Janssons frestelse ~ Janssons Versuchung

Kennengelernt habe ich Janssons festelse – oder auch Jansons Versuchung in meiner Kieler Zeit. Ein Dozent meines Mannes kam ursprünglich aus Schweden und wie das manchmal im Studium so läuft, lud er den ganzen Kurs am Ende des Semesters zu einem typisch schwedischen Essen ein. Und genau dieses Gericht war dann Janssons frestelse. Mein Mann (der damals noch nicht mein Mann, jedoch schon meine geliebte Qualitätskontrolle war) brachte das Rezept mit nach Hause und wir mussten es unbedingt gleich am nächsten Wochenende nach kochen. 

Eine der besonderen Zutaten bei diesem Gericht sind die schwedischen Anchovifilets. Daher ging es vor dem Kochen erst einmal zu einem großen, bekannten schwedischen Einrichtungshaus. Denn dort sollte es die besagten Fische in der Dose geben. Und wir wurden auch direkt fündig. Doch wie es nun einmal so ist, landeten nicht nur Anchovifilets in unserem Einkaufswagen, sondern Kerzen, Servietten und noch eine Orchidee – ich liebe diese Blumen. Im Laufe der Jahre haben wir jedoch auch andere Anchovifilets getestet und ich muss Euch sagen, auch mit diesen kleinen Fischlein hat das Rezept geklappt. Also ihr seid nicht nur auf diesen einen Laden angewiesen. Fallls ihr jedoch die Fische nicht bei besagter Möbelkette kauft, dann achtet bitte darauf, dass ihr die sogenannten Appetitsild aus Sprotten respektive Kräutersprotten kauft. Dann habt ihr das richtige, schwedische Geschmackserlebnis. 

Janssons frestelse ~ Janssons Versuchung ist ein schwedischer Auflauf mit Anchovifilets, Kartoffeln, Zwiebeln und ganz viel Sahne. Ihr lest schon an den Zutaten, es ist keine leichte Sommerküche. Jedoch sehr schmackhaft. Janssons Versuchung wird in Schweden gerne an Weihnachten gekocht. Aber auch unter dem Jahr kommt der Auflauf wohl häufiger auf den Tisch. 

Zutaten Janssons Versuchung:

* 1 kg mehlig kochende Kartoffeln

* 1 EL Butter 

* 2 mittelgroße, weiße Zwiebeln

* 2 Dosen Anchovisfilets (Appetitsild) inkl. Sud 

* 400g Sahne 

* 2-3 EL Butter

* Semmelbrösel

Zubereitung Janssons Versuchung:

Zunächst werden die Kartoffeln geschält und in dünne Stifte geschnitten. Dann werden die klein geschnittenen Zwiebeln in 1 EL Butter glasig gedünstet, so dass der Zwiebelgeschmack nicht zu sehr dominiert.

In einer großen Auflaufform könnt ihr nun die Hälfte der Kartoffelstifte aufschichten. Verteilt auf den Kartoffeln die Hälfte der glasig angebratenen Zwiebeln. Auf diese kommen nun die Anchovisfilets der ersten Dose. Diese beträufelt ihr mit dem Anchovissud. Die nächste Lage sind abermals die Kartoffelstifte, dann folgen wieder Zwiebeln, Anchovisfilets und der Sud der Anchovisfilets. Der Auflauf wird nun mit der Schlagsahne übergossen.

Janssons Versuchung wird jetzt noch mit Semmelbröseln und den Butterstückchen bestreut.

Im vorgeheizten Backofen kann der Auflauf jetzt bei 170°C Umluft 60Minuten goldbraun backen. Bei Gas sollte dies Stufe 4 sein.

Ich wünsche Euch allen einen guten Appetit, lasst Euch Janssons Versuchung gut schmecken! 

 

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Selbst gemachte Gnocchi mit Bruschetta-Butter, Maronen und Grapefruit-Guacamole

Selbst gemachte Gnocchi sind schon etwas sehr leckeres. Jedoch solltet ihr bei der Herstellung etwas Zeit einplanen. Einerseits für die Herstellung und auch um im Anschluss die Küche vom Mehl zu reinigen. Besonders viel Freude machen die selbst gemachten Gnocchi mit Bruschetta-Butter und Grapefruit-Guacamole, wenn ihr das Gericht gemeinsam mit Freunden oder der Familie zubereitet und anschließend auch gemeinsam esst. Es gibt mehrere Arbeitsschritte, die ihr wunderbar aufteilen könnt. Ich koche sehr gerne gemeinsam – dann ist es gleich eine gemeinsame Aktivität und es steht nicht nur eine Person in der Küche. Das schöne ist, dass man dann direkt das Chaos, das entsteht, wenn mal selbst Gnocchi oder Pasta herstellt, beseitigen kann. 

Genau, ihr lest richtig, ich unterscheide zwischen Pasta und Gnocchi, denn obwohl Gnocchi häufig gemeinsam mit Nudeln unter dem Oberbegriff Pasta auf Speisekarten zu finden sind, gehören sie nicht zu den italienischen Nudelgerichten. 

Bei Gnocchi handelt es sich eigentlich um eine italienische Kloß-Variante, die häufig mit unterschiedlichen Butter-Varianten serviert wird. 

Daher möchte ich Euch heute den Klassiker ein wenig abgewandelt vorstellen. Es gibt selbst gemachte Gnocchi mit Bruschetta-Butter, Maronen, knusprigem Bacon und Grapefruit-Guacamole. Dieses Gericht versetzt mich gerade in der kalten Winterzeit in den Sommer – ein kleiner, kulinarischer Ausflug. 

