Geflügelsalat mit Papaya

Es gibt so Tage, zum Beispiel Silvester oder Geburtstage, an denen möchte man seine Gäste und seine Lieben mit etwas ganz besonders Leckerem überraschen. Daher habe ich mir einen wunderbar fruchtigen und leicht zu machenenden Geflügelsalat mit Papaya überlegt und für heute Abend – Silvester – zubereitet. Die Papaya ist auch als Baummelone bekannt, aber sie ist dadurch nicht mit der echten Melone verwandt. Die unzähligen kleinen, kugeligen und schwarzen Samen sind in der Mitte der Frucht in einer geleeartigen Masse eingebettet. Die Kerne haben einen beißend scharfen Geschmack und sollten daher nicht unbedingt gegessen werden. Die Papaya hat einen sehr süßen Geschmack nach Waldmeister, Himbeeren und Aprikosen und stellt somit einen wunderbaren Kontrast zum Geflügel und Curry her. Ein deftig-süßer Traum. 

_DSC1535_DxO

Der Geflügelsalat mit der fruchtigen Note der Papaya passt super zu Raclette, für Buffets oder auch einfach so als ein ausgefallener Brotbelag. Falls ihr am Tag zuvor noch etwas Hähnchen oder anderes Geflügel übrig habt, dann passt es super. Ansonsten habt ihr etwas mehr Arbeit. Doch es hält sich alles im Rahmen. 

_DSC1532_DxO

 

Zubereitung Curry-Papaya-Mayonnaise: 

*  1 Eigelb

* 2 TL Senf

* 0.5 TL Salz 

* 2TL weißer Balsamico-Essig

* 1 EL Currypulver

* 125ml Sonnenblumenöl 

* Fruchtfleisch einer Papaya, entkernt und geschält 

 

Das Eigelb, den Senf, das Salz und den Balsamico-Essig so lange aufschlagen bis eine dicke Masse entstanden ist. Hierfür habe ich einfach meinen Pürierstab genommen. Nun kommt die klein geschnittene Papaya hinzu. Anschließend, während ich fleißig die ganze Zeit weiter püriere, kommt das Sonnenblumenöl hinzu.

Diese Curry-Papaya-Mayonnaise ist die Grundlage für den Geflügelsalat mit Papaya. Die Mayonnaise könnt ihr natürlich auch als Dipp essen.

 

_DSC1531_DxO

Weiterverarbeitung: 

* 500g Geflügelfleisch (gekocht) 

* ein Glas weißer Spargel

* eine Dose Erbsen und Karotten 

* zwei EL Essig

* Pfeffer 

Das gekochte Geflügelfleisch wird klein geschnitten. Es kommt der klein geschnittene Spargel und die Erbsen und Karotten aus der Dose hinzu.

Der halbe Saft der Dose von den Erbsen und Karotten kommt mit der Mayonnaise und zwei Esslöffel Essig zusammen in den Mixer. Ebenso kommt nun etwas Pfeffer hinzu. Wenn alles eine schöne Konsistenz hat, kommt die Salatsauce mit in die Schüssel und es wird gut durchmischt. Dieser Salat sollte nun möglichst schnell bis zum Verzehr in den Kühlschrank, da ja frische Mayonnaise verarbeitet wurde.

_DSC1528_DxO

Bei uns gibt es diesen Geflügelsalat als Beilage zum silvesterlichen Raclette.

Lasst Euch den Geflügelsalat mit Papaya gut schmecken! 

Facebookpinterestinstagram

Weißweinrisotto mit Granatapfel und Prinzessböhnchen

Nach den Weihnachtsfeiertagen wünsche ich mir hin und wieder ein einfaches und schnelles Essen. Und wenn es dann auch noch aus ein paar Resten der Feiertagsgerichte zu zaubern ist, dann ist es doch gleich noch praktisch und lecker. Genau so ist mein Weißweinrisotto mit Granatapfel und Prinzessböhnchen entstanden. Ich habe mich einfach mal durch unseren Kühlschrank gewühlt und versucht ein leckeres Essen zu zaubern. Und es ist auch noch gelungen. Die deftig – süße Mischung des Weißweinrisottos mit Bergkäse, Granatapfel und den Prinzessböhnchen – ein weihnachtlicher Schmaus – und eine wunderbare Abwechslung zu den Feiertagen. 

_DSC1479_DxO

Risotto ist ein Klassiker der italienischen Kochkunst. Das Reisgericht basiert auf den Grundzutaten Risottoreis, Wein, Brühe oder Fond sowie Hartkäse. Und das Schöne ist, dass man mit allen weiteren Zutaten beliebig experimentieren kann. So entstehen sehr viele unterschiedliche Risotto-Variationen. Oder man kann ein Risotto, wenn man die nötigen Grundzutaten im Hause hat, auch wunderbar für die Resteküche verwenden. Ähnlich wie Pizza. Und das schöne ist, dass die ausgefallensten Rezepte meist auch die Leckersten sind. So entstehen immer wunderbare, neue Rezepte. 

