Suppenklößchen ~ die klassische Suppeneinlage

Suppenklößchen sind für mich die klassische Suppeneinlage für Feiertage und besondere Feste. Ihr kennt sicherlich die Hochzeitssuppe – je nach Region wird sie unterschiedlich gemacht, doch alle Varianten haben Suppenklößchen mit dabei.

Auch wenn diese klassische Suppeneinlage noch so lecker ist, gibt es sie bei uns nicht so häufig. Sondern wirklich nur zu besonderen Anlässen, hin und wieder Sonntags einmal als Vorspeise, wenn es ein richtiges Sonntagsessen gibt. Ich finde, dass man die Besonderheit mancher Rezepte auch gerne bewahren kann. 

Heute möchte ich Euch mein Rezept für leckere, fluffige und leicht gemachte Suppenklößchen vorstellen. Das Besondere ist, dass es ohne Knochenmark zubereitet ist. Eigentlich mache ich meine Suppenklößchen mit Brät, also Wurstbrät.

Doch das ist hier in Norddeutschland relativ schwer zu bekommen. Daher ist dieses Rezept ein leicht abgewandeltes Rezept. Wer jedoch vor Ort bei seinem Metzger / Fleischer seines Vertrauens frisches Brät bekommt, der kann dieses natürlich für die Suppenklößchen verwenden. 

Zutaten Suppenklößchen:

* 500g ungebackener Fleischkäse (im Idealfall 500g Kalbsbrät) 

* 2 Eier 

* 1/2 altes Brötchen oder 100g Semmelbrösel 

* 300ml lauwarme Milch 

* 2 EL Butter 

* 1 Schalotte

* 1 Knoblauchzehe 

* frische Petersilie

* frischer Schnittlauch 

* 1/2 TL getrockneter Majoran oder frischer Majoran 

* 1-2 Prisen Salz 

* 1 Prise weißer Pfeffer 

* ein wenig frisch gemahlene Muskatnuss (ca. 1 Messerspitze) 

* Fleischbrühe zum Kochen für den Sud 

* 3 Lorbeerblätter für den Sud 

Zubereitung Suppenklößchen:

Zunächst schneidet ihr die alten Brötchen klein. Ich habe hierfür die Brotschneidemaschine genommen und sie möglichst fein eingestellt. So ist eine Mischung aus Brot-Stückchen und Paniermehl entstanden. Dann schält und schneidet ihr die Schalotte und die Knoblauchzehe in feine Stückchen. Diese bratet ihr in der Butter glasig an. Dann können die Kräuter mit in die Butter. Anschließend kommen die Brotstückchen und abschließend die Milch dazu. Reduziert die Hitze und lasst die Brötchen die gesamte Flüssigkeit aufnehmen.

Gebt diese Mischung nun in eine große Schüssel. Hinzu kommen nun das Salz, Muskatnuss und etwas weißer Pfeffer. Verrührt alles gut. Nun könnt ihr das Kalbsbrät oder alternativ den ungebackenen Fleischkäse mit in die Mischung einarbeiten. Und natürlich auch die zwei Eier mit dazu geben. Knetet es ordentlich durch.

Anschließend könnt ihr die Suppenklößchen formen. Sie sollten alle in etwa gleich groß sein (ca. 1,5-2cm im Durchmesser maximal).

Anschließend solltet ihr in einem großen Topf die Fleischbrühe erhitzten. Bedenkt, dass ihr genügend Flüssigkeit benötigt, dass die Suppenklößchen in Ruhe schwimmen und garen können.

Gebt nun die Lorbeerblätter mit in die Fleischbrühe. Wenn das Wasser sprudelt, könnt ihr die Suppenklößchen mit einer Schaumkelle in die Fleischbrühe geben.

Danach könnt ihr die Temperatur reduzieren (mittlere Temperatur). Lasst die Suppenklößchen so lange kochen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Falls ihr Euch unsicher seit, könnt ihr ein Suppenklößchen zum Testen schon mal heraus fischen und probieren. Sollte dieses noch rosa in der Mitte sein, dann dürfen die Klößchen noch etwas in der Fleischbrühe schwimmen und weiter garen.

Ihr könnt die Suppenklößchen dann direkt in der Fleischbrühe servieren. Bei uns gab es dazu noch schwäbische Flädle. Natürlich könnt ihr auch andere Einlagen verwenden. Ich wünsche Euch viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit.