Selbst gemachte Gnocchi

Für vier Portionen Gnocchi

Zutaten selbst gemachte Gnocchi:

* 1kg mehlig kochende Kartoffeln 

* 250g Weizenmehl

* 2 Eier M

* 1 TL Salz 

* Mehl zum Bestäuben 

Zubereitung  selbst gemachte Gnocchi:

Ich habe mich dazu entschlossen die Kartoffeln im Backofen zu garen. So nehmen sie beim Garprozess keine zusätzliche Flüssigkeit auf und der Gnocchi-Teig wird nicht zu matschig. Daher kommen die Kartoffeln mit Schale für 25-30min bei 200°C in den Backofen. Die genaue Zeit hängt von der Größe der Kartoffeln ab, achtet darauf, dass sie nicht zu dunkel werden. Wenn sich die Schale leicht von den Kartoffeln lösen lässt, sind sie fertig und können weiter verarbeitet werden.

Die noch heißen Kartoffeln werden gepellt und dann mit einer Kartoffelpresse gedrückt. Danach sollte die Masse noch etwas ausdampfen.

Anschließend kommt das Mehl, die Eier und das Salz hinzu und es wird alles zu einem Teig vermengt.

Danach wird der Teig in gleichmäßig dicke Rollen geformt. Bestäubt diese Rollen mit etwas Mehl und lasst sie mindestens 15min ruhen.

Nun könnt ihr die Rollen mit einem Messer oder einem Teigschaber in etwa ein Zentimeter dicke Stücke schneiden. Diese Stücke werden in längliche Kugeln gerollt und mit einer Gabel wird danach das typische Gnocchi-Muster in den Teig gedrückt.

Zum Garen kommen die selbst gemachten Gnocchi in kochendes Salzwasser. Wenn die Gnocchi an der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie gar. Bitte lasst sie nicht zu lange oben schwimmen, da sie ansonsten ihre Konsistenz verändern. Also gleich herausfischen. Im Idealfall habt ihr nun schon die weiteren Zutaten für das Rezept fertig und ihr könnt direkt das Essen mit den frischen, selbst gemachten Gnocchi servieren.

Bruschetta-Butter mit Maronen

Zutaten Bruschetta-Butter mit Maronen:

* 3 EL gesalzene Butter

* 2 EL Bruschetta-Gewürz 

* 1-2 Hände gegarte Maronen 

Zubereitung Bruschetta-Butter mit Maronen:

Für die Bruschetta-Butter mit Maronen lasst ihr zunächst die Butter in einem kleinen Topf zerfließen. Gebt darauf hin das Bruschetta-Gewürz hinzu und die bereits gegarten Maronen. Lasst alles noch ein wenig erwärmen und fertig ist der Begleiter zu den selbst gemachten Gnocchi. Träufelt die warme Butter mit den Maronen über die frischen und warmen Gnocchi.

Grapefruit-Guacamole

Zutaten Grapefruit-Guacamole:

* 2 reife Avocados 

* 1/2 Grapefruit 

* 1/2 Zwiebel 

* 1 kleine Zehe Knoblauch 

* 1-2 Stiele frischer Koriander

* ein wenig Chili 

* Salz und Pfeffer 

Zubereitung Grapefruit-Guacamole:

Zunächst bereitet ihr die Avocados vor. Hierfür wird die Schale und der Kern entfernt und die Früchte in kleine oder etwas größere Stücke geschnitten. Die Grapefruit wird ausgepresst, die Zwiebel klein geschnitten und der Knoblauch wird ebenfalls gepresst. Ein paar Stücke des Fruchtfleisches der Grapefruit werden auch mit in die Schüssel gegeben. Achtet jedoch darauf, dass nichts von der Grapefruithaut dabei ist, die schmeckt sonst etwas bitter.

Der Koriander wird kurz abgewaschen und die Blätter klein gehackt. Alles wird nun gemeinsam in eine Schüssel gegeben und miteinander verrührt. Ich habe mich dazu entschieden etwas von der typischen Guacamole abzuweichen, daher wird nicht alles zerdrückt – sondern nur ein Teil der Avocados, die anderen dürfen gerne noch etwas „stückelig“ sein.

Nach Belieben mit Chili, Pfeffer und Salz abschmecken. Und fertig ist die Grapefruit-Guacamole.

Bevor nun die selbst gemachten Gnocchi mit Bruschetta-Butter, Maronen und Grapefruit-Guacamole serviert werden können, bratet ihr noch kurz ein paar Scheiben Bacon an. Oder lasst sie weg – ganz wie ihr mögt. Ich fand den geschmacklichen Kontrast – deftig, frisch und säuerlich sehr lecker. Besträut alles noch mit ein wenig Käse und fertig sind sie selbst gemachten Gnocchi!

Lasst Euch die selbst gemachten Gnocchi mit Bruschetta-Butter, Maronen, Bacon und Grapefruit-Guacamole gut schmecken! 

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Champignoncremesuppe mit Weißwein

Eine langsam reduzierte Champignoncremesuppe mit Weißwein ist ein wahrer Genuss. Sie schmeckt wunderbar als Vorspeise zu Winter- und Herbstmenüs. Schon vor Jahren habe ich diese leckere Champignoncremesuppe mit Weißwein an Heiligabend als Vorspeise für meine Familie gekocht. Sie ist nicht sehr arbeitsaufwändig und leicht gemacht. Das einzig Wichtige ist, dass ihr einige Stunden an Zeit einplant. Denn eine gute Reduktion muss lange Zeit vor sich hin köcheln.

