellen. 

 

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Ach ja, als heutige Kulisse für meine Fotos habe ich mein neuestes Schmuckstück genommen. Das ist ein alter Stuhl, den ich noch von meinen Urgroßeltern habe. Also ein richtig kleines Erbstück – dieses habe ich die letzten Tage weiß lackiert und noch ein wenig nachbearbeitet – shabby chic hat bei uns also Einzug gehabt. doch mit der schönen Geschichte meines Familienerbstückes ist der Stuhl etwas ganz besonderes geworden. 

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Doch genug von meinen neuesten Versuchen und zurück zum Rezept der Kräuter-Mayonnaise. Die steht heute ja im Mittelpunkt! 

Zubereitung: 

*  1Eigelb

* 2TL Senf

* 1TL Salz 

* 2TL weißer Balsamico-Essig

* 125ml Sonnenblumenöl 

* Dillspitzen

* ein paar Blätter Basilikum

* Schnittlauch 

* eine kleine Stange Liebstöckel

* eine kleine Hand voll Petersilie 

* eine kleine Knoblauchzehe 

* Zucker 

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Bei der Herstellung von Mayonnaise ist es wichtig, daß die Zutaten alle die gleiche Temperatur haben. Bitte unbedingt darauf achten, daß man nur sehr frische Eier dafür verwendet, damit der Gefahr einer Salmonelleninfektion entgeht. Auf äußerste Sauberkeit bei der Zubereitung sollte selbstverständlich geachtet werden.

Das Eigelb, den Senf, das Salz und den Balsamico-Essig so lange aufschlagen bis eine dicke Masse entstanden ist. Hierfür habe ich einfach meinen Pürierstab genommen.

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Während ich fleißig die ganze Zeit weiter püriere, kommt das Sonnenblumenöl hinzu. Achtet jedoch darauf, dass nicht das gesamte Öl auf einmal hinzu kommt, sondern immer nur ein paar Esslöffel auf einmal. Wenn die Mayonnaise schön fest ist, können die Kräuter hinzu.

Nun kommen die klein geschnittenen Kräuter und die Knoblauchzehe hinzu.

Dann nach Geschmack etwas Zucker hinzugeben und alles noch einmal aufschlagen. Die Kräuter-Mayonnaise sollte immer gut gekühlt und verschlossen aufbewahrt werden. Dann ist die selbstgemachte Mayonnaise ca. 8-10 Tage haltbar.

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Lasst es Euch schmecken! Die Kräuter-Mayonnaise gibt es bei mir immer mal wieder. 

gibt es bei mir immer mal wieder. 

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Rosenkohl mit Sesam

Kohl – wirklich schon wieder Kohl? Das mag bei manchen durch den Kopf gehen, wenn man in den Wintermonaten ein Kohlgericht zubereitet. Jedoch ist der kleine, unscheinbar erscheinende Rosenkohl sehr reich an Vitamin C und so übertrifft der kleine Rosenkohl alle großen Vertreter der Kohlfamilie.

Frischen Rosekohl bekommt man hauptsächlich von September bis Januar, aber man bekommt ihn auch noch bis in frühen Frühling hinein. So ging es mir – ich habe zum Glück noch frischen Rosenkohl bekommen, bevor der Frühling beginnt. Ähnlich wie beim Grünkohl entfaltet sich der Geschmack von Rosenkohl übrigens erst nach den ersten Nachtfrösten am besten, darum genießen ihn viele am liebsten ab Oktober oder November. Wenn man selbst Rosenkohl im Garten hat und der Nachtfrost sollte ausgeblieben sein, dann könnt ihr den Rosenkohl einfach über Nacht ins Gefrierfach legen und so den Nachtfrost simulieren. 

In der winterlichen Zeit stehen auch jetzt kurz vor dem Frühlingsbeginn noch viele Kohlvarianten auf dem Speiseplan. Mit ihrem kräftigen, aber unaufdringlichen und feinen Geschmack glänzen die Köpfchen ebenso wie mit der leicht „buttrigen“, cremigen Konsistenz. Wie wäre es dann mal mit Rosenkohl mit Sesam?

Diese leckere Rosenkohlvariante passt wunderbar als Beilage zu deftigen Fleisch-Gerichten. Oder auch als eine vegetarische Mahlzeit. Ergänzt mit einem Couscous-Salt, frischem Feldsalat oder ein gedünsteter Fisch – dazu frische Kartoffeln. 

Doch nun zum Rezept.

