Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce

Dieses Rezept für Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce ist meine liebste Version des Klassikers Rinderrouladen. Dazu gibt es Knöplfe und Rosenkohl. 

Sind wir doch mal ehrlich, fast jeder kennt bei uns gefüllte Rinderrouladen. Und jede Mutter, Großmutter, jeder Haushalt hat sein eigenes Lieblingsrezept. Die Füllungen unterscheiden sich, die Saucen und natürlich auch die Beilagen. In einem sind wir uns jedoch alle einig: es ist ein Festtagsessen. Dieser Klassiker der Schmorgerichte schmeckt einfach wunderbar und ist ein Gericht für besondere Tage. 

Mein Rezept für Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce ist eigentlich ganz simpel – ihr braucht lediglich Zeit. Denn zarte und schmackhafte Rinderrouladen benötigen Zeit, wenig Hitze und dann nocheinmal Zeit. In der Zwischenzeit könnt Ihr in aller Ruhe die Beilagen vorbereiten oder Euch mit Euren Lieben beschäftigen. Ich hatte mich für Rosenkohl und ein frisches Knöpfle entschieden. Doch es passen auch Knödel, Spätzle, breite Nudeln oder Rotkohl wunderbar als Beilage. Da könnt ihr ganz kreativ sein.

Da ich als Exil-Schwäbin immer mal wieder gerne meine heimische Küche genieße, darf bei Rinderrouladen natürlich ein Knöpfle nicht fehlen. Das Schwäbische Knöpfle, ein großer in Salzwasser gekochter Hefeklos, gibt es eigentlich nur in einer sehr kleinen Region – auf der Schwäbischen Alb, genauer gesagt auf der Ost-Alb im Heidenheimer Raum. Falls Ihr Interesse an der Geschichte des Knöpfles habt, dann lest Euch in Ruhe meinen Blogbeitrag dazu durch. 

Das schöne am Knöpfle ist, dass es wunderbar die leckere Sherry-Rotwein-Sauce aufsaugt. Und wenn es eines gibt, was fast alle Schwaben lieben, dann ist es Sauce und noch mehr Sauce. Vielleicht kann ich Euch ja mit meiner leckeren und einfachen Sherry-Rotwein-Sauce auch für die Saucen-Liebe begeistern. Die selbe Sauce passt auch wunderbar zu Rinderbraten. 

Doch nun genug der Worte, kommen wir zum Rezept der Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce.

Zutaten Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce

{für vier Personen}:

* 4-5 Scheiben Rinderrouladen 

* pro Rinderroulade ca. 1 TL mittelscharfer Senf 

* pro Rinderroulade 1 EL durchwachene, geräucherte Speckwürfel 

* pro Rinderroualde 1 EL Kapern 

* 2 mittelgroße Zwiebel für die Füllung 

* 4 mittelgroße Zwiebel für die Sauce 

* 1 Chili-Schote (entscheidet nach eurem eigenen Schärfe-Empfinden) 

* 1 Knoblauchzehe 

* ein paar Pfefferkörner 

* 1-2 TL Gemüsebrühe (Pulver – entweder selbst gemacht oder gekauftes) 

* Butterschmalz zum Anbraten 

* 1,5 L trockener Rotwein 

* 0,5 L Wasser

Zubereitung Rinderrouladen: 

Zunächst bereitet ihr die Rinderrouladen zu. Hierfür werden die Fleischscheiben auf einer Arbeitsfläche glatt hingelegt und gleichmäßig mit Senf bestrichen. In der Zwischenzeit bratet ihr die Zwiebel in einer Pfanne glasig an. Die Zwiebeln werden nun gemeinsam mit den Kapern und den Speckwürfeln auf der Roulade verteilt.

Die fertig gerollte Roulade wird nun mit einem Küchengarn zusammen geschnürt. Wer Rouladenklammern hat, kann auch diese verwenden oder die Rouladen mit Zahnstochern fixieren. Falls ihr ein Küchengarn genommen habt, sollte dies vor dem Verspeisen entfernt werden.

Nun werden die Rinderrouladen im Schweineschmalz schön kräftig angebraten. Achtet darauf, dass sie eine schön dunkle Färbung und somit viele Röstaromen bekommen. Jedoch sollten sie auch nicht anbrennen. Wenn die Rinderrouladen von allen Seiten angebraten sind, könnt ihr die klein geschnittenen Zwiebeln und die Knoblauchzehe gemeinsam mit den Pfefferkörnern und der Chili-Schote mit in den Topf geben. Bratet alles noch ein wenig an, bis die Zwiebeln glasig sind. Nun könnt ihr die Rinderrouladen mit dem Rotwein und dem Wasser ablöschen. Wenn die Flüssigkeit leicht brodelt, kommt das Gemüsebrühpulver hinzu.

Jetzt müsst ihr die Temperatur reduzieren und die Rouladen ca. 3-4 Stunden langsam vor sich hin köcheln lassen. Zwischendurch solltet ihr die Rouladen noch hin und wieder wenden, so dass sie von allen Seiten mit Flüssigkeit in Kontakt kommen. Mit der Zeit wird die Flüssigkeit wenig und die reduzierte Sauce wird immer schmackhafter.

 

Zubereitung Rosenkohl:

* 500g Rosenkohl 

* Salz 

Der Rosenkohl ist schnell und einfach zubereitet. Zunächst wird er geputzt. Das heißt, ihr entfernt die äußersten, etwas schmutzen Blätter und schneidet ein paar Millimeter des Strunks ab. Nun kommen sie in einen Schnellkochtopf und werden dort mit Salz-Wasser gedämpft. Ich habe den Schnellkochtopf nur einmal aufkochen lassen und dann die Hitze abgestellt, so dass der Rosenkohl noch schön grün ist. Wenn ihr mögt, könnt ihr den Rosenkohl noch mit etwas zerlassener Butter übergießen, bevor ihr ihn serviert. Das ist jedoch kein Muss. Der frische Rosenkohl schmeckt gedämpft auch wunderbar als Beilage.