Das Praktisch ist jedoch, dass sie ganz ohne zusätzliche Arbeit vor sich hin köcheln kann. Ihr könnt in der Zwischenzeit den Weihnachtsbaum schmücken, den Tisch decken, das Hauptgericht zubereiten oder noch ein paar Stunden etwas anderes vorbereiten. 

Falls ihr die leckere Champignoncremesuppe mit Weißwein nicht an einem Feiertag servieren wollt, dann passt sie auch in den Herbst- und Wintermonaten perfekt als Vorspeiße oder mit begleitet mit meinem Dinkelvollkornschrot Baguette  als warmes Hauptgericht.

Das Rezept meiner Champignoncremesuppe mit Weißwein reicht als Vorspeise für vier Personen. 

Zutaten Champignoncremesuppe mit Weißwein:

* 1kg Braune Champignons

* 1 kleine Zwiebel 

* 200ml Sahne

* 1 EL Butter 

* 1 FL Weißwein, Pinot Grigio (oder auch als Grauburgunder bezeichnet)

* je ein Klecks geschlagene Sahne für die Teller 

* Pfeffer 

* 2 Äste frischer Thymian 

* frischer Thymian als Dekoration 

 

Zubereitung Champignoncremesuppe mit Weißwein:

Zunächst putzt ihr die braunen Champignons und würfelt sie anschließend klein. Ebenso verfahrt ihr mit der Zwiebel. Anschließend bratet ihr die Zwiebel mit den Pilzen in in der Butter so lange an, bis die Zwiebel schön glasig werden. Wenn der richtige Garzustand der Zwiebel erreicht ist, gebt ihr ein paar zerstoßene Pfefferkörner und die frischen Thymianzweige hinzu und löscht alles mit dem Wein ab.

Nun könnt ihr die Champignoncremesuppe mit Weißwein einige Stunden (sicher 3 bis 4) bei niedriger Temperatur und geöffenetem Deckel vor sich hin köcheln lassen. Kurz vor dem Servieren gebt ihr die Sahne hinzu und püriert die Suppe.

Abschließend könnt ihr die Suppe noch abschmecken und eventuell mit ein wenig Salz oder Zucker verfeinern.

Zubereitung Kräuterseitlinge:

* 3 Kräuterseitlinge 

* Zitronenzesten

* Chili

* frischer Thymian 

* Olivenöl

Für die Zubereitung der Kräuterseitlinge als Beilage zur Champignoncremesuppe mit Weißwein solltet ihr kurz vor dem Servieren noch ein wenig Zeit einplanen.

Ich schneide die Kräuterseitlinge immer sehr dünn. Am besten geht dies mit der Brotschneidemaschine oder ihr arbeitet sehr genau mit dem Messer.

Gebt zunächst das Olivenöl in die Pfanne, legt die in Scheiben geschnittenen Kräuterseitlinge in die erhitzte Pfanne, gebt die Zitronenzesten, den Chili und den frischen Thymian hinzu und bratet die Pilze von beiden Seiten an, bis sie die gewünschte Farbe und Bissfestigkeit haben. Bevor ihr die Cremesuppe serviert, solltet ihr noch daran denken die Sahne zu schlagen.

Vor dem Servieren gebt ihr in jedes Teller noch einen Klecks Sahne und als Dekoration einen frischen Tymian-Zweig.

 

 

Ich wünsche Euch viel Freude mit meinem Rezept für eine Champignoncremesuppe mit Weißwein. Kommt alle gut ins Neue Jahr und lasst es Euch gut gehen! Eure Mimi 

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Buttermilch Pancakes mit Ahornsirup

Buttermilch Pancakes mit Ahornsirup sind schnell zubereitet und ein wunderbares Frühstück an langen Wochenenden. Oder auch als süßes Mittagessen. Vor über 20 Jahren war ich als kleines Mädchen das erste und bisher einzige mal in den USA. Besonders beeindruckend und ungewohnt fand ich in den USA die Frühstücksmentalität.

Ich kannte in diesem Alter ein Marmeladebrot, Tee und Obst als Frühstück. Manchmal gab es natürlich auch einen anderen Belag. Aber an sich gab es unter der Woche immer Brot zum Frühstück und am Wochenende hin und wieder frische Brötchen und ein weiches Ei.

Aber ein American Breakfast mit Bacon, kleinen Würstchen, Eierspeisen, Pancakes und Ahornsirup war für mich absolut neu und unbekannt. Ich fand es sehr beeindruckend. Jedoch vermisste ich nach einigen Tagen doch die Brotauswahl, wie wir sie aus Deutschland kennen. Besonders Vollkornbrote, Körnerbrote und unterschiedliche Mehlsorten waren vor über 20 Jahren noch nicht so weit verbreitet.

Doch kommen wir zurück zu den Buttermilch Pancakes mit Ahornsirup. Pfannkuchen zum Frühstück – das war damals ein richtiger Kindertraum. Und ist auch heute noch etwas ganz besonderes, wenn wir an langen Wochenenden hin und wieder morgens einmal Buttermilch Pancakes mit Ahornsirup zum Frühstück machen.

Das ist etwas besonders schönes, wenn beim Aufwachen bereits der duft von frischen Pancakes durch die Räume zieht. Das schöne an diesem Rezept ist, dass es sehr schnell zubereitet ist, leicht zu machen ist und sehr leckere Pancakes dabei raus kommen.

Und das schöne an diesem Rezept für Buttermilch Pancakes mit Ahornsirup ist, dass ihr es in jeder Jahreszeit zubereiten könnt. Denn je nach Jahreszeit könnt ihr mit unterschiedlichen Fruchtsorten als Beilage variieren.

