Gaisburger Marsch

Der Gaisburger Marsch ist in den Winter- und Herbstmonaten bei uns ein stetiger Begleiter. Wir haben in unserem Haushalt zwei unterschiedliche Varianten des Gaisburger Marsches. Die eine mit frisch gemachter Rinderbrühe und gekochtem Rindfleisch und die zweite, die schnellere mit Fleischwurst. Beide Varianten schmecken sehr gut. Doch ich persönlich bin der größere Fan meiner Version des Gaisburger Marsches, der mit der frisch gekochten und kräftigen Rinderbrühe, mit Fleischwürfeln, gekochten Kartoffeln, frischen Spätzle und dazu noch Suppengemüse. Mein Mann hingegen bevorzugt die Variante mit der Fleischwurst – aber wenn das Essen auf dem Tisch steht, dann hat er eigentlich auch keine Einwände. Ihr kennt das sicherlich auch, manche traditionellen Gerichte werden je nach Familie, je nach Ort unterschiedlich zubereitet. So ist es bei uns mit dem Gaisburger Marsch. Das eigentlich besondere am Gaisburger Marsch ist nicht die Fleisch-Einlage sondern die Besonderheit liegt in der Beilagenkombination. Kartoffeln und Spätzle beides miteinander in einem Eintopf vereint. Das macht den Gaisburger Marsch in Schwaben aus. 

Der Gaisburger Marsch kommt auf alle Fälle aus dem Stuttgarter Umfeld. Doch woher genau die Namensgebung kommt, darüber gibt es unterschiedliche Theorien. “Gaisburg” ist ein Stadtteil im Stuttgarter Stadtbezirk Stuttgart-Ost. Dies ist ein historisch sehr stark durch die Industrie geprägte Stadtteil. Der Gaisburger Marsch soll genau aus diesem Stadtteil kommen. Viele Sättigungsbeilagen sind in einem Ort mit anstrengender Körperlicher Arbeit auf alle Fälle nahe liegend. 

Eine Gaststätte in Gaisburg servierte im 19. Jahrhundert anscheinend eine kräftige Ochsenfleischsuppe mit Spätzle und Kartoffeln. Diese soll bei den Stuttgarter Offiziersanwärtern jener Zeit sehr beliebt gewesen sein. Da die Offiziersanwärter auf dem Weg von der Kaserne in die Gaststätte eine militärische Marschordnung einhalten mussten, soll das Gericht den Namen Gaisburger Marsch bekommen haben. 

Eine zweite Version der Namensfindung des Gaisburger Marsches ist, dass die Gaisburger Männer angeblich in Kriegsgefangenschaft waren und es ihren Frauen erlaubt war, sie mit einer Schüssel Essen pro Tag zu versorgen. Daher versuchten die Frauen alles sättigende und gut schmeckende in einem Eintopf zu verbinden. Mit dieser Schüssel “marschierten” nun die Frauen zu ihren Männern und gaben dem Gericht den Namen Gaisburger Marsch. 

Welche Version nun die Richtige ist, lässt sich schwer sagen. Ich persönlich finde es jedoch sehr schön, dass sich um manche Gerichte überhaupt solche Geschichten ranken. Der sättigende und leckere Eintopf hat es auf alle Fälle bis in unsere heutige Zeit geschafft auf der Speisekarte zu bleiben und ich kann ihn Euch sehr empfehlen. Er schmeckt nicht nur in der kalten Zeit als Soulfood, sondern er ist auch kräftigend und wohltuend in Krankheitszeiten, wähnlich wie eine gute Hühnersuppe. Doch nun genug von der Vorgeschichte, kommen wir zu meinem Rezept des Gaisburger Marsches. (Und vielleicht landet die zweite Version in ein paar Monaten auch noch auf dem Blog) 

 

Zubereitung Gaisburger Marsch: 

* 800g Hohe Rippe vom Rind 

* zwei Karotten (ca. 250g) 

* 1/2 Knollensellerie (ca. 400g) 

* 500g festkochende Kartoffeln (ich nehme meist Linda= 

* 2 mittlere Zwiebel

* 4 Eierschalen 

* 4 Lorbeerblätter

* etwas Salz 

* 3 Stangen Lauch 

* Pfefferkörner 

 

Ihr wundert Euch jetzt sicherlich über die Eierschalen. Die Eierschalen sind zum Klären der Rinderbrühe da. Wenn Kartoffelstücke und Eierschalen mit gekocht werden, dann bekommt ihr später eine wunderbar klare Brühe. Das als kleinen Tipp vorne weg.

