Deftige Paprikasuppe ~ Der aromatisch, würzige Suppenklassiker

In den Sommermonaten gibt es so viele leckere Gemüsesorten, da muss man einfach auch mal eine leckere Gemüsesuppe kochen. Und bei meinem letzten Einkauf haben mich die roten Spitzpaprika besonders angelacht. 

Und dann war auch schnell klar, was es gibt: eine deftige Paprikasuppe, das ist für mich einfach der aromatisch, würzige Suppenklassiker. Abgeschmeckt mit frischen Kräutern, einem Klecks Quark und ein paar Hackfleischbällchen als Einlage. Was will man mehr? Natürlich wäre auch ein Letscho möglich gewesen, doch heute dreht sich alles um meine Paprikasuppe.

Wenn Ihr noch auf der Suche nach einem leckeren Baguette seid, dann kann ich Euch meine kleinen Mini-Baguettes wärmstens ans Herz legen. Die passen dazu einfach wunderbar. Damit am Ende die Hackfleischbällchen und die deftige Paprikasuppe zeitgleich fertig sind, solltet Ihr zunächst die Hackfleischbällchen zubereiten. 

Zutaten Hackfleischbällchen:

* 250g Rinderhackfleisch

* 1 kleines Ei

* 3-4 EL Paniermehl

* 3-2 Chlischoten (nach eurem eigenen Schärfeempfinden) 

* Salz

* Pfeffer

* Paprikapulver edelsüß

* Muskatnuss

* 1/2 gelbe Zwiebel

* 1 Knoblauchzehe 

Zubereitung Hackfleischbällchen:

Zunächst wird die Zwiebel und die Knoblauchzehe in kleine, feine Stückchen geschnitten. Daraufhin werden die Chili in feine Ringe geschnitten. Dieses Gemüse wird nun anschließend mit dem Hackfleisch, dem Ei und den Gewürzen zu einer festen Masse verarbeitet. Anschließend formt ihr daraus die Hackfleischbällchen.  Die Hackfleischbällchen kommen nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.Das Backblech kommt nun in den Backofen. Der wurde zuvor schon auf 165°C Umluft vorgeheizt. Nach ca. 25 Minuten sind die Hackbällchen fertig. Es kann etwas variieren, da es davon abhängt, wie groß ihr die Hackbällchen formt.

Diese kleinen Häppchen kommen dann als Beilage mit in die deftige Paprikasuppe.

Zutaten deftige Paprikasuppe:

* 2 rote Spitzpaprika

* 1 gelber Paprika 

* 1 Knoblauchzehe

* 2 mittlere Zwiebel

* 1 Dose passierte Tomaten 

* 3 Tomaten 

* 1 EL Olivenöl

* 1 TL geräuchertes Paprikapulver 

* Pfeffer, Salz

* 1/2 TL Chilipulver 

* 1 TL Basilikum (gerne auch ein paar Blätter frisches Basilikum) 

* 1 TL Oregano (gerne auch ein paar Blätter frisches Oregano) 

* 1/2 TL Rosmarin

* etwas Thymian

* 1 TL Gemüsebrühenpulver 

* 1/2 TL Zucker 

* 1 EL Quark für jede Portion zur Dekoration 

* etwas frische Petersilie zur Dekoration 

* 50ml Wasser oder Rotwein, ganz nach Geschmack

Zubereitung deftige Paprikasuppe:

Zunächst wird das Gemüse gewaschen, geschält und in etwa gleich große Stücke (2x2cm) geschnitten. Anschließend wird das Gemüse im Olivenöl in einem Topf angeschwitzt. Wenn die Zwiebeln schön glasig werden, können die Kräuter und Gewürze hinzu gegeben werden.

Lasst alles kurz Farbe bekommen und reduziert dann die Hitze und deckt den Topf mit einem Deckel ab. nach ca. 5min löscht Ihr das Gemüse mit den passierten Tomaten und dem Wasser ab. Anstatt Wasser könnt Ihr auch Rotwein nehmen. Lasst die Suppe nun noch ca. 5 min bei geschlossenen Deckel köcheln und schmeckt dann die deftige Paprikasuppe ab. Ihr könnt je nach eurem individuellen Geschmack mit Chili, Pfeffer, Salz oder Paprikapulver das Gericht abschmecken.

