Zitrus-Mandel Konfekt

  • Meine leckeren Weihnachtsplätzchen haben dieses Jahr eine neue Sorte dazu bekommen. Zitrus-Mandel Konfekt. Sehr lecker und schnell gemacht. Mein Zitrus-Mandel Konfekt ähnelt in der Herstellung den klassischen Wienerbögen.

Die Kombination von Zitrusfrüchten, Mandeln, etwas Karamell im Geschmack – ich mag die Kombination sehr gerne. Und es ist auf jedem Plätzchenteller auch optisch eine wahre Bereicherung. 

Dieses leckere Zitrus-Mandel Konfekt möchte ich gerne dem Weihanchtsblogevent von Charlotta widmen. Sie hat diesen Advent ein wunderbares Event #Weihnachtenistüberall auf die Beine gestellt. Schaut doch mal in Ruhe auf ihrem Blog vorbei und lasst Euch inspirieren. Ich bin selbst schon sehr lange ein großer Fan ihres Foodblogs Charlottas Küchentisch – und Weihnachten ist für mich jedes Jahr wieder eine ganz besondere Zeit. 

Blogevent, Weihnachten ist ueberall, Gewinnspiel, Weihnachtsrezepte

Doch kommen wir nun zu meinem leckeren Zitrus-Mandel Konfekt zurück. Zitrusfrüchte waren früher in der Weihnachtsbäckerei etwas ganz besonderes und auch eine sehr kostspielige Zutat. Daher ist es kein Wunder, dass ihr in Lebkuchen, Stollen und weiteren besonderen Weihnachtsgebäcken stets auch Zitrusfrüchte findet. Ich hatte letztes Jahr ein ähnliches Rezept veröffentlicht, meine Orangen-Mandel-Häufchen. Sie ähneln sich in den Zutaten sind jedoch geschmacklich ganz unterschiedlich.

Also lasst Euch von der Optik bitte nicht täuschen. Hier bei diesem Zitrus-Mandel Konfekt steht der Zitronen- und Karamell-Geschmack im Vordergrund. Und die Mandeln sind sehr dezent. Ich muss gestehen, dass ich sie sehr gerne mag. Ich lager sie vorsichtshalber im Kühlschrank, so bleiben sie schön frisch. Doch nun genug der Worte, kommen wir zur Zubereitung des Zitrus-Mandel Konfekts. 

 

Zubereitung Zitrus-Mandel Konfekt: 

* 375g gemahlene Mandeln

* 125g Mandelstifte 

* 375g Puderzucker 

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* Mark von zwei Zitronen ausgedrückt es Fruchtfleisch der Zitronen)

* 8 Eier 

* 60g Zitronat 

* ca. 100 Oblaten 

In einer Pfanne werden die gemahlenen Mandeln, der Puderzucker, die Zitronenzesten, das Mark der zwei Zitronen und die acht Eier gemeinsam, langsam erhitzt.

Unter beständigem Rühren lasst ihr nun die Masse langsam aufkochen. Wenn die Masse köchelt und etwas karamellisierte und braun wurde, könnt ihr die Masse in eine Schüssel geben. Daraufhin rührt ihr in der Schüssel die geschnittenen Mandelstifte und das Zitronat unter.

Wenn ihr die kleinen Oblaten nehmt, solltet ihr auch kleine Kaffeelöffel nehmen, um von der langsam erkalteten Masse, kleine Berge zu formen und diese auf die Oblaten zu setzen.

Diese kommen nun auf ein mit einem Backpapier ausgelegtes Backblech und werden bei 160°C Umluft für 15-20min gebacken. Versucht möglichst viele Backbleche gleichzeitig im Ofen zu haben, so könnt ihr Euch ein wenig Zeit sparen. Die genaue Backdauer hängt von der Dicke eures Zitrus-Mandel Konfektes ab. Im Anschluss an die Backzeit reduziert ihr die Hitze im Backofen auf ca. 50°C und lasst das Zitrus-Mandel Konfekt noch ein wenig austrocknen. Nach ca. 30min müsste es fertig sein. Zum Auskühlen kann das Zitrus-Mandel Konfekt auf ein Kuchengitter. Falls ihr noch ein wenig Schokolade als Verzierung wollt, kann diese auch aufgetragen werden.

Ich habe mich jedoch dazu entschieden das Zitrus-Mandel Konfekt so zu lassen. Ich wünsche Euch allen eine schöne Weihnachtszeit und vor allem Charlotta viel Freude mit ihrem Blogevent. Danke dir für deine Mühe und viel Freude mit meinem Zitrus-Mandel Konfekt.

Lasst Euch mein Zitrus-Mandel Konfekt gut schmecken. Es sollte noch schön saftig sein, also wundert Euch nicht. 

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Weihnachtszimtsterne

Meine heutigen Weihnachtszimtsterne sind leider nicht die perfektesten geworden – also rein optisch. Jedoch sind sie geschmacklich der reinste Hit. Warum es mir so schwer gefallen ist, diese Weihnachtszimtsterne in die perfekte Form zu bringen, möchte ich Euch erzählen, bevor es an das Rezept dieser süßen und luftigen Köstlichkeiten geht. 

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Mein Rezept der Zimtsterne oder besser gesagt meiner diesjährigen Weihnachtszimtsterne stammt aus einem Koch- und Backbuch aus dem Jahre 1902. Die Grundlage dieses leckeren Weichnachtszimtsterne-Rezeptes bildet ein Rezept aus dem Neuen Stuttgarter Kochbuch – oder bewährte und vollständige Anweisung zur schmackhaften Zubereitung aller Arten von Speißen, Backwerk, Gefrorenem, Eingemachtem u.f.m. von Friedericke Luise Löffler.

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Ich habe das Kochbuch von meiner Mutter geschenkt bekommen. Und sie hat es selbst schon geerbt. Es ist also seit 1902 in unserem Familienbesitz und diente hier auf dem Blog auch schon für ein paar Köstlichkeiten in meiner Weihnachtsbäckerei. So zum Beispiel für meine Weißen Lebkuchen anno 1900, meine Bärentatzen, meine Zimtherzchen nach Ur-Omas Art und die Orangen-Mandelhäufchen wurden auch von diesem wunderbaren alten Schatz inspiriert. 

