Zwiebel-Kartoffel-Kuchen

Es herbstelt – wie ich neulich so schön bei einer Freundin in Facebook gelesen habe. Dieser Begriff passt meiner Meinung nach wunderbar zur derzeitigen Stimmung in der Natur. Abends wird es früher dunkel – es wird später hell. Ich habe gestern Abend auch das erste mal seit Monaten Nebel auf der Landstraße gesehen, das laub wird bunt und die Gänse sammeln sich schon in der Marsch für ihren Flug in den Süden. Im Herbst gehört für mich der Zwiebelkuchen unbedingt mit dazu.

Zwiebelkuchen kennt eigentlich jeder. Dabei variieren die Rezepte für das herzhafte Gebäck je nach Region und sogar von Ort zu Ort. Und auch von Familie zu Familie. Welches das “Original” ist und wer den Zwiebelkuchen “erfunden” hat, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Aber das wollen wir ja auch nicht, denn genau diese Abwechslung ist doch so spannend in der Küche. Man lernt nie aus. 

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Mein Mann träumt immer noch von einer ganz besonderen Zwiebelkuchenvariante – einem Zwiebel-Kartoffel-Kuchen wie er ihn aus seiner Kindheit kennt. Leider lebt die Bäckerin dieses speziellen Kuchens nicht mehr. Früher, zur Zeit unserer Großeltern wurde noch im Backhaus gebacken. Zumindest auf dem Land und in kleinen Gemeinden. Mein Mann durfte sehr oft mit seiner Oma zusammen zum Backhaus – das war natürlich aus mehrerer Perspektive für einen kleinen Jungen reizvoll. Einerseits ist Feuer immer etwas spannendes für einen kleinen Jungen und andererseits fällt beim Brotbacken auch immer etwas leckeres ab – schließlich muss das Ergebnis ja auch getestet werden. 

So gab es früher den Zwiebelkuchen im Herbst immer dann, wenn im Backhaus das Brot gebacken wurde. So kam der Zwiebelkuchen als eine schnelle Mahlzeit in den Holzbackofen während das restliche Brot noch trieb oder verarbeitet wurde. Daher bestand der ursprünglich Zwiebelkuchen aus praktischen Gründen sicherlich aus einem Sauerteig – ebenso wie das Holzofenbrot. 

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Auch der Belag war damals als kleine Zwischenmahlzeit sicherlich nicht so „aufhausig“ (aufwändig, verschwenderisch) wie dies heute bei einem speziell zubereiteten Kuchen der Fall ist. 

Eine ebenso „aufhausige“, jedoch sehr leckere Version soll laut Berichten meines Mannes der Zwiebel-Kartoffel-Kuchen sein. Dieser besteht nicht nur aus Zwiebeln, Speck, Kümmel und dem Boden, sondern noch einer abschließenden Kartoffelschicht. Leider konnte ich diesen Kuchen nie selbst testen. 

Da ich leider auch kein Rezept habe, hieß es in der Küche gemeinsam experimentieren. Wir tasteten uns Stück für Stück an das Rezept heran und sind nun schon sehr nah ran gekommen. Etwas fehlt noch, doch irgendwie sind wir noch nicht ganz sicher was. Daher möchte ich Euch heute unser vorläufiges Ergebnis auf der Suche nach dem perfekten Zwiebel-Kartoffel-Kuchen-Rezept vorstellen. Falls wir in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren jedoch eine Version 2.0 veröffentlichen, dann freut Euch schon mal <3 

Doch nun genug zur kleinen Geschichte des Gerichts und zum Rezept des Zwiebel-Kartoffel-Kuchens. 


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Tipp: Bevor ihr mit dem Teig beginnt, solltet ihr die Kartoffeln schon einmal kochen, so dass diese für die Kuchenfüllung weiter verarbeitet werden können.

 

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Zubereitung Quark-Öl-Teig: 

* 300g Weizenmehl 

* 3 TL Backpulver

* 1 Prise Salz 

* 125g Speisequark (Magerstufe) 

* 100ml Milch 

* 100ml Sonnenblumenöl 

* 1 EL Kümmel

* 1 TL Pfefferkörner 

 

Bevor ihr mit dem Teig beginnen könnt, müssen noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Backblech fetten oder mit Backpapier auslegen und den Backofen auf Ober-/Unterhitze etwa 180°C vorheizen. Bei Heißluft sind es in etwa 160°C.

