Brombeertorte mit Windbeuteln ~ optisch der Hit auf jeder Kuchentafel

Falls Ihr noch auf der Suche nach einer ausgefallenen Torte für Ostern, Pfingsten oder den Sommer seid, dann ist die Brombeertorte mit Windbeuteln genau das Richtige für Euch.

Sie ist saftig, fruchtig und so lecker, dass man gerne mal ein zweites Stück isst. Die Brombeertorte mit Windbeuteln ist nicht nur sehr lecker, sondern auch optisch der Hit auf jeder Kuchentafel. Fruchtig, cremig mit Sahne und Windbeuteln.

Zubereitung Biskuitboden: 

Ergibt einen schönen Tortenboden (ca. 24-26 cm im Durchmesser) oder eine dickere Roulade auf einem haushaltsüblichen Backblech. Falls der Biskuitboden für eine Torte mit mehreren Böden gemacht wird, könnt ihr die Zutaten einfach verdoppeln und die Backzeit verlängert sich.

* 5 Eier 

* 150g Zucker

* Salz

* Vanillezucker

* Abrieb einer unbehandelten Zitrone

* 100g Mehl Typ 405 

* 50g Stärke 

* 35g Rapsöl 

Zunächst siebt ihr das Mehl. Für ein fluffiges Ergebnis des Biskuitbodens ist gesiebtes Mehl sehr hilfreich. Dafür nehmt ihr am besten ein feines Mehlsieb.

Anschließend wird in einer zweiten Schüssel mit der Zubereitung des Teiges begonnen. Die Eier mit dem Zucker und den Gewürzen aufschlagen bis sich Blasen bilden.

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Wenn die Eiermischung schön schaumig ist, könnt ihr das Mehl unterheben.

Rührt alles noch ein wenig durch, bis kein Mehl mehr zu sehen ist.

Zum Schluss des Mischvorgangs das Öl in den Teig rühren. Anschließend kann der Teig in die gewünschte Form gegossen werden. Ich verwende gerne eine mit Backpapier ausgelegte Kuchenform, so lässt sich der Biskuitboden später besser wieder aus der Form lösen.

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Wichtig ist nun das Backen. Denn das Backen entscheidet maßgeblich über das Gelingen des Biskutibodens. Als Faustregel für Biskuitteig gilt: flache, kleine Gebäcke werden heiß aber dafür kurz gebacken. Zum Beispiel Rouladen oder Biskotten.

Dickere und große Biskuitteige werden bei niedrigerer Temperatur etwas länger gebacken. So beispielsweise Tortenböden.

Kleiner Biskuitboden: 190-210°C Umluft für ca. 15-20 Minuten

Großer Biskuitboden: 160-175°C Umluft für ca. 30-60 Minuten

Da ich hier ein Rezept für Biskuitböden für Torten vorstelle, war meine Backzeit bei 160°C Umluft für 45 Minuten. Die genaue Backdauer müsst ihr je nach Gebäck etwas variieren.

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Bevor der Biskuitboden geschnitten und weiter verarbeitet werden kann, sollte er auf einem Kuchengitter auskühlen. Denn warm lässt er sich nicht ideal schneiden.

 

 

Biskuitboden in Tortenboden schneiden: 

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten den Biskuitboden zu schneiden. Sei es freihand mit einem großen Messer, mit einem Faden oder wie ich es Euch heute zeige mit der Tortenbodenschneidehilfe.

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Zunächst einmal zur freihand-Version:

Den Biskuitboden so auf einen Bogen Papier oder eine Tortengarnierscheibe legen, dass die Unterseite, die besonders schön glatt ist, nach oben kommt. Der Boden kann mit einem Zwirnsfaden oder großen Messer in Schichten geteilt werden. Damit die Schichten gleichmäßig dick werden, den Tortenrand vorher mit einem kleinen spitzen Messer ringsherum etwa 1 cm tief einschneiden.

 

Tortenboden mit Faden schneiden: 

Einen Zwirnsfaden in den Einschnitt legen, die Enden des Zwirnsfadens über Kreuz legen und fest anziehen, dabei durchschneidet der Faden das Gebäck. Der Boden lässt sich am besten teilen, wenn er am Vortag gebacken wurde.
Damit die Tortenbodenschicht nicht bricht, sie mit einem Papier oder einer Tortengarnierscheibe abheben. Dazu das Papier an der vorderen Kante nach unten knicken und unter die obere Schicht schieben. Mit den Zeigefingern ab und zu an die obere Schicht fassen, damit das Papier nachgezogen wird. Die obere Schicht abheben. Beim Abheben der Schicht darauf achten, dass das Papier möglichst waagerecht gehalten wird, da der Biskuitboden ansonsten leicht durchbrechen kann.
Soll der Biskuitboden mit einem Messer geteilt werden, zuerst ringsherum etwa 1 cm tief einschneiden. Dann am besten ein Messer nehmen, das länger ist als der Boden, es waagerecht halten und durch Drehen des Boden weiter zur Mitte durchschneiden.
 