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Doch nun zurück zu der Frage: Warum sehen meine Weichnachtszimtsterne nicht perfekt aus? 

Das Koch- und Backbuch muss um die Jahrhundertwende der reinste Renner gewesen sein, denn 1902 wurde mein Exemplar bereits in der 22. Auflage veröffentlicht. Und die Rezepte waren damals schon über 100 Jahre alt, so steht es zumindest im Vorwort. Also die Rezepte sind jetzt schon über 215 Jahre alt. 

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„Die erste Verfasserin dieses Kochbuchs, Frau Friericke Luise Löffler in Stuttgart, war „Landschaftsköchin“, d.h. Köchin der zusammen speißenden Abgeordneten, genannt „Landschaft“, des damaligen Herzogtums Württemberg, eine Stellung, welche die allgemeine und höchste Anerkennung ihrer Kochkunst beweißt. 

Sie war gleichsam die erste Köchin des Landes, ihr Kochbuch dessen erstes Kochbuch, und diesem Ruhm hat dasselbe seither, seit über hundert Jahren bewahrt“. 

Die Problematik ist nun, die Backzeiten in die Gegenwart zu übersetzen. Vor allem auch die Temperaturen. Denn im Koch- und Backbuch von Luise Löffler, die übrigens eine Meisterin ihres Faches war, werden keine Temperaturen genannt, sondern wie damals üblich, die Temperatur im Backofen (Holzbackofen – genau, mit Feuer und so) umschrieben. Also ein erkühlter Backofen, große Hitze, bei offener Tür den Backofen erhitzen, langsam anheizen, beständig nachheizen etc. Ihr merkt schon, es ist etwas schwer die genaue „Temperatur“ aus solchen Anleitungen heraus zu lesen. 

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Meine Qualitätskontrolle meinte schon so nett zu mir, nachdem ich meine Probleme mit ihm durchkaute (ja, er hatte einen Weihnachtszimtstern nach dem nächsten in der Hand und im Mund), dass ich doch einfach mal googeln solle – super Idee – warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen! 

Na wie auch immer, ich möchte Euch heute mein leckeres, wenn auch nicht optisch perfektes Weihnachtszimtsternrezept vorstellen. Eventuell werde ich das Rezept nächstes Jahr noch etwas optimieren. Doch für dieses Jahr haben wir unseren Bedarf an Weihnachtszimtsternen gedeckt. Denn das Rezept ist nicht nur in alten Temperatur-Angaben sondern auch in alten Mengenangaben verfasst. Damals hat man wohl nicht für einen Zwei-, Drei oder Vierpersonen Haushalt gebacken. Daher hat das Rezept für ca. 120 Weihnachtszimtsterne gereicht. 

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Zubereitung Weihnachtszimtsterne: 

* 750g gestoßener Zucker (ich hatte mich für Puderzucker entschieden) 

* 10 kleine Eiweiß 

* 15g Zimt 

* 500g ungeschälte, gemahlene Mandeln 

* Weizenmehl zum Ausrollen 

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750g gestoßener Zucker wird mit dem Schnee von 10 kleinen Eiweiß eine Stunde gerührt und 15g fein gestoßener Zimt dazu getan. Ich hatte mich für 20min Rühren mit einem Handrührgerät entschieden.

Wenn die Masse dick und leicht gerührt ist, werden 8 Esslöffel davon in ein kleines Geschirr genommen und kalt gestellt.

Falls ihr keine S-Eier (wie in dem Rezept gewünscht) finden solltet, sondern so wie ich auch mit M-Eier backt, dann braucht ihr nicht die angegebenen 500g gemahlene Mandeln, sondern 650g ungeschälte, gemahlene Mandeln. Bedenkt dies bitte.

500g ungeschälte Mandeln werden fein gestoßen oder mit dem Mandelreiber gerieben und unter die Masse gemischt und, wenn dieselbe eine Stunde im Keller geruht, auf dem mit Zucker, Mandelmehl und Mehl bestreuten Backbrett halbfingerdick ausgewellt, mit einer Sternform ausgestochen und auf ein mit Butter oder Wachs bestrichenes Blech legen.Ich habe mich statt dessen für Backpapier entschieden. Die Sterne werden dann mit dem zurückbehaltenen gerührten Zucker geeist und langsam gebacken.

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Soweit die Anleitung von 1902. Natürlich kamen die Weihnachtszimtsterne bei mir auf ein Backblech mit Backpapier. Die Weihnachtszimtsterne kamen nun in einen auf 180°C vorgeheizten Backofen. Für ca. 12min.

Der Teig sollte noch ein wenig weich sein, dann schmecken die Weihnachtszimtsterne später besser.

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So Ihr Lieben, ich wünsche Euch viel Freude mit diesem Rezept. Lasst Euch die Weihnachtszimtsterne gut schmecken! Und wundert Euch nicht, wenn sie nicht sooooo perfekt sind. Dafür sind sie luftig und zugleich saftig im Geschmack. 

 

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Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln

Bei dem Wind um die Ohren draußen, denke ich an den Herbst. Ebenso sammeln sich schon die ersten Gänse für ihren Flug in die warmen südlichen Gegenden Europas. Die letzten Tage waren wohl nur das Aufbäumen eines Sommers, der den Namen nicht so wirklich verdient hat. Langsam aber sicher meldet sich der Herbst an und ich freue mich auf Pflaumen, Kürbis, Pilze und Brombeeren und auf das bunte Laub der Bäume.

Da es nun langsam aber sicher herbstlich wird und es auf dem Markt die ersten Pflaumen und Marillen zu kaufen gibt, musste ich unbedingt einen leckeren und fruchtigen Kuchen backen. Für mich müssen Kuchen ja immer saftig sein. Daher passt ein Obstkuchen einfach perfekt. Ihr kennt vielleicht den klassischen Pflaumenkuchen (oder auch Zwetschgen- / Zwetschkenkuchen).