_DSC1476_DxO

 

Zubereitung Weißweinrisotto mit Bergkäse: 

* 280g Reis (Milchreis oder Risotto-Reis) 

* 0,5l Gemüsefond 

* 3 EL Olivenöl

* ein halber Teelöffel Muskatnuss

* eine halbe Zitrone

* 50g Bergkäse

* Pfeffer

* Fleure de Sel 

* 10g fein geriebener Parmesan 

* 0,5l Weißwein 

* 0,3l Sahne

* 20g Speck 

Die Zitronenschale, am besten mit einem Zestenreißer, in kurzen Streifen abschälen. Zitronenschale und Olivenöl mischen und beiseite stellen.

Fond, Saft einer halben Zitrone, Pfeffer, Fleure de Sel und Muskatnuss aufkochen und warm halten. Speck in zwei EL des Zitronen-Öls bei mittlerer Hitze glasig braten. Reis unterrühren und kurz mitbraten. Mit Weißwein ablöschen und verdampfen lassen. Mit so viel heißem Fond dann wieder auffüllen, dass der Reis knapp bedeckt ist. Nun darf das Weißwein-Risotto noch 17–20 Minuten bei mittlerer Hitze offen garen. Dabei nach und nach den restlichen Fond, Weißwein und die Sahne zugeben und häufig umrühren.

Risotto mit Parmesan und der restlichen Zitronen-Öl-Mischung anrichten.

_DSC1482_DxO

 

Zubereitung Prinzessböhnchen: 

* frische, grüne Bohnen

* Pancetta

Die Bohnen sollten in Salzwasser gekocht werden, daraufhin umwickelt ihr sie mit Pancetta und bratet sie in einer Pfanne kurz an. Und fertig sind die Prinzessböhnchen.

 

Nun könnt ihr noch etwas Granatapfelkerne und Bergkäse über euer Essen streuen und fertig ist ein leckerer Schmaus.

Lasst Euch das Weißweinrisotto mit Granatapfel und Prinzessböhnchen gut schmecken! 

Facebookpinterestinstagram

Hutzelbrot

Das Hutzelbrot ist ein Brot mit Geschichte – nicht nur mit vielen Aromen. Es begleitete mich stets durch die Advents- und Weihnachtszeit. 

Früher hat meine Oma das Hutzelbrot gebacken und mit den Jahren hat dann meine Mutter das Hutzelbrot übernommen. Wenn man durchgefroren vom Spielen im Schnee nach Hause kam, dann war ein Hutzelbrot – mit Butter beschmiert – das Beste. Besonders wenn man sich dann wohlig warm vor dem Kachelofen wärmen konnte. Ein Gefühl von Geborgenheit und Kindheitserinnerungen. 

Das Hutzelbrot oder auch bekannt als Früchtebrot ist ein kleiner, saftiger Laib.  Das Brot hat einen saftigen, festen Teig und im Anschnitt sichtbare Frucht- und Mandelstücke. In vielen süddeutschen Haushalten wird das Hutzelbrot mit Mandeln oder Belegkirschen verziert – ich kenne es jedoch nur mit Puderzucker bestäubt. Daher möchte ich Euch hier meine klassische Version vorstellen. Das schöne ist, dass das Hutzelbrot sehr lange haltbar ist. Mehrere Wochen sogar. 

Die Brote können so in einer großen Anzahl bereits mehrere Wochen vor Weihnachten gebacken und kalt gelagert werden. 

_DSC1369_DxO

Im Süddeutschen Raum und in Österreich ist das Hutzelbrot verbreitet. Begonnen wurde mit dem Backen des Früchtebrots in den Tagen um den Andreastag am 30. November. In der Andreasnacht – oder auch Klopfa-Noah zogen junge masikierte Männer mit Gedichten von Haus zu Haus und baten um Gaben. Häufig bekamen sie dann auch das Hutzelbrot. 

Es gehörte mit anderen Herbstgaben teilweise zu den Festtagsspeisen am Nikolaustag und zu Gebäcktellern an den Adventssonntagen. Das Schöne an diesem Früchtebrot ist, dass es in der ursprünglichen Version all die Früchte und Gaben aus der Region und dem Garten mit aufgriff. Doch im Laufe der Jahrhunderte kamen natürlich mit zunehmendem Wohlstand auch weitere Zutaten hinzu. 

_DSC1388_DxO

Ein alter süddeutscher Verlobungsbrauch ist das Anschneiden des Früchtebrotes. Die Anschnitte des Früchtebrotes wurden von den Frauen im heiratsfähigen Alter an ihre Liebhaber verschenkt, um mittels glatter Schnittkanten ihre Zuneigung zu signalisieren oder mittels rauer Schnittkanten die Beziehung zu beenden.

Am Heiligen Abend oder am Stephanitag, der zweite Weihnachtsfeiertag, wurde das Früchtebrot vom Hausvater angeschnitten und verteilt. Die Kinder, Knechte, und Mägde bekamen einen Anteil. Um Glück in den Stall zu bringen, erhielten die Tiere Früchtebrot zu ihrem Futter hinzu. 