Zum Servieren gebt Ihr auf jeden Teller noch einen Esslöffel Quark, ein paar der heißen Hackbällchen und ein paar frische Kräuter. Und fertig ist die deftige Paprikasuppe.

Ich wünsche Euch viel Freude mit dem Rezept und lasst Euch die deftige Paprikasuppe gut schmecken! 

 

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Suppenklößchen ~ die klassische Suppeneinlage

Suppenklößchen sind für mich die klassische Suppeneinlage für Feiertage und besondere Feste. Ihr kennt sicherlich die Hochzeitssuppe – je nach Region wird sie unterschiedlich gemacht, doch alle Varianten haben Suppenklößchen mit dabei.

Auch wenn diese klassische Suppeneinlage noch so lecker ist, gibt es sie bei uns nicht so häufig. Sondern wirklich nur zu besonderen Anlässen, hin und wieder Sonntags einmal als Vorspeise, wenn es ein richtiges Sonntagsessen gibt. Ich finde, dass man die Besonderheit mancher Rezepte auch gerne bewahren kann. 

Heute möchte ich Euch mein Rezept für leckere, fluffige und leicht gemachte Suppenklößchen vorstellen. Das Besondere ist, dass es ohne Knochenmark zubereitet ist. Eigentlich mache ich meine Suppenklößchen mit Brät, also Wurstbrät.

Doch das ist hier in Norddeutschland relativ schwer zu bekommen. Daher ist dieses Rezept ein leicht abgewandeltes Rezept. Wer jedoch vor Ort bei seinem Metzger / Fleischer seines Vertrauens frisches Brät bekommt, der kann dieses natürlich für die Suppenklößchen verwenden. 

Zutaten Suppenklößchen:

* 500g ungebackener Fleischkäse (im Idealfall 500g Kalbsbrät) 

* 2 Eier 

* 1/2 altes Brötchen oder 100g Semmelbrösel 

* 300ml lauwarme Milch 

* 2 EL Butter 

* 1 Schalotte

* 1 Knoblauchzehe 

* frische Petersilie

* frischer Schnittlauch 

* 1/2 TL getrockneter Majoran oder frischer Majoran 

* 1-2 Prisen Salz 

* 1 Prise weißer Pfeffer 

* ein wenig frisch gemahlene Muskatnuss (ca. 1 Messerspitze) 

* Fleischbrühe zum Kochen für den Sud 

* 3 Lorbeerblätter für den Sud 

Zubereitung Suppenklößchen:

Zunächst schneidet ihr die alten Brötchen klein. Ich habe hierfür die Brotschneidemaschine genommen und sie möglichst fein eingestellt. So ist eine Mischung aus Brot-Stückchen und Paniermehl entstanden. Dann schält und schneidet ihr die Schalotte und die Knoblauchzehe in feine Stückchen. Diese bratet ihr in der Butter glasig an. Dann können die Kräuter mit in die Butter. Anschließend kommen die Brotstückchen und abschließend die Milch dazu. Reduziert die Hitze und lasst die Brötchen die gesamte Flüssigkeit aufnehmen.

Gebt diese Mischung nun in eine große Schüssel. Hinzu kommen nun das Salz, Muskatnuss und etwas weißer Pfeffer. Verrührt alles gut. Nun könnt ihr das Kalbsbrät oder alternativ den ungebackenen Fleischkäse mit in die Mischung einarbeiten. Und natürlich auch die zwei Eier mit dazu geben. Knetet es ordentlich durch.

Anschließend könnt ihr die Suppenklößchen formen. Sie sollten alle in etwa gleich groß sein (ca. 1,5-2cm im Durchmesser maximal).

Anschließend solltet ihr in einem großen Topf die Fleischbrühe erhitzten. Bedenkt, dass ihr genügend Flüssigkeit benötigt, dass die Suppenklößchen in Ruhe schwimmen und garen können.

Gebt nun die Lorbeerblätter mit in die Fleischbrühe. Wenn das Wasser sprudelt, könnt ihr die Suppenklößchen mit einer Schaumkelle in die Fleischbrühe geben.

