Selbst gemachte Croissants aus Vollkornmehl ~ lasst uns gemütlich brunchen, vollwertig und lecker

Ich liebe ja frische Brötchen zum Frühstück. Und da darf es bei mir gerne mal ein Vollkornbrötchen sein. Der Geschmack ist einfach immer wieder lecker. Doch es gibt nichts Leckeres als ein Croissant zum Brunch. Knusprig, fluffig und buttrig. Doch am Sonntag Morgen zum Bäcker zu gehen, in der ewig langen Schlange anzustehen und nach gefühlt einer Ewigkeit erst wieder zu Hause an zu kommen, das hört sich nicht wirklich nach einem gemütlichen Sonntagsbrunch an. 

Daher backe ich seit Jahren meine Brötchen frisch und selbst. Und Heute möchte ich Euch etwas ganz besonders Leckeres vorstellen: frische, selbst gebackene Croissants aus Vollkornmehl. Das Schöne ist, dass ihr den Teig am Abend zuvor vorbereiten könnt. Am Sonntag Morgen holt Ihr den Teig aus dem Kühlschrank, rollt ihn aus, schneidet den Teig in Dreiecke, rollte diese zusammen, schiebt das belegte Backblech in den Backofen und nach keinen 25min habt ihr frische, duftende, fluffige und buttrige selbst gemachte Croissants aus Vollkornmehl. 

Alle Räume duften nach dem frischen Gebäck und ich bin mir sicher, dass alle Schlafmützen bei diesem Duft freiwillig an den Frühstückstisch kommen. 

Zutaten selbst gemachte Croissants aus Vollkornmehl:

Rezept für 10 bis 12 Croissants

| 10 Croissants: 360 kcal pro Croissant| 12 Croissants: 300 kcal pro Croissant

* 500g Weizenvollkornmehl

* 20g frische Hefe

* 50g brauner Rohrzucker 

* 10g Salz

* 280ml Wasser (4-6°C)

* 15ml Milch

* 250g Butter (kalt, im Block)

Zubereitung selbst gemachte Croissants aus Vollkornmehl:

Gebt zunächst das Wasser, die Milch und die zerbröckelte Hefe in eine Rührschüssel. Fügt nun das Mehl, das Salz und den Zucker hinzu und vermischt alles 5 Min. auf niedrigster Stufe, dann 3-4 Min. auf mittlerer Stufe.

Wenn der Teig glatt und geschmeidig ist und sich problemlos vom Schüsselrand löst, formen Ihr ihn zu einer lockeren Kugel. Denkt daran, die Teigtemperatur zu messen; sie sollte zwischen 24 und 26°C betragen.

Wallzt die Teigkugel nun mit dem Nudelholz zu einer flachen Platte aus und gebt diese, leicht bemehlt und mit Folie geschützt, mindestens 45 Min. in den Kühlschrank. Um den Kühlvorgang zu beschleunigen, könnt Ihr den Teig auch für 15 Min ins Eisfach geben. Achtet jedoch darauf, dass der Teig nicht gefriert.

Vorbereitungen & Zugeben der Butter für die selbst gemachten Croissants aus Vollkornmehl:

Formt aus Backpapier einen quadratischen Umschlag von jeweils 15cm Kantenlänge.

Nehmt die Butter aus dem Kühlschrank, schlagt sie kräftig, um eine flache Platte zu erhalten, die Ihr dann weiterverarbeiten könnt. Legt die Butter nun ins Innere des Backpapierumschlags und walzt die Butter mit dem Nudelholz zu einem gleichmäßig dicken Quadrat aus.

Nehmt nun Eure Teigplatte aus dem Kühlschrank, und walzt sie, nachdem Ihr die Folie entfernt haben, zu einem Rechteck aus, das doppelt so groß ist wie Euer Butter-Quadrat.

Legt das Butterquadrat in die Mitte der Teigplatte und klappt den Teig darüber. Die Ränder sollten sich berühren, aber nicht überstehen.

Schützt Euren Teig mit Frischhaltefolie und legt ihn für 15 Min. in den Kühlschrank.

