Zwiebel-Kartoffel-Kuchen

Es herbstelt – wie ich neulich so schön bei einer Freundin in Facebook gelesen habe. Dieser Begriff passt meiner Meinung nach wunderbar zur derzeitigen Stimmung in der Natur. Abends wird es früher dunkel – es wird später hell. Ich habe gestern Abend auch das erste mal seit Monaten Nebel auf der Landstraße gesehen, das laub wird bunt und die Gänse sammeln sich schon in der Marsch für ihren Flug in den Süden. Im Herbst gehört für mich der Zwiebelkuchen unbedingt mit dazu.

Zwiebelkuchen kennt eigentlich jeder. Dabei variieren die Rezepte für das herzhafte Gebäck je nach Region und sogar von Ort zu Ort. Und auch von Familie zu Familie. Welches das “Original” ist und wer den Zwiebelkuchen “erfunden” hat, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Aber das wollen wir ja auch nicht, denn genau diese Abwechslung ist doch so spannend in der Küche. Man lernt nie aus. 

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Mein Mann träumt immer noch von einer ganz besonderen Zwiebelkuchenvariante – einem Zwiebel-Kartoffel-Kuchen wie er ihn aus seiner Kindheit kennt. Leider lebt die Bäckerin dieses speziellen Kuchens nicht mehr. Früher, zur Zeit unserer Großeltern wurde noch im Backhaus gebacken. Zumindest auf dem Land und in kleinen Gemeinden. Mein Mann durfte sehr oft mit seiner Oma zusammen zum Backhaus – das war natürlich aus mehrerer Perspektive für einen kleinen Jungen reizvoll. Einerseits ist Feuer immer etwas spannendes für einen kleinen Jungen und andererseits fällt beim Brotbacken auch immer etwas leckeres ab – schließlich muss das Ergebnis ja auch getestet werden. 

So gab es früher den Zwiebelkuchen im Herbst immer dann, wenn im Backhaus das Brot gebacken wurde. So kam der Zwiebelkuchen als eine schnelle Mahlzeit in den Holzbackofen während das restliche Brot noch trieb oder verarbeitet wurde. Daher bestand der ursprünglich Zwiebelkuchen aus praktischen Gründen sicherlich aus einem Sauerteig – ebenso wie das Holzofenbrot. 

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Auch der Belag war damals als kleine Zwischenmahlzeit sicherlich nicht so “aufhausig” (aufwändig, verschwenderisch) wie dies heute bei einem speziell zubereiteten Kuchen der Fall ist. 

Eine ebenso “aufhausige”, jedoch sehr leckere Version soll laut Berichten meines Mannes der Zwiebel-Kartoffel-Kuchen sein. Dieser besteht nicht nur aus Zwiebeln, Speck, Kümmel und dem Boden, sondern noch einer abschließenden Kartoffelschicht. Leider konnte ich diesen Kuchen nie selbst testen. 

Da ich leider auch kein Rezept habe, hieß es in der Küche gemeinsam experimentieren. Wir tasteten uns Stück für Stück an das Rezept heran und sind nun schon sehr nah ran gekommen. Etwas fehlt noch, doch irgendwie sind wir noch nicht ganz sicher was. Daher möchte ich Euch heute unser vorläufiges Ergebnis auf der Suche nach dem perfekten Zwiebel-Kartoffel-Kuchen-Rezept vorstellen. Falls wir in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren jedoch eine Version 2.0 veröffentlichen, dann freut Euch schon mal <3 

Doch nun genug zur kleinen Geschichte des Gerichts und zum Rezept des Zwiebel-Kartoffel-Kuchens. 


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Tipp: Bevor ihr mit dem Teig beginnt, solltet ihr die Kartoffeln schon einmal kochen, so dass diese für die Kuchenfüllung weiter verarbeitet werden können.

 

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Zubereitung Quark-Öl-Teig: 

* 300g Weizenmehl 

* 3 TL Backpulver

* 1 Prise Salz 

* 125g Speisequark (Magerstufe) 

* 100ml Milch 

* 100ml Sonnenblumenöl 

* 1 EL Kümmel

* 1 TL Pfefferkörner 

 

Bevor ihr mit dem Teig beginnen könnt, müssen noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Backblech fetten oder mit Backpapier auslegen und den Backofen auf Ober-/Unterhitze etwa 180°C vorheizen. Bei Heißluft sind es in etwa 160°C.

