Zitrus-Mandel Konfekt

  • Meine leckeren Weihnachtsplätzchen haben dieses Jahr eine neue Sorte dazu bekommen. Zitrus-Mandel Konfekt. Sehr lecker und schnell gemacht. Mein Zitrus-Mandel Konfekt ähnelt in der Herstellung den klassischen Wienerbögen.

Die Kombination von Zitrusfrüchten, Mandeln, etwas Karamell im Geschmack – ich mag die Kombination sehr gerne. Und es ist auf jedem Plätzchenteller auch optisch eine wahre Bereicherung. 

Dieses leckere Zitrus-Mandel Konfekt möchte ich gerne dem Weihanchtsblogevent von Charlotta widmen. Sie hat diesen Advent ein wunderbares Event #Weihnachtenistüberall auf die Beine gestellt. Schaut doch mal in Ruhe auf ihrem Blog vorbei und lasst Euch inspirieren. Ich bin selbst schon sehr lange ein großer Fan ihres Foodblogs Charlottas Küchentisch – und Weihnachten ist für mich jedes Jahr wieder eine ganz besondere Zeit. 

Blogevent, Weihnachten ist ueberall, Gewinnspiel, Weihnachtsrezepte

Doch kommen wir nun zu meinem leckeren Zitrus-Mandel Konfekt zurück. Zitrusfrüchte waren früher in der Weihnachtsbäckerei etwas ganz besonderes und auch eine sehr kostspielige Zutat. Daher ist es kein Wunder, dass ihr in Lebkuchen, Stollen und weiteren besonderen Weihnachtsgebäcken stets auch Zitrusfrüchte findet. Ich hatte letztes Jahr ein ähnliches Rezept veröffentlicht, meine Orangen-Mandel-Häufchen. Sie ähneln sich in den Zutaten sind jedoch geschmacklich ganz unterschiedlich.

Also lasst Euch von der Optik bitte nicht täuschen. Hier bei diesem Zitrus-Mandel Konfekt steht der Zitronen- und Karamell-Geschmack im Vordergrund. Und die Mandeln sind sehr dezent. Ich muss gestehen, dass ich sie sehr gerne mag. Ich lager sie vorsichtshalber im Kühlschrank, so bleiben sie schön frisch. Doch nun genug der Worte, kommen wir zur Zubereitung des Zitrus-Mandel Konfekts. 

 

Zubereitung Zitrus-Mandel Konfekt: 

* 375g gemahlene Mandeln

* 125g Mandelstifte 

* 375g Puderzucker 

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* Mark von zwei Zitronen ausgedrückt es Fruchtfleisch der Zitronen)

* 8 Eier 

* 60g Zitronat 

* ca. 100 Oblaten 

In einer Pfanne werden die gemahlenen Mandeln, der Puderzucker, die Zitronenzesten, das Mark der zwei Zitronen und die acht Eier gemeinsam, langsam erhitzt.

Unter beständigem Rühren lasst ihr nun die Masse langsam aufkochen. Wenn die Masse köchelt und etwas karamellisierte und braun wurde, könnt ihr die Masse in eine Schüssel geben. Daraufhin rührt ihr in der Schüssel die geschnittenen Mandelstifte und das Zitronat unter.

Wenn ihr die kleinen Oblaten nehmt, solltet ihr auch kleine Kaffeelöffel nehmen, um von der langsam erkalteten Masse, kleine Berge zu formen und diese auf die Oblaten zu setzen.

Diese kommen nun auf ein mit einem Backpapier ausgelegtes Backblech und werden bei 160°C Umluft für 15-20min gebacken. Versucht möglichst viele Backbleche gleichzeitig im Ofen zu haben, so könnt ihr Euch ein wenig Zeit sparen. Die genaue Backdauer hängt von der Dicke eures Zitrus-Mandel Konfektes ab. Im Anschluss an die Backzeit reduziert ihr die Hitze im Backofen auf ca. 50°C und lasst das Zitrus-Mandel Konfekt noch ein wenig austrocknen. Nach ca. 30min müsste es fertig sein. Zum Auskühlen kann das Zitrus-Mandel Konfekt auf ein Kuchengitter. Falls ihr noch ein wenig Schokolade als Verzierung wollt, kann diese auch aufgetragen werden.

Ich habe mich jedoch dazu entschieden das Zitrus-Mandel Konfekt so zu lassen. Ich wünsche Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und vor allem Charlotta viel Freude mit ihrem Blogevent. Danke dir für deine Mühe und viel Freude mit meinem Zitrus-Mandel Konfekt.

Lasst Euch mein Zitrus-Mandel Konfekt gut schmecken. Es sollte noch schön saftig sein, also wundert Euch nicht. 

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Hutzelbrot

Das Hutzelbrot ist ein Brot mit Geschichte – nicht nur mit vielen Aromen. Es begleitete mich stets durch die Advents- und Weihnachtszeit. 