Noch ein Tipp: Falls Euch die Menge der Klößchen zu groß ist, dann könnt ihr diese auch einfrieren und je nach Bedarf wieder auftauen und in einer Brühe erwärmen. So ist ein kleiner Vorrat an Suppenklößchen immer greifbar.

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Königsberger Klopse ~ die herzhafte, ostpreußische Hausmannskost

Königsberger Klopse sind eine ostpreußische Spezialität aus gekochten Fleischklößchen in weißer Sauce mit Kapern. Deftig, lecker ~ herzhafte Hausmannskost. Bisher kannte ich das Gericht nur vom Hörensagen. Irgendwie hat es dieses für mich typisch norddeutsche Gericht bisher noch nicht auf meinen Speiseplan geschafft. Ich bin eigentlich ein sehr großer Kapern-Fan. Das sieht man eigentlich auch an  meinen Rezepten. Mein Süßkartoffel-Zitronen-Kapern-Auflauf, das klassische Hühnerfrikassee, meine Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce, die Romanesco Spaghetti, mein Büro-tauglicher Rohkostsalat mit Thunfisch und Kokosknusper, der Klassiker Pizza Napoli und meine Kräuterroulade sind eine Auswahl an Kapern-Rezepten auf meinem Blog. 

Doch nun zurück zu diesem herzhaften, ostpreußischen Hausmannskost-Klassiker. Ihr findet mich ja auch auf Pinterest. Und immer wieder, wenn ich mal durch die unterschiedlichen Pins scrolle, finde ich ja auch Inspiration. Und besonder häufig bekommt man Appetit auf ein Gericht, möchte es selbst einmal kochen. So geht es Euch sicherlich auch. Auf alle Fälle habe ich vor über einer Woche mal ein so schmackhaftes Foto von Königsberger Klopsen gesehen, dass es direkt gepinnt wurde. Herzlichen Dank an Miho von Herzelieb.de für diese leckere Inspiration. Ihr Rezept findet ihr übrigens hier: KÖNIGSBERGER KLOPSE – EINE KINDHEITSERINNERUNG <3 Schaut unbedingt mal vorbei und lasst euch inspirieren. Somit kam dieses leckere Gericht auf meine: Unbedingt-mal-kochen-To-Do-Liste. Solche Listen habt ihr doch sicherlich auch. Was steht denn bei Euch so drauf? 

Nach dem ich mir vorgenommen hatte, dass ich dieses Gericht unbedingt einmal selbst kochen möchte, begann natürlich meine Recherche. Ich las mir zig unterschiedliche Rezepte durch, googelte, wälzte alte Kochbücher und erstellte mir einfach mal eine Einkaufsliste. Das Rezept entstand dann während des Kochens. Ich hab einfach meine Arbeitsschritte aufgeschrieben, verbessert und notiert. Eigentlich – ja eigentlich hatten wir vor, dass wir die übrigen Portionen (ich hab extra viel gekocht) einfrieren, so dass wir ein schnelles und Leckeres Gericht im Tiefkühlschrank haben. Doch irgendwie ging das schief. Wir haben einfach drei Tage in Folge Königsberger Klopse gegessen. Schon irgendwie seltsam. Doch es war nunmal so lecker und wir haben uns gegen das „Einfrieren“ entschieden.

Zutaten Königsberger Klopse:

* 650g gemischtes Hackfleisch 

* 1 1/2 alte Brötchen 

* 300ml lauwarme Milch 

* 2 EL Butter

* 1 Zwiebel 

* 2 Eier 

* 1/2 TL Majoran 

* 65g Sardellenfilets (Abtropfgewicht)

* 1 TL mittelscharfer Senf 

* 1 Prise Muskatnuss 

* etwas weißer Pfeffer

* Fleischbrühe zum Kochen für den Sud 

* 5 EL Essig für den Sud 

* 5 Lorbeerblätter für den Sud 

* 1 mittelgroße Zwiebel für den Sud 

* 8 Nelken für den Sud

 

Zubereitung Königsberger Klopse:

Zunächst schneidet ihr die alten Brötchen klein. Ich habe hierfür die Brotschneidemaschine genommen und sie möglichst fein eingestellt. So ist eine Mischung aus Brot-Stückchen und Paniermehl entstanden. Dann schält und schneidet ihr die Zwiebel in feine Stückchen. Die Zwiebel bratet ihr in der Butter glasig an. Dann kommen die Brotstückchen und abschließend die Milch dazu. Reduziert die Hitze und lasst die Brötchen die gesamte Flüssigkeit aufnehmen.