Zudem solltet ihr nun schon einmal den Kümmel und die Pfefferkörner im Mörser zerstoßen, so dass der Geschmack gleich wunderbar im Teig aufgenommen werden kann.

Nun wird der Teig zubereitet. Das Mehl wir mit dem Backpulver in einer Rührschüssel gemischt. Ihr könnt es auch gerne gemeinsam in die Schüssel sieben, so wird es noch feiner.

Die übrigen Zutaten für den Teig hinzufügen und alles mit einem Mixer (Knethaken) erst kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten. Knetet jedoch nicht zu lange, da der Teig ansonsten klebrig wird. Anschließend kann der Teig schon auf einer bemehlten Fläche ausgerollt und auf das Backblech gelegt werden. Nun kann der Boden belegt werden.

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Zubereitung Zwiebel: 

* 500g Zwiebel

* 125g durchwachsener Speck

* 50g Butterschmalz 

* eine Prise Zucker

* eine Prise Salz 

* eine Prise schwarzer Pfeffer 

Die Zwiebeln werden geschält und in kleine, gleichmäßige Stückchen geschnitten. Während dessen wird der Speck in Würfel geschnitten und kross ausbraten. Nun kommt das Butterschmalz, die Zwiebel und die Gewürze mit in die Pfanne. Bratet alles so lange an, bis die Zwiebel schön glasig sind. Diese kommen nun auf den bereits vorbereiteten Boden. Verteilt die Zwiebelmasse schön gleichmäßig auf dem Teig.

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Zubereitung Kartoffeln: 

* 500g mehlig kochende Kartoffeln 

* 1 TL Salz 

* 1-2 Prisen Muskatnuss

* 250g Saure Sahne 

* 2 TL zerstoßener Kümmel

* weißer Pfeffer 

* 4 Eier 

Die bereits gekochten Kartoffeln werden geschält und in kleine Stückchen geschnitten. Nun werden die Eier und Sahne verrührt, mit dem Kümmel, Salz, Pfeffer und der Muskatnuss zur Kartoffelmischung gegeben und alles miteinander vermengt. Nun kann die Mischung als oberste Schicht auf den Kuchen.

Das Blech Zwiebel-Kartoffel-Kuchen kann nun für ca. 40min in den vorgeheizten Backofen. Achtet bitte etwas auf die Farbe des Kuchens, so dass er nicht zu dunkel wird.

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Ganz klassisch kann man zum Zwiebel-Kartoffel-Kuchen einen Federweißer oder einen fruchtigen Weißwein trinken. Dazu ein lauer Spätsommerabend auf der Terrasse oder dem Balkon <3 Ein Traum.

 

Lasst Euch unsere Version 1.0 vom Zwiebel-Kartoffel-Kuchen gut schmecken! 

 

 

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Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel

Habt ihr Spaß am Backen? – Ich teste mich ja Stück für Stück ans Backen heran und es macht mir auch immer mehr Spaß, da ich langsam sicherer werde beim Kombinieren den Backzutaten. Doch wenn ich in der Küche stehe und Kuchen und Torten backe, dann beschleicht einen hin und wieder doch ein komisches Gefühl – wenn man die ganzen Kalorien vor sich sieht. Wenn man sich selbst und seine Lieben gesund ernähren möchte, dann ist die Vollkornversion nicht nur eine gesunde Alternative, sondern die Teige schmecken auch intensiver und nussiger. Die sättigenden Ballaststoffe im vollen Korn sorgen für eine natürliche Sättigung und ersparen uns so das lästige Kalorienzählen. 

Diese leckere und auch sehr experimentierfreudige Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel ist wirklich eine kleine Besonderheit. Ohne Zucker, mit Vollkornmehl, mit leckeren Vitaminen und noch mit einem toskanischen Duft nach Lavendel. Eine richtige Schlemmer-Ulraubs-Sommer-Torte. Meine Qualitätskontrolle war zunächst sehr skeptisch: „Lavendel in der Torte? – Schmeckt das nicht nach Mottenkugeln?“. Ja – genau das war die erste Reaktion auf meine Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel. Naja, eher die zweite, denn die erste war die Frage: „Ist das eine Pizza?“. 