Zubereitung Buttermilch Pancakes: 

Ca. 2 Portionen als Hauptspeise, als Frühstück ca. 4 Portionen

* 250ml Buttermilch 

* 2 EL Pflanzenöl 

* 2 Eier 

* 200g Dinkelmehl Typ 1050 

* 2 TL Backpulver

* 1 TL Natron 

* 1 EL Vanillezucker 

* Ahornsirup 

* Puderzucker

* Butter 

* Obst nach Belieben als Beilage 

Zunächst gebt ihr die Buttermilch, das Öl und die Eier in eine Rührschüssel und verrührt alles mit der Küchenmaschine bei mittlerer Geschwindigkeit.

Anschließend gebt ihr Mehl, Backpulver, Natron und den Vanillezucker in die Rührschüssel und verrührt alles zu einem flüssigen und klumpenfreien Teig.

Wenn der Teig klumpenfrei ist, könnt ihr eine flache Pfanne oder eine Crepe-Pfanne mit etwas Öl erhitzen und Teig für etwa 8cm große Pancakes in die Pfanne geben. Anschließend werden diese ein paar Minuten von jeder Seite gebacken, bis sich Bläschen bilden.

Die Buttermilch Pancakes werden nun auf einem Teller aufeinander gestapelt, mit Ahornsirup, frischen Früchten, Puderzucker und mit etwas Butter angerichtet.

Lasst Euch die Buttermilch Pancakes mit Ahornsirup gut schmecken!

 

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Serviettenknödel

Serviettenknödel sind eine leckere Beilage für Braten, Gluasch, Geschnetzeltes und sonstige Gerichte mit viel und leckerer Sauce. Sie sind schnell und leicht selbst gemacht. Zudem sind Serviettenknödel eine gute Möglichkeit, um übrig gebliebenes Brot, Brötchen oder Brezeln zu verarbeiten. Auch mit Laugengebäck, Vollkornbrötchen oder anderen Brotsorten schmecken Serviettenknödel sehr gut. 

Ihr könnt bei der Auswahl der Grundzutaten gerne ein wenig variieren. Ich mag Serviettenknödel gerne auch in der Version mit Laugengebäck. Wie ich sie zum Beispiel bei meinem Glasierten Coq au Vin mit Kürbis gemacht habe. Oder Semmelknödel mit Salbei-Champignon-Sauce ist auch ein sehr leckeres Gericht. Wie gesagt, ihr habt sehr viele Kombinationsmöglichkeiten mit dieser wunderbaren Beilage. Ich mag Serviettenknödel auch sehr gerne zu Gulasch , meinem Schoko-Chili Gulasch oder Rollbraten

 

Zubereitung Serviettenknödel: 

* 500g altes Brot (Brötchen, Toastbrot, Brotscheiben etc.) 

* 1 Zwiebel 

* 1 Bund krause Petersilie 

* 1 TL getrockneter Majoran 

* 3 kleine Eier oder zwei sehr große Eier 

* Salz, Pfeffer, Muskatnuss 

* 2-3 EL Butter 

Als erstes solltet ihr die Brötchen, Brotscheiben oder das Laugengebäck in Würfel schneiden. Da ich für Serviettenknödel meist älteres und liegen gebliebenes Brot nehme, das meist sehr hart ist, verwende ich zum Schneiden meine Brotschneidemaschine.

Wenn ihr das ganze Brot geschnitten habt, könnt ihr die Würfel und das entstandene Mehl bzw. die kleinen Krümel, alle zusammen in eine große Schüssel geben.

Erhitzt nun die Milch, bis diese sehr warm ist. Sie sollte jedoch noch nicht kochen. Die Milch wird nun über die Brotwürfel gegossen und alles sollte einige Zeit, ca. 20-30min einweichen.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Zwiebel klein schneiden und würfeln. Die Zwiebelstückchen werden in zerlassener Butter glasig angebraten. Nun kommen auch noch die Kräuter und Gewürze mit in die zerlassene Butter.

Diese Mischung könnt ihr nun unter die Brotwürfel einarbeiten. Ich habe dafür die Küchenmaschine mit dem Knethaken verwendet. Jedoch erst, wenn die Masse etwas kälter geworden ist. Schmeckt alles ab und gebt anschließend noch die Eier hinzu.

Lasst die Küchenmaschine ein paar Minuten bei langsamer bis mittlerer Geschwindigkeit den Teig verarbeiten. Oder knetet alles kräftig, bis eine homogene Knödel-Masse entsteht.

Nun kommt der Grund, weshalb die Serviettenknödel auch Serviettenknödel heißen: Sie werden in Servietten, Geschirrtücher oder andere Kochfeste Stoffe gewickelt. Ich persönlich verwende Bewusst Geschirrtücher oder Leinenstoff, den ich später in der Waschmaschine auch kochen kann, da ich meine Lebensmittel nicht in Plastikfolie Kochen möchte.

Die Masse wird nun der Länge nach auf dem Tuch ausgebreitet und als eine Rolle geformt. Macht eure Hände gerne zwischendurch nass, dann lässt sich besser arbeiten. Die Masse zu Serviettenknödeln von etwa 15cm Länge und 4cm Durchmesser zusammenrollen. Achtet jedoch darauf, dass der große Serviettenknödel dann auch in euren Topf passt. Damit der Knödel beim Kochen nicht aufgeht, bindet ihr die Enden und den Knödel mit etwas Küchengarn fest zusammen.

Nun kann der Serviettenknödel auch schon in das gesalzene Kochwasser. Nach ca. 30min sollte der Knödel fertig sein. Lasst das Wasser die ganze Zeit bei mittlerer Temperatur vor sich hin köcheln.

