Versunkener Apfel-Käsekuchen ~ rustikaler Flair auf dem Kaffeetisch

Der versunkene Apfel-Käsekuchen ist saftig im Geschmack, schnell und leicht gemacht. Mit diesem rustikalen Kuchen bereichert Ihr jedes Picknick, jede Kuchentafel und jeden Kaffeeklatsch. Dieser Apfel-Käsekuchen ist für jeden Apfelkuchen-Fan ein absolutes Muss und die Cheese-Cake-Fans werden ebenfalls begeistert sein. Die Mischung machts! 

Für ein gemütliches Kaffeetrinken an einem Sonntagnachmittag, für den spontanen Kuchenhunger oder für die Kollegen im Büro – der Kuchen geht einfach immer und überall. Da in diesem Rezept auf Nüsse und Rosinen verzichtet wurde, gibt es auch keine großen Probleme mit Allergien. Zudem habe ich bei diesem Rezept auf Weizenmehl verzichtet, denn ich finde, dass Dinkelmehl eine wunderbare Geschmacksvariante bei süßen Leckereien ist. Dinkelmehl geht nicht nur deftig, sondern auch süß! 

Zutaten Teig – versunkener Apfel-Käsekuchen:

* 225g Dinkelmehl Typ 630

* 1,5 TL Backpulver

* 100g Zucker

* 1 EL Vanille-Zucker

* 130g Butter

* 1 Prise Salz

* 1 TL Zimt

* 1 TL Nelken

* Abrieb einer Bio-Zitrone

* 3 Eier (Größe L)

* 3 EL Milch

* 1 Kg säuerliche Äpfel

Zutaten Füllung – versunkener Apfel-Käsekuchen:

* 125g Quark

* 100g Frischkäse

* 2 Eier (Größe M)

* 70g Zucker

* 50g Speisestärke

* Vanille einer Vanilleschote

Vorbereitungen versunkener Apfel-Käsekuchen:

Zunächst solltet ihr den Boden der Springform einfetten. Dann für den Belag die Äpfel schälen und in jeweils 16 Teile schneiden. Anschließend könnt ihr schon einmal den Backofen vorheizen.

Ober-/Unterhitze: etwa 180°C

Heißluft: etwa 160°C

Zubereitung versunkener Apfel-Käsekuchen:

Nun geht es zunächst an den Rührteig. Hierfür solltet ihr die Butter (alternativ geht auch Margarine) in einer Rührschüssel mit einem Mixer / Rührstab geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker, Gewürze, Salz, Milch und Zitronenabrieb hinzu geben, bis eine gebundene Masse entstanden ist. Anschließend könnt ihr das Mehl mit dem Backpulver mischen und beides zusammen in den Teig sieben. Unter beständigem Rühren entsteht der Teig. Daraufhin könnt Ihr in die eingefettete Springform füllen und glatt streichen. Die Apfelstücke könnt ihr auf den Teig legen. Die Form kommt nun auf dem Rost für ca. 20min in den Backofen.

In der Zwischenzeit könnt Ihr die Käsekuchen-Füllung für den versunkenen Apfel-Käsekuchen vorbereiten. Hierfür verrührt Ihr alle Zutaten der Käsekuchen-Füllung zu einer cremigen Masse. Wenn der Rührteig  mit den Äpfeln 20min im Backofen war, kann dieser kurz heraus genommen werden. Nun füllt Ihr die Käsekuchen-Füllung über den Rührteigboden. Jetzt vermischen sich die Schichten ein wenig und die Äpfel versinken. Der Kuchen kommt nun für weitere 35-45 Minuten in den Backofen, bis die Käsemenge gestockt ist. Der versunkene Apfel-Käsekuchen sollte in der Springform auskühlen, bevor Ihr vorsichtig den Rand lösen könnt.

Lasst Euch den versunkenen Apfel-Käsekuchen gut schmecken!

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{Werbung} Norwegische Skillingsboller eine Winteridee mit Kandis von Diamantzucker

Graue und kurze Tage. Viel Kälte und Kerzenschein in Verbindung mit Schnee, Eis und frostigem Wind. Hohe Berge und eisige Fjorde. Diese Assoziationen kommen mir bei einem norwegischen Winter. Da gehört ein heißer Tee, ein süßes Gebäck und ein knisternder Kandis einfach mit dazu, wenn man durchgefroren nach Hause kommt.

Für solche Wintertage eigenen sich perfekt die Norwegischen Skillingsboller mit Kandis, sie sind ein leckerer und aromatischer Begleiter zum heißen Tee. Ob frisch oder aufgewärmt, sie schmecken mit Kandis wunderbar. Der Kandis ist hier nicht nur ein Begleiter im Früchtetee, sondern auch ein Bestandteil der Norwegischen Skillingboller.

Diese kleinen Köstlichkeiten ähneln unseren in Deutschland bekannten Zimtschnecken nur entfernt. Einerseits werden sie nicht nur mit Zimt, sondern auch noch mit Kardamom, Nelken und zerbröseltem Kandis gebacken und andererseits gleicht die Form viel mehr einem Knoten als einer Schnecke.

Für mein heutiges Rezept der Norwegischen Skillingboller habe ich den braunen Diamant Krusten Kandis von Diamant Zucker verwendet. Das goldbraune Farben- und Formenspiel des Krusten Kandis harmoniert farblich und geschmacklich mit den Norwegischen Skillingboller und ist eine leckere Kandis Winteridee. Da der Diamant Krusten Kandis von Diamant Zucker einen leichten Karamellgeschmack hat, passt er geschmacklich sehr gut zu den süßen Skillingbollern. Besonders gut schmecken die würzigen Knoten frisch aus dem Backofen.