Danach könnt ihr die Temperatur reduzieren (mittlere Temperatur). Lasst die Suppenklößchen so lange kochen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Falls ihr Euch unsicher seit, könnt ihr ein Suppenklößchen zum Testen schon mal heraus fischen und probieren. Sollte dieses noch rosa in der Mitte sein, dann dürfen die Klößchen noch etwas in der Fleischbrühe schwimmen und weiter garen.

Ihr könnt die Suppenklößchen dann direkt in der Fleischbrühe servieren. Bei uns gab es dazu noch schwäbische Flädle. Natürlich könnt ihr auch andere Einlagen verwenden. Ich wünsche Euch viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit.

Noch ein Tipp: Falls Euch die Menge der Klößchen zu groß ist, dann könnt ihr diese auch einfrieren und je nach Bedarf wieder auftauen und in einer Brühe erwärmen. So ist ein kleiner Vorrat an Suppenklößchen immer greifbar.

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Es ist Suppenzeit ~ Gelbe Linsen-Kürbis-Suppe mit Rosmarin

Linsen-Kürbis-Suppe mit Rosmarin und diesen kleinen, knusprigen Kichererbsen. Ihr kennt die sicher – sie haben zwar nichts mit den echten Kichererbsen zu tun. Doch irgendwie hab ich sie seit meiner Kindheit immer so genannt. Und sie gerhören für mich zu Suppen mit dazu. Außerdem schmecken diese „Kichererbsen“ so lecker in Suppen. Da werden Kindheitserinnerungen wach. 

Auch wenn der Frühling bald vor der Tür steht, die Frühjahrsblüher überall ihre Köpfe der Sonne entgegen strecken, so ist es nachts und abends doch noch sehr frisch. Bei uns im Norden zumindest. Angeblich steht demnächst sogar in einigen Teilen Deutschlands schon wieder etwas Schnee bevor und gestern hab ich tatsächlich einzelne Schneeflöckchen an der Ostseeküste gesichtet. Sachen gibt es ~ Schnee im März. 

An solchen Tagen ist es abends besonders schön, wenn man ein heißes und schnelles Süppchen löffeln kann. Da ich letztes Jahr eine sehr, sehr große Kürbis-Ernte hatte, habe ich sie eingefroren und kann sie wunderbar für solche Gerichte auftauen. 

Linsensuppen mag ich insgesamt sehr gerne. Sie sind nahrhaft und schmecken ein wenig nussig. Hülsenfrüchte sind einfach in den kalten Monaten etwas sehr leckeres. Was sind eigentlich eure liebsten Hülsenfrüchte? 

 

Zutaten Linsen-Kürbis-Suppe mit Rosmarin:

* 1 Zwiebel

* 1 Knoblauch Zehe 

* 150 g gelbe Linsen

* 1 Gemüsebrühwürfel

* 250 g Kürbis

* Kreuzkümmel

* Pfeffer

* Salz

* ein Chili

* Olivenöl

* Rosmarin zum Bestreuen der Suppe 

 

Zubereitung Linsen-Kürbis-Suppe mit Rosmarin:

Die kleingeschnittene Zwiebeln und Kürbis-Stückchen werden gemeinsam mit dem klein geschnittenen Koblauch im Olivenöl angedünstet. Ist alles gut angedünstet, kommen die Linsen, der klein geschnittene Chilli, die Gewürze, der Gemüsebrühwürfel und ca. 2 Liter Wasser hinzu. Alles wird nun gemeinsam bei mittlerer Hitze so lange gekocht, bis sowohl die Linsen als auch der Kürbis weich sind. Nun wird die Suppe püriert.

Und schon ist die Linsen-Kürbis-Suppe fast fertig. Ihr könnt noch etwas frischen Rosmarin klein schneiden und über die Suppe streuen und falls ihr diese kleinen, leckeren „Kichererbsen“ da habt, dann passen sie einfach super zu dieser Suppe!

Lasst Euch die Linsen-Kürbis-Suppe mit Rosmarin gut schmecken! 

 

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Der Klassiker – Zwiebelsuppe mit Weißwein

Ich habe in meinem Rezept- und Fotoarchiv gesucht und habe ein wunderbares Rezept für eine Zwiebelsupper Gefunden. Genauer gesagt den Klassiker – eine Zwiebelsuppe mit Weißwein. 