Zudem solltet ihr nun schon einmal den Kümmel und die Pfefferkörner im Mörser zerstoßen, so dass der Geschmack gleich wunderbar im Teig aufgenommen werden kann.

Nun wird der Teig zubereitet. Das Mehl wir mit dem Backpulver in einer Rührschüssel gemischt. Ihr könnt es auch gerne gemeinsam in die Schüssel sieben, so wird es noch feiner.

Die übrigen Zutaten für den Teig hinzufügen und alles mit einem Mixer (Knethaken) erst kurz auf niedrigster, dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten. Knetet jedoch nicht zu lange, da der Teig ansonsten klebrig wird. Anschließend kann der Teig schon auf einer bemehlten Fläche ausgerollt und auf das Backblech gelegt werden. Nun kann der Boden belegt werden.

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Zubereitung Zwiebel: 

* 500g Zwiebel

* 125g durchwachsener Speck

* 50g Butterschmalz 

* eine Prise Zucker

* eine Prise Salz 

* eine Prise schwarzer Pfeffer 

Die Zwiebeln werden geschält und in kleine, gleichmäßige Stückchen geschnitten. Während dessen wird der Speck in Würfel geschnitten und kross ausbraten. Nun kommt das Butterschmalz, die Zwiebel und die Gewürze mit in die Pfanne. Bratet alles so lange an, bis die Zwiebel schön glasig sind. Diese kommen nun auf den bereits vorbereiteten Boden. Verteilt die Zwiebelmasse schön gleichmäßig auf dem Teig.

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Zubereitung Kartoffeln: 

* 500g mehlig kochende Kartoffeln 

* 1 TL Salz 

* 1-2 Prisen Muskatnuss

* 250g Saure Sahne 

* 2 TL zerstoßener Kümmel

* weißer Pfeffer 

* 4 Eier 

Die bereits gekochten Kartoffeln werden geschält und in kleine Stückchen geschnitten. Nun werden die Eier und Sahne verrührt, mit dem Kümmel, Salz, Pfeffer und der Muskatnuss zur Kartoffelmischung gegeben und alles miteinander vermengt. Nun kann die Mischung als oberste Schicht auf den Kuchen.

Das Blech Zwiebel-Kartoffel-Kuchen kann nun für ca. 40min in den vorgeheizten Backofen. Achtet bitte etwas auf die Farbe des Kuchens, so dass er nicht zu dunkel wird.

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Ganz klassisch kann man zum Zwiebel-Kartoffel-Kuchen einen Federweißer oder einen fruchtigen Weißwein trinken. Dazu ein lauer Spätsommerabend auf der Terrasse oder dem Balkon <3 Ein Traum.

 

Lasst Euch unsere Version 1.0 vom Zwiebel-Kartoffel-Kuchen gut schmecken! 

 

 

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Limetten-Minz-Käsekuchen

Nimm dir Zeit ….

Der Weg zum Glück führt am Limetten-Minz-Käsekuchen vorbei <3

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Heute geht es ohne viele Worte direkt zum Rezept. Der Limetten-Minz-Käsekuchen spricht für sich.

Zubereitung Teig:

* 38 Vollkorn-Butterkekse

* 100g Butter

* 1 Ei

* 50ml Milch

Die Butterkekse werden zu einer mehligen Konsistenz verarbeitet. Ich hab sie einfach in einen Gefrierbeutel gepackt, die Luft raus gedrückt, mit einem Gummi verschlossen und dann mit dem Fleischhammer bearbeitet. Klappt ganz gut, besonders da die Kekse nun unterschiedliche Größen bekommen. Jedoch sollte das Meiste der Masse zu “Paniermehl” verarbeitet werden. Die Butter wird kurz erhitzt, so dass sie flüssig ist. Mit dem Ei, der flüssigen Butter und der Milch wird nun ein Teig aus den Butterkeksen. Dieser wird als Boden in eine vorgefettete Kuchenform eingearbetiet.