Zunächst wascht ihr das Fleisch ab. dann kommt es mit 2 Liter Wasser, den Eierschalen, einem Teelöffel Salz, den Pfefferkörnern und den Lorbeerblättern in den Topf. Achtet darauf, dass das Fleisch mit Wasser bedeckt ist. Nun sollte das Wasser einmal kräftig Aufkochen und ihr solltet es abschäumen. Dies macht ihr am Besten mit einem Sieb oder einer Kelle. Beim Kochen von Brühen oder Suppen ist die Bildung weißen Schaums auf der Oberfläche oft unvermeidbar. Verantwortlich sind Proteine, die sich beim ersten Aufkochen aus Fleisch, Knochen oder auch Hülsenfrüchten gelöst haben. Sie setzen sich als Schaum ab. Der bindet mit der Zeit Schwebstoffe aus der Flüssigkeit und wird gräulich. Kann das Eiweiß vollständig gerinnen, flockt es aus und macht die Speise trüb. Besonders bei klaren Brühen und Suppen wird diese Protein-Schicht daher durch Abschäumen entfernt.

Nun sollte die Hitze reduziert werden, so dass das Fleisch bei mittlerer Hitze 2 Stunden sanft vor sich hin köcheln kann.

Nach diesen zwei Stunden werden die Möhren, der Sellerie, der Lauch, die Kartoffeln und die Zwiebeln gesäubert, geschält und in die gewünschte Größe geschnitten.

Bevor das Gemüse mit in den Topf kann, solltet Ihr noch die Pfefferkörner, die Lorbeerblätter und die Eierschalen entfernen. Dann kann anschließend das Gemüse mit in den Topf und es sollte noch ca. 35min vor sich hin köcheln, bis auch die Kartoffeln gar sind.

Wenn nun das Gemüse mit im Topf ist, sollten spätestens die Spätzle gemacht werden.

 

Zubereitung Spätzle: 

* 500g Dinkelmehl Typ 1050

* 4 Eier

* 200ml Wasser

Aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser einen festen, glatten Teig herstellen. Und ihn möglichst schnell in ein reichlich kochendes Salzwasser schaben.
Sollte man die Schabtechnik nicht beherrschen, bietet sich auch eine Spätzles-Drucke an. Hier kann der Teig eingefüllt und in das Wasser gedrückt werden. Falls ihr diese Gerätschaft nicht zu Hause habt, könnt ihr auch ein großlöchriges Sieb nehmen, den Teig in das Sieb füllen und mit einem Teigschaber den Teig in das Wasser drücken.
Die Spatzen erst nach dem Aufkochen herausfischen.

Falls ihr die Spätzle noch typisch schwäbisch verfeinern wollt, dann macht noch eine Schmelze dazu. Schmelze auf Spätzle sind im Grunde nichts anderes als in Butter oder Margarine angeröstete Semmelbrösel. Die Schmelze wurde seit jeher bei Festen zubereitet um den Spätzle einen besonders festlichen Touch zu geben. Man braucht dazu einfach 1 EL Butter mit 2 EL Semmelbröseln und eine kleine Pfanne. Die Butter wird erhitzt und darin die Semmelbrösel angebraten. Wenn alles golden ist, kommt die Schmelze über die Spätzle.

Und fertig.

Tipps: 

  • Es können bei Bedarf auch Wasser durch Eier und umgekehrt ersetzt werden. Dabei sollten mindestens 2 Eier auf 500 g Mehl benutzt werden. Das Wasser kann vollständig durch Eier ersetzt werden (wobei man dann auch mehr Eigelb als Eiweiß benutzen kann).
  • Ein Teil des Mehls kann auch durch Hartweizengrieß oder Weizendunst ersetzt werden. Dadurch werden die Spätzle kerniger und fester. Außerdem weichen sie dann nicht so schnell auf, wenn sie länger auf der Platte liegen bleiben. (Das dürfte eigentlich sowieso nicht passieren …)
  • Spätzle lassen sich auf Vorrat machen und tiefkühlen.