Die „Tour Dooble“ – Vierlagigkeit des selbst gemachten Blätterteigs:

Nehmt Eure Teigplatte aus dem Kühlschrank und dreht sie, nachdem Ihr die Folie entfernt habt, so, dass man die „Teignaht“ sieht.

Rollt nun die Teigplatte zu einer Länge von 60-65cm bzw. einer Dicke von ca. 1cm aus. Arbeitet rasch und achtet darauf, dass die Butter nicht schmilzt. (Falls dies passiert, bedeckt die Teigplatte mit Folie und gebt sie erneut in den Kühlschrank.)

Schlagt nun das obere Teigdrittel zur Mitte hin ein, dann das untere. Beide Teile sollten sich berühren, aber nicht überlappen.

Schlagt den Teig dann nochmals ein: So erhaltet Ihr vier Lagen.

Schützt Euren ausgerollten Teig mit Frischhaltefolie und lasst ihn 45 Min. im Kühlschrank ruhen.

Fertigstellen der selbst gemachten Croissants aus Vollkornmehl:

Ich habe mit der Weiterverarbeitung des Blätterteiges bis zum nächsten Morgen gewartet, so lange war der Blätterteig im Kühlschrank. Der Teig wird halbiert. Jede Teighälfte reicht für fünf bis sechs Croissants, je nach dem wie groß Ihr sie rollt.

 

Der Teig wird zu einer Blatte von ca. 30 x 15cm ausgerollt. Sollte Euch der Teig zu klebrig sein, so bestreut ihn noch mit ein wenig Mehl. Diese Teigplatte schneidet Ihr in fünf oder sechs Dreiecke.


Diese Dreiecke nun von der Basis her zur Spitze zu Croissants aufrollen. Anschließend die Seiten noch ein wenig anwinkeln, so dass schöne, gebogene Croissants entstehen. Die Croissants anschließend mit dem Abschluss nach unten, so dass sie sich nicht öffnen können, auf ein Backblech setzen.

 

Backvorbereitung & Backen der selbst gemachten Croissants aus Vollkornmehl:

Legt jeweils 5 Croissants auf ein vorbereitetes Backblech. Diese werden nun bei 180°C für 20-25min Umluft gebacken.

Nachdem Ihre eure Croissants aus dem Ofen genommen habt, solltet Ihr sie noch 5 Min auskühlen lassen.

Tipps zur Aufbewahrung:

Ihr könnt Eure selbst gemachten Croissants aus Vollkornmehl in einem luftdichten Behälter problemlos einen Tag lang aufbewahren – sowohl im Kühlschrank als auch bei Zimmmertemperatur. Wartet aber mindestens 40 Min nach dem Backen, bevor Ihr die Gebäckstücke in das Behältnis geben, damit deren Feuchtigkeit entweichen kann.

 

Lasst Euch die selbst gemachten Croissants aus Vollkornmehl gut schmecken! Bei uns wird es sie sicherlich in den nächsten Wochen mal wieder geben! 

 

 

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Mini Baguettes ~ ein Kurztripp nach Frankreich

Mini Baguettes sind knusprige und goldbraune Brötchen zum Frühstück, zur Brotzeit oder als Beilage zu Suppen und Eintöpfen. Die Mini Baguettes sind schnell und leicht gemacht, sollten jedoch ca. 12 Stunden ruhen, dann gehen sie im Backofen wunderbar auf und bilden diese klassischen, kleinen Risse in der goldbraunen Kruste.

Sie sind klein im Format, jedoch sehr groß im Geschmack. Die Mini Baguettes sind kleine Brötchen, angelehnt an das originale französische Baguette. Für mich sind sie einfach die ideale Ergänzung zum Buffet, sowie auch für Suppen und Eintöpfe und im Sommer sollten sie bei keiner Grillparty fehlen. Aus feinstem Weizenmehl, etwas Dinkelmehl, Wasser und Hefe wird der Teig geknetet. Das Wichtigste ist jedoch ein halber Tag Ruhe und Zeit zum Gären – dann werden Euch meine Mini Baguettes begeistern.

