Bauernpfanne

Heute möchte ich Euch gerne mal in die bodenständige und deftige Küche entführen. Kartoffeln sind nicht nur gesund, lecker und sättigend, sondern sie gehören auch zu den alltäglichen Gerichten in fast jedem Haushalt dazu. Besonders in den kalten Wintermonaten ist eine deftige Mahlzeit mit heißen Kartoffeln nicht nur sättigend sondern ein richtiges Soulfood. Gut für die Seele. 

Die Bauernpfanne ist einfach ein wunderbares Essen. Es ist leicht zu zubereiten, schmeckt wunderbar und wärmt von innen. Dazu ist es eine wunderbare Resteverarbeitung. Ich koche ja gerne sehr bewusst und versuche die Zutaten auszubrauchen und abwechslungsreich auf den Tisch zu bringen. Ihr kennt das sicher selbst, jeden Tag nur Pasta oder Kartoffeln ist auf Dauer ermüdend und die Freude an der Zubereitung und am Genuss lässt leider nach. Daher ist Abwechslung stets eine schöne Möglichkeit die Geschmacksnerven wach zu halten. 

Was verstehe ich unter bewusster Resteverwertung? Bei Kartoffeln zum Beispiel muss man nicht direkt am nächsten Tag die übrig gebliebenen Kartoffeln weiter verarbeiten. Sie halten sich im kühlen Keller oder im Kühlschrank noch einige Tage. So können zwischen durch auch noch andere Gerichte gezaubert werden und es ist kein alltäglicher Trott in der Speißeplangestaltung. Zudem ist es meiner Meinung nach wichtig, dass man bewusst mit Nahrungsmitteln umgeht. Besonders da es auf der Welt so viele Menschen gibt, die an Hunger oder Mangelernährung leiden. Dann ist es umso bedauerlicher, wenn wir nachlässig mit übrig gebliebener Nahrung umgehen. 

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Einzig Planung und ein wenig Weitsicht ist nötig. So kam ich dann auch auf meine Bauernpfanne – die eine wunderbar leckere und deftige Resteverwertung war. Sowohl der Kochschinken, das Schweineschmalz als auch die gekochten Kartoffeln oder die Eier – einzeln wären sie nicht so lecker gewesen, doch gemeinsam waren sie einfach passend. 

Doch nun genug von meinen Gedanken zum bewussten Umgang mit Nahrungsmitteln – wie handhabt ihr das? Habt ihr einen Tag in der Woche, an dem Reste gegessen werden? Als eine bunte Tafel von vielen leckeren Gerichten? Friert ihr übrig gebliebenes Essen ein? Oder versucht ihr es in neuen Gerichten weiter zu verarbeiten? Ich bin auf eure Ideen gespannt!

Doch nun zu meiner Bauernpfanne.

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Zubereitung:

* gekochte Kartoffeln mit Schale 

* eine rote Zwiebel

* ein EL Zwiebelschmalz 

* zwei EL Frischkäse (light) 

* Pfeffer, Salz, Paprikapulver edelsüß

* vier Scheiben gekochter Schinken 

* drei Eier (M) 

* etwas Gauda (gerieben) 

* frische Petersilie und frischer Schnittlauch 

Die Kartoffeln waren von einem Gericht ein paar Tage zuvor und wurden gründlich gewaschen, bevor sie gegart wurden, so dass sie mit Schale gegessen werden können. Achtet jedoch darauf, dass die Schale nicht grün ist, dann ist sie nicht genießbar. Es wird zunächst das Zwiebelschmalz in einer Pfanne erhitzt, bei mittlerer Temperatur. Daraufhin werden die Zwieblstückchen im Zwiebelschmalz angeschwitzt.

Daraufhin kommen die Kartoffelscheiben mit in die Pfanne. Diese können mit Schale klein geschnitten werden. Wenn die Kartoffeln etwas angebraten sind, werden die Kartoffeln mit den Gewürzen nach dem eigenen Geschmack gewürzt. In die Mitte der Pfanne wird eine kleine Kuhle geformt, so dass in die Mitte die drei Eier geschlagen werden können. Bei mittlerer Temperatur garen die Eier nun in der Pfannenmitte und die Kartoffeln bekommen auch noch etwas Knusprigkeit. Achtet darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, so dass nichts anbrennt.

Kurz vor dem Servieren kommt der Frischkäse, der klein geschnittene Kochschinken und der geriebene Käse auf die Pfanne. Besonders lecker passen noch Petersilie und Schnittlauch dazu und ein frischer Salat als wunderbare Beilage.

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Lasst Euch die deftige Bauernpfanne gut schmecken! 

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Backed Beans mit karamellisierten Balsamico-Zwiebel-Apfelscheiben

Hier nun meine leckeren und schnell fertigen Backed Beans mit karamellisierten Balsamico-Zwiebel-Apfelscheiben und einem frischen Blattsalat. Seit dem ich sie das erste mal gemacht habe, sind sie zu einem Dauerrenner in unserer Küche geworden. 
Der süß-saure Zwiebel-Apfelgeschmack passt einfach traumhaft zu den Backed Beans.
Wenn man spät nach Hause kommt, oder wenig Zeit hat, wirft man gebackene Bohnen in den Ofen, schneidet etwas Gemüse dazu und haut ’n Ei drauf und hat ein tolles Essen.