Je nach Region ist er unterschiedlich, meist ein Blechkuchen. Jedoch eines bleibt gleich: Er schmeckt im Herbst einfach wunderbar. Marillen sind meist zur gleichen Zeit reif wie die Pflaumen, jedoch wandern diese kleinen Leckereien meist in einen Obstler und eher seltener in einen Kuchen. Meiner Meinung nach sind sie eine sehr unterschätzte Obstsorte. In meiner Kindheit hatten wir einen großen Marillenbaum im Garten – er war jedes Jahr so ertragreich, dass wir garnicht wussten wohin mit all dem Obst. Natürlich wanderten die ersten reifen (und manchmal auch die unreifen) Marillen zunächst handgepflückt in meinen Mund. Doch die große Masse verarbeitete meine Mutter oft in Gelee, Saft oder Sirup. Der Marillengeschmack ist somit für mich nicht aus dem Herbst weg zu denken. Wie liebt ihr die kleinen, runden Früchte denn am liebsten? 

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Ich habe mit meinem Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln auf alle Fälle ein neues Lieblingsrezept zur Verarbeitung von Marillen gefunden. 

Zubereitung Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln: 

Zutaten für eine Springform von 26cm Durchmesser:

* 250g Mehl 

* 175g Zucker

* 1 Prise Salz 

* 1 Ei 

* 125g Margarine 

* 400g reife Pflaumen

* 350g reife Marillen 

* 3 Eier 

* abgeriebene Schale von einer halben unbehandelten Zitrone 

* 1 kräftige Prise Zimtpulver

* 1 Prise Nelkenpulver

* 1 Prise Kardamom 

* 75g gemahlene Mandeln 

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Zubereitung Teig: 

Zunächst wird das Mehl in eine große Schüssel gesiebt, daraufhin mit dem Salz, dem Ei, 75g Zucker und der Margarine zu einem festen Mürbeteig verknetet. Dieser wird daraufhin in eine Folie gewickelt und etwa eine Stunde in den Kühlschrank gestellt. Falls man es eilig hat, kann der Teig auch für 10-15min in den Gefrierschrank.

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Weiterverarbeitung: 

Daraufhin werden die Pflaumen und die Marillen gewaschen, entkernt und in Viertel bis Achtel geschnitten. Das hängt von der Obstgröße ab.

Die drei weiteren Eier werden mit dem restlichen Zucker (100g), dem Zitronenabrieb und den Gewürzen geschlagen, bis der Zucker aufgelöst ist. Die Obststücke in einem Sieb abtropfen lassen und dann unter die Eiercreme rühren. Daraufhin werden die gemahlenen Mandeln untergerührt.

Nun solltet ihr den Backofen auf 200°C vorheizen und die Form entweder einfetten oder mit einem Backpapier auslegen. Ich spanne meist ein Backpapier auf den Boden der Backform und fette nur den Rand der Form ganz leicht aus. So spart man sich ein wenig Fett und der Kuchen löst sich später ohne Probleme vom Backpapier.

Der Teig wird nun auf ein wenig Mehl sehr dünn (ca. 2,5-3mm) ausgerollt und in der Springform ausgelegt. Achtet darauf, dass der Rand ca. 3cm hoch wird. Den übrigen Teig abschneiden und bei Seite legen. Daraus werden später die Streusel.

Die Obst-Eier-Masse kommt nun auf den Teig und wird glatt gestrichen. Den übrigen Teig nehmt ihr nun um daraus die Streusel für den Kuchen zu formen. Zerreibt ihn einfach zwischen den Fingerspitzen und verteilt die Streusel ein wenig gleichmäßig auf dem Kuchen.

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Nun kommt der Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln in den heißen Backofen und wird in 40-45 goldgelb gebacken. Ich hatte den Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln 45min drin und er ist mir etwas zu dunkel geworden, daher würde ich euch eher 40min empfehlen, doch achtet einfach selbst auf die gewünschte Farbe des Kuchens.

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Nach dem Backen kommt der Kuchen zum Auskühlen auf ein Gitterblech. Lasst Ihn am Besten noch zwei, drei Stunden in der Kuchenform, er ist kurz nach dem Backen noch relativ weich und flüssig. Er härtet jedoch aus.

Wenn er abkühlt ist, sollte der Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln möglichst frisch und  mit frisch geschlagener Sahne serviert werden.

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Auch am nächsten Tag war er noch saftig und lecker. Also wirklich ein sehr leckerer Kuchen. Daher kann ich guten Herzens sagen: Lasst Euch den Marillen-Pflaumen-Kuchen mit Streuseln gut schmecken! 

 

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Pflaumenkuchen mit Rahmguss

Steht ihr auch immer mal wieder vor der Frage: Was kann ich denn als Kuchen für ein Buffet mitbringen? Sei es im Kindergarten, für einen Flohmarkt, für den Kuchenverkauf in der Schule, für einen Geburtstag oder einfach so als Mitbringsel?

So ging es mir vor Kurzem auch mal wieder. Und zudem hatte  ich irgendwie Lust auf Pflaumen. Auch wenn die Pflaumen noch nicht ganz reif sind, so habe ich doch schon mal mein erstes Pflaumenrezept in diesem Jahr ausprobiert. Mal eine kleine und feine Abwandlung des Klassikers. Daher möchte ich Euch heute meinen Pflaumenkuchen mit Rahmguss und Pistazien vorstellen. Sehr lecker, jedoch ein wenig zeitaufwändig, dafür lohnt sich die Mühe allemal. 

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Das Rezept ergibt entweder zwei kleine ca. 18 cm Durchmesser Tartes, eine große Tarte oder ein Blech.

 

Zubereitung Teig: 

* 200g Mehl

* 100g Butter

* 4g Salz 

* 20g Zucker 

* 80g Wasser 

Zunächst wird die zimmerwarme Butter zusammen mit dem Mehl, Wasser, Zucker und Salz verrieben und nur sehr kurz verknetet. Der Teig sollte nun kurz ruhen und daraufhin zu einem ca. 3mm dicken Boden ausgerollt und in die Form gelegt werden.

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Zubereitung Pflaumenfüllung: 

* 170g Dörrpflaumen (170g ist das Ausgangsgewicht

* Zimtstangen 

* Wasser 

* 20g Zucker 

* 1/2 TL Lebkuchengewürz 

* 40g Sultaninen 

* 40g gehackte Mandeln 

* 30g Pflaumengenschnaps 

* 40g Apfelsaft

* 10g echter Vanillezucker 

 

Die Dörrpflaumen werden mit den Zimtstangen und dem Wasser einige Stunden weich gekocht. Gebt genügend Wasser in Topf und lasst den Sud sehr, sehr langsam vor sich hin köcheln, nicht, dass es aus versehen noch anbrennt.

