Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln

Bei dem Wind um die Ohren draußen, denke ich an den Herbst. Ebenso sammeln sich schon die ersten Gänse für ihren Flug in die warmen südlichen Gegenden Europas. Die letzten Tage waren wohl nur das Aufbäumen eines Sommers, der den Namen nicht so wirklich verdient hat. Langsam aber sicher meldet sich der Herbst an und ich freue mich auf Pflaumen, Kürbis, Pilze und Brombeeren und auf das bunte Laub der Bäume.

Da es nun langsam aber sicher herbstlich wird und es auf dem Markt die ersten Pflaumen und Marillen zu kaufen gibt, musste ich unbedingt einen leckeren und fruchtigen Kuchen backen. Für mich müssen Kuchen ja immer saftig sein. Daher passt ein Obstkuchen einfach perfekt. Ihr kennt vielleicht den klassischen Pflaumenkuchen (oder auch Zwetschgen- / Zwetschkenkuchen).

Je nach Region ist er unterschiedlich, meist ein Blechkuchen. Jedoch eines bleibt gleich: Er schmeckt im Herbst einfach wunderbar. Marillen sind meist zur gleichen Zeit reif wie die Pflaumen, jedoch wandern diese kleinen Leckereien meist in einen Obstler und eher seltener in einen Kuchen. Meiner Meinung nach sind sie eine sehr unterschätzte Obstsorte. In meiner Kindheit hatten wir einen großen Marillenbaum im Garten – er war jedes Jahr so ertragreich, dass wir garnicht wussten wohin mit all dem Obst. Natürlich wanderten die ersten reifen (und manchmal auch die unreifen) Marillen zunächst handgepflückt in meinen Mund. Doch die große Masse verarbeitete meine Mutter oft in Gelee, Saft oder Sirup. Der Marillengeschmack ist somit für mich nicht aus dem Herbst weg zu denken. Wie liebt ihr die kleinen, runden Früchte denn am liebsten? 

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Ich habe mit meinem Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln auf alle Fälle ein neues Lieblingsrezept zur Verarbeitung von Marillen gefunden. 

Zubereitung Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln: 

Zutaten für eine Springform von 26cm Durchmesser:

* 250g Mehl 

* 175g Zucker

* 1 Prise Salz 

* 1 Ei 

* 125g Margarine 

* 400g reife Pflaumen

* 350g reife Marillen 

* 3 Eier 

* abgeriebene Schale von einer halben unbehandelten Zitrone 

* 1 kräftige Prise Zimtpulver

* 1 Prise Nelkenpulver

* 1 Prise Kardamom 

* 75g gemahlene Mandeln 

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Zubereitung Teig: 

Zunächst wird das Mehl in eine große Schüssel gesiebt, daraufhin mit dem Salz, dem Ei, 75g Zucker und der Margarine zu einem festen Mürbeteig verknetet. Dieser wird daraufhin in eine Folie gewickelt und etwa eine Stunde in den Kühlschrank gestellt. Falls man es eilig hat, kann der Teig auch für 10-15min in den Gefrierschrank.

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Weiterverarbeitung: 

Daraufhin werden die Pflaumen und die Marillen gewaschen, entkernt und in Viertel bis Achtel geschnitten. Das hängt von der Obstgröße ab.

Die drei weiteren Eier werden mit dem restlichen Zucker (100g), dem Zitronenabrieb und den Gewürzen geschlagen, bis der Zucker aufgelöst ist. Die Obststücke in einem Sieb abtropfen lassen und dann unter die Eiercreme rühren. Daraufhin werden die gemahlenen Mandeln untergerührt.

Nun solltet ihr den Backofen auf 200°C vorheizen und die Form entweder einfetten oder mit einem Backpapier auslegen. Ich spanne meist ein Backpapier auf den Boden der Backform und fette nur den Rand der Form ganz leicht aus. So spart man sich ein wenig Fett und der Kuchen löst sich später ohne Probleme vom Backpapier.

Der Teig wird nun auf ein wenig Mehl sehr dünn (ca. 2,5-3mm) ausgerollt und in der Springform ausgelegt. Achtet darauf, dass der Rand ca. 3cm hoch wird. Den übrigen Teig abschneiden und bei Seite legen. Daraus werden später die Streusel.

Die Obst-Eier-Masse kommt nun auf den Teig und wird glatt gestrichen. Den übrigen Teig nehmt ihr nun um daraus die Streusel für den Kuchen zu formen. Zerreibt ihn einfach zwischen den Fingerspitzen und verteilt die Streusel ein wenig gleichmäßig auf dem Kuchen.