Gebt diese Mischung nun in eine große Schüssel. Hinzu kommen nun der Majoran, die fein geschnittenen Sardellenfilets, der Senf, Muskatnuss und etwas weißer Pfeffer. Verrührt alles gut. Nun könnt ihr das Hackfleisch mit in die Mischung einarbeiten. Und natürlich auch die zwei Eier mit dazu geben. Knetet es ordentlich durch.

Anschließend könnt ihr die Königsberger Klopse formen. Sie sollten alle in etwa gleich groß sein (ca. 3-4cm im Durchmesser maximal).

Anschließend solltet ihr in einem großen Topf die Fleischbrühe erhitzten. Bedenkt, dass ihr genügend Flüssigkeit benötigt, dass die Königsberger Klopse in Ruhe schwimmen und garen können.

Gebt nun den Essig und die Lorbeerblätter mit in den Sud. Schält die Zwiebel und viertelt sie. Ich habe in jedes Viertel zwei Nelken gesteckt, so schwimmen diese nicht lose im Kochsud herum und ihr habt sie später nicht an euren Klopsen kleben. Kocht alles zusammen. Wenn das Wasser sprudelt, könnt ihr die Klopse mit einer Schaumkelle in den Sud geben.

Danach könnt ihr die Temperatur reduzieren (mittlere Temperatur). Lasst die Königsberger Klopse so lange kochen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Falls ihr Euch unsicher seit, könnt ihr einen Klops zum Testen schon mal heraus fischen und probieren. Sollte dieser noch rosa in der Mitte sein, dann dürfen die Klopse noch etwas im Sud schwimmen und weiter garen.

Nehmt die Klopse mit einer Schaumkelle heraus und siebt den Sud, so dass ihr mit der Flüssigkeit die Sauce ansetzen könnt.

Zutaten Sauce für Königsberger Klopse:

* 120g Butter 

* 90g Mehl 

* 500ml Sahne 

* ca. 1 L abgesiebter Sud 

* 1 großes Glas Kapern 

* Saft einer halben Zitrone 

* Salz und Pfeffer zum Abschmecken 

* 1 Prise Muskatnuss 

Zubereitung Sauce für Königsberger Klopse:

Ich habe mich für die Zubereitung der Sauce für einen großen Bräter entschieden, da die Klopse noch mit in die Sauce kommen. Zunächst macht ihr mit der Butter und dem Mehl eine Mehlschwitze. Die klassische Mehlschwitze besteht aus Mehl und geschmolzener Butter und wird hauptsächlich als Bindemittel für Soßen verwendet. Achtet bitte darauf, dass das Mehl und die Butter nicht zu dunkel sind, da es eine weiße Mehlschwitze werden soll. Gießt die Mehlschwitze langsam mit dem Sud auf. Abschließend kommt noch die Sahne hinzu. Wenn die Sauce die gewünschte Konsistenz hat, könnt ihr die Kapern, den Zitronensaft und die Gewürze hinzu geben. Lasst die Sauce nun nicht mehr stark kochen, sondern nur noch auf niedriger Hitze langsam vor sich hin blubbern.

Schmeckt die Sauce noch einmal ab und dann dürfen auch die Königsberger Klopse in die Sauce. Lasst alles gemeinsam noch ein paar Minuten köcheln und dann könnt ihr das Essen auch schon servieren.

Als Beilage passt wunderbar eine Salzkartoffel mit ein wenig frischer Petersilie. Jedoch schmeckt auch Reis sehr gut zu diesem Gericht!

Ich wünsche Euch auf alle Fälle guten Appetit und viel Freude mit den Königsberger Klopsen! 

