Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping

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Heute ist so ein Tag, an dem die Natur nicht laut genug nach Frühling schreien kann. Die Vögel bauen bereits ihre Nester, die Krokusee erstrahlen in den schönsten Farben. Endlich hat sich mal wieder die Sonne heraus getraut und langsam aber sicher kommt nun bei mir auch die vorosterliche Frühlingsstimmung auf. 

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Ich habe dieses Jahr sogar zum ersten mal einen Eierbaum geschmückt. Die bunten Eier musste ich natürlich zuvor noch mit etwas weißem Lack individualisieren. Denn einfach nur bunte, gekaufte Eier wollte ich dann auch nicht in meinem Ostereierbaum hängen haben.

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Ihr merkt schon, langsam aber sicher juckt es mich in allen Fingern – der Frühling naht und das merkt man nun natürlich auch an der sich verändernden Gemüse- und Obstauswahl beim Einkauf. 

Zur Zeit finde ich so viele leckere und süße Gelberüben (also Karotten), besonders schön anzusehen mit dem frischen Grün. Da konnte ich einfach nicht widerstehen. Dieses Wochenende steht ja bereits Palmsonntag vor der Tür – und somit wollte ich auch mal eine süße, leckere und österliche Nascherei für Euer Osterbuffet oder einen netten Kaffeeklatsch beisteuern. Als ich mir heute Morgen meinen Plan für das Rezepte überlegte, wollte ich nicht extra noch groß Einkaufen gehen müssen – daher sind lauter leckere Zutaten frisch aus dem Kühlschrank oder dem Vorrat in die Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping gewandert. 

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Bei diesen kleinen und leckeren Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping muss ich irgendwie immer an Maulwurfhügel denken. Die sind im Frühling häufig auf den Feldern und Wiesen zu sehen. Auch wenn sie für Manchen ein Ärgernis sind, so sind sie für mich dennoch immer wieder schön anzusehen. Sind sie nicht ein Zeichen des Fortschritts und der Aktivität im Tierreich während des Frühlings? 

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Dann kommen wir mal zu den Gelberübenhügeln mit Kräuter-Frischkäsetopping und noch einem kleinen, Maulwurfhügel aus Kakao-Krümel oben drauf. 

 

Zubereitung Teig für die Gelberübenhügel:

(reicht für 24 Muffins oder eine Springform mit ca. 26 cm Durchmesser):

* 400g Möhren 

* Butter und Backförmchen für die Muffins 

* 4 Eier 

* 300g Zucker 

* 200g geriebene Mandeln

* 125g Mehl 

* 1 Päckchen Backpulver 

* 1 TL Zimt

* zwei Priesen Kardamom 

* 1 unbehandelte Zitrone

* 5g frischer Ingwer 

* 50ml Milch 

* 150g Marzipan 

* 1 Priese Salz

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Zunächst werden die Möhren gewaschen und mit dem Kartoffelschäler geschält. Mit einer Küchenreibe werden daraufhin die Karotten in feine Streifen geraspelt, in eine Schüssel gegeben. Ebenso kommen die Raspel der Zitrone und des frischen Ingwers direkt mit in die Schüssel. Diese kann nun erst einmal bei Seite gestellt werden.

Jetzt könnt ihr den Backofen auf 175°C (Umluft 160°C) vorheizen und die Muffinförmchen in die Backform stellen.

Trennt nun die Eier. Dabei jedes Eiweiß zuerst einzeln in eine Tasse geben, erst dann (wenn kein Eigelb hineingeraten ist!) in eine Rührschüssel. Das Eigelb in eine zweite Schüssel geben. Das Eiweiß kann nun bis zur weiteren Verarbeitung in den Kühlschrank gestellt werden.

Jetzt wird das Marzipan in einem Topf mit der Milch und dem Zitronensaft langsam erhitzt, bis eine leicht breiartige – noch zähflüssige Konsistenz entstanden ist. Anschließend kommt diese Mischung mit dem Zucker zum Eigelb. Es wird nun alles schaumig geschlagen.