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Nachdem geklärt war, dass es weder Pizza noch eine Mottenkugel-Torte ist, kam dann ein zögerlicher Versuch die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel  mal selbst zu testen. Zunächst nur ein kleines Gäbelchen von meinem Stück. Doch meine Qualitätskontrolle schnitt sich nach der Testgabel gleich ein großes Stück von der Torte ab und mampfte mit vollem Mund: „Hätte ja nicht gedacht, dass die Kreation so gut schmeckt“ und schob sich gleich die zweite Gabel in den Mund. 

Ich würde sagen: Die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel  hat die Qualitätskontrolle bestanden, trotz Vollkornmehl, trotz fehlendem Zucker und auch der Lavendel überzeugte. Also wenn ihr Euch mal an eine gesündere Torte trauen wollt, dann möchte ich Euch sagen: geschmacklich sehr lecker. Doch nun zum Rezept. 

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Zubereitung Teig für die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel: 

* 200g Dinkelvollkornmehl 

* 50g Mandeln 

* 125g Butter

* 2 EL Honig 

* 1 Ei 

* 1/4 TL gemahlene Vanille

* Butter für die Form 

* eventuell Sesam zum Ausstreuen 

 

Das Dinkelvollkornmehl wird mit den fein gemahlenen Mandeln vermischt. Nun kommen Honig, Butter, das Ei und die Vanille hinzu und es wird alles zu einem glatten Teig verknetet.

Die Springform wird ausgefettet und eventuell noch mit Sesam bestreut. Anschließend sollte der Teig in der Form für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt werden. In der Zwischenzeit kann der Backofen auf 220°C vorgeheizt werden.

Der Boden wird nun in der Mitte des Backofens bei 220°C für etwa 10min gebacken.

In der Zwischenzeit kann mit der weiteren Vorbereitung begonnen werden.

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Zubereitung Aprikosen-Johannisbeer-Lavendel-Guß: 

* 9 Aprikosen 

* 250g rote Johannisbeeren 

* 2 Eier 

* 200g saure Sahne 

* 4 EL Honig 

* frische Lavendelblüten 

 

Die Früchte werden gewaschen und vorbereitet. Die Aprikosen entkernt und halbiert, die Johannisbeeren nach dem Waschen von den Rispen gestreift.

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Für den Guß zunächst die Eier trennen. Die saure Sahne mit den Eigelben und dem Honig verrühren. Die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig darunter heben.

Den vorgebackenen Tortenboden aus dem Ofen nehmen und den Backofen auf 200°C zurück schalten.

Nun werden die Aprikosen mit der Wölbung nach oben auf den Tortenboden gelegt. Dabei im äußeren Kreis zwölf, im inneren sechs Hälften legen. Die Zwischenräume werden mit den roten Johannisbeeren ausgefüllt. Dann die Lavendelblüten darüber streuen und den Guß vorsichtig darüber verteilen.

Anschließend die Torte auf der untersten Ebene im Backofen noch eine halbe Stunde fertig backen.

Die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, den Rand mit einem spitzen Messer lösen und die Form vorsichtig entfernen.

Nun kann die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel  auf einem Kuchengitter auskühlen.

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Lasst Euch die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel gut schmecken und viel Freude beim Nachbacken! 

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Zwiebelkuchen

Gäste ganz easy hat einen wunderbaren Zwiebelkuchen zu meiner Herbstaktion mit gebracht. Ich bin ja so ein großer Zwiebelkuchenfan, dass ich besonders erfreut über dieses Rezept war. Könnt ihr Euch sicherlich vorstellen. Zwiebelkuchen und ein frischer Federweißer gehören für mich einfach zum Herbst unbedingt mit dazu. Dazu ein warmer Tag im Altweibersommer – traumhaft! 

Gäste ganz easy findet ihr auch bei Facebook. Doch nun geht’s ohne Umschweife direkt weiter mit dem Rezept: 

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Beim Zubereiten von Zwiebelkuchen durchlaufe ich recht viele unterschiedliche Gefühlsstadien.