Sobald die Pflaumen weich sind, diese faschieren oder ganz fein mixen und die restlichen Zutaten in die Masse unterrühren. Nun sollte eine geschmeidige Masse entstanden sein. Falls die Konsistenz jedoch zu fest sein sollte, kann noch mit dem restlichen Kochwasser der Dörrpflaumen aufgefüllt und verflüssigt werden. Falls die Füllung zu weich geworden sein sollte, kann diese mit weiteren Mandeln oder Bröseln eingedickt werden. Die Füllung kommt nun in einen Dressierbeutel und kann auf dem Teig verteilt werden.

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Zubereitung Rahmguss: 

* 25g Zucker

* 1g Salz 

* 1 EL Vanillepuddingpulver

* 10g Vanillezucker

* 3 Eigelb

* 2 Eier 

* 320g Milch (40°C) 

* 135g Sahne (40°C) 

* Pistazienkerne und Mandelkerne gehackt 

Bis auf die Pistazienkerne werden nun alle Zutaten für den Rahmguss miteinander verrührt, ohne den Guss dabei zu schaumig zu schlagen.

Der Guss wird nun auf die Pflaumenfüllung geleert und bei 175°C zunächst einmal 25min gebacken. Jetzt werden die gehackten Pistazien- und Mandelkerne auf dem Pflaumenkuchen mit Rahmguss verteilt und der Kuchen wird noch so lange weiter gebacken, bis der Teig hellbraun wird und der Guss stockt.

 

Lasst Euch den Pflaumenkuchen mit Rahmguss und den leckeren Pistazienkernen gut schmecken! 

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Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel

Habt ihr Spaß am Backen? – Ich teste mich ja Stück für Stück ans Backen heran und es macht mir auch immer mehr Spaß, da ich langsam sicherer werde beim Kombinieren den Backzutaten. Doch wenn ich in der Küche stehe und Kuchen und Torten backe, dann beschleicht einen hin und wieder doch ein komisches Gefühl – wenn man die ganzen Kalorien vor sich sieht. Wenn man sich selbst und seine Lieben gesund ernähren möchte, dann ist die Vollkornversion nicht nur eine gesunde Alternative, sondern die Teige schmecken auch intensiver und nussiger. Die sättigenden Ballaststoffe im vollen Korn sorgen für eine natürliche Sättigung und ersparen uns so das lästige Kalorienzählen. 

Diese leckere und auch sehr experimentierfreudige Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel ist wirklich eine kleine Besonderheit. Ohne Zucker, mit Vollkornmehl, mit leckeren Vitaminen und noch mit einem toskanischen Duft nach Lavendel. Eine richtige Schlemmer-Ulraubs-Sommer-Torte. Meine Qualitätskontrolle war zunächst sehr skeptisch: „Lavendel in der Torte? – Schmeckt das nicht nach Mottenkugeln?“. Ja – genau das war die erste Reaktion auf meine Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel. Naja, eher die zweite, denn die erste war die Frage: „Ist das eine Pizza?“. 

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Nachdem geklärt war, dass es weder Pizza noch eine Mottenkugel-Torte ist, kam dann ein zögerlicher Versuch die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel  mal selbst zu testen. Zunächst nur ein kleines Gäbelchen von meinem Stück. Doch meine Qualitätskontrolle schnitt sich nach der Testgabel gleich ein großes Stück von der Torte ab und mampfte mit vollem Mund: „Hätte ja nicht gedacht, dass die Kreation so gut schmeckt“ und schob sich gleich die zweite Gabel in den Mund. 

Ich würde sagen: Die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel  hat die Qualitätskontrolle bestanden, trotz Vollkornmehl, trotz fehlendem Zucker und auch der Lavendel überzeugte. Also wenn ihr Euch mal an eine gesündere Torte trauen wollt, dann möchte ich Euch sagen: geschmacklich sehr lecker. Doch nun zum Rezept. 

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Zubereitung Teig: 

* 200g Dinkelvollkornmehl 

* 50g Mandeln 

* 125g Butter

* 2 EL Honig 

* 1 Ei 

* 1/4 TL gemahlene Vanille

* Butter für die Form 

* eventuell Sesam zum Ausstreuen 

 

Das Dinkelvollkornmehl wird mit den fein gemahlenen Mandeln vermischt. Nun kommen Honig, Butter, das Ei und die Vanille hinzu und es wird alles zu einem glatten Teig verknetet.

Die Springform wird ausgefettet und eventuell noch mit Sesam bestreut. Anschließend sollte der Teig in der Form für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt werden. In der Zwischenzeit kann der Backofen auf 220°C vorgeheizt werden.

Der Boden wird nun in der Mitte des Backofens bei 220°C für etwa 10min gebacken.

In der Zwischenzeit kann mit der weiteren Vorbereitung begonnen werden.

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Zubereitung Aprikosen-Johannisbeer-Lavendel-Guß: 

* 9 Aprikosen 

* 250g rote Johannisbeeren 

* 2 Eier 

* 200g saure Sahne 

* 4 EL Honig 

* frische Lavendelblüten 

 

Die Früchte werden gewaschen und vorbereitet. Die Aprikosen entkernt und halbiert, die Johannisbeeren nach dem Waschen von den Rispen gestreift.

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Für den Guß zunächst die Eier trennen. Die saure Sahne mit den Eigelben und dem Honig verrühren. Die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig darunter heben.

Den vorgebackenen Tortenboden aus dem Ofen nehmen und den Backofen auf 200°C zurück schalten.

Nun werden die Aprikosen mit der Wölbung nach oben auf den Tortenboden gelegt. Dabei im äußeren Kreis zwölf, im inneren sechs Hälften legen. Die Zwischenräume werden mit den roten Johannisbeeren ausgefüllt. Dann die Lavendelblüten darüber streuen und den Guß vorsichtig darüber verteilen.

Anschließend die Torte auf der untersten Ebene im Backofen noch eine halbe Stunde fertig backen.

Die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, den Rand mit einem spitzen Messer lösen und die Form vorsichtig entfernen.

Nun kann die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel  auf einem Kuchengitter auskühlen.

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Lasst Euch die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel gut schmecken und viel Freude beim Nachbacken! 