Die geraspelten Möhren darunter mischen und weitere 3 Minuten schlagen.

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Jetzt kommt die Hälfte der geriebenen Mandeln zum Eigelb-Möhren-Gemisch dazu. Das Backpulver, das Mehl und den Zimtpulver unterrühren.

Jetzt schlagt ihr das Eiweiß steif. Hierfür kommt zum Eiweiß noch eine Priese Salz in die Schüssel. Die restlichen geriebenen Mandeln vorsichtig mit einem Teigschaber unter den Eischnee heben. Diesen Mandel-Eischnee zur Eigelbmasse geben und mit dem Teigschaber gut verrühren.

Den Teig könnt ihr nun in die Formen gießen, dabei die Oberfläche mit dem Teigschaber glatt streichen.

Die Muffinförmchen wandern nun für 30-35min bei 175°C (Umluft 160°C) in den Backofen. Wenn die Zeit vorbei ist, könnt ihr die Stäbchenprobe machen. Hängen noch feuchte Krümel an dem Stäbchen, weiterbacken.

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Dann den Kuchen mit Topfhandschuhen herausnehmen, kurz abkühlen lassen und die Muffinförmchen entfernen. Die kleinen Gelberübenhügel werden nun umgedreht auf einem Gitterblech aufgestellt, so dass sie auskühlen können.

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Kräuter-Frischkäsetopping:

* 300g Frischkäse 

* 70g Zucker

* 1-2 EL frische, klein gehackte Petersilie

* 1 EL Minzsirup 

* Zesten einer Zitrone 

Für das Kräuter-Frischkäsetopping mixt ihr den Frischkäse mit dem Zucker, der Petersilie, den Zitronenzesten und dem Minzsirup. So bekommt das Topping eine schöne hellgrüne Farbe und schmeckt noch frisch nach Frühling.

 

Für die Maulwurfhügelkrümel:

* 1 Ei

* 40g gesalzene Butter

* 30 g Zucker

* 30 g Mehl

* 1 Päckchen Backpulver

* 3 gehäufte Esslöffel Kakao

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Für die Maulwurfhügelkrümmel schmelzt ihr zunächst die Butter. Wenn diese geschmolzen ist, kommt sie mit allen weiteren Zutaten auf einmal in eine Schüssel und ihr verrührt sie. Wundert Euch nicht, bereits in der Schüssel bilden sich richtige Krümel. Diese kommen nun auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und wandern für 18min bei 175°C Umluft in den Backofen.

 

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Während die Krümel im Backofen vor sich hin backen, könnt ihr in aller Ruhe die nun ausgekühlten Gelberübenhügel mit dem Kräuter-Frischkäsetopping bestreichen. Nehmt hierfür am besten ein Buttermesser.

Abschließend werden die fertig gebackenen Maulwurfhügelkrümmel auf die Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping oben drauf gestreut und fertig ist ein frühlinghafte und osterliche Backidee.

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Lasst Euch die Gelberübenhügel mit Kräuter-Frischkäsetopping gut schmecken! Und vielleicht werdet ihr so ja Fans von den kleinen Maulwurfhügeln. <3 

 

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Laktosefreie Sauerkirsch-Törtchen

Heute möchte ich Euch ein leichtes und leckeres Rezept für Laktosefreie Sauerkirsch-Törtchen vorstellen. Es ist perfekt geeignet, wenn sich Besuch angekündigt hat. Ich versuche stets darauf zu achten, dass ich auf die Allergene verzichte, die bei meinen Freundinnen und Freunden negative Auswirkungen haben. Daher heute mal etwas Laktosefreies. Geschmacklich ist die Creme und der Boden nicht zu unterscheiden von den üblichen Milchprodukten. Natürlich ein paar Nuancen anders im Geschmack. Doch das muss nunmal bei diesem Rezept so sein. Die kleinen, feinen Küchlein haben uns alle zu später Stunde noch gemundet. Irgendwie kam es dazu, dass der Abend immer länger und es immer später wurde. So kam das Dessert und der Kaffee erst spät in der Nacht auf den Tisch. Da sich diese kleinen Küchlein jedoch wunderbar vorbereiten lassen, war dies kein Problem. 

