Hutzelbrot

Das Hutzelbrot ist ein Brot mit Geschichte – nicht nur mit vielen Aromen. Es begleitete mich stets durch die Advents- und Weihnachtszeit. 

Früher hat meine Oma das Hutzelbrot gebacken und mit den Jahren hat dann meine Mutter das Hutzelbrot übernommen. Wenn man durchgefroren vom Spielen im Schnee nach Hause kam, dann war ein Hutzelbrot – mit Butter beschmiert – das Beste. Besonders wenn man sich dann wohlig warm vor dem Kachelofen wärmen konnte. Ein Gefühl von Geborgenheit und Kindheitserinnerungen. 

Das Hutzelbrot oder auch bekannt als Früchtebrot ist ein kleiner, saftiger Laib.  Das Brot hat einen saftigen, festen Teig und im Anschnitt sichtbare Frucht- und Mandelstücke. In vielen süddeutschen Haushalten wird das Hutzelbrot mit Mandeln oder Belegkirschen verziert – ich kenne es jedoch nur mit Puderzucker bestäubt. Daher möchte ich Euch hier meine klassische Version vorstellen. Das schöne ist, dass das Hutzelbrot sehr lange haltbar ist. Mehrere Wochen sogar. 

Die Brote können so in einer großen Anzahl bereits mehrere Wochen vor Weihnachten gebacken und kalt gelagert werden. 

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Im Süddeutschen Raum und in Österreich ist das Hutzelbrot verbreitet. Begonnen wurde mit dem Backen des Früchtebrots in den Tagen um den Andreastag am 30. November. In der Andreasnacht – oder auch Klopfa-Noah zogen junge masikierte Männer mit Gedichten von Haus zu Haus und baten um Gaben. Häufig bekamen sie dann auch das Hutzelbrot. 

Es gehörte mit anderen Herbstgaben teilweise zu den Festtagsspeisen am Nikolaustag und zu Gebäcktellern an den Adventssonntagen. Das Schöne an diesem Früchtebrot ist, dass es in der ursprünglichen Version all die Früchte und Gaben aus der Region und dem Garten mit aufgriff. Doch im Laufe der Jahrhunderte kamen natürlich mit zunehmendem Wohlstand auch weitere Zutaten hinzu. 

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Ein alter süddeutscher Verlobungsbrauch ist das Anschneiden des Früchtebrotes. Die Anschnitte des Früchtebrotes wurden von den Frauen im heiratsfähigen Alter an ihre Liebhaber verschenkt, um mittels glatter Schnittkanten ihre Zuneigung zu signalisieren oder mittels rauer Schnittkanten die Beziehung zu beenden.

Am Heiligen Abend oder am Stephanitag, der zweite Weihnachtsfeiertag, wurde das Früchtebrot vom Hausvater angeschnitten und verteilt. Die Kinder, Knechte, und Mägde bekamen einen Anteil. Um Glück in den Stall zu bringen, erhielten die Tiere Früchtebrot zu ihrem Futter hinzu. 

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Zubereitung: 

* 2,5 Kg gedörrte Birnenschnitze 

* 1,5 Kg Zwetschgen 

*500g  Rosinen 

* ein Glas Rotwein

* 500g geschälte, geschnittene Mandeln 

* 500g Feigen 

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale 

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* 60g Zimt 

* 8g gestoßene Nelken 

* 8g zerstoßene Fenchelsamen

* 15g Anis

* 1 Glas Kirschwasser 

* 60g Hefe

* 1,25 Kg feines Mehl 

* 2,75 Kg Mehl

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Zunächst müsst ihr für die Zubereitung zwei Tage Zeit einplanen. Zwar nicht durchgängig, doch der Teig muss etwas ruhen und die Früchte müssen auch den Geschmack aufnehmen.

Zunächst werden die Zwetschgen entkernt und dann gemeinsam mit den Birnenschnitzen mit Wasser und Zucker weich gekocht. Die Schnitze werden in zwei oder drei Teile zerschnitten und in einem Topf erst mal bei Seite gestellt, bis sie wieder ausgekühlt sind.

Die Rosinen kommen nun zeitgleich einige Zeit in das Glas Rotwein.

Das gekochte Obst wird in ein ziemlich großes Gefäß getan und mit den Rosinen, dem Rotwein, den Mandeln, den klein geschnittenen Feigen und dem Zitronat, Pomeranzenschalen und den Zitronenschalen aufgefüllt. Hinzu kommt nun der Zimt, die Nelken, der Fenchel, der Anis und ein Glas Kirschwasser(Schnaps).

Das Obst kann je nach Geschmack noch um Äpfel oder Walnüsse ergänzt werden. Dann wird das Früchtebrot fruchtiger, an der Teigmenge müsst ihr nichts ändern.

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Der Brotteig wird aus Teilen der erwärmten Schnitzbrühe, dem feinen Mehl (2,75Kg) gemacht. Aus der Hälfte des Mehls wird mit der Schnitzbrühe ein Vorteig gemacht. Diesen lässt man über Nacht gehen, schafft früh am nächsten Morgen mit der erwärmten restlichen Schnitzbrühe und der Hefe einen sehr festen Teig und nimmt dann die Hutzlemasse und das restliche Mehl hinzu. Nun heißt es fleißig kneten oder die Küchenmaschine bedienen.