 

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Zubereitung Füllung:

* 600g Frischkäse light

* 300g Speisequark

* 250g Ricotta

* 30g Speisestärke

* die Vanille einer Vanille-Schote

* 3 EL Zucker

* 2 Eier

* 4 Limetten (Saft und Zesten)

Alle Zutaten werden kräftig mit der Küchenmaschine verrührt. Die Eier kommen zu letzt in die Füllung, so dass zuvor noch je nach Geschmack nachgewürzt oder abgeschmeckt werden kann. Jeder hat ja ein ganz eigenes Süße-Empfinden.

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Zubereitung Minz-Füllung:

* die Hälfte der bereits zubereiteten Füllung

* 50ml Minzsirup

Die Hälfte der Füllung wird nun in eine zweite Schüssel gefüllt und mit dem Minzsirup vermischt.
Diese Minzfüllung kommt nun als erstes auf den Boden des Käsekuchens.
Die Limetten-Füllung wird nun im Anschluss in die Mitte des Kuchens gegossen. Für etwas Farbenspiel kann mit einer Gabel in den Füllungen “gerührt” werden.

Der gesamte Kuchen kommt für 60min bei Ober-Unter-Hitze in den auf 200°C vorgeheizten Backofen. Während des Backens den Backofen bitte nicht öffnen. Nach den 60min wird der Backofen geöffnet und mit einem Kochlöffel die Backofentür geöffnet gehalten. So, dass der Käsekuchen im Backofen 90min auskühlen kann. Jetzt können auch die karamelliserten Limetten auf dem Kuchen dekoriert werden.

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Zubereitung karamellisierte Limetten:

* eine Limette

* Zucker

Die Limette wird in dünne Scheiben geschnitten und im flüssigen Zucker karamellisiert. Die Limetten können auf einem Backblech abkühlen. Ebenso kann mit dem restlichen Zucker noch ein wenig Krokant als Dekoration für den Kuchen hergestellt werden.

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Lasst es Euch schmecken. Ich bin begeistert von dem Limetten-Minz-Käsekuchen!

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Käsekuchen mit Heidelbeer-Soße

Käsekuchen war lange Zeit für mich ein leckerer Traum, jedoch hatte ich stets großen Respekt davor, ihn selbst zu backen. Vor Jahren ist mir mein Käsekuchen fürchterlich schief gegangen. Irgendwie waren sich das Backbuch und meine “Backkünste” nicht so ganz einig, wie ein perfekter Käsekuchen gelingt. Es war am Ende auf alle Fälle ein Reinfall. Er war geschmacklich lecker, jedoch hat die Konsistenz nicht gestimmt und er hatte Risse und war irgendwie “zu dunkel” – manche würden es auch verbrannt nennen…. 

So habe ich mich nun an meine lieben Fans bei Facebook gewendet und um Tipps und Trick für einen perfekten Käsekuchen gebeten. Dank vieler netter Tipps ist mein Käsekuchenrezept, dass ich aus unterschiedlichen Rezeptvorschlägen abgewandelt habe, gelungen. Er war soooo lecker und einfach wunderbar einfach zum Backen, dass er von  meiner ‘Qualitätskontrolle’ das Prädikat *sehr gut – bitte noch ein Stück, dieses mal bitte größer!* bekommen habe. 

Daher möchte ich Euch diesen wunderbar leckeren Käsekuchen heute vorstellen. Er gelingt immer – hab ihn noch ein paar mal getestet und schmeckt stets traumhaft! Jedoch ist der Käsekuchen natürlich nicht die leichteste Kuchenvariante, das sollte uns schon klar sein. Aber er ist soooo lecker. Eine perfekte Nascherei für graue Tage oder festliche Anlässe. 

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Das Rezept ist für eine Springform mit einem Durchmesser von 30cm ausgelegt.

Zubereitung Teig:

* 38 Butterkekse

* 100g Butter

* 1 Ei

* 50ml Milch

Die Butterkekse werden zu einer mehligen Konsistenz verarbeitet. Ich hab sie einfach in einen Gefrierbeutel gepackt, die Luft raus gedrückt, mit einem Gummi verschlossen und dann mit dem Fleischhammer bearbeitet. Klappt ganz gut, besonders da die Kekse nun unterschiedliche Größen bekommen. Jedoch sollte das Meiste der Masse zu “Paniermehl” verarbeitet werden. Die Butter wird kurz erhitzt, so dass sie flüssig ist. Mit dem Ei, der flüssigen Butter und der Milch wird nun ein Teig aus den Butterkeksen. Dieser wird als Boden in eine vorgefettete Kuchenform eingearbetiet.