 

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Janssons frestelse ~ Janssons Versuchung

Kennengelernt habe ich Janssons festelse – oder auch Jansons Versuchung in meiner Kieler Zeit. Ein Dozent meines Mannes kam ursprünglich aus Schweden und wie das manchmal im Studium so läuft, lud er den ganzen Kurs am Ende des Semesters zu einem typisch schwedischen Essen ein. Und genau dieses Gericht war dann Janssons frestelse. Mein Mann (der damals noch nicht mein Mann, jedoch schon meine geliebte Qualitätskontrolle war) brachte das Rezept mit nach Hause und wir mussten es unbedingt gleich am nächsten Wochenende nach kochen. 

Eine der besonderen Zutaten bei diesem Gericht sind die schwedischen Anchovifilets. Daher ging es vor dem Kochen erst einmal zu einem großen, bekannten schwedischen Einrichtungshaus. Denn dort sollte es die besagten Fische in der Dose geben. Und wir wurden auch direkt fündig. Doch wie es nun einmal so ist, landeten nicht nur Anchovifilets in unserem Einkaufswagen, sondern Kerzen, Servietten und noch eine Orchidee – ich liebe diese Blumen. Im Laufe der Jahre haben wir jedoch auch andere Anchovifilets getestet und ich muss Euch sagen, auch mit diesen kleinen Fischlein hat das Rezept geklappt. Also ihr seid nicht nur auf diesen einen Laden angewiesen. Fallls ihr jedoch die Fische nicht bei besagter Möbelkette kauft, dann achtet bitte darauf, dass ihr die sogenannten Appetitsild aus Sprotten respektive Kräutersprotten kauft. Dann habt ihr das richtige, schwedische Geschmackserlebnis. 

Janssons frestelse ~ Janssons Versuchung ist ein schwedischer Auflauf mit Anchovifilets, Kartoffeln, Zwiebeln und ganz viel Sahne. Ihr lest schon an den Zutaten, es ist keine leichte Sommerküche. Jedoch sehr schmackhaft. Janssons Versuchung wird in Schweden gerne an Weihnachten gekocht. Aber auch unter dem Jahr kommt der Auflauf wohl häufiger auf den Tisch. 

Zutaten Janssons Versuchung:

* 1 kg mehlig kochende Kartoffeln

* 1 EL Butter 

* 2 mittelgroße, weiße Zwiebeln

* 2 Dosen Anchovisfilets (Appetitsild) inkl. Sud 

* 400g Sahne 

* 2-3 EL Butter

* Semmelbrösel

Zubereitung Janssons Versuchung:

Zunächst werden die Kartoffeln geschält und in dünne Stifte geschnitten. Dann werden die klein geschnittenen Zwiebeln in 1 EL Butter glasig gedünstet, so dass der Zwiebelgeschmack nicht zu sehr dominiert.

In einer großen Auflaufform könnt ihr nun die Hälfte der Kartoffelstifte aufschichten. Verteilt auf den Kartoffeln die Hälfte der glasig angebratenen Zwiebeln. Auf diese kommen nun die Anchovisfilets der ersten Dose. Diese beträufelt ihr mit dem Anchovissud. Die nächste Lage sind abermals die Kartoffelstifte, dann folgen wieder Zwiebeln, Anchovisfilets und der Sud der Anchovisfilets. Der Auflauf wird nun mit der Schlagsahne übergossen.

Janssons Versuchung wird jetzt noch mit Semmelbröseln und den Butterstückchen bestreut.

Im vorgeheizten Backofen kann der Auflauf jetzt bei 170°C Umluft 60Minuten goldbraun backen. Bei Gas sollte dies Stufe 4 sein.

Ich wünsche Euch allen einen guten Appetit, lasst Euch Janssons Versuchung gut schmecken! 

 

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Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce

Dieses Rezept für Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce ist meine liebste Version des Klassikers Rinderrouladen. Dazu gibt es Knöplfe und Rosenkohl. 

Sind wir doch mal ehrlich, fast jeder kennt bei uns gefüllte Rinderrouladen. Und jede Mutter, Großmutter, jeder Haushalt hat sein eigenes Lieblingsrezept. Die Füllungen unterscheiden sich, die Saucen und natürlich auch die Beilagen. In einem sind wir uns jedoch alle einig: es ist ein Festtagsessen. Dieser Klassiker der Schmorgerichte schmeckt einfach wunderbar und ist ein Gericht für besondere Tage. 