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Zartbitterschokoladen Kuchen

Ich habe heute ein neues Wort gelernt: Schmackofaziös <3 

Und das passt einfach so gut zu diesem Mandel-Schokoladenkuchen – der ist schmackofaziös. 

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Dieser Zartbitterschokoladen Kuchen eignet sich wunderbar als Kastenkuchen für jedes Kuchenbuffet. Er ist schnell gemacht, lecker und sehr unkompliziert. Wenn er noch schön dekoriert ist, passt er zu jeder Gelegenheit und ist zudem noch ein Traum für jeden Zartbitterschokoladen-Fan.

Also wenn ihr auf Zartbitterschokolade steht, dann ist dieser Kuchen genau das richtige. Wer mag, kann noch einen Klecks Sahne dazu essen und schon schlagen die Schlemmerherzen höher.

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Zubereitung: 

* 160g weiche Butter

* 260g Puderzucker 

* 120g Marizpan 

* 3-4 Tropfen Rumaroma 

* 5 Eier (M) 

* 300g Mehl Typ 450

* 2 TL Backpulver

* Mark einer Vanilleschote 

* 200ml Sahne (alternativ Sojamilch oder Wasser) 

* 400g gemahlene Mandeln 

* 100g Mandelblätter 

* 150g zartbitter Schokolade

* 150g zartbitter Kuvertüre 

* gehackte Mandeln und gehackte Pistazien, Marzipankarotten zum Verzieren 

* Salz

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Zunächst trennt ihr die Eier. Die fünf Eiweiß schlagt ihr mit 260g Puderzucker und etwas Salz zu einer festen, homogenen Masse. Nehmt Euch hierfür gerne ein paar Minuten Zeit, die Masse sollte schön fest werden.

Nun kommen die 300g Mehl, das Backpulver und das Mark der Vanilleschote mit in den Eischnee. Rührt das Mehl so lange unter die Masse, bis das Mehl nicht mehr zu erkennen ist.

Daraufhin können die gemahlenen Mandeln und die fünf Eigelbe mit in den Teig.

Jetzt kann das Marzipan in der Sahne leicht erhitzt werden. Dies sollte bei geringer Temperatur geschehen, so dass die Sahne nicht überkocht und sich das Marzipan gut auflösen kann. Rührt zwischendurch immer mal wieder um. Wenn das Marzipan und die Sahne eine homogene Flüssigkeit sind, kann diese Flüssigkeit gemeinsam mit den Mandelblättchen unter den Teig verarbeitet werden.

Die 150g Zartbitterschokolade werden klein geschnitten und gemeinsam mit der Butter und den 3-4 Tropfen Rumaroma erhitzt. Wenn diese Mischung flüssig ist, kann sie unter den Teig gearbeitet werden.

Spätestens jetzt sollte der Backofen auf 165°C vorgeheizt werden.

Die Kuchenform wird eingefettet und mit Mehl bestäubt. Wenn der Teig in der Kuchenform ist, könnt ihr ringsherum noch einmal an die Kuchenform klopfen, dann entstehen keine Luftblasen im Kuchen und der Teig setzt sich.

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Der Kuchen kommt nun für 1 Stunde bei 165°C Umluft in den Backofen. Anschließend packt ihr den Kuchen noch einmal in Alufolie ein, dann kann er noch 15min etwas nachgaren. Stellt ihn jedoch schon auf ein Kuchenblech.

Dann könnt ihr die Stäbchenprobe machen. Lasst den Kuchen auskühlen, dann geht beim Stürzen auch nichts schief.

Den erkalteten Kuchen habe ich mit Zartbitter-Kuvertüre, gehackten Pistazienkernen und Marzipankarotten verziert. Es steht ja Ostern vor der Tür.

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Kommt gut ins Neue Jahr! Und lasst Euch meinen Zartbitterschokoladen Kuchen schmecken und habt eine schöne Osternzeit mit euren Lieben! 

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Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping

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Heute ist so ein Tag, an dem die Natur nicht laut genug nach Frühling schreien kann. Die Vögel bauen bereits ihre Nester, die Krokusee erstrahlen in den schönsten Farben. Endlich hat sich mal wieder die Sonne heraus getraut und langsam aber sicher kommt nun bei mir auch die vorosterliche Frühlingsstimmung auf. 

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Ich habe dieses Jahr sogar zum ersten mal einen Eierbaum geschmückt. Die bunten Eier musste ich natürlich zuvor noch mit etwas weißem Lack individualisieren. Denn einfach nur bunte, gekaufte Eier wollte ich dann auch nicht in meinem Ostereierbaum hängen haben.

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Ihr merkt schon, langsam aber sicher juckt es mich in allen Fingern – der Frühling naht und das merkt man nun natürlich auch an der sich verändernden Gemüse- und Obstauswahl beim Einkauf. 

Zur Zeit finde ich so viele leckere und süße Gelberüben (also Karotten), besonders schön anzusehen mit dem frischen Grün. Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Dieses Wochenende steht ja bereits Palmsonntag vor der Tür – und somit wollte ich auch mal eine süße, leckere und österliche Nascherei für Euer Osterbuffet oder einen netten Kaffeeklatsch beisteuern. Als ich mir heute Morgen meinen Plan für das Rezepte überlegte, wollte ich nicht extra noch groß Einkaufen gehen müssen – daher sind lauter leckere Zutaten frisch aus dem Kühlschrank oder dem Vorrat in die Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping gewandert. 

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Bei diesen kleinen und leckeren Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping muss ich irgendwie immer an Maulwurfhügel denken. Die sind im Frühling häufig auf den Feldern und Wiesen zu sehen. Auch wenn sie für Manchen ein Ärgernis sind, so sind sie für mich dennoch immer wieder schön anzusehen. Sind sie nicht ein Zeichen des Fortschritts und der Aktivität im Tierreich während des Frühlings? 

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Dann kommen wir mal zu den Gelberübenhügeln mit Kräuter-Frischkäsetopping und noch einem kleinen, Maulwurfhügel aus Kakao-Krümel oben drauf. 