Die Vorfreude ist immer riesig. Das untrügliche Zeichen dafür, dass die Zwiebelkuchensaison da ist, sind natürlich die Flaschen mit Federweißer im Supermarkt. Dann heißt es gleich: zuschlagen. Die Zutatenliste für Zwiebelkuchen ist überschaubar. Der Einkauf ist also schnell gemacht.

Wenn ich dann zu Hause den Teig knete, schleichen sich langsam erste Zweifel in die Vorfreude. 1 kg Zwiebeln schälen und schneiden ist ganz schön viel… Aber ich habe ja extra auf dem Markt nach halbwegs großen Exemplaren verlangt… So schlimm wird es schon nicht sein, oder?

Doch, es ist schlimm. Nach der Hälfte – die Augen tränen und die Finger stinken – frage ich mich ernsthaft, wer auf diese bekloppte Idee mit dem Zwiebelkuchen gekommen ist. Warum tue ich mir das eigentlich jedes Jahr wieder an? Fluchend schnappe ich mir die letzten Exemplare.

Danach geht es langsam wieder aufwärts. Wenn die Zwiebeln in der Pfanne vor sich hin schmurgeln, bin ich schon wieder etwas versöhnlicher gestimmt. Und wenn der komplette Kuchen dann erstmal im Ofen backt und der Duft durchs Haus zieht, dann ist auch die Vorfreude wieder so groß wie am Tag zuvor.

Doch, es lohnt sich – jedes Jahr wieder.

 

Zutaten für 4 Personen
Teig:
250 g Mehl
1/2 Päckchen Trockenhefe
60 g weiche Butter
1/8 l lauwarme Milch
je 1 TL Salz und Zucker
Aus den Zutaten einen Teig kneten und mindestens 1/2 Stunde abgedeckt ruhen lassen.

Füllung:
1 kg Zwiebeln
3 EL Öl
125 g Speckwürfel
150 g saure Sahne
3 Eier
Salz, Pfeffer, Kümmel (wer mag)
Die Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Öl in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam glasig dünsten. In einer großen Schüssel saure Sahne mit Eiern verquirlen. Zwiebeln und Speck dazugeben und gut vermischen. Mit Salz, Pfeffer und evtl. Kümmel würzen.

Den Hefeteig ausrollen und eine Pie- oder Springform damit auskleiden. Dabei einen relativ hohen Rand formen. Die Zwiebelmischung einfüllen und bei 170 Grad Umluft eine Stunde backen.
Als Beilage passt ein einfacher grüner Salat.

PS: Den Teig und die Füllung kann man wunderbar schon morgens vorbereiten. Abends muss man dann nur noch den Teig schnell ausrollen und alles in die Form packen. Für mehr als vier Leute würde ich persönlich keinen Zwiebelkuchen machen, denn dann wird es mit dem Schneiden echt grenzwertig.

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KÜRBISTALER

Zum Abendessen gibt es nun noch deftige Kürbistaller von GenussgoldaufWolke10. Ich liebe Kürbis in jeglicher Variation. Doch diese liest sich wirklich sehr lecker und ich freue mich schon sehr darauf, die Kürbistaler demnächst mal selbst zu teste. Doch nun zum Gericht von GenussgoldaufWolke10. 