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Die Küchlein bestehen aus einem typischen Wiener Boden, abgewandelt mit etwas Lavendelzucker und Margarine anstatt Butter.

Darüber schichtet sich eine vegane Minz-Creme und on the top noch ein veganes Sauerkirschgelee mit Amaretto. Die schöne doppelte rote Schicht ist entstanden, da ich die Sauerkirschen nur pürierte und nicht extra noch passierte. So hat sich die Flüssigkeit vor dem Schaum abgesetzt.

Einfach schön anzusehen!

Zubereitung Wiener Boden: 

* 8 mittelgroße Eier

* 240g Zucker 

* 1 EL Lavendelzucker

* 250g gesiebtes Weizenmehl Typ 450 

* 20g Kakao

* 30g Speisestärke 

* 80g Margarine, flüssig 

* Amaretto

Bevor ihr mit dem Teig beginnt, könnt ihr schon einmal den Tortenreif vorbereiten. Ich hatte das Backpapier über den Boden gespannt und mit dem Reif verklemmt, so dass der Teig nicht am Boden kleben bleibt nach dem Backen und sich anschließend wunderbar lösen lässt.

Die Eier zusammen mit dem Zucker und dem Lavendelzucker so lange schlagen, bis die Eimasse ganz hell und cremig wird. Dafür müsst Ihr Euch etwas Zeit nehmen, denn es dauert etwas.

Nun wird das Mehl und die Speisestärke über die Eimasse gesiebt. Anschließend wird auch noch der Kakao hinzu gesiebt. Anschließend kann die flüssige Margarine gründlich untergerührt werden. Wichtig ist nun, dass ihr das Mehlgemisch schnell unter die Ei-Schoko-Masse hebt und zügig in eine vorbereitete Springform füllt, glatt streichen und im vorgeheiztem Ofen bei 180°C 30-40 Min. backt, bis die Oberfläche schön braun wird. Macht nun die Garprobe und der Kuchenboden kann nun etwas vor der Weiterverarbeitung abkühlen.

Wenn der Boden abgekühlt ist, könnt ihr Dessertringe zum Ausstechen des Bodens nehmen. Lasst den Boden in den Dessertringen und stellt diese auf ein Blech  mit Backpapier. Falls etwas von der Creme später auslaufen sollte, ist dies nicht so tragisch. Nun träufelt ihr auf jeden der kleinen Böden etwa einen Esslöffel Amaretto. Wenn dieser schön in die Böden eingezogen ist, kann die Minz-Creme auf die Böden gefüllt werden.

 

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Zubereitung für die Minz-Creme: 

* 500g Soja-Joghurt

* 200g Zucker

* 20g Lavendelzucker

* drei bis vier Stängel frische Minze mit Blättern

* Abrieb einer unbehandelten Zitrone

* 1,5 TL Agar Agar 

* Saft einer Zitrone

* 200g Sojasahne zum Aufschlagen 

Soja-Joghurt, Zucker und Zitronenabrieb gut verrühren und die Soja-Sahne cremig aufschlagen und die Minze hinzu geben. Ich habe alles einmal in meinem Mixer gemixt. Nun das Agar Agar mit dem Zitronensaft auf ca. 50°C erwärmen. Einen kleinen Teil der Soja-Joghurtmasse zum Agar Agar geben (zur Temperaturangleichung), dann diesen Teil zurück in den übrigen, großen Teil der Soja-Joghurtmasse leeren. Alles gut vermischen und zum Schluss die geschlagene Soja-Sahne unterheben. Diese Creme in die Dessertförmchen auf die bereits vorbereiteten Böden füllen und kalt stellen.