Zutaten Mini Baguettes: 

Ergibt 9 kleine Mini Baguettes

* 700g Weizenmehl Typ 405

* 300g Dinkelmehl Typ 1050

* 1 TL Zucker 

* 2 (gehäufte) TL Salz 

* 2 EL Olivenöl

* 550ml lauwarmes Wasser

* 2 x 7g Aktiv-Trockenhefe (oder hfrische Hefe) 

* 3EL Wasser, 1/2 TL Salz und 1 EL Olivenöl zum Einfetten 

 

Zubereitung Mini Baguettes:

Zunächst siebt ihr die zwei Mehlsorten in eine große Schüssel. Anschließend kommen die Hefe, der Zucker und das Salz hinzu. Verteilt alles gut miteinander. Anschließend könnt ihr das Olivenöl gemeinsam mit dem lauwarmen Wasser zu dem Mehl hinzu geben und alles gut durchkneten.

Falls ihr eine Küchenmaschine verwendet, dann lasst den Teig ca. 5min bei mittlerer Geschwindigkeit kneten. Wenn der Teig eine feste Konsistenz hat, dann bestreut den Teig mit ein wenig Mehl, bedeckt die Schüssel mit einem feuchten Geschirrtuch und lasst den Teig ca. 12 Stunden gären.

Nach den 12 Stunden Ruhezeit, kann der Teig weiter verarbeitet werden. Nehmt ihn aus der Schüssel und teilt ihn in 9 gleich große Stücke.

Diese kleinen Teiglinge zieht ihr zunächst in eine längliche Form und nehmt dann in jede Hand ein Ende und dreht sie, wie eine Kordel. Und fertig sind die kleinen Mini Baguettes. So verfahrt ihr mit allen weiteren Teiglingen und legt diese auf ein mit einem Backpapier bedeckten Gitterrost.

Die kleinen Mini Baguettes sollten jetzt noch ca. 30min an einem warmen Ort gehen. Bevor sie in den auf 240°C vorgeheizten Backofen geschoben werden können, solltet ihr sie noch mit der Salz-Wasser-Öl-Mischung einpinseln. Diese ist für eine golden-knackige Kruste da.

Erhitzt jetzt noch Wasser in einem Waserkocher und schiebt ein Backblech mit dem erhitzten Wasser in die unterste Ofenschiene, bevor ihr die Teiglinge in den Ofen schiebt. Durch den entstehenden heißen Wasserdampf entsteht eine schöne Kruste.

Die Mini Baguettes sollten nun ca. 18min backen, bis sie knusprig und goldbraun sind. Daraufhin könnt ihr die Mini Baguettes auf einem Backrost abkühlen lassen und ihr solltet sie unbedingt noch am selben Tag verzehren. Sie sind einfach so lecker!

Lasst Euch die knusprigen Brötchen gut schmecken! 

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Dinkel-Kürbis Brötchen

Der Oktober verabschiedete sich bei mir bereits gestern, am 30. Oktober so richtig. Denn es war eine schöne und harmonische Verabschiedung. Es gab einen ausgiebigen Brunch mit frischen, selbst gebackenen Dinkel-Kürbis Brötchen, Sonnenschein, gemütliche Stunden und einen ausgedehnten Spaziergang durch die schöne Natur.

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Der Oktober war so freundlich und hat sich mit Sonnenschein, blauem Himmel und lauen Temperaturen (12°C) zu uns gesellt. Diese schönen Stunden waren wirklich ein Geschenk.

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Heute, am Reformationstag – oder eben auch Halloween – jeh nach dem, was gefeiert wird, ist der Oktober schon wieder grau in grau. Die schönen Sonnenstrahlen des goldenen Herbstes sind zum Glück nicht vergessen, sondern können immer noch in Erinnerung gerufen werden. 

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Diesen Herbst ist unsere Kürbis-Ernte so gut ausgefallen, dass wir mehrere Kürbisse einfrieren mussten. Ich friere Kürbisse sehr gerne ein, da man mit den einzelnen Päckchen sehr flexibel kochen und backen kann. So auch bei meinen Dinkel-Kürbis Brötchen. Der Tag begann gestern also mit einem ausgiebigen Brunch.