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Zubereitung: 

* Rosenkohl

* 2 EL Essig

* Salz 

* 1 EL Sesamöl

* Muskatnuss

* Pfeffer

* Salz 

* Sesamkörner 

Zunächst wird der Rosenkohl geputzt, so dass alle schmutzigen Blätter entfernt sind. Daraufhin wird der Rosenkohl in einem Schnellkochtopf gegart. Unter den Garkorb kommt 1cm hoch Wasser, 2 EL Essig und eine ordentliche Briese Salz. Dies verleiht dem Rosenkohl eine schöne Würze.
Wenn der Rosenkohl schön zart ist, wird er in einer Pfanne in Sesamöl angebraten. Bis er schön knusprig ist. Gewürzt wird er nun noch mit Muskatnuss, Pfeffer und Salz. Kurz bevor der Rosenkohl fertig ist, kommt nun noch eine ordentliche Briese Sesamkörner mit in die Pfanne. Schön knusprig anbraten – und schon ist der lecker, nussige Rosenkohl fertig!

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Lasst Euch den Rosenkohl mit Sesam gut schmecken! 

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Wurstsalat mit frisch gebackenem Brot

Wenn es mal wieder ein schnelles und einfaches Abendessen sein darf, dann ist der selbst gemachte Wurstsalat mit frisch gebackenem Brot genau das Richtige! 
Die Woche feiert heute Bergfest und da passt eine ordentliche Brotzeit mit einem schweizerischen Wurstsalat einfach perfekt.
Ich habe ihn jetzt schon gemacht, doch er kommt noch bis zum Abendessen in den Kühlschrank. Gut durchgezogen ist er einfach ✰✰✰ traumhaft ✰✰✰. 
Oh, wie gern ich das esse! Besonders wenn der Wurstsalat ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen durfte, dann schmeckt er wie von Muttern selbst gemacht. Da werden Kindheitserinnerungen wach… 

Zubereitung Wurstsalat:

* Fleischwurst

* zwei Schalotten

* eine Stange Lauch

* Emmentaler Käse

* Pfeffer

* Salz

* Essig

* Öl

* etwas Wasser

Die Fleischwurst, die Schalotten, den Lauch und den Käse klein schneiden. Mit Pfeffer, Essig, Salz, Öl und etwas Wasser abschmecken und gut durchmischen. Dann kann der Salat für ein paar Stunden in den Kühlschrank. So entfaltet sich der Geschmack erst richtig. Dazu noch eine Scheibe frisch gebackenes Brot – und es bleiben keine Wünsche offen!

 
 

Das frisch gebackene Brot zum Wurstsalat: 

Zubereitung:

* 650g Weizenvollkornmehl

* Sauerteig

* drei Päckchen Trockenhefe

* Salz

* Zucker

* 0,33l Bier

* ca. 350ml Wasser

* selbst gemachtes Brotgewürz

Das Mehl wurde mit dem Sauerteig, der Trockenhefe, Salz, Zucker, Bier und Wasser mit der Küchenmaschine zu einem Teig verarbeitet. Den Teig habe ich nun mit einem Geschirrtuch abgedeckt und ihn ca. eine Stunde stehen lassen. Während dessen habe ich das Brotgewürz hergestellt.

Zubereitung Brotgewürz:

* 2 EL Fenchelsamen

* 2 EL Kümmel

* 2 EL Anis

* 1 EL Koriander

* 1 TL Kreuzkümmel

Alle Gewürze werden einzeln leicht geröstet und dann in eine gemeinsame Schüssel gegeben. Alle Gewürze in der Schüssel nun in einen Mixer oder Mörser geben und fein vermahlen. Die Gewürzmischung kann nun in ein luftdicht verschließbares Glas gegeben werden. Für ein Brot habe ich 2 EL dieser Gewürzmischung hinzu getan. Testet es am Besten selbst, der rohe Teig kann ja abgeschmeckt werden.

Weiterverarbeitung:
Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche stürzen und den Teig in Form eines Brotes bringen. Nun habe ich den Teig im Bräter / in der Brotform noch zwei Stunden gehen lassen. Daraufhin kam das Brot auf der mittleren Schiene bei 220°C für 90min in den Backofen. Ich hatte noch eine hitzebeständige Schale mit Wasser im Backofen stehen.
Nach dem Backen kurz auf einem Gitterblech auskühlen lassen.


Lasst Euch den Wurstsalat mit frisch gebackenem Brot gut schmecken!