Das Rezept und auch die Fotos stammen noch aus meinen Bloganfängen, jedoch hab ich es irgendwie bisher noch nicht geschafft, dieses Rezept von meiner Facebook-Seite nun auch auf meinen Blog zu übertragen. Doch heute hat es endlich geklappt und ich möchte Euch diese leckere und leicht gemachte Zwiebelsuppe vorstellen. Ich muss euch gestehen, dass ich ein großer Zwiebel- und Zwiebelsuppen-Fan bin. Besonders mit frischen Groutons, etwas fein geraspeltem Parmesan und wunderbaren Röstaromen – ein Traum. 

Besonders an kalten Tagen ist eine feine Zwiebelsuppe etwas leckeres. Jedoch solltet ihr ein wenig Koch-Zeit miteinplanen. Denn langsam gekocht schmeckt die Suppe einfach wunderbar. 

Nun springen wir aber Zurück ins Jahr 2015, als ich Euch dieses Rezept das erste mal vorgestellt habe. Besser gesagt genau am 25. Januar 2015. 

Wie wäre es mal wieder mit einer selbst gemachten Zwiebelsuppe? Mit leckeren, knusprig angebratenen Brotstückchen und dazu Parmesan. <3

Zutaten der Zwiebelsuppe mit Weißwein:

* 3 Zwiebel

* eine Stange Lauch

* eine Knoblauchzehe

* Bauchspeck in Würfel geschnitten

* Muskatnuss

* Pfeffer

* Salz

* eine Flasche trockener Weißwein (Pinot Grigio oder Grauburgunder) 

* 200ml Milch

* Parmesan

* Brot für die angebratenen Brotwürfel

Zubereitung der Zwiebelsuppe mit Weißwein:

Die Zwiebel, den Lauch und die Knoblauchzehe klein schneiden und gemeinsam mit dem Bauchspeck in einem Topf oder Bräter anbraten. Dann mit den Gewürzen abschmecken und mit der Flasche Weißwein ablöschen. Nun sollte alles 20min vor sich hin köcheln. Jetzt kann die Milch hinzu. Bitte nicht früher dazu geben, da ansonsten die Milch zusammen mit dem Weißwein gerinnt.
Alles noch einmal abschmecken und noch etwas köcheln lassen. Während dessen das Brot in kleine Stückchen schneiden und in Butter kurz goldgelb anbraten. Dann Kann die Suppe gemeinsam mit den Brotstücken und etwas Parmesan serviert werden.

Lasst es Euch schmecken <3

Wenn man die Zwiebelsuppe vegetarisch möchte, lasst einfach die Bauchspeckwürfel weg. Und vegan, dann kann die Milch durch Sojamilch ersetzt werde. Schmeckt alles auch wunderbar.

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Gaisburger Marsch

Der Gaisburger Marsch ist in den Winter- und Herbstmonaten bei uns ein stetiger Begleiter. Wir haben in unserem Haushalt zwei unterschiedliche Varianten des Gaisburger Marsches. Die eine mit frisch gemachter Rinderbrühe und gekochtem Rindfleisch und die zweite, die schnellere mit Fleischwurst. Beide Varianten schmecken sehr gut. Doch ich persönlich bin der größere Fan meiner Version des Gaisburger Marsches, der mit der frisch gekochten und kräftigen Rinderbrühe, mit Fleischwürfeln, gekochten Kartoffeln, frischen Spätzle und dazu noch Suppengemüse. Mein Mann hingegen bevorzugt die Variante mit der Fleischwurst – aber wenn das Essen auf dem Tisch steht, dann hat er eigentlich auch keine Einwände. Ihr kennt das sicherlich auch, manche traditionellen Gerichte werden je nach Familie, je nach Ort unterschiedlich zubereitet. So ist es bei uns mit dem Gaisburger Marsch. Das eigentlich besondere am Gaisburger Marsch ist nicht die Fleisch-Einlage sondern die Besonderheit liegt in der Beilagenkombination. Kartoffeln und Spätzle beides miteinander in einem Eintopf vereint. Das macht den Gaisburger Marsch in Schwaben aus. 