 

Zubereitung Schwäbisches Knöpfle:

{Reicht für zwei große Knöpfle}

* 1 kg Weizenmehl Typ 405

* 1 Würfel frische Hefe

* Zucker

* Salz 

* ein Ei 

* lauwarmes Wasser

Der Hefeteig wird mit der Briese Zucker und etwas Wasser angesetzt. Mit einem Geschirrtuch abgedeckt und 1 Stunde an einem warmen, windgeschützten Ort ruhen gelassen. Nach dieser Stunde kommt das Ei und die Briese Salz, sowie weiteres Wasser hinzu. Der Teig wird so lange geknetet, bis alles Mehl in der Schüssel aufgebraucht ist. Darauf hin ruht der Teig noch einmal 30min.

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Während dessen wird ein großer Topf mit Wasser erhitzt. Wenn das Wasser kocht, kommt Salz in das Wasser. Das Knöpfle (der Teig) darf nun nicht mehr geknetet werden, sondern wird halbiert und jeder Teil kommt sehr behutsam einen Topf mit sprudelndem Wasser.

Der Deckel kommt wieder auf den Topf und die Temperatur wird so eingestellt, dass das Wasser weiterhin leicht blubbert, jedoch nicht überkocht. Zur Not kann der Deckel beschwert werden. Es darf jedoch während der Kochzeit der Deckel nicht geöffnet werden!
Das Knöpfle muss nun genau 35min im sprudelnden Wasser bleiben. Wenn diese Zeit vorbei ist, kann das Knöpfle mit einer großen Kelle aus dem Wasser heraus gehoben und auf einem Schneidebrett abgelegt werden. Das Knöpfle wird nun in Scheiben geschnitten und kann serviert werden.

 

 

Weiterverarbeitung der Sherry-Rotwein-Sauce: 

* 50ml Milch 

* 100ml Sherry 

* 1 EL Speisestärke zum Binden 

Wenn die Rinderrouladen 3-4 Stunden vor sich hin geköchelt haben, könnt ihr die Sherry-Rotwein-Sauce zubereiten. Hierfür nehmt ihr die Rinderroualden aus der Sauce. Gebt die Milch, den Sherry und die Speisestärke hinzu. Die Speisestärke ist kein Muss, sie ist nur nötig, wenn ihr eine dickflüssige Sauce möchtet. Alles wird nun so lange gemixt, bis keine Bestandteile der Zwiebeln mehr erkennbar sind. Ihr könnt die Sauce nun noch mit Pfeffer und Salz abschmecken. Falls ihr einen intensiveren Sherry-Geschmack möchtet, gebt einfach noch ein wenig Sherry hinzu. Und fertig ist die Sherry-Rotwein-Sauce. Jetzt können die Rouladen wieder zurück in die Sauce, bis das Essen serviert wird.

Und schon ist ein wahrer Klassiker der Schmorgerichte fertig. Eine richtige Hausmannskost.

Lasst Euch die Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce, Schwäbischem Knöpfle und Rosenkohl gut schmecken! 

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Schoko-Chili Gulasch mit Serviettenknödel

Schoko-Chili Gulasch mit Serviettenknödel ist ein Schmorgericht mit zartem Rindfleisch. Die Zartbitterschokolade verleiht dem Gericht eine wunderbare Note. Den typischen ungarischen Gulasch oder auch meine Gulaschsuppe kennt ihr ja alle, doch mit dieser Variante möchte ich Euch heute ein ganz besonderes Gericht vorstellen.

Doch bevor ich zu meinem Schoko-Chili Gulasch komme, möchte ich als erstes der Frage nach gehen, woher das Gulasch eigentlich kommt. Wie bereits vermutet, ist das Gulasch ein ungarisches Gericht. Um genau zu sein ist es ein Eintopf der Magyaren. Die Magyaren sind ein Volk in Mitteleuropa und sie sprechen Ungarisch, sie leben in Rumänien, der Slowakei, Serbien, der Ukraine, österreich, Kroatien, Slowenien und auch Deutschland. Und in all diesen Ländern ist auch das Gulasch weit verbreitet. Gulasch ist ein Ragout, das aus dem Rind- oder Kalb-, Pferde-, Schweine-, Lamm- oder Hammelfleisch oder auch kombiniert, zubereitet wird. Zudem ist das lange Schmoren und eine sämige Sauce bei allen Formen des Gulaschs typisch.

Die Ursprünge des Gulaschs reichen bis ins Mittelalter zurück. Damals wurde es von ungarischen Hirten häufig am Feuer zubereitet. Damals war Gulasch eine einfache Suppe mit Fleisch, Paprika und Zwiebeln. Das lange, unbeaufsichtigte Schmoren des Gulaschs ermöglichte den Hirten tagsüber die Tiere zu hüten und abends dennoch eine kräftigende und schmackhafte Nahrung zu haben. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele Varianten entwickelt. Und natürlich wurde das Gulasch auch den neuen Essens-Trends und neuen Geschmacksvariationen in anderen Ländern angepasst. Eine solche Geschmacks-Variation des ursprünglichen Gulaschs stellt mein heutiges Gericht, das Schoko-Chili Gulasch mit Serviettenknödeln dar. 

Das Schoko-Chili Gulasch mit Serviettenknödel ist nicht sehr schwer nach zu kochen, jedoch solltet ihr für das Gericht ein wenig Zeit einplanen. Denn Schmorgerichte benötigen vor allem Zeit, dann wird das Fleisch auch schön zart. 

Dieses Gericht schmeckt besonders in den Winter- und Herbstmonaten wunderbar. Denn es ist ja eine leckere Mischung aus süß und deftig. 