Wenn ihr sie jedoch ein oder zwei Tage liegen lasst, dann könnt ihr sie kurz in den heißen Backofen schieben und schon schmecken sie wieder wunderbar. So habe ich es mit den Norwegischen Skillingbollern an unserem Hochzeitstag gemacht. Die würzig-süßen Knoten mit Kandis reichte ich gemeinsam mit salzigen Knabbereien zum kleinen Sektempfang von Freunden und Familie. Und besonders der knusprige Effekt des Kandis in Kombination mit Nelke, Zimt und Kardamom kam bei meinen Gästen sehr gut an. Daher möchte ich Euch diese Kandis Winteridee wärmstens ans Herz legen. 

Zutaten für den Teig der Norwegischen Skillingboller mit Kandis:

* 500g Dinkelmehl Typ 1050

* 500g Weizenmehl Typ 405 

* 42g frische Hefe 

* 150g Zucker 

* 15g Kardamom 

* 5g Nelken 

* 5g Zimt 

* 12g Salz 

* 1 Ei 

* 40g Butter

* 140g Sonnenblumenöl 

* 550ml Milch 

Zutaten für die Füllung der der Norwegischen Skillingboller mit Kandis:

* 125g Butter, zimmerwarm

* 125g Diamant Krusten Kandis 

* 14g Zimt 

* 10g Kardamom 

Zubereitung der Norwegischen Skillingboller mit Kandis:

Für den Teig mischt ihr alle Zutaten und verknetet diese kräftig miteinander. Wenn der Teig fertig ist, wird dieser mittelweich und etwas klebrig sein.

Diesen könnt ihr mit ein wenig Dinkelmehl bestäuben, mit einem Geschirrtuch bedecken und ca. 30min an einem warmen Ort gehen lassen.

Anschließend könnt ihr die Füllung für die Norwegischen Skillingboller mit Kandis zubereiten. Hierfür schneidet ihr die zimmerwarme Butter in kleine Stückchen und zerkleinert den Kandis in einem Mörser ein wenig.

Alle Zutaten der Füllung werden nun miteinander vermengt.

Wenn der Teig etwas Volumen bekommen hat, kann dieser nach der Ruhezeit weiter verarbeitet werden. Teilt den Teig in drei gleich große Teile auf. Nehmt den ersten Teigklumpen und rollt diesen auf einer bemehlten Fläche aus. Verteilt nun ein Drittel der Füllung auf dem ausgerollten Teig und rollt diesen der Länge nach zusammen.

Diese Rolle wird nun einem Teigschaber in ca. 8-10 gleich breite Stücke geschnitten. Anschließend werden die Teigstückchen werden wie zu einer Kordel gedreht und dann zu einem Knoten gebunden.

Nun kommen die Norwegischen Skillingboller mit Kandis auf ein mit einem Backpapier belegtes Backblech und werden mit einem Tuch abgedeckt, so dass sie erneut für 30-45min an einem warmen Ort gehen können.

So verfahrt Ihr mit allen drei Teigstücken.

Die Teiglinge können nun im vorgeheizten Backofen bei 225°C Ober- und Unterhitze auf der mittleren Schiene für 10-12min backen. Achtet darauf, dass sie eine schöne, braune Färbung bekommen.

Anschließend können die Norwegischen Skillingboller mit Kandis auf einem Rost unabgedeckt auskühlen – oder noch warm gegessen werden.

Ich wünsche Euch mit diesem Rezept viel Freude! Lasst Euch die Norwegischen Skillingboller mit Kandis gut schmecken! 

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Hutzelbrot

Das Hutzelbrot ist ein Brot mit Geschichte – nicht nur mit vielen Aromen. Es begleitete mich stets durch die Advents- und Weihnachtszeit. 

Früher hat meine Oma das Hutzelbrot gebacken und mit den Jahren hat dann meine Mutter das Hutzelbrot übernommen. Wenn man durchgefroren vom Spielen im Schnee nach Hause kam, dann war ein Hutzelbrot – mit Butter beschmiert – das Beste. Besonders wenn man sich dann wohlig warm vor dem Kachelofen wärmen konnte. Ein Gefühl von Geborgenheit und Kindheitserinnerungen. 

Das Hutzelbrot oder auch bekannt als Früchtebrot ist ein kleiner, saftiger Laib.  Das Brot hat einen saftigen, festen Teig und im Anschnitt sichtbare Frucht- und Mandelstücke. In vielen süddeutschen Haushalten wird das Hutzelbrot mit Mandeln oder Belegkirschen verziert – ich kenne es jedoch nur mit Puderzucker bestäubt. Daher möchte ich Euch hier meine klassische Version vorstellen. Das schöne ist, dass das Hutzelbrot sehr lange haltbar ist. Mehrere Wochen sogar. 

Die Brote können so in einer großen Anzahl bereits mehrere Wochen vor Weihnachten gebacken und kalt gelagert werden. 

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Im Süddeutschen Raum und in Österreich ist das Hutzelbrot verbreitet. Begonnen wurde mit dem Backen des Früchtebrots in den Tagen um den Andreastag am 30. November. In der Andreasnacht – oder auch Klopfa-Noah zogen junge masikierte Männer mit Gedichten von Haus zu Haus und baten um Gaben. Häufig bekamen sie dann auch das Hutzelbrot. 

Es gehörte mit anderen Herbstgaben teilweise zu den Festtagsspeisen am Nikolaustag und zu Gebäcktellern an den Adventssonntagen. Das Schöne an diesem Früchtebrot ist, dass es in der ursprünglichen Version all die Früchte und Gaben aus der Region und dem Garten mit aufgriff. Doch im Laufe der Jahrhunderte kamen natürlich mit zunehmendem Wohlstand auch weitere Zutaten hinzu. 

