Birnen Kekscreme Kuchen

Seid ihr noch auf der Suche nach einem schnellen, leckeren und einfachen Obstkuchen-Rezept für den kommenden Sonntag? Oder haben sich Freunde gerade kurzfristig angemeldet und stehen in einer Stunde vor der Tür? Dann hab ich genau den richtigen Kuchen für Euch. Meinen herbstlichen Birnen Kekscreme Kuchen.

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Ihr braucht nicht viele Zutaten und zur Not könnt ihr noch ein wenig improvisieren. Die Birne lässt sich auch durch Äpfel, Aprikosen, Pflaumen oder anderes Obst ersetzen. Seid einfach kreativ oder schaut was ihr im Haus habt. Genau so ist nämlich mein Birnen Kekscreme Kuchen auch entstanden. Ein Anruf „Hey, bist du zu Hause? – Ja – Hast du Zeit? – Lässt sich einrichten, klar. – Dann komme Ich in einer Stunde vorbei!“. Eigentlich ist es ja nicht nötig sich für Freunde „Stress“ zu machen, doch andererseits macht man Freunden eben auch gerne eine Freude. Daher bin ich nach diesem Anruf panisch durch die Küche gehüpft und hab verzweifelt nach Zutaten für einen Kuchen gesucht. Dabei ist bei mir eben mein Birnen Kekscreme Kuchen rausgekommen. Besonders gut war es, da er warm serviert wurde und als mein Besuch an der Tür läutete, duftete das ganze Haus nach frischem Kuchen. Ein Traum der Behaglichkeit. 

Dazu noch ein paar Kerzen und der ganze Herbstblues ist wie weg geweht. 

Doch nun genug der Worte, kommen wir zum Rezept von meinem Birnen Kekscreme Kuchen. 

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Zubereitung Birnen Kekscreme Kuchen: 

Zutaten für eine Springform von 26cm Durchmesser:

* 250g Mehl 

* 175g Zucker

* 1 Prise Salz 

* 1 Ei 

* 125g Margarine 

* ca. 3 EL Kekscreme

* Birne

* Zucker und Zimt 

 

Zunächst wird das Mehl in eine große Schüssel gesiebt, daraufhin mit dem Salz, dem Ei, 75g Zucker und der Margarine zu einem festen Mürbeteig verknetet. Dieser wird daraufhin in eine Folie gewickelt und etwa fünf Minuten in den Gefrierschrank gelegt. Eben so lange, bis ihr die Birnen geschnitten und gesäubert habt.

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Nun solltet ihr den Backofen auf 200°C vorheizen und die Form entweder einfetten oder mit einem Backpapier auslegen. Ich spanne meist ein Backpapier auf den Boden der Backform und fette nur den Rand der Form ganz leicht aus. So spart man sich ein wenig Fett und der Kuchen löst sich später ohne Probleme vom Backpapier.

Der Teig wird nun auf ein wenig Mehl sehr dünn (ca. 2,5-3mm) ausgerollt und in der Springform ausgelegt. Achtet darauf, dass der Rand ca. 3cm hoch wird. Den übrigen Teig abschneiden und bei Seite legen. Daraus werden später die Streusel.

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Auf dem Boden wird nun die Kekscreme verteilt. Die Birne wird nun in die gewünschten Stückgrößen geschnitten und auf die Kekscreme gelegt. Anschließend streut ihr Zucker und Zimt über die Birnen.

Den übrigen Teig nehmt ihr nun um daraus die Streusel für den Kuchen zu formen. Zerreibt ihn einfach zwischen den Fingerspitzen und verteilt die Streusel ein wenig gleichmäßig auf dem Kuchen.

Nun kommt der Birnen Kekscreme Kuchen mit Streuseln in den heißen Backofen und wird in 20-24min goldgelb gebacken. Ich hatte den Birnen Kekscreme Kuchen mit Streuseln 25min drin und er ist mir etwas zu dunkel geworden, daher würde ich euch eher 22min empfehlen, doch achtet einfach selbst auf die gewünschte Farbe des Kuchens.

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Warm schmeckt der Birnen Kekscreme Kuchen besonders lecker! Viel Freude mit dem Rezept! 

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Birnen-Rotkohl

Kohl gehört doch einfach in die kalte Jahreszeit.