Ist der Teig gleichmäßig durchgearbeitet, so wird er mit feinem Mehl bestreut und zugedeckt, wenn er nun weitere drei bis vier Stunden geruht ist, werden kleine Laibchen geformt. Diese Laibchen dürfen nun noch einmal ein bis zwei Stunden auf dem Backblech gehen.

Nun kommen sie in den vorgeheizten Backofen und werden wie normale Brote gebacken. Die Backzeit variiert und hängt von der Brotlaibgröße ab. Während des Backens werden die Brote ein bis zweimal mit Schnitzbrühe oder Zuckerwasser bestrichen. Danach können die Hutzelbrote auf einem Gitterblech auskühlen.

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Lasst es Euch gut schmecken! Perfekt zum Hutzelbrot ist etwas frische, süße Butter und ein heißer Früchtetee – mehr braucht ihr nicht! 

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{Gastbeitrag von Essensträume} Apfelkuchen mit Karamellsauce

Mit einem leckeren Apfelkuchen mit Karamellsauce bereichert der Blog Essensträume meine Aktion Goldener Herbst. Der süße Gaumenschmaus wird euch einen herbstlichen Nachmittagstee sicherlich versüßen. Ganz besonders die leckere Karamellsauce. 

Wenn Euch dieses Rezept angesprochen hat und Lust auf Mehr Essensträume gemacht hat, dann schaut doch mal auf Facebook bei Essensträume vorbei. 

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Der Herbst beginnt…die Blätter verlieren langsam ihre Farbe und fallen von den Bäumen, die dickeren Jacken werden aus dem Keller geholt und draußen stürmt und gewittert es. Das ist doch die ideale Zeit, um es sich im Haus mit einem leckeren Kuchen gemütlich zu machen.

Genau das habe ich  heute getan. Wir haben von den Nachbarn nämlich wieder mal viele frisch gepflückte Äpfel bekommen und somit begann für mich die Apfelkuchen-Saison 🙂 Nun habe ich hin und her überlegt, was ich denn für einen Kuchen backen könnte… und für mich passte zum Herbst ein Apfel-Rosinen-Kuchen mit Karamellsauce. So einer sollte es also werden.

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Somit wagte ich mich an meine erste Karamellsauce…und es hat direkt super funktioniert 🙂 Sie ist so lecker und cremig geworden. Wirklich ein Genuss!

Für die Karamellsauce braucht ihr folgende Zutaten:

* 100g Zucker

* 50g leicht gesalzene Butter

* 200g Sahne

 

Und so wird sie zubereitet:

Den Zucker in eine beschichtete Pfanne geben und kontinuierlich rühren, bis er karamellisiert, schön flüssig und honigbraun ist. Dann die Butter dazugeben und schmelzen lassen, dabei ständig weiterrühren. Anschließend die Sahne langsam hineingießen und so lange rühren, bis eine glatte Sauce entstanden ist. Den Herd nun auf die niedrigste  Stufe stellen. Wenn die Sauce nicht mehr so stark kocht mit dem Rühren aufhören und 5 Minuten köcheln lassen. Danach in ein Glas füllen und im Kühlschrank abkühlen lassen.

 

Falls ihr noch nie Karamellsauce gemacht habt gebe ich euch noch ein paar Hinweise: Das Karamell wird sehr heiß, seid also schön vorsichtig. Vor allem wenn man die Sahne dazugibt zischt und kocht es gewaltig, also nicht erschrecken sondern immer weiterrühren damit nichts anbrennt 🙂 Das kann nämlich schnell passieren. Die Sauce hält sich im Kühlschrank 2-3 Wochen. Für den Kuchen braucht ihr nicht alles davon.

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So, kommen wir nun zum Kuchen 🙂 Dafür benötigt ihr:

4 Eier

* 150g Zucker

* 1 Pck. Vanillezucker

* 1 Vanilleschote

* 200g Sahne

* 280g Mehl

* 1 Pck. Backpulver

* 3 Äpfel

* 1 Handvoll Rosinen

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Zubereitung:

Eier, Zucker, Vanillezucker und das Mark der Vanilleschote in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät oder mit der Kuchenmaschine ein paar Minuten cremig aufschlagen. Dann die Sahne dazugeben und noch ein paar Minuten weiterschlagen. Mehl und Backpulver mischen und in die Schüssel sieben. Alles gut miteinander verrühren.

Eine Springform (28 cm) mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen.

Von den Äpfeln das Kerngehäuse entfernen. Anschließend die Äpfel schälen und halbieren. Die Hälften auf dem Kuchenteig verteilen und zum Schluss noch die Rosinen drüberstreuen.

Den Kuchen bei 180 Grad Umluft oder 200 Grad Ober-/Unterhitze 25-30 Minuten backen.

Vor dem Servieren die Karamellsauce auf den Kuchen klecksen. Fertig 🙂

 

Nun könnt ihr einen lockeren Teig mit fruchtigen Äpfeln und einer himmlisch cremigen Karamellsauce genießen 🙂 Lasst es euch schmecken.

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