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Ein alter süddeutscher Verlobungsbrauch ist das Anschneiden des Früchtebrotes. Die Anschnitte des Früchtebrotes wurden von den Frauen im heiratsfähigen Alter an ihre Liebhaber verschenkt, um mittels glatter Schnittkanten ihre Zuneigung zu signalisieren oder mittels rauer Schnittkanten die Beziehung zu beenden.

Am Heiligen Abend oder am Stephanitag, der zweite Weihnachtsfeiertag, wurde das Früchtebrot vom Hausvater angeschnitten und verteilt. Die Kinder, Knechte, und Mägde bekamen einen Anteil. Um Glück in den Stall zu bringen, erhielten die Tiere Früchtebrot zu ihrem Futter hinzu. 

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Zubereitung: 

* 2,5 Kg gedörrte Birnenschnitze 

* 1,5 Kg Zwetschgen 

*500g  Rosinen 

* ein Glas Rotwein

* 500g geschälte, geschnittene Mandeln 

* 500g Feigen 

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale 

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* 60g Zimt 

* 8g gestoßene Nelken 

* 8g zerstoßene Fenchelsamen

* 15g Anis

* 1 Glas Kirschwasser 

* 60g Hefe

* 1,25 Kg feines Mehl 

* 2,75 Kg Mehl

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Zunächst müsst ihr für die Zubereitung zwei Tage Zeit einplanen. Zwar nicht durchgängig, doch der Teig muss etwas ruhen und die Früchte müssen auch den Geschmack aufnehmen.

Zunächst werden die Zwetschgen entkernt und dann gemeinsam mit den Birnenschnitzen mit Wasser und Zucker weich gekocht. Die Schnitze werden in zwei oder drei Teile zerschnitten und in einem Topf erst mal bei Seite gestellt, bis sie wieder ausgekühlt sind.

Die Rosinen kommen nun zeitgleich einige Zeit in das Glas Rotwein.

Das gekochte Obst wird in ein ziemlich großes Gefäß getan und mit den Rosinen, dem Rotwein, den Mandeln, den klein geschnittenen Feigen und dem Zitronat, Pomeranzenschalen und den Zitronenschalen aufgefüllt. Hinzu kommt nun der Zimt, die Nelken, der Fenchel, der Anis und ein Glas Kirschwasser(Schnaps).

Das Obst kann je nach Geschmack noch um Äpfel oder Walnüsse ergänzt werden. Dann wird das Früchtebrot fruchtiger, an der Teigmenge müsst ihr nichts ändern.

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Der Brotteig wird aus Teilen der erwärmten Schnitzbrühe, dem feinen Mehl (2,75Kg) gemacht. Aus der Hälfte des Mehls wird mit der Schnitzbrühe ein Vorteig gemacht. Diesen lässt man über Nacht gehen, schafft früh am nächsten Morgen mit der erwärmten restlichen Schnitzbrühe und der Hefe einen sehr festen Teig und nimmt dann die Hutzlemasse und das restliche Mehl hinzu. Nun heißt es fleißig kneten oder die Küchenmaschine bedienen.

Ist der Teig gleichmäßig durchgearbeitet, so wird er mit feinem Mehl bestreut und zugedeckt, wenn er nun weitere drei bis vier Stunden geruht ist, werden kleine Laibchen geformt. Diese Laibchen dürfen nun noch einmal ein bis zwei Stunden auf dem Backblech gehen.

Nun kommen sie in den vorgeheizten Backofen und werden wie normale Brote gebacken. Die Backzeit variiert und hängt von der Brotlaibgröße ab. Während des Backens werden die Brote ein bis zweimal mit Schnitzbrühe oder Zuckerwasser bestrichen. Danach können die Hutzelbrote auf einem Gitterblech auskühlen.

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Lasst es Euch gut schmecken! Perfekt zum Hutzelbrot ist etwas frische, süße Butter und ein heißer Früchtetee – mehr braucht ihr nicht! 

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Weiße Lebkuchen

Weiße Lebkuchen unterscheiden sich von den braunen Lebkuchen durch ihren hohen Eianteil. Eigentlich sind die weißen Lebkuchen Rechteckig auf Oblaten und ohne Glasur. Jedoch möchte ich Euch heute ein Rezept für Weiße Lebkuchen vorstellen, das ein wenig abweicht. 

Die Grundlage dieses leckeren Lebkuchenrezeptes bildet ein Rezept aus dem Neuen Stuttgarter Kochbuch – oder bewährte und vollständige Anweisung zur schmackhaften Zubereitung aller Arten von Speißen, Backwerk, Gefrorenem, Eingemachtem u.f.m. von Friedericke Luise Löffler.

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Das Koch- und Backbuch muss um die Jahrhundertwende der reinste Renner gewesen sein, denn 1902 wurde mein Exemplar bereits in der 22. Auflage veröffentlicht. Und die Rezepte waren damals schon über 100 Jahre alt, so steht es zumindest im Vorwort. 

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“Die erste Verfasserin dieses Kochbuchs, Frau Friericke Luise Löffler in Stuttgart, war “Landschaftsköchin”, d.h. Köchin der zusammen speißenden Abgeordneten, genannt “Landschaft”, des damaligen Herzogtums Württemberg, eine Stellung, welche die allgemeine und höchste Anerkennung ihrer Kochkunst beweißt. 

Sie war gleichsam die erste Köchin des Landes, ihr Kochbuch dessen erstes Kochbuch, und diesem Ruhm hat dasselbe seither, seit über hundert Jahren bewahrt”. 

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Die weißen Lebkuchen unterscheiden sich noch in einem sehr schönen Punkt von den üblichen Lebkuchenrezepten: Die Bearbeitungs- und Ruhezeit des Teiges ist sehr “kurz”. Zumindest für traditionelle Lebkuchenrezepte. So können die Lebkuchen auch an einem Tag zubereitet werden, ohne dass mit einer langen Ruhezeit gerechnet werden muss. 