Die verschiedenen Kohlsorten gelten als Gemüse für die Herbst- und Winterzeit. Man kann sich hierzulande einen Gänsebraten ohne Rotkohl kaum vorstellen, und Grünkohlgerichte gehören in Norddeutschland zur Winterzeit einfach dazu. Die Vielfalt der Kohlsorten ist groß, und groß sind auch die Unterschiede ihrer kulinarischen Wertschätzung und Verwendung in den verschiedenen Gegenden Deutschlands, Europas und der Welt. So ist der Grünkohl beispielsweise in Süddeutschland nicht sonderlich verbreitet, hier herrscht eher das Sauerkraut oder der Rotkohl vor. 

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Rotkohl – oder auch Blaukraut – so heißt es bei  mir zu Hause ist eines jener Gerichte, die direkt eine wunderbare Kindheitserinnerung bei mir wecken. Irgendwie gehört Blaukraut, Kartoffelbrei und dann vielleicht noch ein Fleischküchle für mich zur Winterzeit mit dazu. So gab es heute mal in Anlehnung an meine Kindheitserinnerung Rotkohl mit eingekochter Birne. Dazu ein Kartoffelpüree. Für die grauen Tage genau das Richtige!

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Zubereitung Rotkohl mit Birne:

* Rotkohl

* Rotwein

* Zimt

* Wasser

* Pfeffer

* Salz

* Zimt

* zwei Birnen

* Cranberries

* eine Zwiebel

* ein EL Honig

Den Rotkohl schön klein schneiden und gemeinsam mit der klein geschnittenen Zwiebel im Topf andünsten. Eine der beiden Birnen wird in kleine Stückchen geschnitten, die andere wird vom Kerngehäuse befreit und in Achtel geschnitten. Die Birnen und Cranberries kommen nun mit in den Topf. Es wird alles mit Rotwein abgelöscht und mit den Gewürzen abgeschmeckt. Dann köchelt alles eine Stunde vor sich hin – und fertig ist der Birnen-Rotkohl.

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Zubereitung Kartoffelpüree:

* Kartoffeln

* Milch

* Butter

* Muskatnuss

* Pfeffer und Salz

Die Kartoffeln werden weich gekocht und zerstampft. Nun kommt etwas heiße Milch, ein Esslöffel Butter und die Gewürze hinzu. Alles wird nun püriert, bis ein cremiges Püree entsteht. Einfach lecker! Dieses Kartoffelpüree geht so schnell, dass die Fertigprodukte einfach überflüssig werden. Und falls vom Kartoffelpüree noch etwas übrig bleiben sollte, so kann dieses am nächsten Tag mit einem Ei, etwas Speck und frischen Kräutern vermischt werden, auf ein Backblech gestrichen werden (so etwa ein fingerdick) und dann im Backofen gebacken werden. Das ist eine wunderbare Beilage zu weiteren Gerichten.

Lasst Euch den Birnen-Rotkohl gut schmecken! 

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Hutzelbrot

Das Hutzelbrot ist ein Brot mit Geschichte – nicht nur mit vielen Aromen. Es begleitete mich stets durch die Advents- und Weihnachtszeit. 

Früher hat meine Oma das Hutzelbrot gebacken und mit den Jahren hat dann meine Mutter das Hutzelbrot übernommen. Wenn man durchgefroren vom Spielen im Schnee nach Hause kam, dann war ein Hutzelbrot – mit Butter beschmiert – das Beste. Besonders wenn man sich dann wohlig warm vor dem Kachelofen wärmen konnte. Ein Gefühl von Geborgenheit und Kindheitserinnerungen. 

Das Hutzelbrot oder auch bekannt als Früchtebrot ist ein kleiner, saftiger Laib.  Das Brot hat einen saftigen, festen Teig und im Anschnitt sichtbare Frucht- und Mandelstücke. In vielen süddeutschen Haushalten wird das Hutzelbrot mit Mandeln oder Belegkirschen verziert – ich kenne es jedoch nur mit Puderzucker bestäubt. Daher möchte ich Euch hier meine klassische Version vorstellen. Das schöne ist, dass das Hutzelbrot sehr lange haltbar ist. Mehrere Wochen sogar. 