_DSC1372_DxO

Zubereitung: 

* 2,5 Kg gedörrte Birnenschnitze 

* 1,5 Kg Zwetschgen 

*500g  Rosinen 

* ein Glas Rotwein

* 500g geschälte, geschnittene Mandeln 

* 500g Feigen 

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale 

* Zitronenzesten von zwei Zitronen

* 60g Zimt 

* 8g gestoßene Nelken 

* 8g zerstoßene Fenchelsamen

* 15g Anis

* 1 Glas Kirschwasser 

* 60g Hefe

* 1,25 Kg feines Mehl 

* 2,75 Kg Mehl

_DSC1365_DxO

Zunächst müsst ihr für die Zubereitung zwei Tage Zeit einplanen. Zwar nicht durchgängig, doch der Teig muss etwas ruhen und die Früchte müssen auch den Geschmack aufnehmen.

Zunächst werden die Zwetschgen entkernt und dann gemeinsam mit den Birnenschnitzen mit Wasser und Zucker weich gekocht. Die Schnitze werden in zwei oder drei Teile zerschnitten und in einem Topf erst mal bei Seite gestellt, bis sie wieder ausgekühlt sind.

Die Rosinen kommen nun zeitgleich einige Zeit in das Glas Rotwein.

Das gekochte Obst wird in ein ziemlich großes Gefäß getan und mit den Rosinen, dem Rotwein, den Mandeln, den klein geschnittenen Feigen und dem Zitronat, Pomeranzenschalen und den Zitronenschalen aufgefüllt. Hinzu kommt nun der Zimt, die Nelken, der Fenchel, der Anis und ein Glas Kirschwasser(Schnaps).

Das Obst kann je nach Geschmack noch um Äpfel oder Walnüsse ergänzt werden. Dann wird das Früchtebrot fruchtiger, an der Teigmenge müsst ihr nichts ändern.

_DSC1384_DxO

Der Brotteig wird aus Teilen der erwärmten Schnitzbrühe, dem feinen Mehl (2,75Kg) gemacht. Aus der Hälfte des Mehls wird mit der Schnitzbrühe ein Vorteig gemacht. Diesen lässt man über Nacht gehen, schafft früh am nächsten Morgen mit der erwärmten restlichen Schnitzbrühe und der Hefe einen sehr festen Teig und nimmt dann die Hutzlemasse und das restliche Mehl hinzu. Nun heißt es fleißig kneten oder die Küchenmaschine bedienen.

Ist der Teig gleichmäßig durchgearbeitet, so wird er mit feinem Mehl bestreut und zugedeckt, wenn er nun weitere drei bis vier Stunden geruht ist, werden kleine Laibchen geformt. Diese Laibchen dürfen nun noch einmal ein bis zwei Stunden auf dem Backblech gehen.

Nun kommen sie in den vorgeheizten Backofen und werden wie normale Brote gebacken. Die Backzeit variiert und hängt von der Brotlaibgröße ab. Während des Backens werden die Brote ein bis zweimal mit Schnitzbrühe oder Zuckerwasser bestrichen. Danach können die Hutzelbrote auf einem Gitterblech auskühlen.

_DSC1369_DxO

Lasst es Euch gut schmecken! Perfekt zum Hutzelbrot ist etwas frische, süße Butter und ein heißer Früchtetee – mehr braucht ihr nicht! 

Facebookpinterestinstagram

Kümmel-Käse Häppchen

Plant ihr mal wieder einen gemütlichen Abend zu zweit zu Hause. Oder seid ihr noch auf der Suche nach einer schönen Ergänzung für euer nächstes Buffet? Da hätte ich eine kleine, feine Leckerei für Euch. Kümmel-Käse Häppchen, schön zart im Blätterteig. Dazu noch ein paar Himbeeren und es kann sogar als ein deftig-süßes Dessert verzaubern. Simpel und schnell. Ein wahrer Küchentraum. 

Besonders da ich die Kombination Kümmel und Käse – besonders mit einer frischen und fruchtigen Variante sehr empfehlen kann. 

11150219_1573147562942550_1011086233765986274_n (1)

 

Zubereitung: 

* Blätterteig 

* Weikäse / weißer Schimmelkäse 

* zwei Eigelb

* zwei Esslöffel Milch

* ein Esslöffel Sonnenblumenöl

* schwarzer Kümmel (nach Belieben) 

* grobes Meersalz 

Für die leckeren Kümmel-Käse Häppchen müsst ihr nicht sonderlich viel Vorbereitungszeit einplanen. Ganz im Gegenteil, wenn die Zutaten zu Hause sind, dann ist dies eine schnelle und leckere Nascherei – bzw. ein wunderbares Dessert.

Zunächst schneidet ihr den Käse in die gewünschte Häppchengröße. Ich hatte so 2,5 x 2,5 cm Stückchen. Diese werden nun mit dem Blätterteig eingepackt. Achtet darauf, dass alle Seiten der kleinen Käse-Häppchen mit Blätterteig eingepackt sind, sonst läuft zu viel Käse aus.

Diese kleinen Häppchen kommen anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.

Nun wird das Eigelb mit der Milch und dem Öl in einem kleinen Schüsselchen verrührt und mit einem Pinsel auf den Blätterteig aufgetragen.

10308163_1572580576332582_1504938254464021645_n (1)

 

Die bestrichenen Kümmel- Käse Häppchen werden nun nach Belieben mit Meersalz und schwarzem Kümmel bestreut.