Doch geschmacklich tut dies mit diesem leckeren Rezept keinen Abbruch. Ihr werdet genau so begeistert sein wie ich! Schön saftig, zart und süß im Geschmack – dazu die würzige Weihnachtsnote. Sehr lecker. 

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Doch probiert sie einfach selbst! 

Zubereitung: 

* 500g gestoßener Zucker (ich habe mich für Puderzucker entschieden) 

* 3 Eier 

* 125g in Wüfel geschnittene Mandeln

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale

* 125g Orangat 

* die Schale von einer Zitrone

* 15g Zimt 

* 4g Muskatblüte 

* 15g Pottasche

* Mark einer Vanille-Schote 

* 50g Pistazien

* etwas Nelken, zerstoßen  

* 500g Mehl 

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Der Zucker wird mit den Eiern drei Viertelstunden gerührt. Ich habe diese Backangabe mal in die heutige Zeit übertragen, mit einem elektrischen Handrührgerät haben ich auf einer hohen Stufe den Zucker mit den Eiern 15min lang gerührt. Anschließend kommen alle Zutaten bis auf das Mehl mit hinzu. Diese Masse wird nun kräftig miteinander verrührt.

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Anschließend wird das Mehl hineingeschafft. Der Teig kann nun noch eine Stunde im Kühlschrank ruhen und wird dann ausgewellt, zu kleinen Lebkuchen auf den Oblaten verarbeitet und auf ein bestrichenes, mit Mehl bestreutes Blech gesetzt und in gutem Ofen gebacken.

Diese Backanleitung habe ich mal in unsere heutigen Backgewohnheiten “übersetzt”. Den Backofen auf 160 Grad, Umluft 140 Grad, Gas Stufe 2 vorheizen.

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Backoblaten auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Mit einem Teelöffel kleine Teighäufchen auf die Oblaten streichen, so dass die Oblaten vollständig bedeckt sind. Im Ofen etwa 12-14 Minuten backen, dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Falls Ihr Mandeln auf den Lebkuchen wollt, solltet ihr die vor dem Backen auf die Lebkuchen platzieren. Anschließend könnt ihr die nicht dekorierten Lebkuchen noch mit Schokolade dekorieren.

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Weiße Lebkuchen sind wirklich etwas Leckeres! Lasst sie Euch gut schmecken! 

 

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Drei-Minuten Bratapfel

Winterzeit ist Bratapfelzeit

“Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

 

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel”.

(Bayrisches Volksgut)

Bratäpfel sind eine einfache und wunderbar leckere Süßspeise, die hauptsächlich im Winter und in der Weihnachtszeit zubereitet werden. Zumeist aus harte, lagerfähigen und leicht säuerlichen Äpfeln. Das gibt den gewissen Bratapfelgeschmack. Der Drei-Minuten Bratapfel klingt unheimlich schnell – doch es funktioniert. Der Bratapfel kann so auch ohne Kachelofen wunderbar lecker zubereitet werden und schmeckt so lecker ♡

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Zubereitung:

* ein säuerlicher Apfel, bspw. Boskopp oder Boikenapfel

* Zimt

* ein EL Marzipan-Masse

* Nelken

Ich hatte mich für einen Boikenapfel entschieden. Das Fruchtfleisch ist schneeweiß, anfangs fest, fein und saftreich, von angenehm gewürzhaftem, weinsäuerlichem Geschmack. Daher auch perfekt im Der Apfel wird entkernt und der Bereich um den Stängel herum vom Kerngehäuse abgetrennt, so dass dieser später noch als Deckel verwendet werden kann.
Das Innere des Apfels wird mit Zimt, Vanille, Kardamom und einer Briese Nelkenpulver eingestäubt, auch die Unterseite des Deckels. Nun wird der Apfel mit etwas Marzipan aufgefüllt. Der Deckel kommt nun wieder oben auf den Apfel.
Sowohl für den Geschmack, als auch für die Optik, werden kleine getrocknete Nelken in den Apfel gesteckt. Der gefüllte Apfel kommt nun in einem Mikrowellengeeigneten Gefäß für maximal 3min bei  800 Watt in die Mikrowelle.
Dieser leckere Bratapfeltraum versüßt einem auch die trübsten Herbststunden und bereichert jede Teezeit. ♡

Lasst Euch den Drei-Minuten Bratapfel gut schmecken! 

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{Gastbeitrag von Madam Rote Rübe} AROMATISCHE LATWERGE – DAS GEWÜRZ-ZWETSCHGENMUS AUS DER PFALZ

Meinen Auftakt im Goldenen Herbst macht Madam Rote Rübe mit einem leckeren Gewürz-Zwetschgenmus. Das AROMATISCHE LATWERGE – DAS GEWÜRZ-ZWETSCHGENMUS AUS DER PFALZ findet ihr auch auf ihrem Blog.

Wenn ihr auf Facebook sucht, findet ihr die aktive Madam Rote Rübe natürlich auch.

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Zeitreise: Tradition Latwerge
Früher war es in der Pfalz üblich, dass sich im goldenen Herbst die Landfrauen in den Dörfern trafen, um die berühmten Zwetschgen-Latwerge, ein eingedicktes Fruchtmus, zuzubereiten.

In guten Jahren, wenn die Zwetschgenbäume brechend voll hingen mit Früchten, fanden sich in der Erntezeit am Abend die Frauen bei Nachbarn oder Verwandten ein.

Dann saßen sie im Kreis um einen großen geflochtenen Korb, prall gefüllt mit Zwetschgen, herum. In der Hand hielten sie ein scharfes Messerchen und während viel erzählt und gelacht wurde, entsteinten sie fleißig die Zwetschgen.

Natürlich ließ sich die gastgebende Hausfrau gegen Mitternacht nicht nehmen, noch Kaffee und Kuchen, Brot und Hausmacher aufzufahren und bei einigen Gläschen Obstwein hatten alle noch einen Heidenspaß.