Zubereitung Schoko-Chili Gulasch: 

* 600g Rindergulasch

* 2 mittelgroße Zwiebeln 

* 1 Karotte 

* 3 EL Öl 

* 1 EL Mehl

* 400ml Rinderfond 

* 500ml trockener Rotwein 

* 2-3 Chili-Schoten (je nach Schärfe und Geschmack variieren) 

* 100g Edelbitter-Schokolade (mindestens 70% Kakao-Anteil) 

* 2 EL Kakao 

* 3 Lorbeerblätter 

* Pfeffer, Salz 

* Petersilie zur Dekoration 

* Schokoladenraspel zur Dekoration 

* evtl. etwas Zucker 

Zunächst schält und würfelt ihr die Zwiebeln und Karotten in kleine Stückchen. Anschließend wascht ihr die Chili und ritzt sie nur seitlich ein. Ich nehme gerne etwas schärfere Chili, wählt am besten welche aus, die eurem eigenen Schärfe-Empfinden entsprechen.

Falls ihr noch kein fertig geschnittenes Rindergulasch gekauft habt, dann solltet ihr nun den den Rinderschmorbraten vorbereiten. Dafür wascht ihr das Fleisch, tupft es trocken und schneidet es anschließend in Würfel mit ca. 3cm Kantenlänge. Das fertig geschnittene und gekaufte Gulasch solltet ihr auch einmal waschen und trocken tupfen, bevor das Fleisch in den Bräter kommt.

Erhitzt nun das Öl im Bräter und bratet nun das Fleisch an. Gebt die Zwiebeln, die Karotten, die Chilis und die Lorbeerblätter hinzu. Löscht alles mit Rinderfond und Rotwein ab. Nun könnt ihr noch etwas Pfeffer hinzu geben. Ich brate Pfeffer eigentlich nicht zusammen mit Fleisch an, da der Pfeffer meist bitter wird. Salzen würde ich auch erst nach der Schmorzeit, dann wird das Fleisch nicht so trocken und bleibt schön zart und ihr könnt nach dem Schmoren auch besser abschmecken.

Falls ihr einen Bräter mit guter Leitfähigkeit habt (das merkt ihr, wenn der Topf insgesamt heiß wird), dann könnt ihr das Schoko-Chili Gulasch auch gerne auf dem Herd ca. 90min auf mittlerer Temperatur langsam vor sich hin köcheln lassen. Falls Euer Bräter jedoch außen nicht warm wird, solltet ihr das Gericht im vorgeheizten Backofen [E-Herd 200°C Umluft 175° Gas Stufe 3] für die selbe Zeitdauer garen lassen.

Während das Schoko-Chili Gulasch vor sich hin schmort, könnt ihr mit den Serviettenknödeln beginnen.

Wenn das Fleisch schön zart ist, solltet ihr die Lorbeerblätter und gegebenfalls die Chili-Schoten wieder heraus fischen. Und nun die Schokolade raspeln. Die geraspelte Zartbitterschokolade wird nun gemeinsam mit dem Kakopulver in das Gulasch gerührt. Falls Euch die Konsistenz nach einmaligem Aufkochen noch zu flüssig sein sollte, könnt ihr den Gulasch mit etwas Mehl andicken.

Nun könnt ihr das Schoko-Chili Gulasch abschmecken. Wer es gerne etwas süßlicher mag, kann auch mit ein wenig Zucker arbeiten. Bei deftigen Gerichten ist ein wenig Süße ja immer ein schöner Kontrast.

Zum Garnieren könnt ihr ein paar Schokoladenraspel und etwas frische Petersilie auf den Tellern anrichten.

Zubereitung Serviettenknödel: 

* 500g altes Brot (Brötchen, Toastbrot, Brotscheiben etc.) 

* 1 Zwiebel 

* 1 Bund krause Petersilie 

* 1 TL getrockneter Majoran 

* 3 kleine Eier oder zwei sehr große Eier 

* Salz, Pfeffer, Muskatnuss 

* 2-3 EL Butter 

Als erstes solltet ihr die Brötchen, Brotscheiben oder das Laugengebäck in Würfel schneiden. Da ich für Serviettenknödel meist älteres und liegen gebliebenes Brot nehme, das meist sehr hart ist, verwende ich zum Schneiden meine Brotschneidemaschine.

Wenn ihr das ganze Brot geschnitten habt, könnt ihr die Würfel und das entstandene Mehl bzw. die kleinen Krümel, alle zusammen in eine große Schüssel geben.

Erhitzt nun die Milch, bis diese sehr warm ist. Sie sollte jedoch noch nicht kochen. Die Milch wird nun über die Brotwürfel gegossen und alles sollte einige Zeit, ca. 20-30min einweichen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Zwiebel klein schneiden und würfeln. Die Zwiebelstückchen werden in zerlassener Butter glasig angebraten. Nun kommen auch noch die Kräuter und Gewürze mit in die zerlassene Butter.

Diese Mischung könnt ihr nun unter die Brotwürfel einarbeiten. Ich habe dafür die Küchenmaschine mit dem Knethaken verwendet. Jedoch erst, wenn die Masse etwas kälter geworden ist. Schmeckt alles ab und gebt anschließend noch die Eier hinzu.

Lasst die Küchenmaschine ein paar Minuten bei langsamer bis mittlerer Geschwindigkeit den Teig verarbeiten. Oder knetet alles kräftig, bis eine homogene Knödel-Masse entsteht.

Nun kommt der Grund, weshalb die Serviettenknödel auch Serviettenknödel heißen: Sie werden in Servietten, Geschirrtücher oder andere Kochfeste Stoffe gewickelt. Ich persönlich verwende Bewusst Geschirrtücher oder Leinenstoff, den ich später in der Waschmaschine auch kochen kann, da ich meine Lebensmittel nicht in Plastikfolie Kochen möchte.

Die Masse wird nun der Länge nach auf dem Tuch ausgebreitet und als eine Rolle geformt. Macht eure Hände gerne zwischendurch nass, dann lässt sich besser arbeiten. Anschließend die Masse zu Serviettenknödeln von etwa 15cm Länge und 4cm Durchmesser zusammenrollen. Achtet jedoch darauf, dass der große Serviettenknödel dann auch in euren Topf passt. Damit der Knödel beim Kochen nicht aufgeht, bindet ihr die Enden und den Knödel mit etwas Küchengarn fest zusammen.