 

Am Ende der Garzeit kann das Fleisch heraus genommen und in mundgerechte Würfel zerschnitten werden. Es müsste jetzt eigentlich schon sehr zart sein. Ihr könnt nun auch noch die Brühe abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen.

Das Fleisch kann nun wieder in die Brühe gegeben werden. Bei den Spätzle gibt es unterschiedliche Versionen. Ich für meinen Teil lass die Spätzle gerne separat und gebe sie erst mit ins Teller. Jedoch manche geben die fertigen Spätzle auch noch einmal zum Aufkochen mit in den Gaisburger Marsch. Bei mir passiert dies eher am zweiten Tag, wenn der Gaisburger Marsch wieder aufgewärmt wird. Entscheidet einfach selbst.

Gut passt auch noch etwas frische Petersilie dazu. Doch da scheiden sich auch die Geister.

Ich wünsche Euch viel Spaß und Freude mit meinem Rezept für einen Gaisburger Marsch. 

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Schwäbischer Kartoffelsalat

Als Exil-Schwäbin in Norddeutschland gibt es ja so ein paar Dinge, die ich wirklich vermisse. Abgesehen von den Bergen und Hügeln (die sehr gut durch das Meer, den weiten Himmel und den frischen Wind ausgeglichen werden können), werde ich irgendwie mit den schweren Mayo-lastigen Kartoffelsalaten in Norddeutschland nicht so wirklich warm. Doch jede Region ist nun einmal unterschiedlich und hat auch unterschiedliche Vorzüge. Da gibt es kein “besser” oder “schlechter”.

Natürlich schmecken mir die anderen Kartoffelsalatvariationen auch sehr gut, doch mir geht immer wieder mein kleines, kulinarisches Herz auf, wenn es bei uns eine typische schwäbische Speise gibt. So ist es auch bei meinem Kartoffelsalat. Schwäbischer Kartoffelsalat – am besten noch warm – und schön “schlonzig” wie er auf der Alb eben sein muss, ist einfach etwas ganz besonderes. 

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Es gibt im Schwabenland zig unterschiedliche, meist von Dorf zu Dorf oder von Familie zu Familie, unterschiedliche Rezepte für “den Schwäbischen Kartoffelsalat”. Und natürlich sind alle auch genau richtig. Sie unterscheiden sich meist in Nuancen und schmecken alle wunderbar. Jeder kennt das doch, so wie bei der eigenen Großmutter oder Mutter schmeckt es eben nirgends. Da kommt einfach kein Restaurant ran. Auch wenn kreative Experimente immer wieder lecker sind, so besinne ich mich gerne auf die bodenständigen und leckeren Familienrezepte. 

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Die Frage der Frage: Welche Kartoffelsorte?

Um einen Kartoffelsalat so richtig “schlonzig” hin zu bekommen, beginnt schon alles bei der Kartoffelauswahl beim Einkauf. Nicht jede Sorte hat das gleiche Ergebnis, jede Sorte schmeckt auch noch einmal etwas anders und unterscheidet sich in der Verarbeitungskonsistenz.

Schwäbischer Kartoffelsalat – da muss es bei mir auf alle Fälle die Kartoffelsorte Linda sein. Die Kartoffelsorte Linda ist eigentlich eine festkochende Kartoffel, jedoch wird sie mit der Zeit der Lagerung mehligkochend. Das heißt, ich nehme für den schwäbischen Kartoffelsalat abgelagerte Kartoffeln der Sorte Linda. Leider ist der Marktanteil dieser Sorte sehr gering und ihr findet sie vermutlich nur auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern. Das besondere ist, dass sie tiefgelb ist und besonders aromatisch im geschmack. Also perfekt für einen Kartoffelsalat. Ansonsten, falls ihr die Sorte nicht finden solltet, könnt ihr auch eine andere, mehlig kochende Kartoffelsorte kaufen.