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Eine gesellige und mühvolle Arbeit
Über Nacht zogen die reifen Zwetschgen Saft und am nächsten Morgen ging es dann weiter. Nun heizte der, der einen Kupferkessel besaß, häufig war es ein Kessel eigens nur für Latwerge, ihn in der Waschküche mit einem Feuer ein.

Sobald die Zwetschgen darinnen waren, fing sofort eine Frau mit dem Rühren an, damit bloß nicht das Mus am Boden anbrannte. Deswegen hieß es auch Latwerg, weil mit einem großen Holzlöffel, Latte, gerührt bzw. gewergt wurde.

Jetzt köchelten die Zwetschgen bis zu 24 Stunden vor sich her, erwünscht war von der Konsistenz eine zähflüssige “Quetscheschmier”.

Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass sich die Frauen bei dieser anstrengenden Tätigkeit abwechseln mussten, damit sie sich und ihre Rücken wieder erholen konnten, vor allem, wenn es gegen Ende zuging und der Rührvorgang zu einer Herkulesarbeit ausartete.

Nun süßten die Landfrauen noch die Latwerge nach Geschmack und gaben mit Zimt, Anis, Sternanis und Nelkengewürz ihre persönliche Note dazu.

Ein herrlicher, warmer Gewürzduft erfüllte den Raum, die besonderen Aromastoffe ließen diese “Schmier” zu einer einzigartigen Spezialität werden, die in Steinguttöpfe, bedeckt mit Cellophanpapier, oder in Einmachgläsern abgefüllt, als Hausfrauenstolz in die Vorratskammer für die langen, düsteren Wintermonate übersiedelte. Als begehrte Süßigkeit für aufs Brot oder als Füllung von Kuchen und Mehlspeisen bereicherte sie den winterlichen Speiseplan.

Heute sehen wir höchstens dieses alte Verfahren noch auf den Bauernmärkten in der Pfalz. Wer Interesse an einer traditionellen Latwerge hat und diese probieren und kaufen möchte, besucht hier den rechten Ort.

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Ein uraltes Hausrezept
In einem alten Kochbuch, 1. Ausgabe 1873, “Das Hauswesen” von M.S.Rübler fand ich folgendes Rezept für Zwetschgenmus:

“Die gewöhnliche Zwetschge läßt man, wenn sie schön blau und reif ist, auskernen und in einem saubern hölzernen Gefäß mit dem kleinen Stampfeisen stampfen. Nach und nach tut man die in den Kessel, unter den ein nicht zu starkes Feuer gemacht ist, das auch unterhalten wird. Zu 50 Liter Zwetschgen nimmt man nun 3/4 Liter ausgepreßten Saft der reifen Flieder- oder Holunderbeeren und tut ihn, nachdem die Zwetschgen ungefähr 4-5 Stunden gekocht haben, hinzu, ebenso kleingebrödelten Zimt, zerbrochene trockene Zitronenschale, gereinigten Anis und einige gestoßene Nelken.
Die Zwetschgen müssen, sobald sie im Kessel sind, beständig gerührt werden mit einer sogenannten Musrühre, die immer auf dem Boden des Kessels bleibt, damit das Mus nicht anbrennt, was sehr leicht der Fall ist. Nachdem das Mus ungefähr 9 Stunden gekocht hat, läßt man das Feuer ganz schwach brennen und versucht, ob das Mus die gehörige Steife hat. Man nimmt nämlich einen Löffel davon auf ein Stückchen starkes Schreibpapier, und wenn der Saft nicht durchdringt und das Mus beim Umwenden des Papiers nicht davon abfällt, so ist es gar. Sollte das Mus nicht die erforderliche Süße haben, so muß man etwas Zucker mitkochen.
Man hat sich nun Steintöpfe bereitgestellt, die gehörig sauber sind, füllt das Mus mit einer Holzkelle hinein und macht die Töpfe recht voll davon.
Kann man während des Aushebens des Muses den Kessel nicht vom Feuer nehmen, so muß alles Feuer darunter weggezogen und das Mus noch immer gerührt werden, bis man überzeugt ist, daß es sich nicht an den Kessel anlegen kann.
Je schneller und heißer das Mus aus dem Kessel kommt, um so besser ist es. – In den Kessel läßt man sogleich Wasser gießen und ihn reinigen.
Andern Tags wird das Mus eine Kruste haben, und man bindet dann die Töpfe mittels starken Pergamentpapiers und Bindfadens zu.
Dieses Mus hält sich Jahr und Tag.”

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Rezept

Zwetschgen-Latwerge, traditionell

6 kg reife Zwetschgen
4 Stangen Zimt
1 Vanillestange
2 MSP Nelkenpulver
2 MSP Kardamon
2 MSP Anis
3 Sternanis
oder 2 gestr. TL fertiges Latwerge-Gewürz
0 bis zu 600 g Honig (Zucker), je nach Geschmack

Zwetschgen gut waschen, mit einem scharfen Obstmesser entkernen. In einen Bräter mit den Gewürzen einschichten und bei 180°C in den Backofen geben. Wenn Ihr fertiges Latwerge-Gewürz verwendet, dies erst zum Schluss mit dem Zucker einrühren. Ganz wenig Wasser, 100- 200 ml, zugeben, damit nichts ansetzt und nun bis zu 4-6 Stunden im Backofen stehen lassen. Ab und zu mit einem Holzlöffel durchrühren, die Latwerge stets im Auge behalten, damit sie nicht anbrennt. Die Masse sollte zu einem streichfähigen Mus, dunkel und zähflüssig, eingedickt sein.
Auf den Herd stellen und gut durchrühren, dabei die Gewürze herausfischen und nach Geschmack süßen.
Zwetschgen bestehen aus viel Fruchtsüße und durch das stundenlange Einkochen haben wir ein süßes Fruchtmus, daher vorsichtig süßen.