Nach dem Kochen wird der Serviettenknödel ausgepackt und ihr könnt ihn vor dem Servieren in ca. 1-2cm dicke Scheiben schneiden.

 

Viel Freude mit meinem Rezept für selbst gemachte Serviettenknödel! 

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Weihnachtsdoppelkekse

In der Weihnachtsbäckerei ist immer mal wieder Kreativität angesagt. Daher möchte ich Euch heute meine leckeren Schoko-Doppelkekse als Weihnachtsgebäck vorstellen. Diese Weihnachtsdoppelkekse sind eine kleine Überraschung für meine Qualitätskontrolle.

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Doppelkekse sind bei uns fast immer im Süßkram-Schrank, aber irgendwie leben die Doppelkekse nicht sonderlich lange. Mein Mann liebt sie seit seiner Kindheit. Daher heute mein kleines Überraschungs-Experiment der Weihnachtsdoppelkekse. Mit einer Note Zimt und Whiskey kommt Vorweihnachtliche Stimmung auf. Und sie sehen auch noch sehr schön aus.

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Besonders schön werden diese Doppelkekse mit einem Keks-Stempel. Falls ihr keinen Keks-Stempel haben solltet, könnt ihr sie jedoch auch mit etwas Schokolade verzieren. Dann sehen sie auch sehr lecker aus. Aber so ein hübscher Keks-Stempel bringt doch noch etwas ganz Spezielles mit sich. 

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Oh, falls ihr Euch wundert was die Eichhörnchen hier machen. Ich hab die Eichhörnchen dieses Jahr als neue Bewohner für unsere Weihnachtsdekoration gefunden. Und ich bin ganz verliebt in die verspielten kleinen, süßen Wald- und Gartenbewohner. Irgendwie bringen sie etwas weihnachtlichen und winterlichen Flair ins Haus. Oder findet ihr nicht? 

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Zubereitung Buttermürbeteig für die Weihnachtsdoppelkekse: 

* 200g weiche Butter

* 85g gesiebter Puderzucker 

* 10g Vanillezucker

* Prise Salz 

* Abrieb einer unbehandelten Zitrone 

* 1 Ei 

* 300g Mehl 

* Zimt

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Falls ihr nicht ganz so viele Kekse machen wollt, könnt ihr übrig gebliebenen Keks-Buttermürbeteig auch einfach einfrieren und wunderbar beispielsweise für Torten als Boden verwenden, wie ich dies bei meiner Schwarzwälder Kirschtorte getan habe. Oder der Keks-Teig ist so lecker, dass ihr einfach alles aufbraucht. Das müsst ihr selbst entscheiden.

In die weiche Butter das Ei und die Gewürze einkneten, danach könnt ihr das gesiebte Mehl und den gesiebten Puderzucker unterkneten.

Knetet jedoch nicht zu lange, da der Teig ansonsten nichts wird, da er an Bindung verliert. Schlagt den Teig in Folie ein und legt ihn ein paar Stunden in den Kühlschrank.

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Beim Ausrollen solltet ihr den Teig kurz ankneten und dann mit gesiebtem Mehl in die gewünschte Dicke (2-3mm) ausrollen.

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Jetzt könnt ihr mit einem Glas, einer Dessertform oder einer runden Ausstechform die Kekse ausstechen und gleich noch Stempeln, wenn ihr einen Stempel habt. Dann stempelt jedoch alle Kekse, so könnt ihr später die schöneren Exemplare für den Deckel und die missglückten für die Böden verwenden.

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Backt den Teig nun bei 170°C im vorgeheizten Backofen, bis er goldgelb ist. Ihr solltet die Weihnachtsdoppelkekse wirklich im Auge behalten, da ihr nicht sicher wisst, wie lange sie brauchen. Ich würde Euch jedoch im vorgeheizten Backofen ca. 12 min raten. Die genaue Backdauer hängt von der Dicke eurer Weihnachtsdoppelkekse ab.

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Weiterverarbeitung zu den Weihnachtsdoppelkeksen: 

* 1/2 TL Zimt 

* 1 EL Whiskey 

* 100g weiße Schokolade

* 100g Zartbitterschokolade 

 

Wenn die Weihnachtsdoppelkekse frisch aus dem Backofen kommen, sollten sie zunächst etwas abkühlen. Schichtet sie dafür auf ein Kuchengitter.

Nun könnt ihr die Schokolade im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. Haltet Euch da am besten an die jeweilige Anleitung der Schokolade oder auch der Kuvertüre. Gebt dann den Zimt und den Rum hinzu, verrührt alles und fertig ist die weihnachtliche Füllung für die Weihnachtsdoppelkekse.

Klekckst auf den unteren Keks so viel von der Schokofüllung, dass sie fast am Rand angekommen ist und legt mit etwas Druck den Deckel auf die Weihnachtsdoppelkekse. Anschließend könnt ihr die Kekse gerne noch mit etwas flüssiger Schokolade verzieren.

Wenn die Weihnachtsdoppelkekse abgekühlt sind, könnt ihr sie in eurer Keksbox verstauen.

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Ich wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit und viel Freude mit meinem Weihnachtsdoppelkeks Rezept. 