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Nun kommt der Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln in den heißen Backofen und wird in 40-45 goldgelb gebacken. Ich hatte den Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln 45min drin und er ist mir etwas zu dunkel geworden, daher würde ich euch eher 40min empfehlen, doch achtet einfach selbst auf die gewünschte Farbe des Kuchens.

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Nach dem Backen kommt der Kuchen zum Auskühlen auf ein Gitterblech. Lasst Ihn am Besten noch zwei, drei Stunden in der Kuchenform, er ist kurz nach dem Backen noch relativ weich und flüssig. Er härtet jedoch aus.

Wenn er abkühlt ist, sollte der Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln möglichst frisch und  mit frisch geschlagener Sahne serviert werden.

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Auch am nächsten Tag war er noch saftig und lecker. Also wirklich ein sehr leckerer Kuchen. Daher kann ich guten Herzens sagen: Lasst Euch den Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln gut schmecken! 

 

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{Gastbeitrag von Charlottas Küchentisch} Pflaumenlikör

Charlottas Küchentisch hat einen Pflaumenlikör gezaubert und mit diesem möchte sie mit mir auf mein Blogevent Goldener Herbst anstoßen. Dann mal Prost! 

Der Likör sieht wirklich sehr lecker aus und vielleicht wird dies einer meiner ersten Liköre sein, die ich auch mal selbst ansetze. Das Rezept liest sich auf alle Fälle wunderbar und passt perfekt zu meinem saisonalen und regionalen Herbstevent. 

Charlottas Küchentisch findet ihr natürlich auch auf Facebook. 

 

Pflaumenlikör

Als ich vor einigen Jahren diesen Pflaumenlikör das erste Mal angesetzt habe, hätte ich mir nie träumen lassen, dass er zu einem festen Bestandteil in unserer Bar wird. Aber er ist einfach so lecker, dass ich diesen Pflaumenlikör jedes Jahr aufs Neue um diese Zeit ansetze, so dass wir ihn im September zu unseren Geburtstagen immer ganz frisch zu einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen anbieten können. Und das nicht nur zu einer Tasse Kaffee, es wird auch anschließend noch gerne das ein oder andere Gläschen geschlubbert. Da ist es dann gut, dass ich immer mehrere Flaschen ansetze, damit ich auch für später noch einen kleinen Vorrat habe.

Wenn es nämlich draußen langsam etwas kühler wird, dann wird er auch noch zu einem ganz besonderen Highlight. Ich erwärme den Pflaumenlikör leicht, fülle ihn in hübsche kleine Likörgläser oder -schalen und gebe einen Klecks geschlagene Sahne darauf (am besten mit einer Spritztülle aufspritzen, es sieht dann einfach besonders appetitlich aus).  Wenn ihr dann noch eine Prise Zimt darüber streut, dann sieht der Pflaumenlikör nicht nur traumhaft aus, sondern er schmeckt auch einfach köstlich. Probiert es aus… beide Varianten dürfen bei uns nicht mehr fehlen.

Und da der Pflaumenlikör nicht nur bei uns sehr gut ankommt, fülle ich auch immer ein paar kleine Fläschchen ab, verpacke sie nett und verschenke den Likör an liebe Freunde.

Und dieses Jahr möchte ich mit diesem Pflaumenlikör mit Melanie von Mimis Foodblog auf ihr tolles Event „Goldener Herbst Mimis Foodblog“ anstoßen.

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Zutaten Pflaumenlikör (ergibt ca. 4 Fl. a 750 ml)

  • 3 Pf. Pflaumen (können auch Zwetschgen sein)
  • 1 l Wasser
  • 1 Nelke
  • 1 Zimtstange
  • 700 gr Zucker
  • 25 gr Vanillezucker
  • 1 Flasche weißen Rum
  • 1 Flasche Korn

Die Pflaumen waschen, entsteinen und in einen großen Topf geben. Mit Wasser auffüllen und die Nelke und die Zimtstange dazugeben. Das Ganze ca. 40 Minuten kochen lassen. Die Masse dann solange durch ein feines Sieb streichen, bis die Flüssigkeit klar ist.

Zucker und Vanillezucker in den warmen Pflaumensaft rühren und über Nacht durchziehen lassen.

Am nächsten Tag den Pflaumen-Zucker-Saft in ein großes verschließbares Gefäß umfüllen und den Rum und den Korn einrühren. Den Likör jetzt noch einmal für mindestens 1 Woche durchziehen lassen. Jetzt könnt ihr ihn in ausgekochte Flaschen umfüllen und genießen oder verschenken.

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