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Zubereitung Schwäbischer Kartoffelsalat: 

* 1kg mehlig kochende Kartoffeln (im Idealfall die Sorte Linda) 

* 1 mittelgroße Zwiebel 

* 2-3 EL Weißweinessig

* 3 EL Sonnenblumenöl

* 1 EL Salz 

* 1 TL Pfefferkörner

* 1-2 TL Senfkörner 

* 1 Tasse Fleischbrühe / alternativ geht auch Gemüsebrühe 

 

Zunächst werden die Kartoffeln in einem Dampfkochtopf gegart. Wenn diese noch warm sind, könnt ihr sie schälen und in gleichmäßige Scheiben schneiden. Nicht zu dünn und nicht zu dick ist hier die Devise.

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Ich verwende meist einen Eierschneider um die Kartoffeln in gleichmäßige Scheiben zu schneiden. Das geht erstens schneller und zweitens sind die Scheiben auch noch gleich dick.

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Wenn nun die Kartoffeln geschnitten sind, geht es an die Zubereitung der Sauce. Zunächst wandern die Pfefferkörner und Senfkörner in den Mörser und werden fein zermalen. Stellt diese Mischung kurz beiseite, denn sie kommt gleich zum Einsatz.

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Anschließend wird die Zwiebel in kleine, feine Stücke geschnitten. Die Zwiebelstückchen werden daraufhin in dem Sonnenblumenöl kurz glasig angebraten und dann mit den Gewürzen und der Brühe abgelöscht.

Die Zwiebel können nun in der gewürzten Brühe etwas ziehen. So ca. 2-3min. Danach kommt die Brühe auf die geschnittenen Kartoffeln. Der Salat wird mit Essig und Salz angemacht und abgeschmeckt. Die Brühe darf gerne etwas mehr als die übliche Salatsaucenmenge sein, die Kartoffeln saugen die Flüssigkeit sehr schnell auf.

Nun habt ihr die Wahl, lasst ihr den Kartoffelsalat noch ein wenig ziehen oder esst ihr ihn direkt warm? Ich persönlich bevorzuge ihn ja warm. Also nach so ca. 5-10min Ziehzeit.

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Dekoration Schwäbischer Kartoffelsalat: 

* Schnittlauch

* gekochtes Ei 

Typischer Weise wird der schwäbische Kartoffelsalt mit einem hart gekochten Ei und Schnittlauch dekoriert. Beides wird klein geschnitten und auf dem Salat schön drapiert. Und wenn ihr genau so gerne wie ich weiche Eier mögt, dann könnt ihr auch ein frisch gekochtes, weiches – noch flüssiges Ei auf den Schwäbischen Kartoffelsalat legen.

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Ich hoffe, dass Euch der Schwäbische Kartoffelsalat schmeckt! Viel Spaß und Freude an der ganz typischen Hausmannskost. 

 

 

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Butternut-Kürbis-Erdnuss Suppe mit Vanille-Minz-Schaum

Ich hatte mal wieder Lust auf etwas ganz anderes. Daher habe ich mich mal an einer Butternut-Kürbis-Erdnuss Suppe mit Vanille-Minz-Schaum versucht. Die etwas andere Kürbis-Suppen-Variante – eine Butternut-Kürbis-Erdnuss Suppe mit Vanille-Minz-Schaum. Ein leckerer und hübscher Traum mit Wölkchen.

 

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Suppe – Zubereitung:

* Butternut-Kürbis

* Kürbiskernöl

* eine Zwiebel

* eine Knoblauchzehe

* eine Kartoffel

* eine Hand voll Erdnüsse

* Kokosnussmilch

* Zimt

* Salz

* Muskatnuss

Der Kürbis wird geschält, entkernt und klein geschnitten. Ebenso die Zwiebel, die Kartoffel und die Knoblauchzehe. Nun wird alles gemeinsam in einem Topf in Kürbiskernöl angebraten. Eine Hand voll Erdnüsse werden geschält und kommen auch mit in den Topf. Abschließend kommt noch die Kokusnussmilch und die Gewürze (je nach Geschmack) dazu. Alles wird nun bei mittlerer Stufe 20min lang gekocht. Anschließend wird die Suppe zunächst püriert und dann durch ein dünnes Sieb passiert.