Das Blech mit den vorbereiteten kleinen Häppchen kommt nun in den auf 130°C vorgeheizten Backofen. Nach 12 bis 15 Minuten müssten sie fertig und servierbereit sein.

Dazu kann ich wunderbar frische Himbeeren und einen fruchtigen Weißwein empfehlen. Natürlich solltet ihr vor dem Servieren die frischen Himbeeren noch kurz abwaschen. Doch das war es dann auch schon an Vorbereitung.

Lasst Euch die Kümmel-Käse Häppchen gut schmecken!

Egal ob an einem gemütlichen Fernsehabend, als Dessert oder als Buffet-Ergänzung – sie sind immer wunderbar lecker. Ihr habt die Wahl, ob ihr die Häppchen wieder erkalten lassen wollt oder sie direkt mit dem flüssigen Käse-Kern genießt. Beides schmeckt sehr gut!

Facebookpinterestinstagram

Glühweingelee

Mit meinem Glühweingelee mache ich bei der Adventskalender-Aktion von Sandys Kitchendreams mit. Schaut doch mal bei Ihr vorbei und lasst Euch überraschen, was hinter den anderen Adventskalendertürchen Leckeres auf Euch wartet! 

Um die Weihnachtszeit liebe ich Glühweingelee. Es ist wunderbar auf Weihnachtsgebäck zu verarbeiten, passt sehr gut zu Wildgerichten, schmeckt super auf einem frisch gebackenem Brötchen und als ein kleines Geschenk an liebe Menschen, ist es stets eine große Überraschung.

_DSC1274_DxO

Das schöne ist, es ist sehr schnell und leicht zu zubereiten. Man sollte jedoch schon ein paar Wochen vor Weihnachten das Gelee einkochen, da die Gewürze dann etwas mehr Zeit haben ihren vollen Geschmack abzugeben.

_DSC1258_DxO

Zubereitung: 

* 1,5 Liter Rotwein

* 1 kg Gelierzucker (3:1) 

* 2 Schoten Borbon-Vanille 

* 16 Kardamom Kapseln 

* 8 Stück echter Sternanis

* 4 Zimtstangen 

* 40 Gewürznelken 

* unbehandelte Zitronenschale

* unbehandelte Orangenschale 

* Saft der Zitronen und Orangen 

_DSC1242_DxO

Das Rezept reicht für 7-8 Glühweingeleegläser (230ml Gläser).

In jedes Geleeglas (im Idealfall ein 230ml Glas) kommt eine viertel Schote einer frischen Borbon-Vanille, zwei Kapseln Kradamom, ein echter Sternanis, eine halbe Zimtstange, 5 Gewürznelken, ein Stück einer unbehandelten Zitronenschale und ein Stück einer unbehandelten Orangenschale.

_DSC1259_DxO

Nun wird der Saft der Zitrone und Orange gemeinsam mit 1,5l Rotwein erhitzt. Es kommt noch 1 kg Gelierzucker (3:1) hinzu. Unter ständigem Rühren wird das Gelee erhitzt und mit der Gelierprobe immer wieder getestet, wann die perfekte Gelee-Konsistenz erreicht ist. Dann wird das Gelee in die vorbereiteten Gläser gefüllt, diese werden verschraubt und auf den Kopf gestellt. Wenn sie völlig abgekühlt sind, wieder umdrehen und fertig.

_DSC1279_DxO

Nach ca. drei Wochen hat das Gelee den vollen Geschmack erreicht. Es hält sich jedoch auch sehr lange und verliert nicht an Geschmack. Sehr zu empfehlen und in der Weihnachtszeit immer wieder ein Gaumenschmaus ♡

Facebookpinterestinstagram

Weiße Lebkuchen

Weiße Lebkuchen unterscheiden sich von den braunen Lebkuchen durch ihren hohen Eianteil. Eigentlich sind die weißen Lebkuchen Rechteckig auf Oblaten und ohne Glasur. Jedoch möchte ich Euch heute ein Rezept für Weiße Lebkuchen vorstellen, das ein wenig abweicht. 

Die Grundlage dieses leckeren Lebkuchenrezeptes bildet ein Rezept aus dem Neuen Stuttgarter Kochbuch – oder bewährte und vollständige Anweisung zur schmackhaften Zubereitung aller Arten von Speißen, Backwerk, Gefrorenem, Eingemachtem u.f.m. von Friedericke Luise Löffler.

_DSC1280_DxO

Das Koch- und Backbuch muss um die Jahrhundertwende der reinste Renner gewesen sein, denn 1902 wurde mein Exemplar bereits in der 22. Auflage veröffentlicht. Und die Rezepte waren damals schon über 100 Jahre alt, so steht es zumindest im Vorwort. 

_DSC1272_DxO

“Die erste Verfasserin dieses Kochbuchs, Frau Friericke Luise Löffler in Stuttgart, war “Landschaftsköchin”, d.h. Köchin der zusammen speißenden Abgeordneten, genannt “Landschaft”, des damaligen Herzogtums Württemberg, eine Stellung, welche die allgemeine und höchste Anerkennung ihrer Kochkunst beweißt. 