Ich hatte die Creme über Nacht im Kühlschrank stehen, dann war sie am nächsten Morgen perfekt.

 

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Zubereitung Sauerkirschgelee: 

* 300g pürierte Sauerkirschen

* 60g Zucker

* 1 TL Agar Agar

* 20g Amaretto 

Für das Sauerkirschgelee das Agar Ager mit dem Amaretto auf ca. 50°C erwärmen.

Nun einen kleinen Teil des Sauerkirschpürees Flüssigkeit geben (zur Temperaturangleichung), dann diesen Teil zurück in den übrigen, großen Teil der Sauerkirschmasse leeren. Alles gut vermischen und auf die gestockte Minzcreme in den Dessertförmchen geben. Gut abkühlen lassen und dann können die veganen Sauerkirsch-Törtchen auch schon serviert werden.

 

Das Sauerkirschgelee kühlte bei mir ca. 6 Stunden. Dann war es perfekt. Beim Heraustrennen aus den Dessertförmchen bietet sich ein sehr dünnes Messer an. Einmal um den Rand herum schneiden. Wichtig ist, dass ihr das Messer nach jedem Förmchen einmal abwascht, dann gibt es einen sauberen Schnitt. Bei mir ist es leider nicht ganz so perfekt gelungen. Das nächste Mal wird es besser!

Lasst Euch die laktosefreien Sauerkirsch-Törtchen gut schmecken! Wir waren begeistert und es wird sie sicherlich wieder einmal geben! 

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Vegane Minz-Kakao-Torte

Bei dieser Torte war ich einmal mutig. Erstens war es meine aller, aller erste vegane Torte überhaupt und zweitens bin ich bei jeder süßen Backerei immer ein wenig nervös, wenn ich mir die Rezepte selbst überlege. Hier nun meine vegane Minz-Kakao-Torte. Sie passt perfekt in den Sommer, die Minze ist frisch aus dem Garten oder vom Balkon geerntet. Dazu noch ein frischer Minztee – perfekt für eine Tee- und Tortenzeit an einem schattigen Plätzchen mit guter Gesellschaft. Genießt die lauen Sommerstunden und lasst es Euch so richtig gut gehen. 

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Zubereitung Teig: 

* 100g Kristallzucker

* 250g Margarine 

* 260g gesiebtes Mehl (Typ 450) 

* 40g gesiebter Backkakao

* Salz

* Vanille

* Zitrone 

Die weiche Margarine mit dem Zucker und den Gewürzen verkneten, dann Mehl und Kakao vermischen und die gesiebte Mischung unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Ich hatte bei der Zitrone die abgeriebenen Zesten einer Zitrone genommen. Bei der Vanille nahm ich das Mark zweier Vanilleschoten und dann noch eine Prise Salz.

Diesen Teig nun kühlen und wenn er fest ist, mit einer groben Haushaltsreibe reiben. Ich hab den Teig kurzerhand in das Gefrierfach gepackt und als er schön fest war, wurde er sowohl geraspelt, als auch mit einem großen Messer in Stücke gehackt.

 

Nun wird der Tortenreif vorbereitet. Ich hatte das Backpapier über den Boden gespannt und mit dem Reif verklemmt, so dass der Teig nicht am Boden kleben bleibt nach dem Backen und sich anschließend wunderbar lösen lässt. Darauf hin die Krümel in dem Tortenreif verteilen und bei ca. 165°C knusprig backen. Wie lange genau die Backzeit ist, kann etwas variieren, jeh nach dem wie kalt die Krümel vor dem Backen sind und wie dick sie auch geraspelt sind. Achtet bitte darauf, dass der Boden nicht verbrennt, jedoch eine schöne knusprige Konsistenz bekommt.

Die Krümel backen zusammen und ergeben so den Boden von der Minz-Kako-Torte.