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Vanille-Minz-Schaum – Zubereitung:

* 250 ml Milch

* eine Prise Zimt

* Eine Vanille-Schote

* eine Hand voll frische Minzblätter

Die Milch wird mit allen Zutaten einmal erhitzt und dann bei niedriger Temperatur noch 20min ziehen lassen. Dadurch nimmt die Milch den Geschmack der Gewürze auf. Die Vanille-Schote sollte einmal in der Mitte längs halbiert werden, so dass der ganze Geschmack in die Milch über gehen kann. Nun kommen die Blätter und die Vanille-Schote wieder aus der Milch. Die Vanille-Schote kann getrocknet und dann in der Zuckerdose aufbewahrt werden, so hat man immer selbst gemachten Vanille-Zucker zu Hause.
Die aromatisierte Milch wird nun aufgeschäumt und der Schaum kommt auf die Suppe oben auf. Als leckere Dekoration bietet sich ein Minzblatt an.

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Lasst Euch die Butternut-Kürbis-Erdnuss Suppe mit Vanille-Minz-Schaum gut schmecken!

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Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle

Esau, einer der Söhne des biblischen Urvaters Isaak, verkaufte im Alten Testament sein Erstgeburtsrecht für ein Linsengericht. Auch heute noch läßt so mancher Kenner für einen leckeren Linseneintopf alles stehen und liegen. Zwar gelten seit alters her die Linsen als Speise der Armen; dies mag vielleicht richtig sein, weil sie preiswert sind. An Geschmack sind sei jedoch kaum von anderen Hülsenfrüchten zu übertreffen. Und das typisch schwäbische Nationalgericht: Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle ist heute weit über die Grenzen des Schwabenlandes hinaus bekannt. Somit möchte ich Euch heute diesen Klassiker Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle als mein Herbstgericht zum Abschluss meiner Aktion Goldener Herbst vorstellen. 

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Vielen lieben Dank für Eure Beteiligung und die wunderbaren Beiträge! So hatten wir alle einen leckeren und abwechslungsreichen Start in die goldene Jahreszeit. 

Goldener Herbst Sidebar

 

Zutaten schwäbische Linsen: 

* 400g Linsen

* mehrere, kleine Zwiebeln

* 200g magerer gerauchter Bauchspeck 

* 40g Schweineschmalz 

* 40g Mehl 

* Salz, Pfeffer

* fünf Lorbeerblätter

* Essig 

* Wasser

* zwei mittelgroße Kartoffeln

 

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Zubereitung schwäbische Linsen: 

Die Linsen müssen zunächst gewaschen werden und über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Dann mit angeschwitzten Zwiebeln und dem Stück Bauchspeck in heißes ungesalzenes Wasser zusammen mit den Lorbeerblättern geben und weich kochen. Ebenso kommen in dieses Wasser die klein geschnittenen Kartoffeln mit dazu.

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Inzwischen aus Fett und Mehl eine braune Mehlschwitze machen. Damit die fertigen Linsen binden und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken. Der nicht zu weich gekochte Speck wird normaler Weise in Scheiben geschnitten und zusammen mit den heißen Saitenwürstle auf die angerichteten Linsen gelegt.

Als weitere Beilage serviert man schwäbische Spätzle.

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Zubereitung Dinkel-Spätzle:

* 500g Dinkelmehl Typ 1050

* 4 Eier

* 200ml Wasser

Aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser einen festen, glatten Teig herstellen. Und ihn möglichst schnell in ein reichlich kochendes Salzwasser schaben.
Sollte man die Schabtechnik nicht beherrschen, bietet sich auch eine Spätzles-Drucke an. Hier kann der Teig eingefüllt und in das Wasser gedrückt werden. Falls ihr diese Gerätschaft nicht zu Hause habt, könnt ihr auch ein großlöchriges Sieb nehmen, den Teig in das Sieb füllen und mit einem Teigschaber den Teig in das Wasser drücken.
Die Spatzen erst nach dem Aufkochen herausfischen. Und fertig.

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Lasst Euch die schwäbischen Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle gut schmecken! Für mich ist das ein wunderbares Sonntags-Herbstgericht. N’ guata! 