Wer möchte, kann die Latwerge noch durch die Flotte Lotte drehen oder mit dem Zauberstab pürieren.
Heiß in sterile Twist-off-Gläser randvoll einfüllen, 5 Minuten auf den Kopf stellen, wieder umdrehen.

Tipp:
Bei uns daheim ist es üblich, dass diese köstliche Zwetschgenmarmelade in kleineren Einmachgläsern bei 80°C nochmals 20 Minuten eingekocht wird, und ich sage nicht zuviel, selbst nach Jahren, schmeckt diese zum Niederknieen leckere Köstlichkeit wie frisch.

Latwerge begleiten mich schon mein Leben lang, ein Kanten Brot, dick mit Butter bestrichen und süße Latwerge darauf, gehören für mich unbedingt zur traditionellen Pfälzer Esskultur.

Allein der Duft, es schmeckt nicht nur würzig, es riecht auch wunderbar, kein Wunder, die ganze weihnachtliche Gewürzpalette enthält diese Schmier. Von solchen Kindheitsdüften lasse ich mich gerne aufmuntern und Ihr? Welche Marmelade begleitet Euch schon immer?

So, jetzt gehe ich in die Speisekammer und vergieße eine Träne, denn dieses Jahr gibt es eine Zwetschgenernte, die ist mehr als mau.

Alles Liebe, Eure

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Barbecue-Sauce

Ich bin ein großer Barbecue-Fan! In allen Variationen. Auf dem Burger, gern mal ein Klecks auf der Pizza, zum Fleisch, beim Grillen. Hach, im Sommer und zu selbst gemachtem Fastfood gehört für mich dieser rauchig, süßlich und würzige Geschmack einfach immer mit dazu. 

Doch bisher habe ich die Sauce stets gekauft. Fragt mich nicht warum. 

Irgendwie hatte ich zunächst Hemmungen eine Barbecue-Sauce selbst zu machen. Doch neulich, als ich das erste Mal Pulled-Pork selbst gemacht habe, dachte ich mir: “Wenn du schon so was Leckeres machst, dann gehört die Barbecue-Sauce auch mit dazu!”. 

Also ran an den Kochtopf und los ging das Experiment. 

Ich möchte Euch hier nun das Ergebnis meines Experiments vorstellen. Es wurde gleich in einer größeren Menge gemacht, so dass ich die Sauce auch gleich in Einmachgläsern für die kommende Grillsaison konserviert habe! – Wenn sie denn so lange überlebt und ich nicht noch ein paar mal nachkochen muss. 

Barbecue-Sauce | BBQ

Zutaten Barbecue-Sauce: 

* 4 Schalotten

* 3 Knoblauchzehen

* 1 EL Olivenöl 

* 70ml Cola

* 70ml Whiskey

* 50ml Cranberry-Sirup

* 4 EL Zucker

* 4 Tomaten

* 2 TL schwarzer Pfeffer, zerstoßen 

* 3 TL Paprikapulver edelsüß 

* 2 EL Salz 

* 250ml Wasser

* 50ml Weißweinessig

* 50ml Balsamico 

* 4 EL Tomatenmark 

* 30ml Kaffee 

1 TL Kreuzkümmel, zerstoßen und in einer Pfanne kurz angeröstet

* 0,5 TL Nelken, zerstoßen und in einer Pfanne kurz angeröstet

1 TL Schwarzkümmel, zerstoßen und in einer Pfanne kurz angeröstet

 

Barbecue-Sauce | BBQ

Zubereitung Barbecue-Sauce:

Zunächst werden die Schalotten und Knoblauchzehen klein geschnitten und im Olivenöl glasig gegart. Nun kommen die klein geschnittenen Tomaten hinzu und sie werden weich gekocht. Anschließend kommen die restlichen Zutaten in den Topf. Diese Mischung köchelt nun bei niedriger Temperatur mit geöffnetem Topf eine Stunde vor sich hin. Anschließend alles einmal pürieren und fertig ist die wunderbare Barbecue-Sauce.

Lasst Euch die selbst gemachte Barbecue-Sauce gut schmecken!

Barbecue-Sauce | BBQ

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Pulled Pork aus dem Backofen

Da nun die Grillsaison wieder eröffnet ist und es an sonnigen Tagen bereits zur Mittagszeit aus allen Himmelsrichtungen nach Grillkohle, Grillfleisch und leckerer Barbecue-Sauce duftet, hatte ich auch mal wieder Lust etwas neues zu probieren. Auf der Suche nach leckeren Rezepten auf vielen schönen Foodblog-Seiten wurde ich in letzter Zeit immer häufiger aufmerksam auf etwas augenscheinlich sehr, sehr leckeres: Pulled Pork. 

Pulled Pork Burger aus dem Backofen

Dieses gezupfte Schweinefleisch kommt ursprünglich aus Nordamerika und ist dort ein Hauptbestandteil des klassischen Barbecues. Pulled Pork ist ein typischer Vertreter des sogenannten Low-&-Slow-Garens, also ein bei niedriger Temperatur langsam gegartes Fleisch. Klassischerweise wird es in einem Barbecue-Smoker zubereitet. Der leichte Rauch sorgt für den typischen Barbecuegeschmack. Da ich jedoch leider (noch nicht) über solch einen Smoker verfüge, musste eine Alternative gesucht werden.

Und ich wurde fündig: Man kann das Pulled Pork auch im Backofen zubereiten. Also perfekt! 

Pulled Pork aus dem Backofen

Serviert wird Pulled Pork normalerweise auf einem Hamburgerbrötchen zusammen mit Barbecuesauce und Coleslaw, einem Karotten-Krautsalt oder mit Reis und anderen Beilagen auf einem Teller. 