Der Gaisburger Marsch kommt auf alle Fälle aus dem Stuttgarter Umfeld. Doch woher genau die Namensgebung kommt, darüber gibt es unterschiedliche Theorien. „Gaisburg“ ist ein Stadtteil im Stuttgarter Stadtbezirk Stuttgart-Ost. Dies ist ein historisch sehr stark durch die Industrie geprägte Stadtteil. Der Gaisburger Marsch soll genau aus diesem Stadtteil kommen. Viele Sättigungsbeilagen sind in einem Ort mit anstrengender Körperlicher Arbeit auf alle Fälle nahe liegend. 

Eine Gaststätte in Gaisburg servierte im 19. Jahrhundert anscheinend eine kräftige Ochsenfleischsuppe mit Spätzle und Kartoffeln. Diese soll bei den Stuttgarter Offiziersanwärtern jener Zeit sehr beliebt gewesen sein. Da die Offiziersanwärter auf dem Weg von der Kaserne in die Gaststätte eine militärische Marschordnung einhalten mussten, soll das Gericht den Namen Gaisburger Marsch bekommen haben. 

Eine zweite Version der Namensfindung des Gaisburger Marsches ist, dass die Gaisburger Männer angeblich in Kriegsgefangenschaft waren und es ihren Frauen erlaubt war, sie mit einer Schüssel Essen pro Tag zu versorgen. Daher versuchten die Frauen alles sättigende und gut schmeckende in einem Eintopf zu verbinden. Mit dieser Schüssel „marschierten“ nun die Frauen zu ihren Männern und gaben dem Gericht den Namen Gaisburger Marsch. 

Welche Version nun die Richtige ist, lässt sich schwer sagen. Ich persönlich finde es jedoch sehr schön, dass sich um manche Gerichte überhaupt solche Geschichten ranken. Der sättigende und leckere Eintopf hat es auf alle Fälle bis in unsere heutige Zeit geschafft auf der Speisekarte zu bleiben und ich kann ihn Euch sehr empfehlen. Er schmeckt nicht nur in der kalten Zeit als Soulfood, sondern er ist auch kräftigend und wohltuend in Krankheitszeiten, wähnlich wie eine gute Hühnersuppe. Doch nun genug von der Vorgeschichte, kommen wir zu meinem Rezept des Gaisburger Marsches. (Und vielleicht landet die zweite Version in ein paar Monaten auch noch auf dem Blog) 

 

Zubereitung Gaisburger Marsch: 

* 800g Hohe Rippe vom Rind 

* zwei Karotten (ca. 250g) 

* 1/2 Knollensellerie (ca. 400g) 

* 500g festkochende Kartoffeln (ich nehme meist Linda= 

* 2 mittlere Zwiebel

* 4 Eierschalen 

* 4 Lorbeerblätter

* etwas Salz 

* 3 Stangen Lauch 

* Pfefferkörner 

 

Ihr wundert Euch jetzt sicherlich über die Eierschalen. Die Eierschalen sind zum Klären der Rinderbrühe da. Wenn Kartoffelstücke und Eierschalen mit gekocht werden, dann bekommt ihr später eine wunderbar klare Brühe. Das als kleinen Tipp vorne weg.

Zunächst wascht ihr das Fleisch ab. dann kommt es mit 2 Liter Wasser, den Eierschalen, einem Teelöffel Salz, den Pfefferkörnern und den Lorbeerblättern in den Topf. Achtet darauf, dass das Fleisch mit Wasser bedeckt ist. Nun sollte das Wasser einmal kräftig Aufkochen und ihr solltet es abschäumen. Dies macht ihr am Besten mit einem Sieb oder einer Kelle. Beim Kochen von Brühen oder Suppen ist die Bildung weißen Schaums auf der Oberfläche oft unvermeidbar. Verantwortlich sind Proteine, die sich beim ersten Aufkochen aus Fleisch, Knochen oder auch Hülsenfrüchten gelöst haben. Sie setzen sich als Schaum ab. Der bindet mit der Zeit Schwebstoffe aus der Flüssigkeit und wird gräulich. Kann das Eiweiß vollständig gerinnen, flockt es aus und macht die Speise trüb. Besonders bei klaren Brühen und Suppen wird diese Protein-Schicht daher durch Abschäumen entfernt.