Schneidehilfe: 

Ich persönlich finde das sehr praktisch, da mit dem Heber die einzelnen Böden gut gehoben werden können und das Messer schön dünn ist.

Hierfür wird der Tortenring um den Boden gelegt, befestigt und fest verschlossen. Anschließend kann mit dem langen Messer die gewünschte Bodendicke geschnitten werden.

Wichtig ist jedoch, dass der Kuchen auch ein wenig gedreht wird, da die Schneide-Hilfe nicht durchgängig ist.

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Weiterverarbeitung: 

Nun kommt der Biskuitboden wieder in die Kuchenbackform und es werden Miniwindbeutel auf dem Boden verteilt. Natürlich könnt Ihr die Windbeutel auch selbst machen, doch ich habe mich für die schnelle Variante entschieden.

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Zubereitung Brombeercreme mit Liqueur: 

* 500g Himbeeren 

* 110g Zucker 

* 8 Blatt Gelantine 

* 20ml Brombeerliquer

* 500g geschlagene Sahne 

* Saft einer Zitrone

Für die Brombeercreme mit Liqueur die Gelantine in kaltem Wasser einweichen und die Sahne cremig aufschlagen. Nun werden die Brombeeren püriert und mit dem Zucker verrührt. Die Gelantine wird ausgedrückt und mit dem Zitronensaft und dem Brombeerliqueuer auf ca. 50°C in einem kleinen Topf erhitzt. Einen kleinen Teil des Brombeermarks zur aufgelösten Gelantine geben und gut verrühren. Dies dient der Temperaturangleichung. Anschließend kann die Gelantine-Mischung zum restlichen Brombeermark gegeben werden und dies sollte nun gut verrührt werden.

Nun könnt Ihr die geschlagene Sahne unterheben und die Masse vorsichtig über die Windbeutel verteilen. Die Torte sollte nun für einige Stunden in den Kühlschrank zum Einkühlen.

Wenn die Brombeercreme schön fest geworden ist, könnt ihr sie vorsichtig aus der Kuchenform lösen und dekorieren.

Dekoration:

* gefrorene Brombeeren 

* Windbeutel 

* geschlagene Sahne 

Zunächst verteilt ihr die geschlagene Sahne auf der fest gewordenen Brombeercreme. Anschließend könnt ihr die Torte mit den Windbeuteln und den gefrorenen Brombeeren dekorieren. Und fertig ist die Brombeertorte mit Windbeuteln.

Lasst Euch die Brombeertorte mit Windbeuteln gut schmecken! 

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Traum in Pink mit Spekulatius und Granatapfel

Mein Traum in Pink mit Spekulatius und Granatapfel…. Doch wo fange ich nur am Besten an?

Eigentlich habe ich immer einen sehr großen Respekt vor Torten, Kuchen und sämtlichem süßen Gebäck. Ich mag Süßes zwar sehr gerne, doch ich traue mich seit Jahren nur sehr selten ran – somit fehlt mir oft auch die Übung (im Vergleich zum Kochen, denn das mache ich ja tagtäglich…) Vielleicht kennt ihr das ja. Und wenn ich dann doch mal etwas süßes backe und es gelingt, dann freue ich mich immer wie eine kleine Schneekönigin. 

Meine Torten- und Kuchenansprüche sind an mich selbst schon etwas hoch. Das muss ich zugeben. Meine Tante backt für ihr Leben gerne und wirklich sehr, sehr gut. Egal welche Torte oder welche Süßspeiße man sich wünscht – besonders an Geburtstagen – sie überrascht einen damit. Mein Standardwunsch war jedes Jahr wieder eine Bisquitrolle – und jedes Jahr gab es eine andere Variation – ich wusste garnicht, welche denn die Beste war. 

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Sie war auch diejenige, die in meiner Kindheit hin und wieder auf mich aufpasste. Und häufig waren wir dann zu zweit in der Küche – ich half ihr beim Kochen, deckte den Tisch und faltete Servietten. Egal welcher Wochentag es war. Daran erinnert sie sich noch heute, dass es mir stets sehr wichtig war eine schöne Atmosphäre für ihr Essen oder ihren Kuchen zu zaubern. Daher verwunderte sie es auch nicht, dass ich nun meinen eigenen Foodblog habe. Auch wenn sie damit nicht sehr viel anfangen kann, mit weit über 70 ist sie noch nicht sonderlich internetaffin. Doch sie freut sich und das bereitete mir auch eine sehr große Freude. 