Ich habe mich für die Variante im Hamburgerbrötchen entschieden. Somit ist dieses Rezept heute etwas umfangreicher. Es beinhaltet einerseits die Zubereitung des Pulled Pork, die selbst gemachten frischen Hamburgerbrötchen, meine erste eigene Barbecue-Sauce und noch einen Coleslaw. 

Gewürzmischung Pulled Pork: 

3 EL Zucker

* 3 EL Paprika edelsüß

1,5 EL Salz

* 1 EL bunter Pfeffer frisch zerstoßen

1,5 EL Kreuzkümmel

3 Knoblauchzehen

1 EL Nelken

1 EL Kaffeepulver

1 EL Schwarzkümmel

* 3EL mittelscharfer Senf (zum Einreiben) 

Gewürzmischung für Pulled Pork aus dem Backofen

Der Zucker, das Salz, das Paprikapulver und das Kaffeepulver werden in einer Schüssel gemischt. Hinzu kommen die klein geschnittenen Knoblauchzehen. Wundert euch bitte nicht über das Kaffeepulver.

Da Pulled Pork normalerweise gegrillt wird, muss ja irgendwie ein rauchiger, leicht bitterer Geschmack diese Grillkomponente ersetzen. Daher das Kaffeepulver. Es bringt einfach noch eine gewisse Note mit hinein.

Zeitgleich werden die restlichen Gewürze in einer heißen Pfanne kurz angebraten. Das bringt ein wunderbares leichtes Röstaroma an die Gewürze und somit auch an das Fleisch.

Gewürzmischung für Pulled Pork aus dem Backofen

Nun kommen die angebratenen Gewürze in einen Mörser und werden zerstoßen, bis sie die passende Konsistenz haben. Anschließend werden die Gewürze mit den restlichen in der Schüssel vermischt.

Vorbereitung Pulled Pork:

* 1kg Schweinenacken

* 3 EL Senf

* selbst gemachte Gewürzmischung

* Gefrierbeutel

* Haushaltsgummi

* alternativ könnt ihr das Fleisch auch vakuumieren

Nun kommt das Fleisch, vorzugsweise Schweinenacken zum Einsatz. Ich hatte 1 Kg ohne Knochen oder dergleich genommen. Das Fleisch wird gesäubert und dann mit Senf sehr genau ein massiert. Achtet darauf, dass an alle Stellen des Fleisches auch der Senf haftet, denn nur wenn das Fleisch gründlich mit Senf eingerieben und massiert wurde, kann auch die Gewürzmischung daran haften. Verwendet bitte die ganze Gewürzmischung, auch wenn es auf den ersten Blick etwas viel erscheint. Ihr werdet sehen, dass wir die Reste davon im weiteren Rezept benötigen.

Pulled Pork aus dem Backofen

Wenn nun die Gewürze alle auf dem Fleisch sind, kommt das Fleisch mit allen Gewürzen in einen großen Gefrierbeutel. Drückt die ganze Luft raus und verschließt den Beutel möglichst Luftdicht. Alternativ könnt ihr das Fleisch nun auch vakuumieren. Das Fleisch kommt nun für 36 bis 48 Stunden in den Kühlschrank. So kann die Marinade schön einwirken.

Zubereitung Pulled Pork: 

* mariniertes Fleisch 

* viel Zeit (ca. 7,5 Stunden) 

* 100ml Cola

* 100ml Whiskey 

* Die Reste der Marinade 

* 4 EL selbst gemachte Barbecue-Sauce

Bitte werft den Gefrierbeutel mit der restlichen Marinade nicht weg, die Marinade wird noch Benötigt. Das Fleisch wird aus dem Gefrierbeutel heraus genommen und kommt im Backofen auf mittlerer Höhe auf einen Grillrost. Darunter solltet ihr einen Bräter stellen, der herab tropfendes Fett oder Teile der Marinade auffängt. Das Fleisch wird nun eine Stunde bei 200°C bei Ober- und Unterhitze gebacken. Bitte heizt den Backofen nicht vor, sondern rechnet in der Stunde die Aufwärmdauer des Backofens mit ein.

Nach dieser Stunde wird die Temperatur des Backofens auf 120°C reduziert. Das Fleisch kommt nun in den Bräter, der bisher unter dem Grillrost stand. Bitte deckt das Fleisch nicht ab, sondern lasst den Bräter geöffnet. Jede Stunde wendet ihr bitte das Fleisch, so dass es von allen Seiten schön knusprig wird.

Pulled Pork aus dem Backofen

Jetzt kommt die Marinade in de Gefrierbeutel zum Einsatz. Bitte füllt den Gefrierbeutel mit Cola und Whiskey und schüttelt diesen nun kräftig, so dass sich die gesamte Marinade in der Flüssigkeit auflöst. Diese Mischung könnt ihr Nun in ein großes Glas schütten, da ihr sie im weiteren Verlauf für das Fleisch und die Barbecue-Sauce benötigt.

Jede Stunde, wenn das Fleisch im Backofen gewendet wird, träufelt ihr mit einem Pinsel ein wenig von der Marinaden-Whiskey-Cola-Mischung über das Fleisch. So bekommt es noch eine gewisse Note und karamellisiert leicht mit der Cola.

Nach ca 7,5 Stunden (das kann je nach Dicke des Fleisches variieren) ist das Fleisch Fertig. Nun Nehmt bitte den Bräter aus dem Backofen und deckt den Bräter mit dem Deckel ab. Das Fleisch sollte nun noch weitere 30min in Ruhe liegen.

Pulled Pork aus dem Backofen

Anschließend ist das Fleisch so zart, dass es bei mir schon beim Herausnehmen aus dem Bräter zerfallen ist.  Das lange Garen bei niedriger Temperatur bedingt eine Auflösung bzw. eine Hydrolyse des im Bindegewebe vorhandenen Kollagens und macht das Fleisch so zart, dass es anschließend in kleine Stücke zerfällt oder zerzupft werden kann.