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Kartoffelgratin

Das Rezept für mein Kartoffelgratin fällt unter die Kategorie Basics. Hier möchte ich Euch ein paar leckere und grundlegende Rezepte vorstellen. In den Basics findet ihr zum Beispiel eine Anleitung, wie man Kürbis einfriert, mein Grundrezept für Biskuitböden, die Rezepte für Pfannkuchen und schwäbische Dinkel-Spätzle und zum Beispiel noch ein Rezept für einen selbst gemachten Backofenkäse

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Beim Kartoffelgratin gibt es zig Möglichkeiten zu variieren. Jedoch hat es bei mir auch ein paar Jahre gedauert, bis ich ein Rezept hatte, bei dem die Kartoffeln gar wurden, die Flüssigkeit weg war, der Geschmack wie gewünscht und es eine schöne und leckere Käsekruste beim Kartoffelgratin gab. Fragt mich nicht warum, doch ich persönlich finde, dass das perfekte Kartoffelgratin eine Kunst für sich ist. Und bisher hab ich zwar ein ganz leckeres Rezept, doch noch nicht DAS perfekte Kartoffelgratin. Aber das wird sich in den nächsten Monaten und Jahren schon noch entwickeln. Ihr kennt das sicherlich selbst, die eigenen Geschmäcker ändern sich mit der Zeit ja auch ein wenig. 

Doch nun kommen wir wieder zum Rezept für mein Kartoffelgratin. 

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Zubereitung Kartoffelgratin: 

(für vier Portionen)

* 800g weichkochende Kartoffeln

* 500ml Sahne

* Salz und Pfeffer

* Muskatnuss

* Thymian

* 1 Knoblauchzehe 

* 75g geriebener Emmentaler

* 1 EL Butter 

 

Zunächst wird die Sahne zusammen mit den Gewürzen in einem Topf erhitzt. Ihr könnt dann auch die Butter in der warmen Sahne auflösen. Achtet jedoch darauf, dass die Sahne nicht einbrennt oder überkocht.

Die Kartoffeln werden geschält und in sehr dünne Scheiben gehobelt. Ich bin wirklich für hobeln, denn so werden die Scheiben schön dünn und es geht schneller.

Nun wird die Auflaufform mit den Kartoffelscheiben bestückt. Diese werden schubbenförmig in die Auflaufform gelegt. Anschließend wird die Sahnemischung über die Kartoffeln gegossen.

Nun wandert das Kartoffelgratin für 30 Minuten in den auf 200°C vorgeheizten Backofen. Bevor der Käse auf das Kartoffelgratin kommt, könnt ihr die Gewürz-Stängel  noch heraus nehmen. Falls sich kleine Blätter lösen, dann ist das gut, das bringt noch Geschmack. Versucht jedoch die Stile komplett zu entfernen. Nach den 30 Minuten kann der Käse über das Kartoffelgratin verteilt werden. Schaltet nun den Backofen aus und lasst das Kartoffelgratin bei der Restwärme noch 10-15 Minuten nachgaren. So wird der Käse schön flüssig, verbrennt nicht und die Kartoffeln können die restliche Flüssigkeit aufnehmen.

Falls zuvor das Kartoffelgratin zu dunkel werden sollte, könnt ihr es noch mit einer Folie oder einem Deckel abdecken.

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Ich wünsche Euch guten Appetit und viel Freude mit meinem Basic-Rezept für Kartoffelgratin. 

 

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Lauch Quiche mit Dinkelteig

Ihr kennt sicher alle den Klassiker der französischen Küche, die Quiche – ein sehr leckeres, französisches Gericht, das sowohl warm als auch kalt ein wunderbares Essen ist. 

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Ursprünglich kommt die Quiche aus dem Raum Lothringen. Hierbei handelt es sich um einen in einer runden, meist flachen Form gebackenen herzhaften Mürbeteig, der mit einer würzigen Füllung oder Auflage belegt ist. Möglich sind alle Variationen an Gemüse, Fleisch, Wurst was Euch so einfällt. Abgeschlossen wird die Quiche mit einem Gemisch aus Eiern und Milch. 

Die französische Bezeichnung „Quiche“ wurde im Laufe der Geschichte vom elsässischen Wort Kichel bzw. Kuechel abgeleitet. Dieses ist ein gleichbedeutend mit dem hochdeutschen Wort Kuchen. Dazu müsst ihr wissen, dass dieser östliche Teil Frankreichs direkt an Deutschland und im Süden an die Schweiz grenzt. Die politischen Grenzen, welche das Elsass definieren haben sich im Verlauf der Geschichte häufig verändert. Seit dem 17. Jahrhundert wechselte das Elsass häufig die politische Zugehörigkeit von Frankreich zum Deutschen Reich und umgekehrt. So ist es nicht verwunderlich, dass das elsässische Wort Kichel bzw. Kuechel so sehr dem hochdeutschen Wort Kuchen gleicht. Ursprünglich wurde die Quiche jedoch, ähnlich wie der schwäbische Zwiebelkuchen auch, aus Brotteig hergestellt, in der modernen Küche wurde dieser jedoch bei beiden Gerichten durch Mürbeteig ersetzt. Dies zeigt noch einmal zusätzlich zur sprachlichen Nähe auch Überschneidungen in der Küche. Essen verbindet eben auch über Grenzen und Jahrhunderte hinweg. 

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Doch nun zurück nach dem kleinen historischen Ausflug zum eigentlichen Hauptdarsteller heute, der Quiche. Ich möchte Euch heute eine Lauch Quiche mit Dinkelteig vorstellen. Sie kann warm als Vorspeise oder Hauptgericht verzehrt werden. 

 

Zubereitung Lauch Quiche mit Dinkelteig: 

Die Lauch Quiche mit Dinkelteig reicht als Vorspeise gut für 8 Personen. Als Hauptgericht mit Salatbeilage würde ich je nach Hunger zwischen 4 bis 6 Personen rechnen.