Mein Rezept für Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce ist eigentlich ganz simpel – ihr braucht lediglich Zeit. Denn zarte und schmackhafte Rinderrouladen benötigen Zeit, wenig Hitze und dann nocheinmal Zeit. In der Zwischenzeit könnt Ihr in aller Ruhe die Beilagen vorbereiten oder Euch mit Euren Lieben beschäftigen. Ich hatte mich für Rosenkohl und ein frisches Knöpfle entschieden. Doch es passen auch Knödel, Spätzle, breite Nudeln oder Rotkohl wunderbar als Beilage. Da könnt ihr ganz kreativ sein.

Da ich als Exil-Schwäbin immer mal wieder gerne meine heimische Küche genieße, darf bei Rinderrouladen natürlich ein Knöpfle nicht fehlen. Das Schwäbische Knöpfle, ein großer in Salzwasser gekochter Hefeklos, gibt es eigentlich nur in einer sehr kleinen Region – auf der Schwäbischen Alb, genauer gesagt auf der Ost-Alb im Heidenheimer Raum. Falls Ihr Interesse an der Geschichte des Knöpfles habt, dann lest Euch in Ruhe meinen Blogbeitrag dazu durch. 

Das schöne am Knöpfle ist, dass es wunderbar die leckere Sherry-Rotwein-Sauce aufsaugt. Und wenn es eines gibt, was fast alle Schwaben lieben, dann ist es Sauce und noch mehr Sauce. Vielleicht kann ich Euch ja mit meiner leckeren und einfachen Sherry-Rotwein-Sauce auch für die Saucen-Liebe begeistern. Die selbe Sauce passt auch wunderbar zu Rinderbraten. 

Doch nun genug der Worte, kommen wir zum Rezept der Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce.

Zutaten Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce

{für vier Personen}:

* 4-5 Scheiben Rinderrouladen 

* pro Rinderroulade ca. 1 TL mittelscharfer Senf 

* pro Rinderroulade 1 EL durchwachene, geräucherte Speckwürfel 

* pro Rinderroualde 1 EL Kapern 

* 2 mittelgroße Zwiebel für die Füllung 

* 4 mittelgroße Zwiebel für die Sauce 

* 1 Chili-Schote (entscheidet nach eurem eigenen Schärfe-Empfinden) 

* 1 Knoblauchzehe 

* ein paar Pfefferkörner 

* 1-2 TL Gemüsebrühe (Pulver – entweder selbst gemacht oder gekauftes) 

* Butterschmalz zum Anbraten 

* 1,5 L trockener Rotwein 

* 0,5 L Wasser

Zubereitung Rinderrouladen: 

Zunächst bereitet ihr die Rinderrouladen zu. Hierfür werden die Fleischscheiben auf einer Arbeitsfläche glatt hingelegt und gleichmäßig mit Senf bestrichen. In der Zwischenzeit bratet ihr die Zwiebel in einer Pfanne glasig an. Die Zwiebeln werden nun gemeinsam mit den Kapern und den Speckwürfeln auf der Roulade verteilt.

Die fertig gerollte Roulade wird nun mit einem Küchengarn zusammen geschnürt. Wer Rouladenklammern hat, kann auch diese verwenden oder die Rouladen mit Zahnstochern fixieren. Falls ihr ein Küchengarn genommen habt, sollte dies vor dem Verspeisen entfernt werden.

Nun werden die Rinderrouladen im Schweineschmalz schön kräftig angebraten. Achtet darauf, dass sie eine schön dunkle Färbung und somit viele Röstaromen bekommen. Jedoch sollten sie auch nicht anbrennen. Wenn die Rinderrouladen von allen Seiten angebraten sind, könnt ihr die klein geschnittenen Zwiebeln und die Knoblauchzehe gemeinsam mit den Pfefferkörnern und der Chili-Schote mit in den Topf geben. Bratet alles noch ein wenig an, bis die Zwiebeln glasig sind. Nun könnt ihr die Rinderrouladen mit dem Rotwein und dem Wasser ablöschen. Wenn die Flüssigkeit leicht brodelt, kommt das Gemüsebrühpulver hinzu.

Jetzt müsst ihr die Temperatur reduzieren und die Rouladen ca. 3-4 Stunden langsam vor sich hin köcheln lassen. Zwischendurch solltet ihr die Rouladen noch hin und wieder wenden, so dass sie von allen Seiten mit Flüssigkeit in Kontakt kommen. Mit der Zeit wird die Flüssigkeit wenig und die reduzierte Sauce wird immer schmackhafter.