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Deftiger Rosenkohl mit Granatapfel

In den Wintermonaten kombiniere ich gerne ein mal deftige Gerichte mit der süße von frischen Früchten oder von Konfitüre. Ein wirklicher Klassiker in der Winterzeit ist der Kohl – in all seinen Variationen. Man findet ihn zur Zeit in allen Geschäften, auf dem Markt – frisch oder schon weiter verarbeitet. 

Wenn der erste Frost über die Felder gezogen ist und der Kohl geerntet wurde, dann beginnt bei mir immer die Kohlzeit. Sei es Rotkohl, Weißkohl, Sauerkraut, Blumenkohl, Grünkohl oder eben auch der Rosenkohl. 

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Diesen Winter habe ich es irgendwie geschafft bis in den Januar sehr wenig Rosenkohl zubereitet zu haben. Das ist wirklich untypisch für mich. Ich mag Rosenkohl eigentlich sehr gerne. Doch diesen Winter scheint es irgendwie anders gewesen zu sein. Mich überzeugten meine üblichen Zubereitungsarten des Rosenkohls anscheinend nicht mehr, denn irgendwie sprach mich der Rosenkohl, wenn ich an ihm vorbei ging, nicht wirklich an. 

Nun sind von Weihnachten noch einige Granatäpfel und von Silvester rote Zwiebel liegen geblieben. Dazu kam noch eine deftige, geräucherte Wurst. Alles zusammen ergab dann wieder eine mögliche Rosenkohlkombination. So entschied ich mich dieses Geschmackswirrwar zu testen und noch ein paar Pinienkerne hinzu zu packen. Und schon stand ich in der Küche und bereitete meine neueste Rosenkohl-Variation zu. Deftiger Rosenkohl mit Granatapfel.

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Vorbereitung Rosenkohl: 

* 1kg Rosenkohl

* 1 EL Salz 

* 1 EL Essig 

* 250ml Wasser

Der Rosenkohl wird gesäubert. Hierfür wird unten der Strunk und bereits verschmutzte Blätter abgeschnitten. Anschließend kommt der Rosenkohl in einen Schnellkochtopf mit Siebeinsatz. Unter den Siebeinsatz kommen Salz, Essig und das Wasser. Der Rosenkohl wird so gedämpft, dass er noch schön bissfest ist. Bei mir ging es leider schief, da ich abgelenkt war – der Rosenkohl war da schon sehr weich – hat jedoch auch noch sehr gut geschmeckt. Im Idealfall sollte er jedoch noch etwas bissfester sein.

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Zubereitung: 

* eine rote Zwiebel

* zwei Mettenden, geräucherte Würste 

* 1 EL Butter

* 1 EL Pinienkerne

* 1 TL Salz 

* 1/2 TL Pfeffer 

* 1 Granatapfel 

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In der Pfanne wird die Butter erhitzt. Salz, Pfeffer, Zwiebelstückchen und die Pinienkerne kommen hinzu und werden angebraten. Anschließend kommen die Wurstscheiben mit in die Pfanne. Wenn alles die gewünschte Farbe bekommen hat, kommt der heiße Rosenkohl mit in die Pfanne und nimmt so die Geschmacksstoffe über die Butter und die restlichen Gewürze auf. Bratet alles schön an, bis der Rosenkohl auch etwas Farbe bekommen hat.

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Zum Servieren streut ihr die Granatapfelkerne über das Gericht. Dazu passt ein frischer Salat. Sehr lecker. Und die Kombination deftig – süß ist im Winter immer wieder ein richtiges Soulfood.

Lasst Euch den deftigen Rosenkohl mit Granatapfel gut schmecken! 

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{Gastbeitrag von Milchmädchen} Kürbiskoch

Das Milchmädchen bringt aus der Steiermark ein klassisches Herbstgericht mit: Kürbiskoch. Ich liebe solche urigen und ursprünglichen Gerichte ja sehr gerne und ich freue mich, dass ich durch diese Aktion viele neue Rezepte kennen lernen konnte. Doch nun gehts direkt zum Rezept! 