Sie war gleichsam die erste Köchin des Landes, ihr Kochbuch dessen erstes Kochbuch, und diesem Ruhm hat dasselbe seither, seit über hundert Jahren bewahrt”. 

_DSC1287_DxO

Die weißen Lebkuchen unterscheiden sich noch in einem sehr schönen Punkt von den üblichen Lebkuchenrezepten: Die Bearbeitungs- und Ruhezeit des Teiges ist sehr “kurz”. Zumindest für traditionelle Lebkuchenrezepte. So können die Lebkuchen auch an einem Tag zubereitet werden, ohne dass mit einer langen Ruhezeit gerechnet werden muss. 

Doch geschmacklich tut dies mit diesem leckeren Rezept keinen Abbruch. Ihr werdet genau so begeistert sein wie ich! Schön saftig, zart und süß im Geschmack – dazu die würzige Weihnachtsnote. Sehr lecker. 

_DSC1261_DxO

Doch probiert sie einfach selbst! 

Zubereitung: 

* 500g gestoßener Zucker (ich habe mich für Puderzucker entschieden) 

* 3 Eier 

* 125g in Wüfel geschnittene Mandeln

* 125g Zitronat

* 125g Pomeranzenschale

* 125g Orangat 

* die Schale von einer Zitrone

* 15g Zimt 

* 4g Muskatblüte 

* 15g Pottasche

* Mark einer Vanille-Schote 

* 50g Pistazien

* etwas Nelken, zerstoßen  

* 500g Mehl 

_DSC1265_DxO

Der Zucker wird mit den Eiern drei Viertelstunden gerührt. Ich habe diese Backangabe mal in die heutige Zeit übertragen, mit einem elektrischen Handrührgerät haben ich auf einer hohen Stufe den Zucker mit den Eiern 15min lang gerührt. Anschließend kommen alle Zutaten bis auf das Mehl mit hinzu. Diese Masse wird nun kräftig miteinander verrührt.

_DSC1269_DxO

Anschließend wird das Mehl hineingeschafft. Der Teig kann nun noch eine Stunde im Kühlschrank ruhen und wird dann ausgewellt, zu kleinen Lebkuchen auf den Oblaten verarbeitet und auf ein bestrichenes, mit Mehl bestreutes Blech gesetzt und in gutem Ofen gebacken.

Diese Backanleitung habe ich mal in unsere heutigen Backgewohnheiten “übersetzt”. Den Backofen auf 160 Grad, Umluft 140 Grad, Gas Stufe 2 vorheizen.

_DSC1269_DxO

Backoblaten auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Mit einem Teelöffel kleine Teighäufchen auf die Oblaten streichen, so dass die Oblaten vollständig bedeckt sind. Im Ofen etwa 12-14 Minuten backen, dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Falls Ihr Mandeln auf den Lebkuchen wollt, solltet ihr die vor dem Backen auf die Lebkuchen platzieren. Anschließend könnt ihr die nicht dekorierten Lebkuchen noch mit Schokolade dekorieren.

_DSC1292_DxO

Weiße Lebkuchen sind wirklich etwas Leckeres! Lasst sie Euch gut schmecken! 

 

Facebookpinterestinstagram

Dreierlei Bolognese mit Tütchen

Oh jeh… wo beginne ich denn nun? Eigentlich koche ich seit Jahren ohne Tütchen. Ich habe sogar so etwas wie Aversionen gegenüber der Tütchenkost mit den Jahren entwickelt. Einerseits schmecken mir die Produkte nicht sonderlich, andererseits möchte ich bewusst aus gesundheitlichen Gründen auf Geschmacksverstärker, diverse E-Nummern, Soßenbinder, Gemüsebrühen mit Hefeextrakten etc. in der heimischen Küche und auf meinem Blog verzichten. Doch wenn ich ehrlich bin – außer Haus esse ich auch mal Pommes, ich esse und mag Chips, Schokolade mache ich auch nicht immer selbst, ich mag Eis – natürlich auch das gekauft und das selbst gemachte – ich kaufe Würzmischungen (Curry) und versuche darauf zu achten, dass keine der “bösen” Dinge drin sind. Ich merke jedoch auch mit den Jahren, dass sich mein Geschmack verändert hat. Seit dem zu Hause hauptsächlich frisch und ohne Schnick-Schnack gekocht wird, vertrage ich die Soßen und Gerichte mit den kleinen Helferlein nicht mehr sonderlich gut. Irgendwie hat sich sowohl mein Magen als auch mein Geschmackssinn umgestellt. 

Und ihr wisst es ja selbst, ich versuche Euch Rezepte vorzustellen, die ohne diesen Schnick-Schnack aus kommen. Das steht auch mehr als deutlich auf meinem Blog. Und dann bekomme ich im Herbst diesen Jahres eine Einladung zu Knorr. Ein Wochenende mit anderen Bloggern um das neue Produkt – KNORR Latürlich Lecker – vom Hause Knorr kennen zu lernen, zu testen und Fragen zu stellen. 