 

Zubereitung Rosenkohl:

* 500g Rosenkohl 

* Salz 

Der Rosenkohl ist schnell und einfach zubereitet. Zunächst wird er geputzt. Das heißt, ihr entfernt die äußersten, etwas schmutzen Blätter und schneidet ein paar Millimeter des Strunks ab. Nun kommen sie in einen Schnellkochtopf und werden dort mit Salz-Wasser gedämpft. Ich habe den Schnellkochtopf nur einmal aufkochen lassen und dann die Hitze abgestellt, so dass der Rosenkohl noch schön grün ist. Wenn ihr mögt, könnt ihr den Rosenkohl noch mit etwas zerlassener Butter übergießen, bevor ihr ihn serviert. Das ist jedoch kein Muss. Der frische Rosenkohl schmeckt gedämpft auch wunderbar als Beilage.

 

Zubereitung Schwäbisches Knöpfle:

{Reicht für zwei große Knöpfle}

* 1 kg Weizenmehl Typ 405

* 1 Würfel frische Hefe

* Zucker

* Salz 

* ein Ei 

* lauwarmes Wasser

Der Hefeteig wird mit der Briese Zucker und etwas Wasser angesetzt. Mit einem Geschirrtuch abgedeckt und 1 Stunde an einem warmen, windgeschützten Ort ruhen gelassen. Nach dieser Stunde kommt das Ei und die Briese Salz, sowie weiteres Wasser hinzu. Der Teig wird so lange geknetet, bis alles Mehl in der Schüssel aufgebraucht ist. Darauf hin ruht der Teig noch einmal 30min.

Knöpfle-2

Während dessen wird ein großer Topf mit Wasser erhitzt. Wenn das Wasser kocht, kommt Salz in das Wasser. Das Knöpfle (der Teig) darf nun nicht mehr geknetet werden, sondern wird halbiert und jeder Teil kommt sehr behutsam einen Topf mit sprudelndem Wasser.

Der Deckel kommt wieder auf den Topf und die Temperatur wird so eingestellt, dass das Wasser weiterhin leicht blubbert, jedoch nicht überkocht. Zur Not kann der Deckel beschwert werden. Es darf jedoch während der Kochzeit der Deckel nicht geöffnet werden!
Das Knöpfle muss nun genau 35min im sprudelnden Wasser bleiben. Wenn diese Zeit vorbei ist, kann das Knöpfle mit einer großen Kelle aus dem Wasser heraus gehoben und auf einem Schneidebrett abgelegt werden. Das Knöpfle wird nun in Scheiben geschnitten und kann serviert werden.

 

 

Weiterverarbeitung der Sherry-Rotwein-Sauce: 

* 50ml Milch 

* 100ml Sherry 

* 1 EL Speisestärke zum Binden 

Wenn die Rinderrouladen 3-4 Stunden vor sich hin geköchelt haben, könnt ihr die Sherry-Rotwein-Sauce zubereiten. Hierfür nehmt ihr die Rinderroualden aus der Sauce. Gebt die Milch, den Sherry und die Speisestärke hinzu. Die Speisestärke ist kein Muss, sie ist nur nötig, wenn ihr eine dickflüssige Sauce möchtet. Alles wird nun so lange gemixt, bis keine Bestandteile der Zwiebeln mehr erkennbar sind. Ihr könnt die Sauce nun noch mit Pfeffer und Salz abschmecken. Falls ihr einen intensiveren Sherry-Geschmack möchtet, gebt einfach noch ein wenig Sherry hinzu. Und fertig ist die Sherry-Rotwein-Sauce. Jetzt können die Rouladen wieder zurück in die Sauce, bis das Essen serviert wird.

Und schon ist ein wahrer Klassiker der Schmorgerichte fertig. Eine richtige Hausmannskost.

Lasst Euch die Rinderrouladen mit einer Sherry-Rotwein-Sauce, Schwäbischem Knöpfle und Rosenkohl gut schmecken! 