 

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Zum Aufruf für leckere Herbstgerichte unter dem Titel “Goldener Herbst” von Mimis Foodblog wollte ich auch etwas beitragen, das in meiner Familie bzw. der Steiermark als klassisches Herbstgericht immer auf den Tisch kommt, sobald die ersten Kürbisse geerntet werden: Kürbiskoch (auch Kürbissoße oder von mir einfach Kürbisgatsch genannt) (:

 

Dazu braucht man:
– 500g Kürbis
– 2 EL Essig
– 1 Zwiebel
– Öl
– 1 EL Paprikapulver
– 1 Tomate
– 60g Creme Fraiche
– Salz, Pfeffer, Kümmel

Den Kürbis schälen, raspeln und in einer Schüssel mit dem Essig mischen.
Zwiebel klein würfeln und in Öl glasig dünsten. Das Paprikapulver zu den Zwiebeln geben und unterrühren (Vorsicht, bei zu großer Hitze verbrennt es und wird bitter!). Dann den Kürbis dazu in den Topf geben und dünsten bis er weich ist. Eine Tomate häuten und würfeln und zum Kürbis geben.
Wenn der Kürbis weichgedünstet ist, den Creme Fraiche unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Kümmel abschmecken.

Wir essen Kürbiskoch meist mit Bratkartoffeln als Beilage zu Frankfurtern oder Leberkäse (:

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Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle

Esau, einer der Söhne des biblischen Urvaters Isaak, verkaufte im Alten Testament sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht. Auch heute noch läßt so mancher Kenner für einen leckeren Linseneintopf alles stehen und liegen. Zwar gelten seit alters her die Linsen als Speise der Armen; dies mag vielleicht richtig sein, weil sie preiswert sind. An Geschmack sind sei jedoch kaum von anderen Hülsenfrüchten zu übertreffen. Und das typisch schwäbische Nationalgericht: Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle ist heute weit über die Grenzen des Schwabenlandes hinaus bekannt. Somit möchte ich Euch heute diesen Klassiker Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle als mein Herbstgericht zum Abschluss meiner Aktion Goldener Herbst vorstellen. 

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Vielen lieben Dank für Eure Beteiligung und die wunderbaren Beiträge! So hatten wir alle einen leckeren und abwechslungsreichen Start in die goldene Jahreszeit. 

Goldener Herbst Sidebar

 

Zutaten schwäbische Linsen: 

* 400g Linsen

* mehrere, kleine Zwiebeln

* 200g magerer gerauchter Bauchspeck 

* 40g Schweineschmalz 

* 40g Mehl 

* Salz, Pfeffer

* fünf Lorbeerblätter

* Essig 

* Wasser

* zwei mittelgroße Kartoffeln

 

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Zubereitung schwäbische Linsen: 

Die Linsen müssen zunächst gewaschen werden und über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Dann mit angeschwitzten Zwiebeln und dem Stück Bauchspeck in heißes ungesalzenes Wasser zusammen mit den Lorbeerblättern geben und weich kochen. Ebenso kommen in dieses Wasser die klein geschnittenen Kartoffeln mit dazu.

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Inzwischen aus Fett und Mehl eine braune Mehlschwitze machen. Damit die fertigen Linsen binden und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Der nicht zu weich gekochte Speck wird normaler Weise in Scheiben geschnitten und zusammen mit den heißen Saitenwürstle auf die angerichteten Linsen gelegt.

Als weitere Beilage serviert man schwäbische Spätzle.

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Zubereitung Dinkel-Spätzle:

* 500g Dinkelmehl Typ 1050

* 4 Eier

* 200ml Wasser

Aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser einen festen, glatten Teig herstellen. Und ihn möglichst schnell in ein reichlich kochendes Salzwasser schaben.
Sollte man die Schabtechnik nicht beherrschen, bietet sich auch eine Spätzles-Drucke an. Hier kann der Teig eingefüllt und in das Wasser gedrückt werden. Falls ihr diese Gerätschaft nicht zu Hause habt, könnt ihr auch ein großlöchriges Sieb nehmen, den Teig in das Sieb füllen und mit einem Teigschaber den Teig in das Wasser drücken.
Die Spatzen erst nach dem Aufkochen herausfischen. Und fertig.

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Lasst Euch die schwäbischen Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle gut schmecken! Für mich ist das ein wunderbares Sonntags-Herbstgericht. N’ guata! 

 

Noch eine Notiz am Rande: 

Schwaben schneiden gerne den Bauchspeck und die Saitenwürstle in kleine Stückchen auf den Tellern und vermischen dann alles mit den Linsen und den Spätzle – DAS ist sooo lecker! Auch wenn es optisch dann nicht mehr so schön anzusehen ist – doch Optik ist bei Gerichten bekanntlich nicht alles.