Nun kann der Serviettenknödel auch schon in das gesalzene Kochwasser. Nach ca. 30min sollte der Knödel fertig sein. Lasst das Wasser die ganze Zeit bei mittlerer Temperatur vor sich hin köcheln.

Nach dem Kochen wird der Serviettenknödel ausgepackt und ihr könnt ihn vor dem Servieren in ca. 1-2cm dicke Scheiben schneiden.

Ich wünsche Euch allen guten Appetit und viel Freude mit meinem Schoko-Chili Gulasch mit Serviettenknödeln! 

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Bandnudeln mit Bärlauch-Zitronen-Pesto auf einem Pilz-Carpaccio mit einer Dattel-Balsamico-Reduktion

Einfach mal wieder Pasta. Pasta ist doch ein Dauerrenner. Besonders die vegetarische Versionen sind so lecker. Mit frischem, selbst gemachtem Pesto kommt dann auch noch die richtige Frühlingsstimmung auf. Daher möchte ich Euch heute ein richtiges Soulfood vorstellen. Es ist so lecker, dass es häufiger bei uns auf dem Tisch landet. Bandnudeln mit Bärlauch-Zitronen-Pesto auf einem Pilz-Carpaccio mit einer Dattel-Balsamico-Reduktion. Das perfekte Pasta-Frühlingsrezept eben <3. 

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Zubereitung Bärlauch-Zitronen-Pesto:

* 40g geputzter Bärlauch

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* Saft einer halben Zitrone

* eine Knoblauchzehe

* 7g Salz

* 50ml Olivenöl

* n.B. Pfeffer

* 30g Mandeln

* 30g Parmesan

Bärlauch nach dem Waschen und Säubern fein hacken, in den Mörser geben. Die gepressten Knoblauchzehen, Zitronensaft (damit behalten Bärlauch die leuchtend grüne Farbe und die Haltbarkeit wird dadurch erhöht), Salz, Pfeffer und Olivenöl zugeben und alles mit Mörser vorsichtig verarbeiten. Immer wieder Pausen machen, damit der Bärlauch bei diesem Vorgang nicht zu heiß und somit unter Umständen bitter wird.
Mandeln fein hacken und mit dem frisch geriebenen Parmesan (oder Grana Padano) mit einem Löffel unter das Pesto rühren und so lange rühren, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat.
Zum Aufbewahren in kleine Schraubverschlussgläser füllen und die Oberfläche mit einem dünnen Olivenölfilm bedecken, dann hält sich das Pesto mehrere Wochen im Kühlschrank.

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Zubereitung Dattel-Balsamico-Reduktion:

* 500g weiche, getrocknete Datteln

* 500ml trockener Rotwein

* 200g Honig

Die Datteln klein schneiden und mit den übrigen Zutaten in einen Topf geben und aufkochen lassen.
Bei geringer Hitze weiter köcheln lassen, bis nur noch 1/3 der ursprünglichen Menge vorhanden ist. Das kann durchaus 2 Stunden dauern. Gelegentlich umrühren.
Am Ende der Kochzeit die Flüssigkeit durch ein dünnes Sieb abseihen und mit einem Löffel kräftig ausdrücken.
Die Flüssigkeit in hübsche Flaschen abfüllen. Die Balsamico-Reduktion wird nach einiger Zeit noch dicker, so dass sie sich dann hervorragend zum Dekorieren eignet.
Sollte sie zu dick werden, einfach etwas roten Balsamico dazugeben und kräftig schütteln.
Die Reduktion ist wunderbar auch als kleines Geschenk geeignet.

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Dazu könnt ihr dann ganz einfach noch frische Pilze in dünne Scheiben schneiden und Bandnudeln abkochen. Oder auch frische Pasta selbst machen. Ich habe noch dünne, rote Zwiebelringe mit dazu gelegt – und natürlich darf der frische Parmesan nicht fehlen.

Lasst Euch die Bandnudeln mit Bärlauch-Zitronen-Pesto auf einem Pilz-Carpaccio mit einer Dattel-Balsamico-Reduktion gut schmecken! 

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Mediterran gefüllter Sonntagsbraten

Gefüllter Schweinebraten – das ist ja mal wirklich ein Klassiker. Doch hier möchte ich Euch  nun eine mediterane Variante vorstellen. Der mediteran gefüllter Sonntagsbraten ist wirklich eine wunderbare Alternative. Er war sehr lecker und das Rezept schreibe ich auch gerne für mich selbst auf, so dass ich ihn in Zukunft mal wieder kochen kann.

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Zubereitung:

* Schweinebraten aus der Schulter

* Fett / Öl zum Anbraten

* 1,5l Rotwein

* ein EL Pesto-Rosso

* Pfeffer

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Zubereitung der Füllung:

* Brotstückchen

* 75g Fetakäse

* 25g Oliven

* 6 kleine Tomaten

* ein EL Pesto-Rosso

* eine Hand voll geriebener Parmesan

* Pfeffer und Salz

* ein halbes Glas Rotwein

* eine gelbe und eine rote Chilischote

Zunächst habe ich die Füllung des Bratens vorbereitet. Hierfür habe ich die Brotscheiben, den Fetakäse, die Oliven, die Tomaten und die Chillischoten klein geschnitten. Mit Parmesan, Pfeffer und Salz und dem Pesto gewürzt. Hinzu kam nun noch etwas Rotwein. Alles wurde daraufhin zu einer schönen Füllung verarbeitet.

Daraufhin habe ich den Braten vorbereitet und eine große Tasche hinein geschnitten. In die Tasche kam nun so viel Füllung hinein, dass der Braten mit Spießen noch gut zu schließen war. Nun wurde der Braten noch mit Pesto-Rosso und etwas Pfeffer von allen Seiten mariniert.

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Im Anschluss daran wurde der Braten in einem Bräter in Öl von allen Seiten angebraten. Die restliche Füllung, die nicht mehr in den Braten passte, kommt nun mit in den Topf und wird mit angebraten. Abgelöscht wird nun alles mit dem Rotwein. Ich reduzierte daraufhin die Hitze und lies den Braten noch zwei Stunden köcheln. Zwischendurch wendete ich den Braten. Die Garzeit hängt natürlich auch von der Fleischgröße ab. Das kann variieren. Bei der Soße musst am Ende nichts mehr abgeschmeckt werden. Die Füllung hat genügend Aromen mit gebracht.