Die Brote können so in einer großen Anzahl bereits mehrere Wochen vor Weihnachten gebacken und kalt gelagert werden. 

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Im Süddeutschen Raum und in Österreich ist das Hutzelbrot verbreitet. Begonnen wurde mit dem Backen des Früchtebrots in den Tagen um den Andreastag am 30. November. In der Andreasnacht – oder auch Klopfa-Noah zogen junge masikierte Männer mit Gedichten von Haus zu Haus und baten um Gaben. Häufig bekamen sie dann auch das Hutzelbrot. 

Es gehörte mit anderen Herbstgaben teilweise zu den Festtagsspeisen am Nikolaustag und zu Gebäcktellern an den Adventssonntagen. Das Schöne an diesem Früchtebrot ist, dass es in der ursprünglichen Version all die Früchte und Gaben aus der Region und dem Garten mit aufgriff. Doch im Laufe der Jahrhunderte kamen natürlich mit zunehmendem Wohlstand auch weitere Zutaten hinzu. 

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Ein alter süddeutscher Verlobungsbrauch ist das Anschneiden des Früchtebrotes. Die Anschnitte des Früchtebrotes wurden von den Frauen im heiratsfähigen Alter an ihre Liebhaber verschenkt, um mittels glatter Schnittkanten ihre Zuneigung zu signalisieren oder mittels rauer Schnittkanten die Beziehung zu beenden.

Am Heiligen Abend oder am Stephanitag, der zweite Weihnachtsfeiertag, wurde das Früchtebrot vom Hausvater angeschnitten und verteilt. Die Kinder, Knechte, und Mägde bekamen einen Anteil. Um Glück in den Stall zu bringen, erhielten die Tiere Früchtebrot zu ihrem Futter hinzu. 

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Zubereitung: 

* 2,5 Kg gedörrte Birnenschnitze 

* 1,5 Kg Zwetschgen 

*500g  Rosinen 

* ein Glas Rotwein

* 500g geschälte, geschnittene Mandeln 

* 500g Feigen 

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale 

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* 60g Zimt 

* 8g gestoßene Nelken 

* 8g zerstoßene Fenchelsamen

* 15g Anis

* 1 Glas Kirschwasser 

* 60g Hefe

* 1,25 Kg feines Mehl 

* 2,75 Kg Mehl

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Zunächst müsst ihr für die Zubereitung zwei Tage Zeit einplanen. Zwar nicht durchgängig, doch der Teig muss etwas ruhen und die Früchte müssen auch den Geschmack aufnehmen.

Zunächst werden die Zwetschgen entkernt und dann gemeinsam mit den Birnenschnitzen mit Wasser und Zucker weich gekocht. Die Schnitze werden in zwei oder drei Teile zerschnitten und in einem Topf erst mal bei Seite gestellt, bis sie wieder ausgekühlt sind.

Die Rosinen kommen nun zeitgleich einige Zeit in das Glas Rotwein.

Das gekochte Obst wird in ein ziemlich großes Gefäß getan und mit den Rosinen, dem Rotwein, den Mandeln, den klein geschnittenen Feigen und dem Zitronat, Pomeranzenschalen und den Zitronenschalen aufgefüllt. Hinzu kommt nun der Zimt, die Nelken, der Fenchel, der Anis und ein Glas Kirschwasser(Schnaps).

Das Obst kann je nach Geschmack noch um Äpfel oder Walnüsse ergänzt werden. Dann wird das Früchtebrot fruchtiger, an der Teigmenge müsst ihr nichts ändern.

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Der Brotteig wird aus Teilen der erwärmten Schnitzbrühe, dem feinen Mehl (2,75Kg) gemacht. Aus der Hälfte des Mehls wird mit der Schnitzbrühe ein Vorteig gemacht. Diesen lässt man über Nacht gehen, schafft früh am nächsten Morgen mit der erwärmten restlichen Schnitzbrühe und der Hefe einen sehr festen Teig und nimmt dann die Hutzlemasse und das restliche Mehl hinzu. Nun heißt es fleißig kneten oder die Küchenmaschine bedienen.