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Da ich am Abend zuvor bereits den Teig für meine Dinkel-Kürbis Brötchen gemacht habe und dieser in aller Ruhe im Kühlschrank stand, hatte ich morgens nicht viel Arbeit. Eben schnell den Teig in die passende Größe gebracht (und natürlich fotografiert), die Dinkel-Kürbis Brötchen auf dem Backblech verteilt und noch 20min gehen lassen. Dann wurde der Backofen erhitzt und in der Zwischenzeit der Frühstückstisch gedeckt, der Kaffee gekocht und anschließend noch schnell ein paar Dinkel-Kürbis Brötchen fotografiert werden, bevor unser Herbst-Brunch beginnen konnte.

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Zubereitung Dinkel-Kürbis Brötchen: 

Zutaten für ca. 12 Stück

* 300g Kürbis (ohne Kerne und ohne Schale) 

* 80g Butter

* 550g Dinkelmehl 

* 80g Zucker 

* 42g frische Hefe 

* 1 Ei 

* 1 TL Salz 

* eine Prise Muskatnuss, gerieben 

* 1 TL Zimt 

* 100ml Milch 

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Wenn ihr einen frischen Kürbis nehmt, dann sollte dieser geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten werden. Ich habe mich für meine tiefgerorenen Kürbisse entschieden und musste diese zur Weiterverarbeitung in der Mikrowelle bei 350 Watt in 3-5min auftauen. Falls ihr frische Kürbisse genommen habt, könnt ihr diese mit der Milch, der Butter, der Muskatnuss und dem Zimt in einem Topf köcheln und anschließend wieder abkühlen lassen.

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Bei der tiefgefrorenen Variante erhitzt ihr die Milch mit den Gewürzen ebenfalls und gebt die aufgetauten Kürbisstücke hinzu. Lasst alles zusammen abkühlen, bis die Mischung lauwarm ist.

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Nun wird die Masse püriert. Anschließend kann das Dinkelmehl mit dem Zucker gemischt werden. Zerbröselt die frische Hefe mit in die Mehl-Zuckermischung. Nun kommt die Kürbis-Masse und das Ei mit zum Teig. Verarbeitet alles, bis es ein homogener Teig geworden ist. Falls er euch zu klebrig ist, könnt ihr noch ein wenig Mehl hinzu geben. Ich habe mit Einweghandschuhen gearbeitet, da ich gerne spüre wie die Konsistenz des Teiges ist. Falls ihr lieber eine Küchenmaschine nehmt, geht das sicherlich auch.

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Der Teig wird nun abgedeckt einige Stunden in den Kühlschrank gestellt. Bei mir war es über Nacht. So kann die Hefe langsam aber bedächtig arbeiten. Am nächsten Morgen hatte sich der Teig fast verdoppelt. Daher bietet es sich an, dass ihr eine sehr große Schüssel nehmt.

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Nach der Ruhezeit kann der Teig auf einer bemehlten Fläche halbiert und in zwei längliche Rollen gebracht werden. Mit einem Teigschaber könnt ihr nun den Teig in 12 gleich große Teile zerteilen. Falls kein Teigschaber zur Hand ist, könnt ihr auch ein Messer nehmen.

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Bringt die Dinkel-Kürbis Brötchen in die von Euch gewünschte Form und wälzt sie einmal in Mehl, anschließend könnt ihr die Dinkel-Kürbis Brötchen mit einem scharfen Messer leicht einschneiden. Legt sie anschließend auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und heizt den Backofen auf 50°C auf.

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Nach 20 Minuten müssten sich die Brötchen verdoppelt haben. Jetzt erhöht ihr die Temperatur auf 220°C, stellt noch ein feuerfestes Gefäß mit Wasser in den Backofen und backt die Dinkel-Kürbis Brötchen für 22 Minuten bei Umluft.

Die Backzeit kann sich um ein paar Minuten je nach Ofen und dicke der Dinkel-Kürbis Brötchen unterscheiden. Wenn sie lecker duften und schön gold-gelb geworden sind, sind sie fertig und können direkt frisch zum Brunch aufgetischt werden.

Wir waren begeistert, sie haben sowohl zu süßem als auch herzhaftem Belag wunderbar geschmeckt und selbst am nächsten Tag waren sie noch sehr geschmackvoll.

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Lasst Euch die Dinkel-Kürbis Brötchen gut schmecken! 

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