Dazu gab es einen grünen Salat und breite Nudeln.

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Ich war sehr begeistert und ich werde das Rezept sicherlich wieder ein mal kochen. Vermutlich gibt es heute Abend noch einmal die leckeren Reste zu essen.

Mediterran gefüllter Sonntagsbraten – na, ist das etwas für Euch? 

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Bruschetta-Stern aus Dinkel-Hefeteig

Für heute Abend gibt es ein deftiges Knabber-Gebäck. Diese Stern-Variante eignet sich auch wunderbar in der Weihnachtszeit als eine deftige und köstliche Gebäck-Variante oder einfach bei einer Feier als leckeres Fingerfood. Der Bruschetta-Stern aus Dinkel-Hefeteig. Lecker, knusprig und wunderschön anzusehen.

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Zubereitung:

Bruschetta:

* 10 große, frische Tomaten

* 1 Zwiebel

* 1 Zehe Knoblauch, klein gehackt

* etwas Parmesan

* 1 Bund Basilikum, klein gehackt

* etwas Olivenöl

* etwas Oregano

* 50 ml Balsamico

* 50 ml Rotwein

* 50 ml Orangensaft

* 2 EL Honig

* Salz und Pfeffer

* 1 Prise Piment, gemahlen

* evtl. Chilipulver

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Zuerst wird das Grünzeug der Tomaten gründlich entfernt und sie werden leicht ein geschnitten.Nun kommen die bearbeiteten Tomaten in einen Topf mit heißem Salzwasser (ggf. mit etwas Öl). Die Tomaten bleiben solange in diesem Wasser, bis sich die Haut an den Schnittstellen löst. Nun kommen die Tomaten aus dem Topf und sie müssen abkühlen. Daraufhin müssen ganz vorsichtig die Schalen der Tomaten entfernt werden, welche sich durch das Erhitzen vom Fruchtfleisch gelöst haben.

Nun werden die Tomaten halbiert und die „Innereien“ beseitigt (Kerne, weiches Fruchtfleisch). Daraufhinwerden die Tomaten in kleine Stückchen geschnitten. Legt sie daraufhin in ein Sieb zum Abtropfen. Ihr könnt etwas Nachhilfe leisten, indem Ihr leicht auf die Tomatenstücke eindrückt. Haben die Tomaten nun die richtige Konsistenz erreicht (nicht zu wässrig), gebt diese mit dem klein gehackten Basilikum, der Zwiebel und dem Knoblauch in eine Schüssel.

Nun ist der aufwendigste Teil geschafft. Übergießt die Masse nun mit einem Schuss Olivenöl und gebt wahlweise die Gewürze hinzu. Nachdem Ihr das ganze ein weiteres Mal vorsichtig verrührt habt, könnt Ihr die Balsamicocreme zubereiten.

Hierzu bringt Ihr unter ständigem rühren Balsamico und Rotwein zum Kochen. Sobald die Masse dickflüssig ist, fügt den Orangensaft und den Honig hinzu. Lasst das ganze nochmals aufkochen, bis es dickflüssig ist und stellt es zum Abkühlen zur Seite. Nun wird die Balsamicocreme langsam unter die Tomatenmasse gehoben.

Das Ganze ist natürlich sehr zeitaufwändig, aber es lohnt sich.

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Dinkel-Hefeteig:

* 400g Dinkelmehl

* 1 1/2 Teelöffel Salz

* 1 Teelöffel Zucker

* 2 Päckchen frische Hefe

* 1 EL Sonnenblumenöl

Mehl, Zucker, Salz, Hefe erst mal miteinander mischen! Danach erst das Öl und das Wasser zugeben und dann ordentlich durchkneten. Falls man eine passende Küchenmaschine hat, kann auch diese hierfür verwendet werden. Doch ich persönlich spüre gerne, wie die Konsistenz des Teiges ist.
Der Teig sollte nicht mehr an den Händen kleben sondern er sollte sich trocken anfühlen. Falls er zu trocken ist ein wenig Wasser zugeben – oder Mehl wenn er noch klebt.

Nun lässt man den Teig mit einem Geschirrtuch abgedeckt an einem warmen Ort ruhen, bis er sich in etwa verdoppelt hat. Danach knetet man den Teig noch mal bis fast auf seine ursprüngliche Größe zusammen.

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Rollt den Dinkelteig nun in drei gleich große, runde Fladen aus. Und schichtet sie abwechselnd mit Bruschetta und Parmesankäse übereinander. In der Mitte des Oberen Teiges setzt ihr mit einer Tasse einen runden Kreis als Markierung. Nun könnt ihr mit einem Messer den Teig in 16 gleich große Stücke schneiden. Achtet jedoch darauf, dass ihr nicht in der Mitte (innerhalb des Tassenkreises) schneidet. Aus je zwei Teig-Teilen formt ihr nun den Stern. Nehmt die Teigstreifen in die Hände und dreht sie jeweils in die entgegen gesetzte Richtung. Am Besten bei allen Stücken auf die gleiche Anzahl an Drehungen achten. Danach kommt der hübsche, leckere Stern für 45min bei 180°C Umluft in den Backofen.

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Lasst es Euch schmecken und genießt den Bruschetta-Stern aus Dinkel-Hefeteig!

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Birnen-Rotkohl

Kohl gehört doch einfach in die kalte Jahreszeit.

Die verschiedenen Kohlsorten gelten als Gemüse für die Herbst- und Winterzeit. Man kann sich hierzulande einen Gänsebraten ohne Rotkohl kaum vorstellen, und Grünkohlgerichte gehören in Norddeutschland zur Winterzeit einfach dazu. Die Vielfalt der Kohlsorten ist groß, und groß sind auch die Unterschiede ihrer kulinarischen Wertschätzung und Verwendung in den verschiedenen Gegenden Deutschlands, Europas und der Welt. So ist der Grünkohl beispielsweise in Süddeutschland nicht sonderlich verbreitet, hier herrscht eher das Sauerkraut oder der Rotkohl vor. 