Die ersten ein, zwei Tage habe ich die Einladung und die E-Mail ignoriert. In gewisser Weise fand ich es dreist – ich fühlte mich als Bloggerin aus Überzeugung auch nicht ernst genommen. Das war meine erste Reaktion. 

In Gesprächen mit Freunden und meiner Familie ergab sich dann ein ganz neuer Gesichtspunkt. Genau WEIL ich mich bewusst gegen Tütchen, den Schnick-Schnack und die kleinen Helferlein ausspreche, diese nicht verwende und mich bewusst für eine Küche ohne Hefeextrakte, ohne Geschmacksverstärker etc. positioniere, wurde ich eingeladen.

Nein, nicht zum Überzeugen, sondern da sich anscheinend auf dem Tütchenmarkt etwas tut. 

Das ging bei mir bisher komplett an meiner persönlichen Wahrnehmung vorbei, doch im Laufe der letzten Jahre entwickelt sich zum Glück ein bewussterer Umgang mit Essen und der Zubereitung von Nahrung.

_DSC1088_DxO

Nach einigem Abwägen entschied ich mich dann doch an diesem Wochenende teilzunehmen. Erstens lernt man nie aus. Daher sah ich es als Chance sowohl andere Blogger kennen zu lernen als auch hinter die Kulissen von Knorr zu sehen. So häufig bekommt man diese Möglichkeit auch nicht und ich bilde mir sehr gerne ein begründetes Urteil. 

Und zweitens, für ein begründetes Urteil benötigt man jedoch Informationen und die Möglichkeit Fragen zu stellen, in diesem Fall mal in die anderen Kochtöpfe – und hinter die Kulissen zu schauen. Diese Möglichkeit wollte ich wahrnehmen und meldete mich an. 

_DSC1092_DxO

Es hört sich komisch an, doch es war für mich eine sehr große Überwindung – doch im Nachhinein bereue ich es nicht. Ganz im Gegenteil. 

Ich bin froh, das unsere Fragen ernst genommen und beantwortet wurden. 

Ohne Geschmacksverstärker.

Ohne Aromen.

Ohne künstliche Zusätze.

Ohne Hefeextrakte.

Das hörte sich für mich doch sehr seltsam an – besonders von Knorr. Und ja – ich war sehr voreingenommen. Tütchen ohne Geschmacksverstärker – geht das denn? Ich wurde eines Besseren belehrt.

_DSC1037_DxO

Die neue Ausrichtung ist eine Gewürzmischung und kein reduziertes Fertiggericht. Und ich muss ja gestehen, dass ich auch Gewürzmischungen im Schrank habe. Sei es nur Curry, wie eingangs schon erläutert – oder mein selbst gemachtes Brotgewürz, mein selbst gemachtes Kräutersalz, Vanillezucker, Puddingpulver oder oder oder… Die Liste ist lang.Hört sich für Euch eventuell seltsam an, doch das musste ich mir zunächst einmal selbst eingestehen, bevor ich versuchte unvoreingenommen an diesem Wochenende teil zu nehmen. 

_DSC1096_DxO

Ich freue mich sehr, dass wir uns untereinander austauschen konnten und ich habe interessante Menschen kennen gelernt – es ist schön zu sehen, wer sich hinter den einzelnen Blogs verbirgt und welche Gemeinsamkeiten einen noch neben dem Bloggen verbinden. 

Ich könnte jetzt sehr umfangreich über den Ablauf des Wochenendes berichten, doch es existiert bereits ein sehr informativer und aufschlussreicher – und meiner Ansicht nach auch objektiver Bericht über das Wochenende bei KNORR. Daher möchte ich Euch auf die Seite von Tina verweisen.

Zwei Tage bei Knorr, ein Stop-Motion-Video und ein Cowboy Essen

Ihren Artikel kann ich nur empfehlen!

Ich persönlich bin nach diesem Wochenende zu dem Schluss gekommen, dass für meine Geschmacksnerven die Gewürzmischungen zu süß sind. Das ist jedoch Geschmackssache und Nachwürzen ist ja immer möglich.

Jedoch ist die neue Linie von Knorr ein ehrliches Tütchen. Wenn es das denn überhaupt gibt. Wenn jemand aus Zeitnot, fehlenden Kochkenntnissen oder aus Gewohnheit diese Produkte verwendet (es ist ja immer eine freiwillige und bewusste Entscheidung), dann sind sie nichts anderes als eine Gewürzmischung mit Rezeptvorschlag. Unter diesem Aspekt denke ich mir, sind die Tütchen immer noch sinnvoller als sich ausschließlich von Fertiggerichten zu ernähren.

_DSC1056_DxO

Im Rahmen dieses Wochenendes wurden Rezeptvariationen mit den Tütchen von uns Bloggern entwickelt. Ich war gemeinsam mit Ben, Viola, Andrea, Silvia in der Bolognese-Gruppe und wir haben drei Variationen der Bolognese entwickelt. So gab es dann bei uns Dreierlei Bolognese mit Tütchen.  Diese Rezepte möchte ich Euch heute gerne vorstellen. Danke an Euch für die gemeinsame Arbeit und die drei wirklich sehr leckeren Rezepte.