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Zubereitung für die Minz-Creme: 

* 500g Soja-Joghurt

* 200g Zucker

* 20g Lavendelzucker

* drei bis vier Stängel frische Minze mit Blättern

* Abrieb einer unbehandelten Zitrone

* 1,5 TL Agar Agar 

* Saft einer Zitrone

* 200g Sojasahne zum Aufschlagen 

Soja-Joghurt, Zucker und Zitronenabrieb gut verrühren und die Soja-Sahne cremig aufschlagen und die Minze hinzu geben. Ich habe alles einmal in meinem Mixer gemixt. Nun das Agar Agar mit dem Zitronensaft auf ca. 50°C erwärmen. Einen kleinen Teil der Soja-Joghurtmasse zum Agar Agar geben (zur Temperaturangleichung), dann diesen Teil zurück in den übrigen, großen Teil der Soja-Joghurtmasse leeren. Alles gut vermischen und zum Schluss die geschlagene Soja-Sahne unterheben. Diese Creme in die Tortenform füllen und kalt stellen.

Ich hatte die Creme über Nacht im Kühlschrank stehen, dann war sie am nächsten Morgen perfekt.

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Vor dem Servieren könnt ihr die Minz-Kakao-Torte noch mit etwas Kakao bestäuben und mit ein paar Minzblättern dekorieren. Und fertig ist die vegane Minz-Kako-Torte.

Lasst es Euch schmecken und genießt den Sommer! 

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Schneewittchen nach Eveline Wild

Ich habe diesen Sommer zwei Backbücher von dem Verlag Styriabooks zu geschickt bekommen. Um die Backbücher einmal zu testen, bietet es sich natürlich an die Bücher zunächst einmal sehr genau zu lesen und dann auch ein paar ausgewählte Rezepte selbst zu testen. Nur so, kann ich mir ein Urteil bilden. Es geht ja auch um den Geschmack.

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Heute möchte ich Euch die wunderbare Torte Schneewittchen von Eveline Wild vorstellen. Diese habe ich in ihrem Backbuch Wild backen gefunden und ich war schon von der Optik des Rezepts begeistert.

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Das Backbuch ist mit sehr viel Liebe zum Detail und sehr persönlich gestaltet. Man merkt direkt, dass die Autorin selbst sehr gerne in der Küche steht. Zunächst werden einige Grundrezepte vorgestellt. Daran schließen sich warme Mehlspeisen, Kuchen und Tartes an. Abschließend finden sich noch Desserts, Eis, Torten und Kekse in diese sehr schönen Backbuch.

Beim Backen des Rezepts war die Anleitung sehr hilfreich. Jedoch hatten sich ein paar kleine Kritikpunkte meinerseits gezeigt. Leider fehlte in dem Rezept die genaue Zeitangabe, wie lange die Torte insgesamt gekühlt werden muss, bevor sie verspeist werden kann. Ebenso war die Angabe zur Backzeit sehr wage. Beides sind jedoch Zeiten, das wissen wir Hobby-Bäckerinnen und Bäcker ja auch nur zu gut, die variieren können. Die Dicke des Bodens, die Höhe des Tortenrings etc. etc. können die Back- und Kühlzeiten beeinflussen. Wenn man dieses Vorwissen jedoch nicht haben sollte, dann wäre eine kleine Anmerkung für Anfängerinnen und Anfänger sehr hilfreich. Denn ansonsten ist das Backbuch so wunderbar aufgebaut und gestaltet, dass selbst Neulinge im Back- und Kochbereich sicher sehr gute Ergebnisse backen können. Also ein großes Lob! (Ganz zu schweigen davon, dass die Torte so wunderbar lecker war, dass ich sie sicherlich noch mehrfach – vielleicht mit anderen Früchten – nachbacken werde.)

 

Die Anleitung ergibt entweder eine Torte oder acht kleine Törtchen.