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Rotkohl – oder auch Blaukraut – so heißt es bei  mir zu Hause ist eines jener Gerichte, die direkt eine wunderbare Kindheitserinnerung bei mir wecken. Irgendwie gehört Blaukraut, Kartoffelbrei und dann vielleicht noch ein Fleischküchle für mich zur Winterzeit mit dazu. So gab es heute mal in Anlehnung an meine Kindheitserinnerung Rotkohl mit eingekochter Birne. Dazu ein Kartoffelpüree. Für die grauen Tage genau das Richtige!

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Zubereitung Rotkohl mit Birne:

* Rotkohl

* Rotwein

* Zimt

* Wasser

* Pfeffer

* Salz

* Zimt

* zwei Birnen

* Cranberries

* eine Zwiebel

* ein EL Honig

Den Rotkohl schön klein schneiden und gemeinsam mit der klein geschnittenen Zwiebel im Topf andünsten. Eine der beiden Birnen wird in kleine Stückchen geschnitten, die andere wird vom Kerngehäuse befreit und in Achtel geschnitten. Die Birnen und Cranberries kommen nun mit in den Topf. Es wird alles mit Rotwein abgelöscht und mit den Gewürzen abgeschmeckt. Dann köchelt alles eine Stunde vor sich hin – und fertig ist der Birnen-Rotkohl.

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Zubereitung Kartoffelpüree:

* Kartoffeln

* Milch

* Butter

* Muskatnuss

* Pfeffer und Salz

Die Kartoffeln werden weich gekocht und zerstampft. Nun kommt etwas heiße Milch, ein Esslöffel Butter und die Gewürze hinzu. Alles wird nun püriert, bis ein cremiges Püree entsteht. Einfach lecker! Dieses Kartoffelpüree geht so schnell, dass die Fertigprodukte einfach überflüssig werden. Und falls vom Kartoffelpüree noch etwas übrig bleiben sollte, so kann dieses am nächsten Tag mit einem Ei, etwas Speck und frischen Kräutern vermischt werden, auf ein Backblech gestrichen werden (so etwa ein fingerdick) und dann im Backofen gebacken werden. Das ist eine wunderbare Beilage zu weiteren Gerichten.

Lasst Euch den Birnen-Rotkohl gut schmecken! 

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Hutzelbrot

Das Hutzelbrot ist ein Brot mit Geschichte – nicht nur mit vielen Aromen. Es begleitete mich stets durch die Advents- und Weihnachtszeit. 

Früher hat meine Oma das Hutzelbrot gebacken und mit den Jahren hat dann meine Mutter das Hutzelbrot übernommen. Wenn man durchgefroren vom Spielen im Schnee nach Hause kam, dann war ein Hutzelbrot – mit Butter beschmiert – das Beste. Besonders wenn man sich dann wohlig warm vor dem Kachelofen wärmen konnte. Ein Gefühl von Geborgenheit und Kindheitserinnerungen. 

Das Hutzelbrot oder auch bekannt als Früchtebrot ist ein kleiner, saftiger Laib.  Das Brot hat einen saftigen, festen Teig und im Anschnitt sichtbare Frucht- und Mandelstücke. In vielen süddeutschen Haushalten wird das Hutzelbrot mit Mandeln oder Belegkirschen verziert – ich kenne es jedoch nur mit Puderzucker bestäubt. Daher möchte ich Euch hier meine klassische Version vorstellen. Das schöne ist, dass das Hutzelbrot sehr lange haltbar ist. Mehrere Wochen sogar. 

Die Brote können so in einer großen Anzahl bereits mehrere Wochen vor Weihnachten gebacken und kalt gelagert werden. 

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Im Süddeutschen Raum und in Österreich ist das Hutzelbrot verbreitet. Begonnen wurde mit dem Backen des Früchtebrots in den Tagen um den Andreastag am 30. November. In der Andreasnacht – oder auch Klopfa-Noah zogen junge masikierte Männer mit Gedichten von Haus zu Haus und baten um Gaben. Häufig bekamen sie dann auch das Hutzelbrot. 

Es gehörte mit anderen Herbstgaben teilweise zu den Festtagsspeisen am Nikolaustag und zu Gebäcktellern an den Adventssonntagen. Das Schöne an diesem Früchtebrot ist, dass es in der ursprünglichen Version all die Früchte und Gaben aus der Region und dem Garten mit aufgriff. Doch im Laufe der Jahrhunderte kamen natürlich mit zunehmendem Wohlstand auch weitere Zutaten hinzu. 

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Ein alter süddeutscher Verlobungsbrauch ist das Anschneiden des Früchtebrotes. Die Anschnitte des Früchtebrotes wurden von den Frauen im heiratsfähigen Alter an ihre Liebhaber verschenkt, um mittels glatter Schnittkanten ihre Zuneigung zu signalisieren oder mittels rauer Schnittkanten die Beziehung zu beenden.

Am Heiligen Abend oder am Stephanitag, der zweite Weihnachtsfeiertag, wurde das Früchtebrot vom Hausvater angeschnitten und verteilt. Die Kinder, Knechte, und Mägde bekamen einen Anteil. Um Glück in den Stall zu bringen, erhielten die Tiere Früchtebrot zu ihrem Futter hinzu. 

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Zubereitung: 

* 2,5 Kg gedörrte Birnenschnitze 

* 1,5 Kg Zwetschgen 

*500g  Rosinen 

* ein Glas Rotwein

* 500g geschälte, geschnittene Mandeln 

* 500g Feigen 

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale 

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* 60g Zimt 

* 8g gestoßene Nelken 

* 8g zerstoßene Fenchelsamen

* 15g Anis

* 1 Glas Kirschwasser 

* 60g Hefe

* 1,25 Kg feines Mehl 

* 2,75 Kg Mehl

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Zunächst müsst ihr für die Zubereitung zwei Tage Zeit einplanen. Zwar nicht durchgängig, doch der Teig muss etwas ruhen und die Früchte müssen auch den Geschmack aufnehmen.