 

 

 

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Türkisch-mediterraner Teller

Draußen stürmt und regnet es. Da wünscht man sich doch in Gedanken ans Mittelmeer. Wie wäre es dann heute mit einem kulinarischen Ausflug an die türkische Riviera?

Frischer, knackiger Salat, eine angebratene Peperoni, lockeres Fladenbrot mit Sesam, eine Sucuk-Wurst frisch vom Grill – und eventuell noch eine leckere Stange Börek. Dazu passt eine würzige Paprikasoße und eine etwas mildere Joghurtsoße. Ein Türkisch-mediterraner Teller. 

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Zubereitung:

Heute ging alles mal wieder sehr schnell. Wenn man (wie ich heute) keine Zeit für ein selbst gemachtes Fladenbrot hat, dann geht auch wunderbar ein frisches Fladenbrot von einem türkischen Händler.

Der Salat bestand heute aus Rucola, Feldsalat, Tomaten, Champingons, kleinen Gurken, Basilikum und noch etwas Blattsalat. Die Vinaigrette habe ich aus 2 EL Olivenöl, 2 TL Zitronensaft, Salz, Pfeffer und einer Briese Zucker zubereitet. Sehr einfach und sehr lecker. Passt wunderbar, wenn man mediterrane Rezepte kocht.

Die Sucukwurst wird aus ihrer Verpackung gelöst (die Haut sollte auch abgezogen werden) und dann halbiert. Die Sucuk-Hälften werden nun gemeinsam mit den Peperoni in Olivenöl angebraten, oder gegrillt. Ich bevorzuge den Grill, am liebsten Frisch vom Holz-Kohle-Grill. Der Geschmack ist einfach anders.

Die Börek werden ganz klassisch zubereitet.

Börek:
* Teigblätter dreieckige Yufka-Teigblätter, gibts in türkischen Läden, oder überteuert in der Delikatessabteilung eines gut sortierten Suppermarktes

* Feta-Käse

* 2 Eier

* Muskatnuss

* Pfeffer

* Kreuzkümmel

* Frittierfett

Eines der Eier gemeinsam mit den Gewürzen mit dem Schafskäse gut verkneten, bis eine feste Masse entsteht. Ein walnussgroßes Häufchen dieser Masse an die breiteste Stelle eines jeden Teigdreieckes setzen. Diese Masse nun länglich auf dem Teig positionieren. Die Seiten des Dreiecks einschlagen und dann den Teig von der Breitseite nach oben zur Spitze hin fest aufrollen. Spitze mit feuchten Fingern und dem zweiten Ei noch einmal gut andrücken. Alle Böreks in Frittierfett ungefähr 7-8 Minuten frittieren bis sie goldbraun sind, dabei mehrfach wenden. Danach auf ein Küchentuch legen, damit das überschüssige Fett abtropfen kann.

Joghurt-Soße
* 200gr Joghurt

* 1 Knoblauchzehe

* frische Minze

* frischer Koriander

* Pfeffer, Salz, Kreuzkümmel

* Zitronensaft

Für die Joghurt-Soße wird eine Knoblauchzehe zerdrückt und mit 200ml Joghurt vermischt. Es kommen nun noch drei Stängel klein geschniittene Minze, etwas Koriander, Pfeffer, Salz, Kreuzkümmel und ein Spritzer Sitronensaft dazu. Alles wird abgeschmeckt und zu einer leckeren Soße verrührt.

Für die Paprika-Soße
* 300g Paprika, rote türkische Spitzpaprika, fein gewürfelt

* 200g passierte Tomaten

* 4 Knoblauchzehe(n) (fein gewürfelt)

* 3 EL Essig

* 1 Zwiebel(n) (fein gewürfelt)

* 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)

* 1 EL Rosenpaprika grob gemahlen

* Olivenöl, Salz, Zucker

Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel in etwas Olivenöl anschwitzen, bis sie hell gelblich sind. Die Paprikawürfel kurz mitschwitzen und mit dem Essig ablöschen. Die passierten Tomaten zufügen und die Gewürze. 15 Minuten einköcheln lassen. Je nach Verwendung kann die Sauce jetzt abgeschmeckt und direkt warm serviert werden. Wenn sie als Dipp serviert wird, zunächst noch auf die gewünschte Konsistenz eindicken lassen und ggf. noch mit dem Mixstab pürieren.

Alle Zutaten zusammen sind dann ein leckeres Essen.

Lasst es euch schmecken! Und genießt den kulinarischen Urlaub in der Sonne!

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