Ihr werdet eins merken bei den Rezepten: wir haben gekocht! Wir haben frische und leckere Zutaten verwendet und das Tütchen kam nur als Gewürzmischung zum Einsatz. Es war wirklich lecker – und ja – ich bin an diesem Wochenende über meinen eigenen Schatten gesprungen.

So, nun geht es dann mal an die Rezepte! 

_DSC1131_DxO

Bolo-Dip: 

* 1 Beutel KNORR Natürlich Lecker! Spaghetti Bolognese

* 125 ml Wasser

* 150 g Griechischer Joghurt

* 100 g Quark

* 2–3 Prisen Salz

* 1 Prise Pfeffer

* Saft einer ¼ Zitrone

* Abrieb einer ¼ Zitrone

Zubereitung:

Beutelinhalt KNORR Natürlich Lecker! Spaghetti Bolognese in 125 ml Wasser einrühren, erhitzen und abkühlen lassen. Die restlichen Zutaten mit einem Schneebesen unterheben und den Dip abschmecken. Dip bis zum Verzehr kalt stellen.

Tipp: Dazu passen Gemüsesticks.

_DSC1113_DxO

Bulgursalat – Zutaten für 4 Portionen:

* 1 Beutel KNORR Natürlich Lecker! Spaghetti Bolognese

* 200 g Bulgur

* 1 Tomate

* ¼ Salatgurke

* ½ Paprika

* ½ Zwiebel

* 1 Frühlingszwiebel

* 1 Bund Sellerieblätter

* 10 schwarze Oliven ohne Stein

* 1 Stängel Dill

* 1 Stängel Minze

* 1 Granatapfel

* ½ Aubergine

* 1 Stängel Rosmarin

* 1 Knoblauchzehe

* 30 g Cashewkerne

* Zimt

* 1 Prise Salz

* Pfeffer

* 30 g Olivenöl

* 150 g Feta

* 1 Zitrone

_DSC1100_DxO

Zubereitung:

Beutelinhalt KNORR Natürlich Lecker! Spaghetti Bolognese in 500 ml Waser einrühren

und zum Kochen bringen. 5 Minuten köcheln lassen. 200 g der Flüssigkeit über den Bulgur gießen und abgedeckt 20 Minuten ziehen lassen.

Inzwischen das Gemüse putzen und würfeln. Kräuter (außer den Rosmarin und den Knoblauch) hacken und Granatapfel entkernen.

Aubergine in einer heißen Pfanne mit Öl, Rosmarin und angedrückter Knoblauchzehe anbraten. Pfanne beiseite stellen. Cashewkerne karamellisieren und anschließend grob hacken. Ebenfalls beiseite stellen.

Zum weich gegarten Bulgur das Olivenöl geben und mit Zimt, Salz, Pfeffer und Dill würzen. Das gewürfelte Gemüse und 2/3 der Granatapfelkerne zum Bulgur geben. Alles gut mischen. Minze in heißem Öl frittieren und anschließend auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.

2/3 des Fetas zerkrümeln und über den Salat geben. Danach erneut gut durchmischen. Zitronensaft über den Bulgursalat geben und nach Wunsch abschmecken. Zum Schluss die übrigen Granatapfelkerne, den Feta, die Minze und die Cashewkerne auf dem angerichteten Bulgursalat drapieren.

 

_DSC1119_DxO

Gazpacho mit Johannisbeeren und Gambas Zutaten für 4 Portionen:

* 1 Beutel KNORR Natürlich Lecker! Spaghetti Bolognese

* 250 ml Wasser

* 2 Tomaten

* ½ Salatgurke

* 1 Knoblauchzehe

* ½ rote Zwiebel

* 1 rote Paprika

* 3 Stangen Staudensellerie

* 2 TL Zucker

* 1 TL Salz

* 125 g Johannisbeeren

* 1 Prise Cayenne-Pfeffer

* 3 Prisen schwarzer Pfeffer

* 1 EL Himbeeressig

* 150 ml Olivenöl

* 4 große Gambas (küchenfertig)

* 1 EL Butter

* 1 Zweig Rosmarin

* 1 Knoblauchzehe

* Meersalz

Zubereitung:

1 Beutelinhalt KNORR Natürlich Lecker! Spaghetti Bolognese in 250 ml Wasser einrühren und aufkochen. Salatgurke schälen, Paprika und Selleriestangen putzen und in große Stücke teilen.

Johannisbeeren vorsichtig waschen, gut abtropfen lassen und die Beeren von den Rispen streifen. Gurke, Paprika, Sellerie, Tomaten, Zwiebel, Johannisbeeren, Cayenne-Pfeffer, schwarzer Pfeffer und Himbeeressig zusammen mit der Sauce im Blender 3 Minuten mixen.

150 ml Olivenöl in einem dünnen Faden in die Gazpacho mixen, abschmecken und durch ein Sieb passieren. Danach 1 Stunde kalt stellen. Gambas waschen und trocken tupfen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Gambas von beiden Seiten kurz anbraten. Anschließend die Pfanne vom Herd nehmen. Butter, Rosmarinzweig und eine angedrückte Knoblauchzehe in die Pfanne geben, Gambas kurz darin schwenken und mit Meersalz würzen.