 

Noch eine Notiz am Rande: 

Schwaben schneiden gerne den Bauchspeck und die Saitenwürstle in kleine Stückchen auf den Tellern und vermischen dann alles mit den Linsen und den Spätzle – DAS ist sooo lecker! Auch wenn es optisch dann nicht mehr so schön anzusehen ist – doch Optik ist bei Gerichten bekanntlich nicht alles.

 

 

 

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Hokkaido-Chili-Suppe mit Sesam-Geflügel-Spieß

Adieu Sommer – willkommen Kürbis Saison

Neigt sich die schöne Jahreszeit dem Ende entgegen, ist das für Kürbis-Fans kein Grund für Abschiedsschmerz. Nun steht der Herbst vor der Tür und pocht manchmal leise und manchmal immer deutlicher an die Tür. Heute hat es bei mir schon gestürmt – und es gab sogar ein herbstliches Gewitter.

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Da ist eine heiße und zugleich auch pikant-scharfe Kürbissuppe doch genau das Richtige. Daher möchte ich Euch heute meine Hokkaido-Chili-Suppe mit Sesam-Geflügel-Spieß vorstellen. 

Das Schöne an diesem Gericht ist, dass es sehr leicht zu kochen ist und wunderbar schmeckt. 

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Zubereitung Hokkaido-Chili-Suppe: 

* ein Hokkaidokürbis

* vier mittelgroße Kartoffeln

* drei frische Kirschchilis

* drei Lorbeerblätter

* 1,5l Gemüsefond 

* eine Schalotte

* Muskatnuss

* Pfeffer

* Salz

* Zimt

* Kürbiskernöl 

Zunächst schält ihr die Kartoffeln und den Kürbis und schneidet dann beide in etwa gleich große Stücke. Nun werden die Kirschchili gewaschen und geviertelt. Ebenso wird die Schalotte noch in kleine Stückchen geschnitten. Schneidet das Gemüse in mundgerechte Stückchen, da diese Suppe nicht gemixt wird.

Anschließend wird das Gemüse in etwas Kürbiskernöl in einem Topf angebraten. Wenn alles eine schöne Färbung bekommen hat, könnt ihr das Gemüse mit dem Gemüsefond ablöschen und anschließend noch mit den Gewürzen würzen.

Die Hokkaido-Chili-Suppe sollte nun noch ca. 30min vor sich hin köcheln.

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Zubereitung Sesam-Geflügel-Spieß: 

* Pute oder Hähnchenfleisch

* Mehl 

* ein Ei 

* Sesam 

* Chili-Pulver

* Muskatnuss

* Salz 

Zunächst wascht und säubert ihr das Fleisch und schneidet es anschließend in mundgerechte Stückchen. Anschließend schlagt ihr ein Ei auf, in der zweiten Schüssel mischt ihr nun Mehl und Sesam 1/3 zu 2/3 und würzt die Panade direkt noch. Nun werden die Fleischstückchen zunächst im Ei gewendet und anschließend in der Panade gewendet. Spießt alles auf einen Spieß und dann könnt ihr den leckeren Sesam-Geflügel-Spieß noch anbraten.

 

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Lasst Euch die Hokkaido-Chili-Suppe mit Sesam-Geflügel-Spieß gut schmecken! Und viel Freude an den herbstlichen Gerichten.

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Deftiger Lauch-Auflauf

Irgendwie ist dieser Sommer wirklich sehr durchwachsen. Mitten im August nur Regen und Temperaturen, bei denen man sich ernsthaft überlegt, ob man nicht die Heizung anschalten möchte. Ich habe mich gegen die Heizung und statt dessen für einen Auflauf entschieden. Deftiger Lauch-Auflauf war heute genau das, was sich mein Bauch bei so viel Regen und kalten Temperaturen im Hochsommer gewünscht hat. 