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Zubereitung Backed Beans:

* eine Dose rote Bohnen

* eine Dose weiße Bohnen

* eine Zwiebel

* eine halbe Paprika

* vier kleine Tomaten

* eine halbe Chili

* eine Karotte

* zwei Eier

* zwei Teelöffel Frischkäse

* drei Esslöffel Tomatenmark

* etwas Käse zum Überbacken

* Pfeffer und Salz

* ein Esslöffel scharfes Paprikapulver

Die Dosen mit den Bohnen werden geöffnet und die Bohnen werden in einem Sieb mit Wasser abgewaschen. Das Gemüse wird nun alles klein geschnitten und kommt zusammen mit den Bohnen in ein hitzebeständiges Gefäß. Nun kommen noch der Frischkäse, das Tomatenmark und die Gewürze je nach Geschmack hinzu. Alles wird noch einmal ordentlich durchmengt und dann kommt die Auflaufform für 30min bei 180°C Umluft in den Backofen.
Nach den 30min kommen die zwei Eier oben auf die Bohnen und lässt die Auflaufform noch weitere 15min bei geringerer Hitze (ca. 100°C) im Backofen.

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Zubereitung Karamellisierte Balsamico-Zwiebel-Apfelscheiben:

* zwei Zwiebeln

* ein Apfel

* ein Teelöffel Zucker

* ein Esslöffel Balsamicoessig

* ein Teelöffel Butter

Die Zwiebeln und der Apfel werden in Scheiben geschnitten und in der Butter angeschwitzt. Nun kommt der Zucker hinzu und die Apfel- und Zwiebelscheiben werden karamellisiert. Abschließend noch mit dem Balsamicoessig ablösschen. Und fertig ist die leckere Beilage zu den Backed Beans.

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Lasst es Euch gut schmecken <3

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{Gastbeitrag von Milchmädchen} Kürbiskoch

Das Milchmädchen bringt aus der Steiermark ein klassisches Herbstgericht mit: Kürbiskoch. Ich liebe solche urigen und ursprünglichen Gerichte ja sehr gerne und ich freue mich, dass ich durch diese Aktion viele neue Rezepte kennen lernen konnte. Doch nun gehts direkt zum Rezept! 

 

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Zum Aufruf für leckere Herbstgerichte unter dem Titel “Goldener Herbst” von Mimis Foodblog wollte ich auch etwas beitragen, das in meiner Familie bzw. der Steiermark als klassisches Herbstgericht immer auf den Tisch kommt, sobald die ersten Kürbisse geerntet werden: Kürbiskoch (auch Kürbissoße oder von mir einfach Kürbisgatsch genannt) (:

 

Dazu braucht man:
– 500g Kürbis
– 2 EL Essig
– 1 Zwiebel
– Öl
– 1 EL Paprikapulver
– 1 Tomate
– 60g Creme Fraiche
– Salz, Pfeffer, Kümmel

Den Kürbis schälen, raspeln und in einer Schüssel mit dem Essig mischen.
Zwiebel klein würfeln und in Öl glasig dünsten. Das Paprikapulver zu den Zwiebeln geben und unterrühren (Vorsicht, bei zu großer Hitze verbrennt es und wird bitter!). Dann den Kürbis dazu in den Topf geben und dünsten bis er weich ist. Eine Tomate häuten und würfeln und zum Kürbis geben.
Wenn der Kürbis weichgedünstet ist, den Creme Fraiche unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Kümmel abschmecken.

Wir essen Kürbiskoch meist mit Bratkartoffeln als Beilage zu Frankfurtern oder Leberkäse (:

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Letscho

Draußen ist es kalt, das ist ja kein Wunder, da die Kieler Woche vor der Tür steht. Da ist schlechtes und kaltes Wetter schon fast Tradition. Das sind die perfekten Bedingungen für ein feuriges Letscho. Ein leckeres ungarisches Schmorgericht.

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Zubereitung:

* 4 gelbe Spitzpaprika

* 4 rote Sitzpaprika

* 3 Zwiebeln

* 1 Chilischote

* 4 Tomaten

* Hartwurst (vorzugsweise pikante ungarische Kolbász)

* Olivenöl

* Pfeffer, Salz, scharfes Paprikapulver, Knoblauch

Die geschnittenen Zwiebeln und die dünn geschnittenen Kolbászscheiben mit dem Olivenöl im Topf mit kleiner Temperatur anbraten.

Währenddessen kommen die Tomaten in kochendes Wasser – kurz warten – und dann kalt abschrecken. Jetzt die später störende, dünne Haut abziehen und die Tomaten klein würfeln.

Die gelben und roten Paprikaschoten in Ringe schneiden. Beginnt am dicken Ende. Schneidet den ersten Ring mit dem Stiel ab und entfernt den darin befindlichen Stiel. Dann entfernt das in der Schote befindliche Kerngehäuse.
Erst dann die weiteren Ringe schneiden. Jetzt können die Tomaten und die Paprikaringe, sowie die klein geschnittene Chilischot mit in den Topf. Nun kann alles ca. 15 – 20 Minunten bei mittlerer Hitze vor sich hin schmoren.

Nach Geschmack würzen und dann warten, bis die Paprika schön weich sind. Das Paprikapulver sollte erst am Ende der Kochzeit dazu kommen, da es sonst bitter schmecken kann.
Sehr gut dazu passt frisches Brot, Kartoffeln oder Reis.

Ich habe das Letscho heute in einem ausgehöhlten Stück Brot gegessen. Sehr lecker. Und dann noch ein bisschen Käse oben – Variationen müssen eben auch mal sein!

Lasst Euch das Letscho schmecken!

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