Zunächst werden die Zwetschgen entkernt und dann gemeinsam mit den Birnenschnitzen mit Wasser und Zucker weich gekocht. Die Schnitze werden in zwei oder drei Teile zerschnitten und in einem Topf erst mal bei Seite gestellt, bis sie wieder ausgekühlt sind.

Die Rosinen kommen nun zeitgleich einige Zeit in das Glas Rotwein.

Das gekochte Obst wird in ein ziemlich großes Gefäß getan und mit den Rosinen, dem Rotwein, den Mandeln, den klein geschnittenen Feigen und dem Zitronat, Pomeranzenschalen und den Zitronenschalen aufgefüllt. Hinzu kommt nun der Zimt, die Nelken, der Fenchel, der Anis und ein Glas Kirschwasser(Schnaps).

Das Obst kann je nach Geschmack noch um Äpfel oder Walnüsse ergänzt werden. Dann wird das Früchtebrot fruchtiger, an der Teigmenge müsst ihr nichts ändern.

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Der Brotteig wird aus Teilen der erwärmten Schnitzbrühe, dem feinen Mehl (2,75Kg) gemacht. Aus der Hälfte des Mehls wird mit der Schnitzbrühe ein Vorteig gemacht. Diesen lässt man über Nacht gehen, schafft früh am nächsten Morgen mit der erwärmten restlichen Schnitzbrühe und der Hefe einen sehr festen Teig und nimmt dann die Hutzlemasse und das restliche Mehl hinzu. Nun heißt es fleißig kneten oder die Küchenmaschine bedienen.

Ist der Teig gleichmäßig durchgearbeitet, so wird er mit feinem Mehl bestreut und zugedeckt, wenn er nun weitere drei bis vier Stunden geruht ist, werden kleine Laibchen geformt. Diese Laibchen dürfen nun noch einmal ein bis zwei Stunden auf dem Backblech gehen.

Nun kommen sie in den vorgeheizten Backofen und werden wie normale Brote gebacken. Die Backzeit variiert und hängt von der Brotlaibgröße ab. Während des Backens werden die Brote ein bis zweimal mit Schnitzbrühe oder Zuckerwasser bestrichen. Danach können die Hutzelbrote auf einem Gitterblech auskühlen.

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Lasst es Euch gut schmecken! Perfekt zum Hutzelbrot ist etwas frische, süße Butter und ein heißer Früchtetee – mehr braucht ihr nicht! 

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Glühweingelee

Mit meinem Glühweingelee mache ich bei der Adventskalender-Aktion von Sandys Kitchendreams mit. Schaut doch mal bei Ihr vorbei und lasst Euch überraschen, was hinter den anderen Adventskalendertürchen Leckeres auf Euch wartet! 

Um die Weihnachtszeit liebe ich Glühweingelee. Es ist wunderbar auf Weihnachtsgebäck zu verarbeiten, passt sehr gut zu Wildgerichten, schmeckt super auf einem frisch gebackenem Brötchen und als ein kleines Geschenk an liebe Menschen, ist es stets eine große Überraschung.

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Das schöne ist, es ist sehr schnell und leicht zu zubereiten. Man sollte jedoch schon ein paar Wochen vor Weihnachten das Gelee einkochen, da die Gewürze dann etwas mehr Zeit haben ihren vollen Geschmack abzugeben.

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Zubereitung: 

* 1,5 Liter Rotwein

* 1 kg Gelierzucker (3:1) 

* 2 Schoten Borbon-Vanille 

* 16 Kardamom Kapseln 

* 8 Stück echter Sternanis

* 4 Zimtstangen 

* 40 Gewürznelken 

* unbehandelte Zitronenschale

* unbehandelte Orangenschale 

* Saft der Zitronen und Orangen 

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Das Rezept reicht für 7-8 Glühweingeleegläser (230ml Gläser).

In jedes Geleeglas (im Idealfall ein 230ml Glas) kommt eine viertel Schote einer frischen Borbon-Vanille, zwei Kapseln Kradamom, ein echter Sternanis, eine halbe Zimtstange, 5 Gewürznelken, ein Stück einer unbehandelten Zitronenschale und ein Stück einer unbehandelten Orangenschale.

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Nun wird der Saft der Zitrone und Orange gemeinsam mit 1,5l Rotwein erhitzt. Es kommt noch 1 kg Gelierzucker (3:1) hinzu. Unter ständigem Rühren wird das Gelee erhitzt und mit der Gelierprobe immer wieder getestet, wann die perfekte Gelee-Konsistenz erreicht ist. Dann wird das Gelee in die vorbereiteten Gläser gefüllt, diese werden verschraubt und auf den Kopf gestellt. Wenn sie völlig abgekühlt sind, wieder umdrehen und fertig.

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Nach ca. drei Wochen hat das Gelee den vollen Geschmack erreicht. Es hält sich jedoch auch sehr lange und verliert nicht an Geschmack. Sehr zu empfehlen und in der Weihnachtszeit immer wieder ein Gaumenschmaus ♡

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Schafskeule mit Kartoffelpüree, Prinzessböhnchen und Balsamicojus

Vielleicht kennt ihr das? – Manchmal habe ich so richtig Lust, mir einen anständigen Sonntagsbraten zu gönnen. Einen, auf den man sich schon im Voraus freuen kann, weil man weiß, dass er hält, was man sich davon verspricht. Im Herbst und Winter ist dann auch noch die perfekte Sonntagsbraten-Stimmung. Ein gemütliches Essen im Kreise der Familie und seiner Lieben ist bei Kerzenschein doch gleich viel schöner. Ein herbstlich, lecker-deftiger Sonntagsbraten sollte also auf den Tisch. Schafskeule mit Kartoffelpüree, Prinzessböhnchen und Balsamicojus ist ein wunderbar herbstliches Sonntagsessen. Deftig, lecker – Soulfood eben. 