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Ich liebe Herbstgerichte also muss ich bei dieser tollen Aktion mit meiner Seite
natürlich dabei sein. Würd mich sehr freuen wenn ihr mich mal besucht.
Mitgebracht hab ich euch
       KÜRBISTALER
Zutaten für 10 Taler
350g Weizenmehl
150g Roggenmehl
1,5 TL Salz
1 TL Zucker
1/2 Würfel Hefe
1 EL Öl
50g saure Sahne
250 ml lauwarme Milch
200g Kürbis
( ich hatte Muskat, Hokkaido müsst ihr nicht schälen)
1 Stange Lauch
10 Tomaten in Öl
4 EL Öl
Salz, Pfeffer
Piment d’Espelette oder Chiliflocken
150g Creme fraiche
150g Schmand
Kresse
1. Alle Teigzutaten zu einem festen Hefeteig verkneten und zugedeckt an einem warmen Ort 1,5 Stunden gehen lassen.
2. Kürbis ggf schälen und in dünne Scheiben schneiden oder hobeln. Mit Öl, Salz, Pfeffer, Piment d‘ Espelette oder Chiliflocken vermischen.
3. Lauch waschen, in Ringe schneiden. Tomaten in Stücke schneiden.
4. Ofen auf 220 Grad Ober / Unterhitze vorheizen. Teig in 10 Stücke teilen und zu länglichen Fladen ausrollen. Creme fraiche und Schmand mischen und Fladen damit bestreichen. Mit mariniertem Kürbis, Lauch und Tomaten belegen.
5. Im heißen Ofen ca 17 min backen. Am Tisch mit Kresse bestreuen und nach Bedarf mit Fleur du Sel und Piment d‘ Espelette bestreuen.
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HAUSGEMACHTER ZWETSCHGENKUCHEN MIT ZIMT-RAHMGUSS

Madam Rote Rübe war gleich so begeistert von meinem Event und hat noch ein zweites, leckeres Rezept für Zwetschgen für Euch mit dabei. Hausgemachter Zwetschgenkuchen mit Zimt-Rahmguss. Einfach nur zum Niederknien. 

Auf Facebook findet ihr Madam Rote Rübe natürlich auch. 

 

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Endlich, die Zwetschgensaison ist da
„Ach je, wie sauer, die kann man ja gar nicht essen“, Birnchen verzieht ihr Gesicht wie drei Tage Regenwetter. Gerade versucht sie sich an einer Zwetschge, fest und leicht grün, supersuper sauer und ärgert sich, dass ihr so unreifes Obst angedreht wurde.

Also aufgepasst.
Eine Zwetschge soll am Baum reifen und nicht nachreifen, denn das wird bis zum nächsten Frühling nicht geschehen, falls kein Wunder eintrifft.

Ihr herrliches Aroma entfalten nur am Baum ausgereifte Früchte, deren Süße und Säure dann im optimalen Verhältnis zueinander stehen. Wenn Ihr sie gut kühl lagert, könnt Ihr Euch eine Woche lang an frischen und saftigen Früchten erfreuen.

 

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Jetzt im Spätsommer leuchten zwischen den Blättern der Obstbäume die lilablauen Zwetschgen, wenn sie welche tragen, und wir freuen uns über unsere langgehegten Zwetschgenrezepte, die nun zur Saison wieder zum Vorschein kommen.

Als Gewürze zu Zwetschgen passen etwas Zimt, Ingwer und Nelken, wer mutig ist, haucht sie orientalisch an. Liebevolle Beziehungen gehen auch Walnüsse und Holunder mit ihnen ein.

Doch heute geht es traditionell zimtig zu und ganz lecker vollwertig.

 

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Frisch vom Blech
Wie geht es Euch dabei, wenn Ihr einen Weidenkorb voll Zwetschgen vor Euch habt ? Seht Ihr auch schon einen großen Zwetschgenkuchen vor Euch?

Dann möchte ich Euch heute einen sonntagsfeinen Zwetschgenkuchen mit Zimt-Rahmguss für die Kaffeetafel vorstellen. Läuft Euch schon das Wasser im Mund zusammen? Da ist Widerstand zwecklos.

Das ganze Haus duftet nach Zwetschgen mit Zimt. Riecht Ihr ihn schon? Nun noch ein paar frische Blumen auf dem Tisch, einfach zum Wohlfühlen, ein Tässchen aromatischen Kaffee dazu und niemand möchte mehr aufstehen.

 

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Leider fallen die ersten gekauften Zwetschgen der Saison meist sehr sauer aus, daher auch die Menge an Honig für den Zimt-Rahmguss. Lecker war er trotzdem.

Wenn Ihr das Glück haben solltet, und das hoffe ich doch sehr, saftige Zwetschgen zu bekommen, dann süßt bitte Euren Kuchen nach Bedarf.