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Sauerkraut mit Kassler und Kartoffelbrei

Sauerkraut gehört in die süddeutsche Küche genau so wie Grünkohl in die norddeutsche Küche. Beides sind typische Herbst- und Wintergerichte. Besonders, da das Gemüse den Frost im Herbst wunderbar verträgt und sich ideal im Herbst und Winter lagern und konservieren lässt. Sauerkraut ist eigentlich gesäuerter Weißkohl. Es wird durch die Milchsäuregärung konserviert und ist eigentlich eine sehr weit verbreitete Konservierungsform von Gemüse. Diese Form der Konservierung ist in Griechenland, im Römischen Reich und auch in China bekannt. Ebenso in Korea. 

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In der europäischen Küche ist das Sauerkraut nicht mehr weg zu denken. Besonders in den Wintermonaten ist Sauerkraut eine sehr beliebte Beilage und häufig ein wichtiger Bestandteil der Ernährung in Deutschland, den Niederlanden und auch in Polen. Das besondere ist, dass das Sauerkraut sehr reich an Vitamin C ist. So wurde beispielsweise im 18 Jahrhundert in der Seefahrt das Sauerkraut als der wichtige Proviant mit auf die Schiffe genommen, denn der Verzehr von Sauerkraut verhindert Skorbut bei sehr einseitiger Ernährung. 

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Bevor es gleich zum Sauerkraut mit Kassler und Kartoffelbrei geht, möchte ich Euch noch kurz den Begriff Krauts erklären. Sicherlich ist er einigen von Euch bekannt. Der Begriff Krauts ist eine Bezeichnung für Deutsche in der Nachkriegszeit. Es ist ein Stereotyp, dass alle Deutschen Kraut, also Sauerkraut essen. Die Bezeichnung Krauts für die Deutschen hat sich hauptsächlich im englischen Sprachraum verbreitet. 

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Zubereitung Sauerkraut mit Kassler: 

* 750g Sauerkraut frisch oder aus der Dose 

* 1 kleine Zwiebel 

* 1 EL Schweineschmalz 

* 10 Wachholderbeeren 

* 6 Lorbeerblätter

* 1-2 TL Kümmel 

* 125ml Fleischbrühe 

* 1/2 TL Zucker 

* Kassler 

* etwas Weißwein 

* Pfeffer und Salz 

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Die Zwiebel werden klein geschnitten und im Schweineschmalz glasig angebraten. Gebt nun die Gewürze (außer Pfeffer und Salz) mit in das Schmeineschmalz. Wenn ihr die würzigen Gerüche wahr nehmt, könnt ihr das Sauerkraut und die Fleischbrühe hinzu geben. Jetzt kann auch ein Schuß Weiwein mit in das Gericht und alles wird mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abgeschmeckt.

Lasst das Sauerkraut mit dem Kassler nun eine halbe Stunde mit geschlossenem Deckel auf mittlerer Temperatur vor sich hin köcheln.

Wenn das Sauerkraut fertig ist, könnt ihr vor dem Servieren noch die Lorbeerblätter heraus nehmen.

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Zubereitung Kartoffelbrei: 

* 800 g mehlig kochende Kartoffeln

* 150ml Milch

* 30g Butter

* Muskatnuss

* Pfeffer und Salz

Die Kartoffeln werden weich gekocht und zerstampft. Nun kommt etwas heiße Milch, ein Esslöffel Butter und die Gewürze hinzu. Alles wird nun püriert, bis ein cremiges Püree entsteht. Einfach lecker! Dieses Kartoffelpüree geht so schnell, dass die Fertigprodukte einfach überflüssig werden. Und falls vom Kartoffelpüree noch etwas übrig bleiben sollte, so kann dieses am nächsten Tag mit einem Ei, etwas Speck und frischen Kräutern vermischt werden, auf ein Backblech gestrichen werden (so etwa ein fingerdick) und dann im Backofen gebacken werden. Das ist eine wunderbare Beilage zu weiteren Gerichten.

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Lasst Euch das Sauerkraut mit Kassler und Kartoffelbrei gut schmecken! Ich liebe dieses Gericht und es wird bei uns jedes Jahr im Herbst / Winter sicher mehrfach gekocht. Aufgewärmt schmeckt es übrigens noch besser, besonders wenn die Flüssigkeit des Sauerkrauts schon etwas verkocht ist und das Kraut langsam aber sich am Topf fest klebt. Dann kommt die richtig rustikale Geschmacksnote.

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Also guten Appetit und lasst Euch das Sauerkraut mit Kassler und Kartoffelbrei gut schmecken! 

 

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