 

Zubereitung Teig für die Gelberübenhügel:

(reicht für 24 Muffins oder eine Springform mit ca. 26 cm Durchmesser):

* 400g Möhren 

* Butter und Backförmchen für die Muffins 

* 4 Eier 

* 300g Zucker 

* 200g geriebene Mandeln

* 125g Mehl 

* 1 Päckchen Backpulver 

* 1 TL Zimt

* zwei Priesen Kardamom 

* 1 unbehandelte Zitrone

* 5g frischer Ingwer 

* 50ml Milch 

* 150g Marzipan 

* 1 Priese Salz

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Zunächst werden die Möhren gewaschen und mit dem Kartoffelschäler geschält. Mit einer Küchenreibe werden daraufhin die Karotten in feine Streifen geraspelt, in eine Schüssel gegeben. Ebenso kommen die Raspel der Zitrone und des frischen Ingwers direkt mit in die Schüssel. Diese kann nun erst einmal bei Seite gestellt werden.

Jetzt könnt ihr den Backofen auf 175°C (Umluft 160°C) vorheizen und die Muffinförmchen in die Backform stellen.

Trennt nun die Eier. Dabei jedes Eiweiß zuerst einzeln in eine Tasse geben, erst dann (wenn kein Eigelb hineingeraten ist!) in eine Rührschüssel. Das Eigelb in eine zweite Schüssel geben. Das Eiweiß kann nun bis zur weiteren Verarbeitung in den Kühlschrank gestellt werden.

Jetzt wird das Marzipan in einem Topf mit der Milch und dem Zitronensaft langsam erhitzt, bis eine leicht breiartige – noch zähflüssige Konsistenz entstanden ist. Anschließend kommt diese Mischung mit dem Zucker zum Eigelb. Es wird nun alles schaumig geschlagen.

Die geraspelten Möhren darunter mischen und weitere 3 Minuten schlagen.

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Jetzt kommt die Hälfte der geriebenen Mandeln zum Eigelb-Möhren-Gemisch dazu. Das Backpulver, das Mehl und den Zimtpulver unterrühren.

Jetzt schlagt ihr das Eiweiß steif. Hierfür kommt zum Eiweiß noch eine Priese Salz in die Schüssel. Die restlichen geriebenen Mandeln vorsichtig mit einem Teigschaber unter den Eischnee heben. Diesen Mandel-Eischnee zur Eigelbmasse geben und mit dem Teigschaber gut verrühren.

Den Teig könnt ihr nun in die Formen gießen, dabei die Oberfläche mit dem Teigschaber glatt streichen.

Die Muffinförmchen wandern nun für 30-35min bei 175°C (Umluft 160°C) in den Backofen. Wenn die Zeit vorbei ist, könnt ihr die Stäbchenprobe machen. Hängen noch feuchte Krümel an dem Stäbchen, weiterbacken.

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Dann den Kuchen mit Topfhandschuhen herausnehmen, kurz abkühlen lassen und die Muffinförmchen entfernen. Die kleinen Gelberübenhügel werden nun umgedreht auf einem Gitterblech aufgestellt, so dass sie auskühlen können.

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Kräuter-Frischkäsetopping:

* 300g Frischkäse 

* 70g Zucker

* 1-2 EL frische, klein gehackte Petersilie

* 1 EL Minzsirup 

* Zesten einer Zitrone 

Für das Kräuter-Frischkäsetopping mixt ihr den Frischkäse mit dem Zucker, der Petersilie, den Zitronenzesten und dem Minzsirup. So bekommt das Topping eine schöne hellgrüne Farbe und schmeckt noch frisch nach Frühling.

 

Für die Maulwurfhügelkrümel:

* 1 Ei

* 40g gesalzene Butter

* 30 g Zucker

* 30 g Mehl

* 1 Päckchen Backpulver

* 3 gehäufte Esslöffel Kakao

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Für die Maulwurfhügelkrümmel schmelzt ihr zunächst die Butter. Wenn diese geschmolzen ist, kommt sie mit allen weiteren Zutaten auf einmal in eine Schüssel und ihr verrührt sie. Wundert Euch nicht, bereits in der Schüssel bilden sich richtige Krümel. Diese kommen nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und wandern für 18min bei 175°C Umluft in den Backofen.

 

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Während die Krümel im Backofen vor sich hin backen, könnt ihr in aller Ruhe die nun ausgekühlten Gelberübenhügel mit dem Kräuter-Frischkäsetopping bestreichen. Nehmt hierfür am besten ein Buttermesser.

Abschließend werden die fertig gebackenen Maulwurfhügelkrümmel auf die Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping oben drauf gestreut und fertig ist ein frühlinghafte und osterliche Backidee.

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Lasst Euch die Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping gut schmecken! Und vielleicht werdet ihr so ja Fans von den kleinen Maulwurfhügeln. <3 

 

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Bandnudeln mit Bärlauch-Zitronen-Pesto auf einem Pilz-Carpaccio mit einer Dattel-Balsamico-Reduktion

Einfach mal wieder Pasta. Pasta ist doch ein Dauerrenner. Besonders die vegetarische Versionen sind so lecker. Mit frischem, selbst gemachtem Pesto kommt dann auch noch die richtige Frühlingsstimmung auf. Daher möchte ich Euch heute ein richtiges Soulfood vorstellen. Es ist so lecker, dass es häufiger bei uns auf dem Tisch landet. Bandnudeln mit Bärlauch-Zitronen-Pesto auf einem Pilz-Carpaccio mit einer Dattel-Balsamico-Reduktion. Das perfekte Pasta-Frühlingsrezept eben <3. 

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Zubereitung Bärlauch-Zitronen-Pesto:

* 40g geputzter Bärlauch

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* Saft einer halben Zitrone

* eine Knoblauchzehe

* 7g Salz

* 50ml Olivenöl

* n.B. Pfeffer

* 30g Mandeln

* 30g Parmesan

Bärlauch nach dem Waschen und Säubern fein hacken, in den Mörser geben. Die gepressten Knoblauchzehen, Zitronensaft (damit behalten Bärlauch die leuchtend grüne Farbe und die Haltbarkeit wird dadurch erhöht), Salz, Pfeffer und Olivenöl zugeben und alles mit Mörser vorsichtig verarbeiten. Immer wieder Pausen machen, damit der Bärlauch bei diesem Vorgang nicht zu heiß und somit unter Umständen bitter wird.
Mandeln fein hacken und mit dem frisch geriebenen Parmesan (oder Grana Padano) mit einem Löffel unter das Pesto rühren und so lange rühren, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat.
Zum Aufbewahren in kleine Schraubverschlussgläser füllen und die Oberfläche mit einem dünnen Olivenölfilm bedecken, dann hält sich das Pesto mehrere Wochen im Kühlschrank.