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Zubereitung Dinkelteig: 

* 200g weiche Butter

* eine Prise Zucker 

* zwei bis drei Prisen Salz 

* eine Prise Pfeffer 

* 1 TL Kräuter der Provence 

* Abrieb einer halben, unbehandelten Zitrone 

* 1 Ei

* 300g Dinkelmehl 

In die weiche Butter wird das Ei und die Gewürze, ebenso der Zucker eingeknetet. Anschließend wird das Mehl feingesiebt fest zu einem Teig mit den weiteren Zutaten verarbeitet.

Ihr solltet jedoch nicht zu lange kneten, da der Teig sonst die Bindung verliert. Den Teig solltet ihr nun in Folie einwickeln und im Idealfall über Nacht kühlen. Ein paar Stunden sollten jedoch auch ausreichen. Es bietet sich an den Teig bereits morgen zu machen und kalt zu stellen, bis man dann tagsüber oder abends die Lauch Quiche mit Dinkelteig zubereiten möchte.

Nach der Kühlung des Dinkelteigs solltet ihr den Teig kurz ankneten und dann mit möglichst wenig Mehl ausrollen und in die gewünschte Teigdicke bringen. Legt diesen Teig nun in die Backform und stupft mit der Gabel ein paar Löcher in den Teig.

Jetzt könnt ihr auch den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen.

 

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Zubereitung Belag der Lauch Quiche mit Dinkelteig: 

* 400g Lauch 

* 1 Knoblauchzehe

* 1 Schalotte 

* 1 Roter Spitzpaprika

* 8 Cocktailtomaten 

* eine halbe, kleine Zucchini 

* 2 EL Butter

* Pfeffer, frisch zerstoßen 

* Muskat

* 100g Bergkäse 

* 3 Eier 

* 75g Schlagsahne

* 150g Crème fraîche

 

Zunächst wascht und putzt ihr den Lauch. Das Weiße und Hellgrüne in dünne Ringe schneiden, die Tomaten würfeln. Ebenso das restliche Gemüse, den Knoblauch und die Schalotte putzen und klein schneiden. Alles zusammen dann kurz in einer Pfanne mit Butter andünsten, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und abschmecken und auf den Dinkelteig in der Backform schichten.

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Nun könnt ihr aus den Eiern, der Sahne und dem Crème fraîche, den fein geriebenen Bergkäse und noch etwas Pfeffer, Salz und Muskatnuss den Guss für die Lauch Quiche mit Dinkelteig machen. Wenn alles gut verquirlt ist, könnt ihr die Mischung über das Gemüse gießen.

 Die Lauch Quiche mit Dinkelteig kommt nun auf einem Rost in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen. Nach 40 bis 45 Minuten sollte die Quiche fertig sein. Dann sollte die Lauch Quiche mit Dinkelteig noch in der Form auskühlen, bevor sie aus der Form gelöst und serviert werden kann.
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Lasst Euch die Lauch Quiche mit Dinkelteig gut schmecken! 

 

 

 

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Pflaumenkuchen mit Rahmguss

Steht ihr auch immer mal wieder vor der Frage: Was kann ich denn als Kuchen für ein Buffet mitbringen? Sei es im Kindergarten, für einen Flohmarkt, für den Kuchenverkauf in der Schule, für einen Geburtstag oder einfach so als Mitbringsel?

So ging es mir vor Kurzem auch mal wieder. Und zudem hatte  ich irgendwie Lust auf Pflaumen. Auch wenn die Pflaumen noch nicht ganz reif sind, so habe ich doch schon mal mein erstes Pflaumenrezept in diesem Jahr ausprobiert. Mal eine kleine und feine Abwandlung des Klassikers. Daher möchte ich Euch heute meinen Pflaumenkuchen mit Rahmguss und Pistazien vorstellen. Sehr lecker, jedoch ein wenig zeitaufwändig, dafür lohnt sich die Mühe allemal. 

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Das Rezept ergibt entweder zwei kleine ca. 18 cm Durchmesser Tartes, eine große Tarte oder ein Blech.

 

Zubereitung Teig: 

* 200g Mehl

* 100g Butter

* 4g Salz 

* 20g Zucker 

* 80g Wasser 

Zunächst wird die zimmerwarme Butter zusammen mit dem Mehl, Wasser, Zucker und Salz verrieben und nur sehr kurz verknetet. Der Teig sollte nun kurz ruhen und daraufhin zu einem ca. 3mm dicken Boden ausgerollt und in die Form gelegt werden.

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Zubereitung Pflaumenfüllung: 

* 170g Dörrpflaumen (170g ist das Ausgangsgewicht

* Zimtstangen 

* Wasser 

* 20g Zucker 

* 1/2 TL Lebkuchengewürz 

* 40g Sultaninen 

* 40g gehackte Mandeln 

* 30g Pflaumengenschnaps 

* 40g Apfelsaft

* 10g echter Vanillezucker 

 

Die Dörrpflaumen werden mit den Zimtstangen und dem Wasser einige Stunden weich gekocht. Gebt genügend Wasser in Topf und lasst den Sud sehr, sehr langsam vor sich hin köcheln, nicht, dass es aus versehen noch anbrennt.

Sobald die Pflaumen weich sind, diese faschieren oder ganz fein mixen und die restlichen Zutaten in die Masse unterrühren. Nun sollte eine geschmeidige Masse entstanden sein. Falls die Konsistenz jedoch zu fest sein sollte, kann noch mit dem restlichen Kochwasser der Dörrpflaumen aufgefüllt und verflüssigt werden. Falls die Füllung zu weich geworden sein sollte, kann diese mit weiteren Mandeln oder Bröseln eingedickt werden. Die Füllung kommt nun in einen Dressierbeutel und kann auf dem Teig verteilt werden.