Pulled Pork aus dem Backofen

Das zarte, zerrupfte Fleisch habe ich nun wieder zurück in den Bräter getan uns das Fleisch dort einmal mit den Resten der Marinade, die im Topf haften geblieben sind, vermengt. Hinzu kommen nun auch noch vier Esslöffel der selbst gemachten Barbecue-Sauce. Und fertig ist das Fleisch. Wenn nun noch nicht alle Beilagen fertig sein sollten, kann das Fleisch im Bräter noch warm gehalten werden.

Barbecue-Sauce:

* 4 Schalotten

* 3 Knoblauchzehen

* 1 EL Olivenöl 

* 70ml Cola

* 70ml Whiskey

* 50ml Cranberry-Sirup

* 4 EL Zucker

* 4 Tomaten

* ein TL schwarzer Pfeffer, zerstoßen 

* die Reste der Marinade 

* 2TL Paprikapulver edelsüß 

* 2 EL Salz 

* 250ml Wasser

* 50ml Weißweinessig

* 50ml Balsamico 

* 4 EL Tomatenmark 

* 30ml Kaffee 

Selbst gemachte BBQ Sauce für Pulled Pork aus dem Backofen

Zunächst werden die Schalotten und Knoblauchzehen klein geschnitten und im Olivenöl glasig gegart. Nun kommen die klein geschnittenen Tomaten hinzu und sie werden weich gekocht. Anschließend kommen die restlichen Zutaten in den Topf. Diese Mischung köchelt nun bei niedriger Temperatur mit geöffnetem Topf eine Stunde vor sich hin. Anschließend alles einmal pürieren und fertig ist die wunderbare Barbecue-Sauce.

Coleslaw:

* ein halber Krautkopf

* vier Karotten 

* eine Schalotte 

* zwei EL Majo

* zwei EL Kräuter Creme Fraich 

* drei EL weißer Balsamico 

* Pfeffer, Salz und Zucker nach Geschmack

Wie das manchmal so ist, kaum ist man im Eifer des Gefechtes, vergisst man glatt ein Foto zu machen. So ging es mir mit dem Coleslaw. Doch ich bin mir sicher, dass ihr es euch vorstellen könnt. Wenn ich den Coleslaw das nächste mal zubereite, werde ich ganz sicher an das Foto denken und es nachreichen!

So, nun erst einmal zum Rezept.

Den Kohl und die Karotten fein hobeln, die Schalotte klein schneiden – alles in eine Schüssel, Salz, Pfeffer, Zucker, Essig, Creme Fraich und Majo dazu – kräftig per Hand durchkneten – fertig.

Hamburgerbrötchen:

Herzlichen Dank an Frau Jot kocht! Bei ihr habe ich ein leckeres Hamburgerbrötchenrezept gefunden, das ich natürlich gleich variieren und probieren musste.

Für 16 Brötchen 
* 600ml Wasser (Raumtemperatur)

* ein Würfel frische Hefe

* 2 EL Salz 

* 500g  Weizenmehl Typ 405 

* 500g Weizenmehl Typ 1050

* ein paar Fingerspitzen Vollkornweizenmehel

* 3 EL Zucker 

* 1 EL Olivenöl

* 3 EL Rapsöl 

Zunächst wird das Wasser auf zwei Schüsseln aufgeteilt. 2/3 des Wassers wird mit der Hefe, dem Zucker und den Ölen vermischt. Im restlichen Wasser wird das Salz aufgelöst.

Nun wird das Mehl mit dem Hefewasser zu einem homogenen Teig verknetet. Ich hatte es per Hand geknetet. Hier ein kleiner Tipp: Einweghandschuhe sind da meist sehr hilfreich, da dann kein Teig an den Händen kleben bleibt. Nun kommt auch das Salzwasser hinzu. Damit der Teig nun gut gehen kann, kommen ein paar Fingerspitzen Vollkornweizenmehl auf den Teig.

Teig für Burger Buns

Die Schüssel wird mit einem Geschirrtuch abgedeckt und sollte zugedeckt an einem warmen Ort 90 Minuten gehen. Bis dahin müsste sich das Volumen verdoppelt haben.

Nun wird der Teig in 16 Portionen aufgeteilt und in runde Bällchen geformt. Diese können nun auf einem Backblech auf Backpapier positioniert werden. Sie können nun abgedeckt auch noch einmal ein bis zwei Stunden ruhen, bis sie sich deutlich vergrößert haben und an einander stoßen.

Burger Buns für Pulled Pork aus dem Backofen

 

Im heißen Ofen bei 220°C 15-18 Minuten goldbraun backen, zu Beginn eine halbe Tasse Wasser auf den heißen Ofenboden schütten und die Ofentür schnell wieder schließen. Beeilt euch da bitte, da es wirklich sehr kräftig dampft. Nach ca. 15min hatte ich die Brötchen noch mit einer Öl-Wasser-Salz-Mischung bepinselt und sie dann aus dem Ofen genommen, als alles Wasser verdampft war. Nun könnt ihr die Brötchen direkt frisch genießen.

Burger Buns für Pulled Pork aus dem Backofen

 

Pulled Pork Burger belegen und genießen: 

Nun kommt der leckerste Teil: der Burger wird belegt und gegessen. Denkt an die wunderbare Mischung von Krautsalat, Barbecue-Sauce und Pulled-Pork. Einfach ein Traum und ein echtes Festagsessen. Schon allein der Zeitaufwand als auch der Geschmack sprechen für ein Festagsmenü!

Pulled Pork Burger aus dem Backofen mit homemade BBQ-Sauce, Krautsalat und frischen, selbst gemachten Burger Buns

Lasst es Euch schmecken! 

 

 

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