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Zubereitung Schafskeule:

* Schafskeule, ohne Knochen

* Olivenöl

* Zwiebeln

* 1 Knoblauchzehe

* Pfefferkörner

* Majoran, Thymian und Rosmarin

* 100ml Balsamico

* 200ml Rotwein

Bereits am Tag zuvor habe ich das Fleisch gesäubert und mariniert. Für die Marinade kommt Olivenöl, zwei kleingeschnittene Zwiebeln und eine klein geschnittene Knoblauchzehe gemeinsam mit den zerdrückten Pefferkörnern und den frischen Kräutern in ein Gefäß. Dieses wird luftdicht abgepackt und das Fleisch sollte nun mindestens 12 Stunden marinieren.

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Für den zeitlichen Ablauf ist es sinnvoll, zunächst die Kartoffeln und Bohnen zu waschen und kochen. Da das Fleisch nicht sehr lange benötigt, bis es fertig ist.
Bei der Zubereitung der Schafskeule nehmt ihr das Olivenöl der Marinade (ohne die Gewürze und Kräuter – diese stellt ihr bei Seite und verwendet sie später für die Jus) und erhitzt es in einer Pfanne. Nun wird das Fleisch schön knusprig von allen Seiten angebraten und kommt daraufhin in ein hitzebeständiges Gefäß, ihr deckt es mit einem Deckel ab und stellt es in den vorgeheizten Backofen bei 100°C.
Nun nehmt ihr die Gewürze und Kräuter der Marinade und gebt sie in die Pfanne, in der ihr zuvor das Fleisch angebraten habt. Bratet diese an und löscht sie mit 100ml Balsamico und 200ml Rotwein ab. Diesen Soßensansatz lasst ihr nun reduzieren, bei niedriger Hitze. Kurz, bevor ihr das Essen serviert, wenn alle anderen Beilagen fertig sind, holt ihr das Fleisch aus dem Backofen und gebt der Jus noch den nun entstandenen Fleischsaft hinzu. Lasst die Jus so lange reduzieren, bis sie die perfekte Konsistenz hat und arbeitet bitte nicht mit Soßenbinder. Die verderben nur den Geschmack. Die Jus ist einfach lecker.

 

Zubereitung Prinzessböhnchen: 

* frische, grüne Bohnen

* Pancetta

Die Bohnen sollten in Salzwasser gekocht werden, daraufhin umwickelt ihr sie mit Pancetta und bratet sie in einer Pfanne kurz an. Und fertig sind die Prinzessböhnchen.

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Zubereitung Kartoffelpüree: 

* mehlig kochenede Kartoffeln

* Salz

* Pfeffer

* Milch

* Butter

* Muskat

 

Für das Kartoffelpüree stampft ihr die gekochten Kartoffeln. Ihr erhitzt Milch und löst darin ein Stück Butter auf. Diese Butter – Milch – Mischung kommt nun zu den gestampften Kartoffeln, zusammen mit den Gewürzen. Nun wird alles zu einem schön cremigen Püree verrührt. Falls ihr eine gute Küchenmaschine habt, dann lasst sie die arbeit übernehmen. Ansonsten geht dies auch mit einem Schneebesen. Achtet jedoch darauf, dass das Püree nicht zu fest wird.

Wenn dann alle Zutaten fertig sind, dann lasst es euch schmecken! Und Euch allen noch einen schönen Sonntag ♡

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Bolognese tri colore

Eine gut gemachte Bolognese kann sowohl ein Sonntagsessen, als auch ein leckeres Gericht für Freunde sein. Praktisch ist, dass das Essen schon frühzeitig vorbereitet werden kann, so dass die Bolognese nur noch vor sich hin köcheln muss. 

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Zubereitung für 6 Personen:

* 750gr Pasta, Tri Colore – denn das Auge isst mit  (Hartweizengries ist besonders lecker)

* 750gr Rinderhackfleisch

* 300gr Parmesan

* eine Tube Tomatenmark

* ein paar Blätter Basilikum

* 8 mittelgroße Tomaten

* 1,5l Rotwein

* Meersalz

* schwarzer Pfeffer, zerstoßen

* 1 EL Olivenöl

* 1 EL Honig

* 2 Knoblauchzehen 

* 1 kleine Zwiebel

* drei Karotten

* Staudensellerie (sollte die gleiche Menge wie die Karotten sein) 

* vier Lorbeerblätter 

* eine Chilischote 

* Creme Fraich

Zunächst werden die Tomaten vorbereitet. Hierfür werden sie überbrüht, enthäutet, entkernt und in kleine Würfel geschnitten. Die Knoblauchzehe, die Karotten, der Staudensellerie, die Basilikumblätter fein hacken, die kleine Zwiebel schälen und ebenfalls fein hacken.
Das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Hierfür verwende ich gerne ein sehr aromatisches, kaltgepresstes Olivenöl. Es schmeckt einfach besser und gesund ist es zudem auch noch. Das Hackfleisch, die Tomaten, die Karotten, den Staudensellerie, den Knoblauch und Zwiebeln zugeben und leicht anschmoren lassen. Ein kleine Stelle auf dem Topfboden freirühren und dort den Honig zugeben und etwas karamellisieren lassen. Alles gut verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Hälfte des Weines zum Ablöschen der Soße verwenden. Jetzt kommen auch die Lorbeerblätter und die Chilischote mit in den Topf. Zugedeckt bei niedriger Temperatur gerne etwas länger köcheln lassen bis die Tomaten zu einem Brei verkocht sind.


Die Pasta in Salzwasser nicht ganz gar kochen und abschütten. Sie dürfen gerne noch etwas härter als al dente sein.

Den restlichen Wein in die Sauce geben und mit Tomatenmark abschmecken. Die fertigen Nudeln mit der Bolognesesoße, einem Klecks Creme Fraiche und frisch geriebenem Parmesan servieren. Einfach ein Traum!

Lasst Euch die Bolognese tri colore schmecken!

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