Kräuter-Mayonnaise

Einer der Klassiker in der Grillsaison ist meiner Meinung nach selbst gemachte Mayonnaise. Und da derzeit so viele frische und leckere Kräuter in den Gärten wachsen und auf dem Markt zu kaufen sind, gibt es bei mir dieses Wochenende eine Kräuter-Mayonnaise.

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Und diese möglichst frisch aufgeschlagen.

Ein Traum!

Hier möchte ich Euch gerne mein derzeitiges Lieblingsrezept vorstellen. 

 

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Ach ja, als heutige Kulisse für meine Fotos habe ich mein neuestes Schmuckstück genommen. Das ist ein alter Stuhl, den ich noch von meinen Urgroßeltern habe. Also ein richtig kleines Erbstück – dieses habe ich die letzten Tage weiß lackiert und noch ein wenig nachbearbeitet – shabby chic hat bei uns also Einzug gehabt. doch mit der schönen Geschichte meines Familienerbstückes ist der Stuhl etwas ganz besonderes geworden. 

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Doch genug von meinen neuesten Versuchen und zurück zum Rezept der Kräuter-Mayonnaise. Die steht heute ja im Mittelpunkt! 

Zubereitung: 

*  1Eigelb

* 2TL Senf

* 1TL Salz 

* 2TL weißer Balsamico-Essig

* 125ml Sonnenblumenöl 

* Dillspitzen

* ein paar Blätter Basilikum

* Schnittlauch 

* eine kleine Stange Liebstöckel

* eine kleine Hand voll Petersilie 

* eine kleine Knoblauchzehe 

* Zucker 

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Bei der Herstellung von Mayonnaise ist es wichtig, daß die Zutaten alle die gleiche Temperatur haben. Bitte unbedingt darauf achten, daß man nur sehr frische Eier dafür verwendet, damit der Gefahr einer Salmonelleninfektion entgeht. Auf äußerste Sauberkeit bei der Zubereitung sollte selbstverständlich geachtet werden.

Das Eigelb, den Senf, das Salz und den Balsamico-Essig so lange aufschlagen bis eine dicke Masse entstanden ist. Hierfür habe ich einfach meinen Pürierstab genommen.

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Während ich fleißig die ganze Zeit weiter püriere, kommt das Sonnenblumenöl hinzu. Achtet jedoch darauf, dass nicht das gesamte Öl auf einmal hinzu kommt, sondern immer nur ein paar Esslöffel auf einmal. Wenn die Mayonnaise schön fest ist, können die Kräuter hinzu.

Nun kommen die klein geschnittenen Kräuter und die Knoblauchzehe hinzu.

Dann nach Geschmack etwas Zucker hinzugeben und alles noch einmal aufschlagen. Die Kräuter-Mayonnaise sollte immer gut gekühlt und verschlossen aufbewahrt werden. Dann ist die selbstgemachte Mayonnaise ca. 8-10 Tage haltbar.

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Lasst es Euch schmecken! Die Kräuter-Mayonnaise gibt es bei mir immer mal wieder. 

gibt es bei mir immer mal wieder. 

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Vollkorn-Dinkel-Seelen

Mhmm…. Wie das duftet, frische Seelen direkt aus dem Backofen. Dazu ein wenig Butter – mehr ist nicht nötig! Ich hatte mal wieder Lust auf Vollkorn-Dinkel-Seelen <3

Dieses Rezept Seelen ist eine schwäbische Brotspezialität mit langer Tradition, welche wie die schwäbische Laugenbrezel, Hefezopf, Flachswickel etc. zu den so genannten Gebildbroten gehört und ursprünglich nur in Schwaben bekannt und verbreitet waren.
Die Rezepte dieser Brotarten wurden durch die jeweilige Formgebung, die Symbolik und das Aussehen des Gebäcks über Hunderte von Jahren unverändert weiter gegeben.
Die Seelen wurden früher an die Armen am Feiertag „Allerseelen“ verteilt. Daher kommt auch der Name “Seelen”.
Heute gibt es in jeder guten schwäbischen Bäckerei jeden Tag frisch gebackene Dinkel-Seelen zu kaufen.
Dinkel-Seelen sind, vor allem im Raum Stuttgart bis zum Bodensee, auch als Briegl oder Briegel bekannt, was auf Hochdeutsch soviel wie Stock oder Stecken heißt. Nur sind Briegl in der Form etwas kürzer und breiter. Echt schwäbische Seelen werden aus Dinkelmehl gebacken.

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Zubereitung (4 Seelen):

* 600 g Dinkelvollkornmehl Type 630

* 2 Würfel frische Hefe

* 1 TL Zucker

* 3 – 4 EL lauwarmes Wasser

* 1 gehäufter TL Salz (15 g)

* 300 – 400ml lauwarmes Wasser

Zum Bestreuen:

* Kümmelsamen und grobes Salz

Zubereitung:
Für die Zubereitung der Seelen zuerst die Hefe zusammen mit 1 TL Zucker und ein paar El lauwarmen Wasser, in einer Tasse verrühren. Eine Spur Mehl darüber streuen und etwa 10 Minuten in der warmen Küche stehen lassen.
Dinkelmehl in eine große Backschüssel geben.
Mit der Hand eine tiefe Mulde in das Mehl eindrücken.
Ringsum das Salz zum Mehl hinzu geben.
In die Mehlvertiefung die vor gegärte Hefe einfüllen.
Mit Hilfe des elektrischen Handmixers, mit den Knethaken, zusammen mit 300 -400ml lauwarmen Wasser, von der Mitte aus beginnend, alles zu einem weichen Brotteig zusammen kneten.
Zuletzt eventuell etwas Mehl hinzu geben. Da ich Vollkornmehl verwendet habe, ist meist etwas mehr Wasser nötig.

Brotteig aus Dinkelmehl ist etwas klebriger, was aber dazu gehört.

Den Brotteig mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
Anschließend den Teig zunächst in der Backschüssel, wiederum mit immer wieder etwas zusätzlichem Dinkelmehl kräftig durchkneten.
Den Teig auf die mit Mehl ausgestreute Tischplatte geben und in etwa 4 gleichschwere Teile teilen.
Jedes einzelne Teigstück auf der Tischplatte nochmals durchkneten, dabei eine dicke Rolle aus Teig formen.
Anschließend das Teigstück am oberen Ende fassen, dadurch zieht sich der Teig zu einer langen dünneren Rolle, in die Form einer Seele von selbst aus.

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Jede Seele sollte im rohen Zustand etwa 30 cm lang und 5 – 6 cm breit sein.

Die Seelen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmals für etwa 20 Minuten, zum Aufgehen des Brotteiges, in der warmen Küche, ohne Abdeckung stehen lassen.
Den Backofen auf 175 ° C vorheizen, dabei zuvor eine feuerfeste Schüssel mit kaltem Wasser auf den Boden der Backröhre stellen.
Kurz vor dem Backen, die Seelen mit lauwarmem Wasser einstreichen und mit Kümmel oder grobem Salz bestreuen.
Das Backblech mit den aufgegangenen Seelen in die Mitte der Backröhre einschieben und
bei 175 ° C, mit Ober/Unterhitze, 45 Minuten backen. Falls ihr die Seelen auf zwei Backbleche verteilt, benötigt das untere Backblech ein wenig länger.

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Lasst Euch die Vollkorn-Dinkel-Seelen gut schmecken!
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