Früher hat meine Oma das Hutzelbrot gebacken und mit den Jahren hat dann meine Mutter das Hutzelbrot übernommen. Wenn man durchgefroren vom Spielen im Schnee nach Hause kam, dann war ein Hutzelbrot – mit Butter beschmiert – das Beste. Besonders wenn man sich dann wohlig warm vor dem Kachelofen wärmen konnte. Ein Gefühl von Geborgenheit und Kindheitserinnerungen. 

Das Hutzelbrot oder auch bekannt als Früchtebrot ist ein kleiner, saftiger Laib.  Das Brot hat einen saftigen, festen Teig und im Anschnitt sichtbare Frucht- und Mandelstücke. In vielen süddeutschen Haushalten wird das Hutzelbrot mit Mandeln oder Belegkirschen verziert – ich kenne es jedoch nur mit Puderzucker bestäubt. Daher möchte ich Euch hier meine klassische Version vorstellen. Das schöne ist, dass das Hutzelbrot sehr lange haltbar ist. Mehrere Wochen sogar. 

Die Brote können so in einer großen Anzahl bereits mehrere Wochen vor Weihnachten gebacken und kalt gelagert werden. 

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Im Süddeutschen Raum und in Österreich ist das Hutzelbrot verbreitet. Begonnen wurde mit dem Backen des Früchtebrots in den Tagen um den Andreastag am 30. November. In der Andreasnacht – oder auch Klopfa-Noah zogen junge masikierte Männer mit Gedichten von Haus zu Haus und baten um Gaben. Häufig bekamen sie dann auch das Hutzelbrot. 

Es gehörte mit anderen Herbstgaben teilweise zu den Festtagsspeisen am Nikolaustag und zu Gebäcktellern an den Adventssonntagen. Das Schöne an diesem Früchtebrot ist, dass es in der ursprünglichen Version all die Früchte und Gaben aus der Region und dem Garten mit aufgriff. Doch im Laufe der Jahrhunderte kamen natürlich mit zunehmendem Wohlstand auch weitere Zutaten hinzu. 

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Ein alter süddeutscher Verlobungsbrauch ist das Anschneiden des Früchtebrotes. Die Anschnitte des Früchtebrotes wurden von den Frauen im heiratsfähigen Alter an ihre Liebhaber verschenkt, um mittels glatter Schnittkanten ihre Zuneigung zu signalisieren oder mittels rauer Schnittkanten die Beziehung zu beenden.

Am Heiligen Abend oder am Stephanitag, der zweite Weihnachtsfeiertag, wurde das Früchtebrot vom Hausvater angeschnitten und verteilt. Die Kinder, Knechte, und Mägde bekamen einen Anteil. Um Glück in den Stall zu bringen, erhielten die Tiere Früchtebrot zu ihrem Futter hinzu. 

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Zubereitung: 

* 2,5 Kg gedörrte Birnenschnitze 

* 1,5 Kg Zwetschgen 

*500g  Rosinen 

* ein Glas Rotwein

* 500g geschälte, geschnittene Mandeln 

* 500g Feigen 

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale 

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* 60g Zimt 

* 8g gestoßene Nelken 

* 8g zerstoßene Fenchelsamen

* 15g Anis

* 1 Glas Kirschwasser 

* 60g Hefe

* 1,25 Kg feines Mehl 

* 2,75 Kg Mehl

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Zunächst müsst ihr für die Zubereitung zwei Tage Zeit einplanen. Zwar nicht durchgängig, doch der Teig muss etwas ruhen und die Früchte müssen auch den Geschmack aufnehmen.

Zunächst werden die Zwetschgen entkernt und dann gemeinsam mit den Birnenschnitzen mit Wasser und Zucker weich gekocht. Die Schnitze werden in zwei oder drei Teile zerschnitten und in einem Topf erst mal bei Seite gestellt, bis sie wieder ausgekühlt sind.

Die Rosinen kommen nun zeitgleich einige Zeit in das Glas Rotwein.

Das gekochte Obst wird in ein ziemlich großes Gefäß getan und mit den Rosinen, dem Rotwein, den Mandeln, den klein geschnittenen Feigen und dem Zitronat, Pomeranzenschalen und den Zitronenschalen aufgefüllt. Hinzu kommt nun der Zimt, die Nelken, der Fenchel, der Anis und ein Glas Kirschwasser(Schnaps).

Das Obst kann je nach Geschmack noch um Äpfel oder Walnüsse ergänzt werden. Dann wird das Früchtebrot fruchtiger, an der Teigmenge müsst ihr nichts ändern.

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Der Brotteig wird aus Teilen der erwärmten Schnitzbrühe, dem feinen Mehl (2,75Kg) gemacht. Aus der Hälfte des Mehls wird mit der Schnitzbrühe ein Vorteig gemacht. Diesen lässt man über Nacht gehen, schafft früh am nächsten Morgen mit der erwärmten restlichen Schnitzbrühe und der Hefe einen sehr festen Teig und nimmt dann die Hutzlemasse und das restliche Mehl hinzu. Nun heißt es fleißig kneten oder die Küchenmaschine bedienen.