Nun sollte die Hitze reduziert werden, so dass das Fleisch bei mittlerer Hitze 2 Stunden sanft vor sich hin köcheln kann.

Nach diesen zwei Stunden werden die Möhren, der Sellerie, der Lauch, die Kartoffeln und die Zwiebeln gesäubert, geschält und in die gewünschte Größe geschnitten.

Bevor das Gemüse mit in den Topf kann, solltet Ihr noch die Pfefferkörner, die Lorbeerblätter und die Eierschalen entfernen. Dann kann anschließend das Gemüse mit in den Topf und es sollte noch ca. 35min vor sich hin köcheln, bis auch die Kartoffeln gar sind.

Wenn nun das Gemüse mit im Topf ist, sollten spätestens die Spätzle gemacht werden.

 

Zubereitung Spätzle: 

* 500g Dinkelmehl Typ 1050

* 4 Eier

* 200ml Wasser

Aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser einen festen, glatten Teig herstellen. Und ihn möglichst schnell in ein reichlich kochendes Salzwasser schaben.
Sollte man die Schabtechnik nicht beherrschen, bietet sich auch eine Spätzles-Drucke an. Hier kann der Teig eingefüllt und in das Wasser gedrückt werden. Falls ihr diese Gerätschaft nicht zu Hause habt, könnt ihr auch ein großlöchriges Sieb nehmen, den Teig in das Sieb füllen und mit einem Teigschaber den Teig in das Wasser drücken.
Die Spatzen erst nach dem Aufkochen herausfischen.

Falls ihr die Spätzle noch typisch schwäbisch verfeinern wollt, dann macht noch eine Schmelze dazu. Schmelze auf Spätzle sind im Grunde nichts anderes als in Butter oder Margarine angeröstete Semmelbrösel. Die Schmelze wurde seit jeher bei Festen zubereitet um den Spätzle einen besonders festlichen Touch zu geben. Man braucht dazu einfach 1 EL Butter mit 2 EL Semmelbröseln und eine kleine Pfanne. Die Butter wird erhitzt und darin die Semmelbrösel angebraten. Wenn alles golden ist, kommt die Schmelze über die Spätzle.

Und fertig.

Tipps: 

  • Es können bei Bedarf auch Wasser durch Eier und umgekehrt ersetzt werden. Dabei sollten mindestens 2 Eier auf 500 g Mehl benutzt werden. Das Wasser kann vollständig durch Eier ersetzt werden (wobei man dann auch mehr Eigelb als Eiweiß benutzen kann).
  • Ein Teil des Mehls kann auch durch Hartweizengrieß oder Weizendunst ersetzt werden. Dadurch werden die Spätzle kerniger und fester. Außerdem weichen sie dann nicht so schnell auf, wenn sie länger auf der Platte liegen bleiben. (Das dürfte eigentlich sowieso nicht passieren …)
  • Spätzle lassen sich auf Vorrat machen und tiefkühlen.

 

Am Ende der Garzeit kann das Fleisch heraus genommen und in mundgerechte Würfel zerschnitten werden. Es müsste jetzt eigentlich schon sehr zart sein. Ihr könnt nun auch noch die Brühe abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.

Das Fleisch kann nun wieder in die Brühe gegeben werden. Bei den Spätzle gibt es unterschiedliche Versionen. Ich für meinen Teil lass die Spätzle gerne separat und gebe sie erst mit ins Teller. Jedoch manche geben die fertigen Spätzle auch noch einmal zum Aufkochen mit in den Gaisburger Marsch. Bei mir passiert dies eher am zweiten Tag, wenn der Gaisburger Marsch wieder aufgewärmt wird. Entscheidet einfach selbst.

Gut passt auch noch etwas frische Petersilie dazu. Doch da scheiden sich auch die Geister.

Ich wünsche Euch viel Spaß und Freude mit meinem Rezept für einen Gaisburger Marsch. 