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Zubereitung Heidelbeer-Soße:

* 125g frische Heidelbeeren

* 1 EL Zucker

Der Zucker wird in einem Topf kurz erhitzt und karamellisiert. Nun kommen die Heidelbeeren hinzu und werden mit einem Stabmixer püriert. Dies ist nun die Heidelbeer-Soße.
Die Heidelbeersoße kommt nun einmal auf den Boden. Danach wird die Füllung zubereitet und kommt auf die Heidelbeer-Soße oben drauf. Eine zweite Heidelbeer-Soße kann zum Servieren angefertigt werden. Besonders lecker ist es, wenn die Heidelbeer-Soße noch schön warm ist.

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Zubereitung Füllung:

* 600g Frischkäse light

* 300g Speisequark

* 250ml süße Sahne

* 30g Speisestärke

* die Vanille einer Vanille-Schote

* 3 EL Zucker

* 2 Eier

Alle Zutaten werden kräftig mit der Küchenmaschine verrührt. Die Eier kommen zu letzt in die Füllung, so dass zuvor noch je nach Geschmack nachgewürzt oder abgeschmeckt werden kann. Jeder hat ja ein ganz eigenes Süße-Empfinden.

Die Füllung kommt nun auf den mit der Heidelbeer-Soße übergossenen Boden.
Oben auf der Füllung habe ich nun noch einmal 125g Heidelbeeren verteilt. Ich war der Meinung, sie würden schön in die Mitte des Kuchens einsinken, doch das taten sie nicht. Aber sie schmeckten traumaft, besonders als die Beeren noch leicht warm waren.

Der gesamte Kuchen kommt für 60min bei Ober-Unter-Hitze in den auf 200°C vorgeheizten Backofen. Während des Backens den Backofen bitte nicht öffnen. Nach den 60min wird der Backofen geöffnet und mit einem Kochlöffel die Backofentür geöffnet gehalten. So, dass der Käsekuchen im Backofen 90min auskühlen kann.

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Lasst es Euch schmecken. Ich bin begeistert von meinem Käsekuchen mit Heidelbeer-Soße <3

 

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Mini-Limetten-Cheesecake

“A party without cake is just a meeting.”

(Julia Child)

Wenn man mal wieder Lust auf einen Cheesecake hat, jedoch ein ganzer Kuchen zuviel des Guten ist, dann sind kleine Mini-Cheesecakes genau das Richtige. Für die kleine Nascherei zwischendurch – so geht die Sonne auch an grauen Tagen auf. Die Sonne geht heute ganz sicher in Form von Mini-Limetten-Cheesecakes in kleinen Mokka-Tässchen auf! 

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Zubereitung:
* 600g Frischkäse light

* 300g Speisequark

* 250g Ricotta

* 30g Speisestärke

* die Vanille einer Vanille-Schote

* 3 EL Zucker

* 2 Eier

* 4 Limetten (Saft und Zesten)
Alle Zutaten werden kräftig mit der Küchenmaschine verrührt. Die Eier kommen zu letzt in die Füllung, so dass zuvor noch je nach Geschmack nachgewürzt oder abgeschmeckt werden kann. Jeder hat ja ein ganz eigenes Süße-Empfinden.
Die Creme wird nun in die ganzen kleinen Muffinförmchen verteilt und für 20 bis 25min bei 200°C im vorgeheizten Backofen gebacken. Während des Backens den Backofen bitte nicht öffnen.

Nach der Backzeit wird der Backofen geöffnet und mit einem Kochlöffel die Backofentür offen gehalten. So, dass der Käsekuchen im Backofen 90min auskühlen kann.

Jetzt können auch die karamelliesierten Limetten auf den Muffins drapiert und dekoriert werden.

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Zubereitung karamellisierte Limetten:
* eine Limette

* Zucker
Die Limette wird in dünne Scheiben geschnitten und im flüssigen Zucker karamellisiert. Die Limetten können auf einem Backblech abkühlen. Ebenso kann mit dem restlichen Zucker noch ein wenig Krokant als Dekoration für die Muffins hergestellt werden.
Lasst es Euch schmecken.
Ich bin begeistert von diesen kleinen Häppchen.

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Lasst Euch den Mini-Limetten-Cheesecake schmecken! 

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