Rezept
Zwetschgenkuchen mit Zimt-Rahmguss

2 kg Zwetschgen
350 g Weizenvollkornmehl
20 g Hefe
150 ml lauwarmes Sahne-Wassergemisch 1:2 ( oder Milch)
80 g Honig
1 Ei
1 Prise Salz
50 g Butter
2 B. saure Sahne
3 Eier
75-150 g Honig, je nach Süße der Zwetschgen
1 gestr. TL Zimt

Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde eindrücken und die Hefe hineinbröckeln. Einen Teil der Flüssigkeit mit einem Teelöffel Honig zugeben und die Hefe darin auflösen. Etwas Mehl darüberstäuben und den Teig ca. 10 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Danach Salz, Honig, ein Ei und zimmerwarme Butter dazugeben. Zu einem glatten Teig ca. 5 Minuten kräftig verkneten und nochmals zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.
Währenddessen die Zwetschgen waschen, entsteinen und mit einem scharfen Messer zweimal oben einschneiden.
Eine rechteckige Blechkuchenform (25 x 38 cm) mit Butter einfetten und bemehlen. Den Teig nochmals durchkneten, gleichmäßig ausrollen und den Boden der Form damit auslegen.

Zwetschgen dachziegelartig eng auf den Teig legen, bei uns stehen sie fast senkrecht, so dicht kommen sie auf den Teig.
Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen, so lange geht der Kuchen nochmals.
Währenddessen saure Sahne mit Eiern, Honig und Zimt gut verquirlen und den Eierrahm gleichmäßig über die Zwetschgen verteilen, bevor der Kuchen in den Ofen geschoben wird.
Ca. 45 Minuten backen, erkalten lassen, dann in Stücke schneiden.

Tipp:
Eine noch einfachere Variante wäre: Den Rahmguss weglassen, den Kuchen mit Zimt bestreuen, ca. 35 Minuten backen und Ihr habt den traditionellen Zwetschgenkuchen, den wir in der Westpfalz mit Kartoffelsuppe essen. Mehr braucht das Genießerherz wirklich nicht.

 

Esst Ihr eigentlich auch Zwetschgenkuchen mit Kartoffelsuppe? Eine wunderbare Kombination, vielleicht für Nichtpfälzer etwas gewöhnungsbedürftig. Doch kenne ich so manchen Fremden, der hier nicht heimisch war, der sich dazu bekehren ließ.

Jetzt gehe ich aufs Feld, mal schauen, ob ich nicht doch noch einige Zwetschgen zum Ernten finde.
Liebe Grüße, Eure

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Frühlingszwiebel-Bacon-Quiche

In den Sommermonaten liebe ich Salate jeglicher Art. Dazu passt wunderbar ein Stück warme Frühlingszwiebel-Bacon-Quiche. 

Quiches sind aromatische pikante Kuchen, die in Frankreich gerne als leichtes Gericht zu einem Salat gereicht werden. Sie schmecken warm oder kalt und lassen sich prima mitnehmen, so eignen sie sich auch perfekt für ein Picknick oder als Mittagessen in der Firma. 

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Zubereitung: 

Mürbeteig: 

*  125g Butter oder Margarine

* 2 Eigelb

* 225g Mehl 

* etwas Salz 

Für den Mürbeteig Mehl, Salz, Ei und Butter oder Margarine in Flöckchen mit den Knethaken des Handrührgeräts verrühren. Dann den Mürbeteig mit den Händen glatt verkneten. Daran anschließend wird der Mürbeteig in Frischhaltefolie gewickelt und ca. 30 Minuten kalt gestellt. Nach der Ruhezeit den Mürbeteig etwas größer als die Springform rund ausrollen. Das geht am besten, wenn der Mürbeteig zwischen zwei Seiten eines aufgeschnittenen Gefrierbeutels gelegt wird, dann klebt der Teig nicht so sehr an dem Wellholz und man benötigt kein zusätzliches Mehl. Der ausgerollte Mürbeteig kommt nun in eine Springform (auf ein Backpapier) und kann mit der Quiche-Füllung gefüllt werden.