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Zubereitung Rahmguss: 

* 25g Zucker

* 1g Salz 

* 1 EL Vanillepuddingpulver

* 10g Vanillezucker

* 3 Eigelb

* 2 Eier 

* 320g Milch (40°C) 

* 135g Sahne (40°C) 

* Pistazienkerne und Mandelkerne gehackt 

Bis auf die Pistazienkerne werden nun alle Zutaten für den Rahmguss miteinander verrührt, ohne den Guss dabei zu schaumig zu schlagen.

Der Guss wird nun auf die Pflaumenfüllung geleert und bei 175°C zunächst einmal 25min gebacken. Jetzt werden die gehackten Pistazien- und Mandelkerne auf dem Pflaumenkuchen mit Rahmguss verteilt und der Kuchen wird noch so lange weiter gebacken, bis der Teig hellbraun wird und der Guss stockt.

 

Lasst Euch den Pflaumenkuchen mit Rahmguss und den leckeren Pistazienkernen gut schmecken! 

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Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel

Habt ihr Spaß am Backen? – Ich teste mich ja Stück für Stück ans Backen heran und es macht mir auch immer mehr Spaß, da ich langsam sicherer werde beim Kombinieren den Backzutaten. Doch wenn ich in der Küche stehe und Kuchen und Torten backe, dann beschleicht einen hin und wieder doch ein komisches Gefühl – wenn man die ganzen Kalorien vor sich sieht. Wenn man sich selbst und seine Lieben gesund ernähren möchte, dann ist die Vollkornversion nicht nur eine gesunde Alternative, sondern die Teige schmecken auch intensiver und nussiger. Die sättigenden Ballaststoffe im vollen Korn sorgen für eine natürliche Sättigung und ersparen uns so das lästige Kalorienzählen. 

Diese leckere und auch sehr experimentierfreudige Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel ist wirklich eine kleine Besonderheit. Ohne Zucker, mit Vollkornmehl, mit leckeren Vitaminen und noch mit einem toskanischen Duft nach Lavendel. Eine richtige Schlemmer-Ulraubs-Sommer-Torte. Meine Qualitätskontrolle war zunächst sehr skeptisch: „Lavendel in der Torte? – Schmeckt das nicht nach Mottenkugeln?“. Ja – genau das war die erste Reaktion auf meine Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel. Naja, eher die zweite, denn die erste war die Frage: „Ist das eine Pizza?“. 

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Nachdem geklärt war, dass es weder Pizza noch eine Mottenkugel-Torte ist, kam dann ein zögerlicher Versuch die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel  mal selbst zu testen. Zunächst nur ein kleines Gäbelchen von meinem Stück. Doch meine Qualitätskontrolle schnitt sich nach der Testgabel gleich ein großes Stück von der Torte ab und mampfte mit vollem Mund: „Hätte ja nicht gedacht, dass die Kreation so gut schmeckt“ und schob sich gleich die zweite Gabel in den Mund. 

Ich würde sagen: Die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel  hat die Qualitätskontrolle bestanden, trotz Vollkornmehl, trotz fehlendem Zucker und auch der Lavendel überzeugte. Also wenn ihr Euch mal an eine gesündere Torte trauen wollt, dann möchte ich Euch sagen: geschmacklich sehr lecker. Doch nun zum Rezept. 

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Zubereitung Teig für die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel: 

* 200g Dinkelvollkornmehl 

* 50g Mandeln 

* 125g Butter

* 2 EL Honig 

* 1 Ei 

* 1/4 TL gemahlene Vanille

* Butter für die Form 

* eventuell Sesam zum Ausstreuen 

 

Das Dinkelvollkornmehl wird mit den fein gemahlenen Mandeln vermischt. Nun kommen Honig, Butter, das Ei und die Vanille hinzu und es wird alles zu einem glatten Teig verknetet.

Die Springform wird ausgefettet und eventuell noch mit Sesam bestreut. Anschließend sollte der Teig in der Form für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt werden. In der Zwischenzeit kann der Backofen auf 220°C vorgeheizt werden.

Der Boden wird nun in der Mitte des Backofens bei 220°C für etwa 10min gebacken.

In der Zwischenzeit kann mit der weiteren Vorbereitung begonnen werden.

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Zubereitung Aprikosen-Johannisbeer-Lavendel-Guß: 

* 9 Aprikosen 

* 250g rote Johannisbeeren 

* 2 Eier 

* 200g saure Sahne 

* 4 EL Honig 

* frische Lavendelblüten 

 

Die Früchte werden gewaschen und vorbereitet. Die Aprikosen entkernt und halbiert, die Johannisbeeren nach dem Waschen von den Rispen gestreift.

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Für den Guß zunächst die Eier trennen. Die saure Sahne mit den Eigelben und dem Honig verrühren. Die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig darunter heben.

Den vorgebackenen Tortenboden aus dem Ofen nehmen und den Backofen auf 200°C zurück schalten.

Nun werden die Aprikosen mit der Wölbung nach oben auf den Tortenboden gelegt. Dabei im äußeren Kreis zwölf, im inneren sechs Hälften legen. Die Zwischenräume werden mit den roten Johannisbeeren ausgefüllt. Dann die Lavendelblüten darüber streuen und den Guß vorsichtig darüber verteilen.

Anschließend die Torte auf der untersten Ebene im Backofen noch eine halbe Stunde fertig backen.

Die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, den Rand mit einem spitzen Messer lösen und die Form vorsichtig entfernen.

Nun kann die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel  auf einem Kuchengitter auskühlen.

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Lasst Euch die Vollkorn-Aprikosentorte mit Johannisbeeren und Lavendel gut schmecken und viel Freude beim Nachbacken! 

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