Ist der Teig gleichmäßig durchgearbeitet, so wird er mit feinem Mehl bestreut und zugedeckt, wenn er nun weitere drei bis vier Stunden geruht ist, werden kleine Laibchen geformt. Diese Laibchen dürfen nun noch einmal ein bis zwei Stunden auf dem Backblech gehen.

Nun kommen sie in den vorgeheizten Backofen und werden wie normale Brote gebacken. Die Backzeit variiert und hängt von der Brotlaibgröße ab. Während des Backens werden die Brote ein bis zweimal mit Schnitzbrühe oder Zuckerwasser bestrichen. Danach können die Hutzelbrote auf einem Gitterblech auskühlen.

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Lasst es Euch gut schmecken! Perfekt zum Hutzelbrot ist etwas frische, süße Butter und ein heißer Früchtetee – mehr braucht ihr nicht! 

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Weiße Lebkuchen

Weiße Lebkuchen unterscheiden sich von den braunen Lebkuchen durch ihren hohen Eianteil. Eigentlich sind die weißen Lebkuchen Rechteckig auf Oblaten und ohne Glasur. Jedoch möchte ich Euch heute ein Rezept für Weiße Lebkuchen vorstellen, das ein wenig abweicht. 

Die Grundlage dieses leckeren Lebkuchenrezeptes bildet ein Rezept aus dem Neuen Stuttgarter Kochbuch – oder bewährte und vollständige Anweisung zur schmackhaften Zubereitung aller Arten von Speißen, Backwerk, Gefrorenem, Eingemachtem u.f.m. von Friedericke Luise Löffler.

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Das Koch- und Backbuch muss um die Jahrhundertwende der reinste Renner gewesen sein, denn 1902 wurde mein Exemplar bereits in der 22. Auflage veröffentlicht. Und die Rezepte waren damals schon über 100 Jahre alt, so steht es zumindest im Vorwort. 

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„Die erste Verfasserin dieses Kochbuchs, Frau Friericke Luise Löffler in Stuttgart, war „Landschaftsköchin“, d.h. Köchin der zusammen speißenden Abgeordneten, genannt „Landschaft“, des damaligen Herzogtums Württemberg, eine Stellung, welche die allgemeine und höchste Anerkennung ihrer Kochkunst beweißt. 

Sie war gleichsam die erste Köchin des Landes, ihr Kochbuch dessen erstes Kochbuch, und diesem Ruhm hat dasselbe seither, seit über hundert Jahren bewahrt“. 

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Die weißen Lebkuchen unterscheiden sich noch in einem sehr schönen Punkt von den üblichen Lebkuchenrezepten: Die Bearbeitungs- und Ruhezeit des Teiges ist sehr „kurz“. Zumindest für traditionelle Lebkuchenrezepte. So können die Lebkuchen auch an einem Tag zubereitet werden, ohne dass mit einer langen Ruhezeit gerechnet werden muss. 

Doch geschmacklich tut dies mit diesem leckeren Rezept keinen Abbruch. Ihr werdet genau so begeistert sein wie ich! Schön saftig, zart und süß im Geschmack – dazu die würzige Weihnachtsnote. Sehr lecker. 

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Doch probiert sie einfach selbst! 

Zubereitung: 

* 500g gestoßener Zucker (ich habe mich für Puderzucker entschieden) 

* 3 Eier 

* 125g in Wüfel geschnittene Mandeln

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale

* 125g Orangat 

* die Schale von einer Zitrone

* 15g Zimt 

* 4g Muskatblüte 

* 15g Pottasche

* Mark einer Vanille-Schote 

* 50g Pistazien

* etwas Nelken, zerstoßen  

* 500g Mehl 

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Der Zucker wird mit den Eiern drei Viertelstunden gerührt. Ich habe diese Backangabe mal in die heutige Zeit übertragen, mit einem elektrischen Handrührgerät haben ich auf einer hohen Stufe den Zucker mit den Eiern 15min lang gerührt. Anschließend kommen alle Zutaten bis auf das Mehl mit hinzu. Diese Masse wird nun kräftig miteinander verrührt.

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Anschließend wird das Mehl hineingeschafft. Der Teig kann nun noch eine Stunde im Kühlschrank ruhen und wird dann ausgewellt, zu kleinen Lebkuchen auf den Oblaten verarbeitet und auf ein bestrichenes, mit Mehl bestreutes Blech gesetzt und in gutem Ofen gebacken.

Diese Backanleitung habe ich mal in unsere heutigen Backgewohnheiten „übersetzt“. Den Backofen auf 160 Grad, Umluft 140 Grad, Gas Stufe 2 vorheizen.

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Backoblaten auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Mit einem Teelöffel kleine Teighäufchen auf die Oblaten streichen, so dass die Oblaten vollständig bedeckt sind. Im Ofen etwa 12-14 Minuten backen, dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Falls Ihr Mandeln auf den Lebkuchen wollt, solltet ihr die vor dem Backen auf die Lebkuchen platzieren. Anschließend könnt ihr die nicht dekorierten Lebkuchen noch mit Schokolade dekorieren.

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Weiße Lebkuchen sind wirklich etwas Leckeres! Lasst sie Euch gut schmecken! 

 

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