Ist der Teig gleichmäßig durchgearbeitet, so wird er mit feinem Mehl bestreut und zugedeckt, wenn er nun weitere drei bis vier Stunden geruht ist, werden kleine Laibchen geformt. Diese Laibchen dürfen nun noch einmal ein bis zwei Stunden auf dem Backblech gehen.

Nun kommen sie in den vorgeheizten Backofen und werden wie normale Brote gebacken. Die Backzeit variiert und hängt von der Brotlaibgröße ab. Während des Backens werden die Brote ein bis zweimal mit Schnitzbrühe oder Zuckerwasser bestrichen. Danach können die Hutzelbrote auf einem Gitterblech auskühlen.

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Lasst es Euch gut schmecken! Perfekt zum Hutzelbrot ist etwas frische, süße Butter und ein heißer Früchtetee – mehr braucht ihr nicht! 

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nussiger Birnen-Topfenauflauf

feeskulinarium hat zum Herbstbeginn einen nussigen Birnen-Topfenauflauf mit gebracht. Topfen ist die süddeutsche oder auch österreichische Bezeichnung für Quark. Also gibt es heute einen leckeren Nuss-Birnen-Quarkauflauf. Ich bin auf das leckere Rezept von feeskulinarium gespannt. Ihr findet feeskulinarium selbstverständlich auch auf Facebook. Schaut doch einfach mal bei ihr auf dem Blog vorbei. 

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Ich mache mit beim tollen Event von Mimis Foodblog!! Sie hat Blogger zu einem “Goldenen Herbst” auf ihrer Seite eingeladen! Da mache ich natürlich sehr gerne mit.

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Vorgabe war nur, dass das Rezept neu auf dem Blog und herbstlich/regional ist. Gesagt, getan! Ich habe also meinen zuckerbestäubten Kochlöffel geschwungen und euch eine österreichische Mehlspeise vom Feinsten gezaubert! Obwohl dieser Birnen-Topfenauflauf eigentlich eine gut sättigende Hauptspeise ist, hat mein Mann den klitzekleinen Rest noch am anderen Morgen zum Frühstück verspeist. Das sagt glaube ich alles…! 😉 Ich bin jedenfalls immer noch ganz verliebt!

Damit ihr euch auch in diese herbstliche Köstlichkeit verlieben könnt, lasse ich euch heute das Rezept da! Die Birnen sind übrigens aus eigener Ernte. So herrlich saftige Birnen habe ich noch nie gegessen und werde wohl auch niiiie wieder welche kaufen! Erntet ihr auch euer eigenes Obst? Was kann man in eurem Garten pflücken? Ich bin ganz gespannt! 🙂

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Das braucht ihr dazu (für 4 Personen):

4 Birnen
1 Zitrone
80 Gramm sehr weiche Butter, plus ein wenig zum Ausstreichen der Form
100 Gramm Zucker
4 Eier
500 Gramm Topfen
50 Gramm Grieß
1 TL Backpulver, gestrichen
20 Gramm gehackte Haselnüsse

Und so geht’s:
Das Backrohr auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Birnen schälen und die Kerngehäuse entfernen. Eine große und tiefe Auflaufform mit etwas Butter ausstreichen und die Birnen mit der Schnittseite nach unten hineinlegen. Die Zitrone heiß waschen und die Schale von einer Hälfte der Zitrone abreiben. Mit dem Saft einer halben Zitrone beträufeln.

Butter mit Zucker und Eiern hellcremig aufschlagen. Dann Topfen, Grieß, Backpulver und den Saft von der 2ten Hälfte Zitrone hinzufügen und unterrühren. Über die Birnen gießen und die Masse mit den gehackten Haselnüssen bestreuen.

In der Mitte des Backrohrs ca. 55 Minuten backen. Wenn die Oberfläche zu dunkel wird, einfach  mit Backpapier abdecken (bitte keine Alufolie verwenden!). Herausnehmen, auf Teller verteilen, mit Staubzucker überstäuben und warm servieren.

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Wer diesen Leckerbissen als Nachspeise servieren möchte, oder wie wir nur zu zweit ist, kann die Menge auch sehr gut halbieren. Die Backzeit bleibt dabei gleich.

Außerdem auch gut möglich bei Nachspeisen: in kleineren, ofenfesten Förmchen backen, dann aber nur max. 40 Minuten backen!

 

Lasst es euch schmecken!

Fee

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