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Zubereitung Dattel-Balsamico-Reduktion:

* 500g weiche, getrocknete Datteln

* 500ml trockener Rotwein

* 200g Honig

Die Datteln klein schneiden und mit den übrigen Zutaten in einen Topf geben und aufkochen lassen.
Bei geringer Hitze weiter köcheln lassen, bis nur noch 1/3 der ursprünglichen Menge vorhanden ist. Das kann durchaus 2 Stunden dauern. Gelegentlich umrühren.
Am Ende der Kochzeit die Flüssigkeit durch ein dünnes Sieb abseihen und mit einem Löffel kräftig ausdrücken.
Die Flüssigkeit in hübsche Flaschen abfüllen. Die Balsamico-Reduktion wird nach einiger Zeit noch dicker, so dass sie sich dann hervorragend zum Dekorieren eignet.
Sollte sie zu dick werden, einfach etwas roten Balsamico dazugeben und kräftig schütteln.
Die Reduktion ist wunderbar auch als kleines Geschenk geeignet.

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Dazu könnt ihr dann ganz einfach noch frische Pilze in dünne Scheiben schneiden und Bandnudeln abkochen. Oder auch frische Pasta selbst machen. Ich habe noch dünne, rote Zwiebelringe mit dazu gelegt – und natürlich darf der frische Parmesan nicht fehlen.

Lasst Euch die Bandnudeln mit Bärlauch-Zitronen-Pesto auf einem Pilz-Carpaccio mit einer Dattel-Balsamico-Reduktion gut schmecken! 

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Mandelzauber mit weißer Schokolade

Vielleicht kommt Euch ja die folgende Situation bekannt vor… Ich hatte vor einiger Zeit meinem Mann versprochen, dass ich ihm und seiner Abteilung einen Kuchen zu Beginn des neuen Jahres backe. Einfach so. Manchmal gibt es eben solche Wünsche – und auch solche Versprechen.

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Da es schon einige Wochen her war, hatte ich mein Versprechen ganz vergessen, bis mir gestern Abend beim Abendessen auf einmal eingefallen ist, dass ja das neue Jahr begonnen hat und mein Versprechen noch offen ist. Da ist mir doch tatsächlich vor lauter Schreck die selbst gemachte Tortellini von der Gabel gefallen. 

Da es ja ein Kuchen zum Start ins neue Jahr werden sollte, wollte ich dann auch nicht bis in die nächste Januarwoche warten und habe mich heute gleich in die Küche begeben. Alle Schränke durchwühlt und nach brauchbaren Zutaten für einen Kuchen gesucht. Und ich bin zum Glück fündig geworden. 

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Einige Zutaten vom Weihnachtsgebäck waren noch übrig und können wunderbar für einen Kuchen weiter verwendet werden. Und ich hab sogar noch etwas „Weihnachtsmarzipan“ gefunden – das sollte nun auch mit in den Kuchen wandern. 

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Ich breitete daraufhin meine kleinen Schätze vor mir auf der Arbeitsplatte aus und stellte beruhigt fest: Es müsste für einen Kuchen reichen. Ich hatte noch sehr viele Mandeln, das bereits erwähnte Marzipan, weiße Schokolade und weiße Kuvertüre. Daraus sollte sich doch etwas machen lassen.

Einfach mal improvisieren und los ging es. 

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Zubereitung: 

* 160g weiche Butter

* 260g Puderzucker 

* 120g Marizpan 

* 3-4 Tropfen Rumaroma 

* 5 Eier (M) 

* 300g Mehl Typ 450

* 2 TL Backpulver

* Mark einer Vanilleschote 

* 200ml Sahne

* 400g gemahlene Mandeln 

* 100g Mandelblätter 

* 150g weiße Schokolade

* 150g weiße Kuvertüre 

* gehackte Mandeln und gehackte Pistazien zum Verzieren 

* Salz

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Zunächst trennt ihr die Eier. Die fünf Eiweiß schlagt ihr mit 260g Puderzucker und etwas Salz zu einer festen, homogenen Masse. Nehmt Euch hierfür gerne ein paar Minuten Zeit, die Masse sollte schön fest werden.

Nun kommen die 300g Mehl, das Backpulver und das Mark der Vanilleschote mit in den Eischnee. Rührt das Mehl so lange unter die Masse, bis das Mehl nicht mehr zu erkennen ist.

Daraufhin können die gemahlenen Mandeln und die fünf Eigelbe mit in den Teig.

Jetzt kann das Marzipan in der Sahne leicht erhitzt werden. Dies sollte bei geringer Temperatur geschehen, so dass die Sahne nicht überkocht und sich das Marzipan gut auflösen kann. Rührt zwischendurch immer mal wieder um. Wenn das Marzipan und die Sahne eine homogene Flüssigkeit sind, kann diese Flüssigkeit gemeinsam mit den Mandelblättchen unter den Teig verarbeitet werden.

Die 150g weiße Schokolade werden klein geschnitten und gemeinsam mit der Butter und den 3-4 Tropfen Rumaroma erhitzt. Wenn diese Mischung flüssig ist, kann sie unter den Teig gearbeitet werden.

Spätestens jetzt sollte der Backofen auf 165°C vorgeheizt werden.

Die Kuchenform wird eingefettet und mit Mehl bestäubt. Wenn der Teig in der Kuchenform ist, könnt ihr ringsherum noch einmal an die Kuchenform klopfen, dann entstehen keine Luftblasen im Kuchen und der Teig setzt sich.

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Der Kuchen kommt nun für 1 Stunde bei 165°C Umluft in den Backofen. Anschließend packt ihr den Kuchen noch einmal in Alufolie ein, dann kann er noch 15min etwas nachgaren. Stellt ihn jedoch schon auf ein Kuchenblech.

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Dann könnt ihr die Stäbchenprobe machen. Lasst den Kuchen auskühlen, dann geht beim Stürzen auch nichts schief.

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Den erkalteten Kuchen habe ich mit weißer Kuvertüre, gehackten Pistazienkernen und gehackten Mandelkernen verziert.