Doch nun zurück zum Backen von Torten, Kuchen und anderen Leckereien. Immer wieder wenn ich eine besonders leckere Torte oder einen Kuchen fertig habe, denke ich im Stillen bei mir „Der würde Tante Frieda sicherlich auch schmecken“. Und genau so ein Tante Frieda Kuchen ist dieser Traum in Pink mit Spekulatius und Granatapfel. Ein knuspriger Spekulatiusboden mit einer Quarkcreme und oben drauf noch eine Schicht Joghurt-Granatapfel-Creme. Lecker winterlich und perfekt um die letzten Spekuliatiuskekse im Haushalt zu verwerten. 

Ach ja, noch zu den Fotos. Wundert Euch nicht – leider hatte ich mich in der Zeit etwas verschätzt und das Sonnenlicht war schon wieder weg – Winter eben – somit ist die Belichtung nicht ganz optimal geworden. Doch wie ich meine Qualitätskontrolle so gerne in diesem Falle zitiere: „meeegggaaaaa lecker!“

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Zubereitung Spekulatiusboden: 

* 100g Kristallzucker

* 200g weiche Butter

* 1 Ei

* 300g feine Spekulatiusstreusel 

* Salz

* Zitrone 

Zunächst kommen die Spekulatiuskekse in einen Gefrierbeutel, dieser wird verschlossen und mit einem Wellholz so lange bearbeitet, bis Spekulatiusstreusel oder auch Spekulatiusmehl entstanden ist. Falls ihr eine andere Methode verwendet, geht das natürlich auch 😉

Die weiche Butter mit dem Zucker, den Gewürzen und dem Ei verkneten, dann die feinen Spekulatiusstreusel unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Ich hatte bei der Zitrone die abgeriebenen Zesten einer Zitrone genommen und dann noch eine Prise Salz.

Diesen Teig nun kühlen und wenn er fest ist, mit einer groben Haushaltsreibe reiben. Ich hab den Teig kurzerhand in das Gefrierfach gepackt und als er schön fest war, wurde er sowohl geraspelt, als auch mit einem großen Messer in Stücke gehackt.

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Nun wird der Tortenreif eingefettet. Darauf hin die Krümel in dem Tortenreif verteilen und bei ca. 165°C knusprig backen. Wie lange genau die Backzeit ist, kann etwas variieren, jeh nach dem wie kalt die Krümel vor dem Backen sind und wie dick sie auch geraspelt sind. Achtet bitte darauf, dass der Boden nicht verbrennt, jedoch eine schöne knusprige Konsistenz bekommt.

Die Krümel backen zusammen und ergeben so den Boden von der Torte.

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Zubereitung Quark-Creme: 

* 250g Joghurt

* 250g Quark 40% 

* 220g Zucker

* Abrieb einer unbehandelten Zitrone

* 7 Blatt Gelantine

* Saft einer Zitrone

* 500g Schlagsahne

Für die Quark-Creme wird die Gelantine in sehr kaltem Wasser eingeweicht. Dann Quark, Joghurt, Zucker und Zitronenabrieb gut verrühren. Die aufgeschlagene Sahne wird unter gehoben. Nun die Gelatine gut ausdrücken und  mit dem Zitronensaft auf ca. 50°C erwärmen. Einen kleinen Teil der Joghurtmasse zur Gelantine geben (zur Temperaturangleichung), dann diesen Teil zurück in den übrigen, großen Teil der Joghurtmasse leeren. Alles gut vermischen und zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben. diese Creme in die Tortenform füllen und kalt stellen.

Ich hatte die Creme über Nacht im Kühlschrank stehen, dann war sie am nächsten Morgen perfekt.

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Zubereitung Joghurt-Granatapfel Creme: 

* 150g pürierte, passierte Granatapfelkerne

* 150ml Naturjoghurt

* 60g Zucker

* 4 Blatt Gelantine

* 20g Cointreau 

Für die Joghurt-Granatapfel Creme die Gelantine in sehr kaltem Wasser einweichen, dann gut ausdrücken und mit dem Cointreau auf ca. 50°C erwärmen.

Aus den pürierten und passierten Granatapfelkernen wird zusammen mit dem Joghurt und dem Zucker eine homogene Masse im Mixer hergestellt.

Nun einen kleinen Teil der Masse zur Gelantine geben (zur Temperaturangleichung), dann diesen Teil zurück in den übrigen, großen Teil der Masse leeren. Alles gut vermischen und auf die gestockte Quark-Creme geben. Gut abkühlen lassen und im Idealfall noch dekorieren, bevor die Torte serviert werden kann. Bei mir reichte es leider zeitlich nicht mehr für die Dekoration. Ich kann mir jedoch sehr schön ein paar vereinzelte Granatapfelkerne darauf vorstellen.

Die Joghurt-Granatapfel Creme kühlte bei mir ca. 6 Stunden. Dann war es perfekt.

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Noch eine Idee am Rande: Falls ihr die Gelantine durch eine vegetarische Alternative ersetzt, gelingt diese Torte sicherlich auch!

 

Lasst Euch den Traum in Pink mit Spekulatius und Granatapfel gut schmecken! Wir waren begeistert und es wird sie sicherlich wieder einmal geben! 

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