 

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Zubereitung: 

* zwei Stangen Lauch

* 5 mittelgroße Kartoffeln

* 200g Schweinehackfleisch

* eine Zehe Knoblauch

* eine Tomate

* 200g Fetakäse

* ein EL Zwiebelschmalz

* ein TL Pfefferkörner

* zwei Prisen Salz

* Etwas Maggikraut (Liebstöckel)

* Chili

* 300ml Weißbier

* zwei Lorbeerblätter

* ein TL Zucker

 

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Zunächst wird das Schweinehackfleisch im Zwiebelschmal mit der klein geschnittenen Knoblauchzehe, dem klein geschnittenen Maggikraut und den Gewürzen angebraten.

Wenn eine schöne Farbe erreicht ist, kommt der Lauch hinzu. Dieser wird nun auch noch einmal mit den bereits angebratenen Zutaten vermengt und dann mit dem Weißbier abgelöscht. Diese Mischung sollte nun ca. 5min zugedeckt vor sich hin köcheln.

Zeitgleich werden die Kartoffeln und der Fetakäse geraspelt. Bei Aufläufen versuche ich stets den Käse und die Kartoffeln in die gleiche Größe zu bringen, so vermischt sich dieses wunderbar in der Auflaufform und ist geschmacklich sehr lecker.

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Als erstes kommen die Kartoffeln mit der Hälfte des Fetas in die Auflaufform. Oben auf kommt nun die Lauch-Hackfleisch-Pfanne. Versucht die zwei Lorbeerblätter wieder heraus zu fischen, den Geschmack haben sie nun an die Pfanne abgegeben. Auf die Lauch-Hackfleisch-Pfanne kommt nun die klein geschnittene Tomate oben drauf und der restliche klein geraspelte Fetakäse.

 

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Der Auflauf kommt nun für 35min bei 175°C Umluft in den Backofen. Anschließend könnt ihr den Backofen abschalten und den Auflauf bei geschlossener Backofentür noch 10-15min ziehen lassen.

 

 

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Dadurch garen die Kartoffeln noch etwas nach und nehmen alle Flüssigkeit der Lauch-Hackfleisch-Pfanne in sich auf.

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Dieses leckere und deftige Gericht ist schnell und leicht zuzubereiten und schmeckt wunderbar an so verregneten Tagen wie Heute.

Ich hoffe, dass Euch der deftige Lauch-Auflauf schmeckt! 

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Klassischer Rollbraten

Es gibt ein paar klassische Gerichte, die geschmacklich ein Traum sind. Hierzu zählt auch dieses Rollbratenrezept. Der Geschmack erweckt bei mir stets Kindheitserinnerungen. Daher möchte ich Euch diesen Rollbraten ganz klassisch mit Gemüse im Topf geschmort, vorstellen.

So lecker – Klassischer Rollbraten <3 

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Zubereitung Klassischer Rollbraten:

* Rollbraten 

* 3 Karotten

* 2 Zwiebeln

* 4 Tomaten

* 1 rote Paprika

* 3 Kartoffeln 

* 1 L Rotwein

* 0,5L starker Kaffee 

* 0,5L Gemüsebrühe 

* Saure Sahne 

* Creme Fraich

* Schmand 

* Pfeffer

* Salz 

* Scharfer Paprika 

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Der Rollbraten wird kräftig von allen Seiten angebraten und es kommen nun geschnittene Möhren, Zwiebeln, Tomaten, Paprika und Kartoffeln hinzu. Abgelöscht wird das ganze mit einer Flasche Rotwein und 0,5l starkem Kaffee. Wenn noch etwas frische Gemüsebrühe im Haus ist, kann hiervon auch noch einmal 0,5l hinzu. Das ganze schmort nun knapp zwei Stunden.
Wenn das Fleisch schön Zart ist, wird dieses aus dem Topf genommen und das Gemüse abgesiebt, der Soßenansatz jedoch aufgefangen. Die Soße wird nun mit Saurer Sahne, Creme Fraich und Schmand, sowie Pfeffer, Salz und scharfem Paprika abgeschmeckt.

Da Zu diesem Gericht sehr gut das bereits vorgestellt Knöpfle passt,ist es auf dem fertigen Teller mit angerichtet.Das ist natürlich kein schnelles Essen für jeden Tag,sondern eher ein Sonntagsessen, doch es ist einfach herrlich. Insbesondere die Soße ist ein Traum.

Lasst  Euch den Klassischen Rollbraten gut schmecken! 

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