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Kommt gut ins Neue Jahr! Und lasst Euch meinen Mandelzauber mit weißer Schokolade gut schmecken! 

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Hutzelbrot

Das Hutzelbrot ist ein Brot mit Geschichte – nicht nur mit vielen Aromen. Es begleitete mich stets durch die Advents- und Weihnachtszeit. 

Früher hat meine Oma das Hutzelbrot gebacken und mit den Jahren hat dann meine Mutter das Hutzelbrot übernommen. Wenn man durchgefroren vom Spielen im Schnee nach Hause kam, dann war ein Hutzelbrot – mit Butter beschmiert – das Beste. Besonders wenn man sich dann wohlig warm vor dem Kachelofen wärmen konnte. Ein Gefühl von Geborgenheit und Kindheitserinnerungen. 

Das Hutzelbrot oder auch bekannt als Früchtebrot ist ein kleiner, saftiger Laib.  Das Brot hat einen saftigen, festen Teig und im Anschnitt sichtbare Frucht- und Mandelstücke. In vielen süddeutschen Haushalten wird das Hutzelbrot mit Mandeln oder Belegkirschen verziert – ich kenne es jedoch nur mit Puderzucker bestäubt. Daher möchte ich Euch hier meine klassische Version vorstellen. Das schöne ist, dass das Hutzelbrot sehr lange haltbar ist. Mehrere Wochen sogar. 

Die Brote können so in einer großen Anzahl bereits mehrere Wochen vor Weihnachten gebacken und kalt gelagert werden. 

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Im Süddeutschen Raum und in Österreich ist das Hutzelbrot verbreitet. Begonnen wurde mit dem Backen des Früchtebrots in den Tagen um den Andreastag am 30. November. In der Andreasnacht – oder auch Klopfa-Noah zogen junge masikierte Männer mit Gedichten von Haus zu Haus und baten um Gaben. Häufig bekamen sie dann auch das Hutzelbrot. 

Es gehörte mit anderen Herbstgaben teilweise zu den Festtagsspeisen am Nikolaustag und zu Gebäcktellern an den Adventssonntagen. Das Schöne an diesem Früchtebrot ist, dass es in der ursprünglichen Version all die Früchte und Gaben aus der Region und dem Garten mit aufgriff. Doch im Laufe der Jahrhunderte kamen natürlich mit zunehmendem Wohlstand auch weitere Zutaten hinzu. 

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Ein alter süddeutscher Verlobungsbrauch ist das Anschneiden des Früchtebrotes. Die Anschnitte des Früchtebrotes wurden von den Frauen im heiratsfähigen Alter an ihre Liebhaber verschenkt, um mittels glatter Schnittkanten ihre Zuneigung zu signalisieren oder mittels rauer Schnittkanten die Beziehung zu beenden.

Am Heiligen Abend oder am Stephanitag, der zweite Weihnachtsfeiertag, wurde das Früchtebrot vom Hausvater angeschnitten und verteilt. Die Kinder, Knechte, und Mägde bekamen einen Anteil. Um Glück in den Stall zu bringen, erhielten die Tiere Früchtebrot zu ihrem Futter hinzu. 

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Zubereitung: 

* 2,5 Kg gedörrte Birnenschnitze 

* 1,5 Kg Zwetschgen 

*500g  Rosinen 

* ein Glas Rotwein

* 500g geschälte, geschnittene Mandeln 

* 500g Feigen 

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale 

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* 60g Zimt 

* 8g gestoßene Nelken 

* 8g zerstoßene Fenchelsamen

* 15g Anis

* 1 Glas Kirschwasser 

* 60g Hefe

* 1,25 Kg feines Mehl 

* 2,75 Kg Mehl

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Zunächst müsst ihr für die Zubereitung zwei Tage Zeit einplanen. Zwar nicht durchgängig, doch der Teig muss etwas ruhen und die Früchte müssen auch den Geschmack aufnehmen.

Zunächst werden die Zwetschgen entkernt und dann gemeinsam mit den Birnenschnitzen mit Wasser und Zucker weich gekocht. Die Schnitze werden in zwei oder drei Teile zerschnitten und in einem Topf erst mal bei Seite gestellt, bis sie wieder ausgekühlt sind.

Die Rosinen kommen nun zeitgleich einige Zeit in das Glas Rotwein.

Das gekochte Obst wird in ein ziemlich großes Gefäß getan und mit den Rosinen, dem Rotwein, den Mandeln, den klein geschnittenen Feigen und dem Zitronat, Pomeranzenschalen und den Zitronenschalen aufgefüllt. Hinzu kommt nun der Zimt, die Nelken, der Fenchel, der Anis und ein Glas Kirschwasser(Schnaps).

Das Obst kann je nach Geschmack noch um Äpfel oder Walnüsse ergänzt werden. Dann wird das Früchtebrot fruchtiger, an der Teigmenge müsst ihr nichts ändern.

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Der Brotteig wird aus Teilen der erwärmten Schnitzbrühe, dem feinen Mehl (2,75Kg) gemacht. Aus der Hälfte des Mehls wird mit der Schnitzbrühe ein Vorteig gemacht. Diesen lässt man über Nacht gehen, schafft früh am nächsten Morgen mit der erwärmten restlichen Schnitzbrühe und der Hefe einen sehr festen Teig und nimmt dann die Hutzlemasse und das restliche Mehl hinzu. Nun heißt es fleißig kneten oder die Küchenmaschine bedienen.

Ist der Teig gleichmäßig durchgearbeitet, so wird er mit feinem Mehl bestreut und zugedeckt, wenn er nun weitere drei bis vier Stunden geruht ist, werden kleine Laibchen geformt. Diese Laibchen dürfen nun noch einmal ein bis zwei Stunden auf dem Backblech gehen.

Nun kommen sie in den vorgeheizten Backofen und werden wie normale Brote gebacken. Die Backzeit variiert und hängt von der Brotlaibgröße ab. Während des Backens werden die Brote ein bis zweimal mit Schnitzbrühe oder Zuckerwasser bestrichen. Danach können die Hutzelbrote auf einem Gitterblech auskühlen.

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Lasst es Euch gut schmecken! Perfekt zum Hutzelbrot ist etwas frische, süße Butter und ein heißer Früchtetee – mehr braucht ihr nicht! 

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