 

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Quiche-Füllung: 

 

* ein Bund Frühlingszwiebel

* 250g Bacon klein gewürfelt

* 1 EL Creme Fraiche 

* 100g Saure Sahne 

* 2 Eier (M) 

* 50ml Milch 

* 1 TL Salz 

* 1 TL frisch zerstoßener bunter Pfeffer

* 1/2 TL Muskatnuss 

* 1 TL Cumin (Kreuzkümmel, gemahlen)

Zunächst werden die Frühlingszwiebel gewaschen und in die gewünschte Größe geschnitten. Bei mir waren sie ca. 2,5cm dick. Ebenso wird der Bacon in die gewünschte Größe geschnitten, dieser war bei mir etwas kleiner.

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Danach kommen alle weiteren Zutaten, bis auf die Eier, in den Mixer und werden kurz gemixt, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Jetzt habe ich einmal abgeschmeckt und man kann nach Belieben nachwürzen. Danach kommen die Eier mit in den Mixer und die Füllung wird zwei Minuten gemixt. Wenn kein Mixer zur Hand ist, geht natürlich auch ein Stabmixer/Pürierstab.

Die Füllung wird nun über die Frühlingszwiebel und den Bacon verteilt. Die Quiche kommt daraufhin in den auf 200°C vorgeheizten Backofen bei Ober- und Unterhitze. Nach 30-35min ist die Quiche fertig. Sie schmeckt sowohl lauwarm als auch Kalt und passt perfekt zu einem Salat.

Lasst Euch die Frühlingszwiebel-Bacon-Quiche schmecken! 

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Erbsen-Wildlachs-Quiche mit Rosmarin

Erbsen sind meine heimlichen Frühsommerfavoriten. Am Liebsten jedoch roh und direkt frisch aus der Schale gefuttert. Doch hin und wieder muss ich dann doch mal ein neues Gericht testen. Ich wurde von der Bloggerin von Mama’s Liebe Süß und Salzig um einen Gastbeitrag zu ihrem Seitengeburtstag gebeten.

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So stand ich dann da und überlegte mir, was ich denn leckeres kochen oder backen könnte. Für mich war klar: das muss ein ganz neues Rezept sein! Und da ich derzeit ein besonderes Fabel für Erbsen habe, war mir klar: Es wird was leckeres mit Erbsen. 

Somit möchte ich Heute zur Feier das Tages meine Erbsen-Wildlachs-Quiche mit Rosmarin vorstellen. 

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Zubereitung: 

Mürbeteig: 

*  125g Butter oder Margarine

* 2 Eigelb

* 225g Mehl 

* etwas Salz 

Für den Mürbeteig Mehl, Salz, Ei und Butter oder Margarine in Flöckchen mit den Knethaken des Handrührgeräts verrühren. Dann den Mürbeteig mit den Händen glatt verkneten. Daran anschließend wird der Mürbeteig in Frischhaltefolie gewickelt und ca. 30 Minuten kalt gestellt. Nach der Ruhezeit den Mürbeteig etwas größer als die Springform rund ausrollen. Das geht am besten, wenn der Mürbeteig zwischen zwei Seiten eines aufgeschnittenen Gefrierbeutels gelegt wird, dann klebt der Teig nicht so sehr an dem Wellholz und man benötigt kein zusätzliches Mehl. Der ausgerollte Mürbeteig kommt nun in eine Springform (auf ein Backpapier) und kann mit der Quiche-Füllung gefüllt werden.

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Quiche-Füllung: 

* 400g frische Erbsen (beim Wiegen waren die Erbsen noch in den Schoten!) 

* 150g Wildlachsfilet in kleine Stücke geschnitten 

* 1 EL Creme Fraiche 

* 100g Saure Sahne 

* 2 Eier (M) 

* 50ml Milch 

* 1 TL Salz 

* 1 TL frisch zerstoßener bunter Pfeffer

* 1/2 TL Muskatnuss 

* 1 TL Rosmarin 

Zunächst werden die Erbsen aus ihren Schoten befreit und gemeinsam mit den kleinen Wildlachsstückchen auf dem Mürbeteig gleichmäßig verteilt.

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Danach kommen alle weiteren Zutaten, bis auf die Eier, in den Mixer und werden kurz gemixt, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Jetzt habe ich einmal abgeschmeckt und man kann nach Belieben nachwürzen. Danach kommen die Eier mit in den Mixer und die Füllung wird zwei Minuten gemixt. Wenn kein Mixer zur Hand ist, geht natürlich auch ein Stabmixer/Pürierstab.