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Ingwer-Kürbis Süppchen

Ingwer-Kürbis Süppchen 

Der Geruch des Ingwers ist sehr aromatisch, ein brennend-scharfer und würziger Geschmack. Dieser Geschmack beruht hauptsächlich auf den ätherischen Ölen im Ingwer und das Gingerol verleiht dem Inger die typische Schärfe. Ingwer ist nicht nur ein sehr leckeres Gewürz, sondern auch als Heilpflanze vor allem in der asiatischen Medizin verbreitet. So sollen die ätherischen Öle im Ingwer antioxidative, antiemetische und entzündungshemmende Effekte haben. Ebenso soll Ingwer auch bei Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit wirken. Ihr seht schon, Ingwer bietet uns deutlich mehr als nur seinen sehr würzigen, scharfen und aromatischen brennend-scharfen Geschmack. Besonders in der kalten Jahreszeit ist der Ingwer eine schöne Ergänzung in heißen Suppen. 

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Mein schnelles, leckeres und auch gesundes Ingwer-Kürbis Süppchen habe ich diese Woche zu einem gemütlichen Kaffeeklatsch, ohne Kaffee, dafür mit dem Ingwer-Kürbis Süppchen, ganz viel Tee, einem wärmenden Feuer und vielen Themen, gekocht. Aufgepeppt wurde mein Ingwer-Kürbis Süppchen  mit Croutons aus einem Dinkel-Kürbis Brötchen, einigen Parmesan-Raspeln und frischem Ziegenkäse. Eine richtig leckere Kombination. Wärmend, sättigend und cremig-würzig im Geschmack. Besonders schnell geht das Rezept, wenn man auf ein paar eingefrorene Kürbisspalten zurück greifen kann. 

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Wenn es etwas mehr wird, könnt ihr das Ingwer-Kürbis Süppchen auch am nächsten Tag noch einmal aufwärmen oder ihr friert das Ingwer-Kürbis Süppchen portionsweise ein, dann könnt ihr nach einem langen Arbeitstag einfach eine oder zwei Portionen auftauen und fertig ist das Abendessen. Daher koche ich meist größere Portionen. So hat man regelmäßig noch ein „schnelles“ Gericht im Gefrierfach. Fastfood mal anders. Doch nun genug über die Vorzüge von großen Portionen philosophiert, kommen wir zum Rezept meines Ingwer-Kürbis Süppchens. 

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Zubereitung Ingwer-Kürbis Süppchen: 

* 1200g Kürbis (ohne Kerne und Schale) 

* vier kleine Kartoffeln

* Ingwer nach eigenem Geschmack (ich hatte ca. eine kleine Hand voll) 

* drei Lorbeerblätter

* 1,5l Gemüsefond 

* 3 mittelgroße Tomaten 

* Muskatnuss

* Pfeffer

* Salz

* Zimt

* Kürbiskernöl 

* 250ml Milch 

* 1/2 TL Zucker 

* Parmesan 

* frischer Ziegenkäse (Frischkäse) 

Zunächst schält ihr die Kartoffeln und den Kürbis und schneidet dann beide in etwa gleich große Stücke. Nun wird der Ingwer geschält und klein geschnitten. Ebenso die Tomaten werden in Stückchen geschnitten.

Anschließend wird das Gemüse in etwas Kürbiskernöl in einem Topf angebraten. Wenn alles eine schöne Färbung bekommen hat, könnt ihr das Gemüse mit dem Gemüsefond ablöschen und anschließend noch mit den Gewürzen würzen.

Das Ingwer-Kürbissüppchen sollte nun mindestens 30min vor sich hin köcheln. Bevor ihr die Suppe mixt, nehmt bitte die Lorbeerblätter wieder heraus. Wenn das Gemüse weich gekocht ist, könnt ihr das Ingwer-Kürbissüppchen mit Milch und einem halben Teelöffel mixen. Da ihr deutlich mehr Kürbis als Kartoffeln habt, wird die Konsistenz sehr schaumig und leicht cremig. Jedoch nicht so gehaltvoll wie eine Kartoffelsuppe.