 

Zubereitung Schokoladenstreuselboden:

* 100g Kristallzucker

* 200g weiche Butter

* 1 Ei

* 260g gesiebtes Mehl (Typ 480) 

* 40g gesiebter Backkakao

* Salz

* Vanille

* Zitrone 

Die weiche Butter mit dem Zucker, den Gewürzen und dem Ei verkneten, dann Mehl und Kakao vermischen und die gesiebte Mischung unterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Ich hatte bei der Zitrone die abgeriebenen Zesten einer Zitrone genommen. Bei der Vanille nahm ich das Mark zweier Vanilleschoten und dann noch eine Prise Salz.

Diesen Teig nun kühlen und wenn er fest ist, mit einer groben Haushaltsreibe reiben. Ich hab den Teig kurzerhand in das Gefrierfach gepackt und als er schön fest war, wurde er sowohl geraspelt, als auch mit einem großen Messer in Stücke gehackt.

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Nun wird der Tortenreif eingefettet. Darauf hin die Krümel in dem Tortenreif verteilen und bei ca. 165°C knusprig backen. Wie lange genau die Backzeit ist, kann etwas variieren, jeh nach dem wie kalt die Krümel vor dem Backen sind und wie dick sie auch geraspelt sind. Achtet bitte darauf, dass der Boden nicht verbrennt, jedoch eine schöne knusprige Konsistenz bekommt.

Die Krümel backen zusammen und ergeben so den Boden von der Torte Schneewittchen nach Eveline Wild.

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Zubereitung für die Joghurt-Topfen(Quark)-Creme: 

* 250g Joghurt

* 250g Topfen 40% (Quark) 

* 220g Zucker

* Abrieb einer unbehandelten Zitrone

* 7 Blatt GElantine

* Saft einer Zitrone

* 500g Schlagsahne

Für die Joghurt-Topfen(Quark)-Creme wird die Gelantine in sehr kaltem Wasser eingeweicht. Dann Topfen (Quark), Joghurt, Zucker und Zitronenabrieb gut verrühren und die Sahne cremig aufschlagen. Nun die Gelatine gut ausdrücken und  mit dem Zitronensaft auf ca. 50°C erwärmen. Einen kleinen Teil der Joghurtmasse zur Gelantine geben (zur Temperaturangleichung), dann diesen Teil zurück in den übrigen, großen Teil der Joghurtmasse leeren. Alles gut vermischen und zum Schluss die geschlagene Sahne unterheben. diese Creme in die Tortenform füllen und kalt stellen.

Ich hatte die Creme über Nacht im Kühlschrank stehen, dann war sie am nächsten Morgen perfekt.

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Zubereitung Erdbeergelee: 

* 300g pürierte, passierte Erdbeeren

* 60g Zucker

* 4 Blatt Gelantine

* 20g Cointreau 

Für das Erdbeergelee die Gelantine in sehr kaltem Wasser einweichen, dann gut ausdrücken und mit dem Cointreau auf ca. 50°C erwärmen.

Nun einen kleinen Teil des Erbeerpürees zur Gelantine geben (zur Temperaturangleichung), dann diesen Teil zurück in den übrigen, großen Teil der Erdbeermasse leeren. Alles gut vermischen und auf die gestockte Joghurtcreme geben. Gut abkühlen lassen und noch dekorieren, bevor die Torte serviert werden kann.

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Das Erdbeergelee kühlte bei mir ca. 6 Stunden. Dann war es perfekt. Zur Dekoration nahm ich eine kleine Schale, füllte sie mit der restlichen Joghurtmasse (irgendwie war es etwas viel für meine Form) und lies diese ebenfalls stocken und schnitt sie später in Streifen. Zudem kamen noch ein paar Minzblätter mit auf die Torte.

Noch eine Idee am Rande: Falls ihr die Gelantine durch eine vegetarische Alternative ersetzt, gelingt diese Torte sicherlich auch!

Lasst Euch die Torte Schneewittchen nach Eveline Wild schmecken! Wir waren begeistert und es wird sie sicherlich wieder einmal geben! 

 

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