Die Füllung wird nun über die Erbsen und die Wildlachsstückchen verteilt. Die Quiche kommt daraufhin in den auf 200°C vorgeheizten Backofen bei Ober- und Unterhitze. Nach 30-35min ist die Quiche fertig. Sie schmeckt sowohl lauwarm als auch Kalt und passt perfekt zu einem Salat.

Lasst es Euch schmecken! 

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Klassischer Flammkuchen

✰✰✰ Ausnahmsweise mal ganz klassisch: Flammkuchen ✰✰✰

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Zubereitung Teig:

* 125ml Wasser

* eine Prise Salz

* 250g Dinkelmehl Typ 605


Aus diesen Zutaten wird ein fester Teig verarbeitet und dann auf einer mehligen Arbeitsfläche sehr dünn ausgerollt und belegt. Der Teig muss nicht gehen. Während dessen kann der Backofen bereits auf 250°C Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden.

 

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Zubereitung Belag:

* Saure Sahne

* Creme double

* Magerquark

* Pfeffer

* Salz

* Schnittlauch

Alle drei Milchprodukte werden zu gleichen Teilen verarbeitet und noch gewürzt und abgeschmeckt mit Pfeffer, Salz und frischem Schnittlauch.
Nun kommt auf den dünn ausgerollten Boden etwa ein gehäufter Esslöffel von der Quark-Mischung. Diese wird dünn verstrichen.

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Belag:

* Zwiebeln

* Speck

Nun kommt der Belag auf den Flammkuchen. Hier könnt ihr variieren wie ihr wollt. Ich habe mich heute für eine ganz klassische Zwiebel-Speck Variante entschieden. Sehr lecker.

Der Flammkuchen kommt nun für 20min bei 250°C Ober- und Unterhitzer in den Backofen. So wird der Boden schön knusprig und der Teig wird am Rand auch noch schön luftig. Einfach perfekt.
✰✰✰ Ein schnelles und leckeres Essen! ✰✰✰

Lasst es Euch schmecken! Klassischer Flammkuchen ist einfach lecker <3

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Klassischer Rollbraten

Es gibt ein paar klassische Gerichte, die geschmacklich ein Traum sind. Hierzu zählt auch dieses Rollbratenrezept. Der Geschmack erweckt bei mir stets Kindheitserinnerungen. Daher möchte ich Euch diesen Rollbraten ganz klassisch mit Gemüse im Topf geschmort, vorstellen.

So lecker – Klassischer Rollbraten <3 

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Zubereitung Klassischer Rollbraten:

* Rollbraten 

* 3 Karotten

* 2 Zwiebeln

* 4 Tomaten

* 1 rote Paprika

* 3 Kartoffeln 

* 1 L Rotwein

* 0,5L starker Kaffee 

* 0,5L Gemüsebrühe 

* Saure Sahne 

* Creme Fraich

* Schmand 

* Pfeffer

* Salz 

* Scharfer Paprika 

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Der Rollbraten wird kräftig von allen Seiten angebraten und es kommen nun geschnittene Möhren, Zwiebeln, Tomaten, Paprika und Kartoffeln hinzu. Abgelöscht wird das ganze mit einer Flasche Rotwein und 0,5l starkem Kaffee. Wenn noch etwas frische Gemüsebrühe im Haus ist, kann hiervon auch noch einmal 0,5l hinzu. Das ganze schmort nun knapp zwei Stunden.
Wenn das Fleisch schön Zart ist, wird dieses aus dem Topf genommen und das Gemüse abgesiebt, der Soßenansatz jedoch aufgefangen. Die Soße wird nun mit Saurer Sahne, Creme Fraich und Schmand, sowie Pfeffer, Salz und scharfem Paprika abgeschmeckt.

Da Zu diesem Gericht sehr gut das bereits vorgestellt Knöpfle passt,ist es auf dem fertigen Teller mit angerichtet.Das ist natürlich kein schnelles Essen für jeden Tag,sondern eher ein Sonntagsessen, doch es ist einfach herrlich. Insbesondere die Soße ist ein Traum.

Lasst  Euch den Klassischen Rollbraten gut schmecken! 

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