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Zubereitung Dinkel-Kürbis-Brötchen Croutons: 

* 1-2 Dinkel-Kürbis-Brötchen oder alternativ andere Brötchen 

* 1-2 TL Butter 

* Pfeffer und Salz 

Ich hatte noch ein paar eingefrorene Dinkel-Kürbis-Brötchen übrig und lies diese morgens schon auftauen. Falls ihr andere Brötchen da habt, könnt ihr die natürlich auch nehmen. Schneidet sie in die von euch gewünschte Größe und lasst sie in einer Pfanne in der Butter schön golden anbraten. Würzt die Dinkel-Kürbis-Brötchen Croutons noch mit etwas Pfeffer und Salz und schön können die Croutons auf dem Ingwer-Kürbis Süppchen serviert werden.

Serviert wird das Ingwer-Kürbis Süppchen mit den Croutons, ein paar Parmesanraspel und ein wenig Ziegenfrischkäse. Um schöne Parmesanraspel zu bekommen, könnt ihr mit dem Gurkenschäler etwas Parmesan herunter raspeln. Sieht wunderschön aus und schmeckt fantastisch.

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Lasst Euch das würzig-aromatische Ingwer-Kürbis Süppchen gut schmecken! Und in guter Gesellschaft schmeckt es gleich um einiges Besser – na, wie wäre es mit einem Kaffeeklatsch und einem heißen Süppchen? 

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Kokos-Romanesco Süppchen

Der Romanesco ist eigentlich eine sehr ursprüngliche Form des Blumenkohls. Er ist geschmacklich ein Zwischending zwischen Blumenkohl und Brokkoli.

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Irgendwie bin ich kein großer Blumenkohlfan, den Brokkoli liebe ich jedoch genau so sehr wie den Romanesco. Außerdem übertrifft der Romanesco den Blumenkohl sehr deutlich an Vitamin-C Gehalt.

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Also perfekt für mich kleinen Blumenkohlmuffel. Ich habe mich selbst dieses Jahr dazu entschlossen meine ersten Pflanzversuche mit Romanesco im Garten zu starten. 

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Da jedoch die Romanesco-Ernte noch in weiter Ferne ist und es derzeit noch leckeren Romanesco zu kaufen gibt, gibt es bei mir diese leckere Kokos-Romanesco Süppchen  als kleine Vorfreude auf die Romanesco-Ernte. 

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Das heutige Kokos-Romanesco Süppchen bringt eine ordentliche Schärfe durch die Chili mit und gleichzeitig eine wunderbare Cremigkeit durch die Kokosnussmilch. Schön abgerundet durch etwas frisch geriebene Zitronenzeste – und schon ist noch eine frische, frühlingshafte Note im Gericht. 

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Zubereitung: 

* 1 Romanesco

* 3 kleine Karotten 

* 1 Habanero (oder falls milder gewünscht 1-2 Piri Piri) 

* 2L Spargelsud (falls vom Vortag kein Spargelsud vorhanden ist, kann auch eine Gemüssebrühe genommen werden) 

* 1 Dose Kokosnussmilch 

* Zitronenzesten 

* 1 TL Quark pro Teller 

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Der Romanesco, die Karotten und der Habanero werden klein geschnitten und in der Brühe (entweder im Spargelsud oder in der Gemüsebrühe) erhitzt. Falls ihr die Gemüsebrühe nehmen solltet, dann süßt die Suppe noch ein wenig mit Zucker nach.

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Wenn das Gemüse verkocht ist, wird dieses in einem Mixer püriert.

Daraufhin kommt das Kokos-Romanesco Süppchen wieder zurück in den Topf und wird gemeinsam mit der Kokosnussmilch erhitzt. Wenn das Kokos-Romanesco Süppchen  einmal aufgekocht ist, kann die Suppe serviert werden.

Ich hatte mich dazu entschieden noch etwas Zitronenzesten und einen Klecks Quark auf jede Portion zu geben.

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Achtet bitte auf euer eigenes Schärfeempfinden. Der Habanero hat es echt in sich, wenn ihr die Schärfe nicht kennt oder nicht so gut vertragt, rate ich Euch einen Chili „eures Vertrauens“ für die Zubereitung zu nehmen.

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Wie ihr seht, kommen sehr wenig Gewürze in die Suppe – sie lebt hauptsächlich von den Zutaten.

Lasst Euch das Kokos-Romanesco Süppchen gut schmecken! 

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