Gazpacho in 4 Schüsseln füllen, mit wenigen Tropfen Öl beträufeln und je einen großen Gamba in die Suppe als Einlage hinzugeben.

_DSC1119_DxO

 

Falls ihr die Dreierlei Bolognese mit Tütchen nachkochen wollt, dann lasst es Euch gut schmecken! Mir hat es geschmeckt!

Facebookpinterestinstagram

{Anzeige} Orangen-Mandelhäufchen ~ weihnachtliches Orangen-Konfekt

Gerade ist die Hochsaison der Weihnachtsbäckerei und ich stöberte die letzten Wochen häufiger in einem kleinen Familienschatz. Einem Koch- und Backbuch von 1902. Hier finden sich wunderbare Klassiker – längst vergessene kulinarische Schätze, die nur darauf warten wieder neu entdeckt und neu interpretiert zu werden.

Heute möchte ich Euch gerne Orangen-Mandelhäufchen vorstellen. Das ist schon eine kleine Eigenkreation von  mir, doch das Rezept wurde auf der Grundlage der Mandelbögen auf andere Art erstellt.

_DSC1228_DxO

Ergänzt wurde das Rezept um die Orangennote. Hierfür habe ich einerseits Orangensaft, den Abrieb einer frischen Orange und noch einen leckeren Orangen-Likör von Marqués Campoalto ergänzt. Ich hatte Euch auf meiner Facebookseite schon mal erzählt, dass ich eine wunderbare Auswahl von zehn unterschiedlichen Likörweinen, Likören und Spirituosen in praktischen 100 ml-Flaschen bekommen habe. Und das schöne ist, dass alle original im Ursprungsland abgefüllt wurden. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Marqués Campoalto für die kleine Kostprobe! 

12278679_1649165482007424_577232325466126769_n

Die Menge der einzelnen Fläschen ist ideal – mit 100ml ist es meist eine ideale Menge zum Kochen, Backen oder Verfeinern. So muss man nicht immer die großen Flaschen zu Hause habe. Das ist ein echter Vorteil. Und man ist so schön flexibel in der Küche. Die Marqués Compoalto-Flaschen sind aus Plastik. Das hat meines Erachtens Vor- und Nachteile. Einerseits versuche ich ja Plastik im Umgang mit Lebensmitteln so gut als möglich zu vermeiden, wenn ich an die ganzen Weichmacher etc. denke, jedoch sind die Flaschen so auch sehr leicht und platzsparend und beim Kochen wirklich sehr handlich. Der Aspekt, dass sie unzerbrechlich sind ist natürlich ein Sicherheitsaspekt, den man nicht vernachlässigen sollte. Unterm Strich haben bei mir jedoch die positiven Aspekte überwogen. 

Doch nun zurück zum Rezept. 

_DSC1241_DxO

    Zubereitung:
    * 375g abgetrocknete, länglich geschnittene Mandeln
    * 500g fein gesiebter Zucker (ich habe mich für Puderzucker entschieden)
    * 120g fein gesiebtes Mehl
    * 6 Eiweiß
    * Saft einer halben Orange
    * Abrieb einer Orange
    * zwei EL Orangen-Likör von

Marqués Compoalto

    * weiße Schokolade
    * Puderzucker zum Bestäuben
    * kleine Oblaten

_DSC1225_DxO

    Zunächst werden die Mandeln mit dem fein gesiebtem Puderzucker, dem Mehl und den Eiweiß zu einem Teige verrührt. Nun kommen die Orangenabriebe, der Orangensaft und der Orangen-Likör zum Teig hinzu.
    Alles wird noch einmal ca. 5 min verrührt und dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech messerdick aufgestrichen und in nicht sehr heißen Ofen hellgelb gebacken.
    Da diese Backangabe noch von 1902 stammt, habe ich mal versucht sie in die heutige Zeit zu übersetzen. Der Teig kommt in einen auf 120°C vorgeheizten Backofen und der Kuchen wird ca. 30min gebacken. Achtet etwas darauf, dass der Kuchen nicht zu dunkel wird.
    Nun schneidet man den Kuchen mit einem dünnen Messer in zweifingerbreite und zweifingerlange Stücke, bringt diese in die gewünschte Häufchenform und platziert sie noch warm auf den kleinen Oblaten.

_DSC1229_DxO

    Nun werden sie an einem warmen Ort auf einem Gitter ausgekühlt.
    Anschließend können die kleinen Orangen-Mandelhäufchen mit weißer Schokolade, etwas Orangenabrieb und Puderzucker dekoriert und verfeinert werden.

_DSC1251_DxO

    Lasst Euch die Orangen-Mandelhäufchen gut schmecken! Ich war auf alle Fälle begeistert, besonders da sie noch leicht saftig schmecken. Ein sehr gutes Rezept, dass nun sicherlich zu einem Klassiker bei uns werden wird!

_DSC1254_DxO

 

Facebookpinterestinstagram

Schweinefilet mit Spekulatiuskruste

Das Filet, oder auch die Lende, ist ein besonders zartes, mageres und saftiges Fleisch. Es gibt so viele leckere Zubereitungsmöglichkeiten für Filet, dass ich garnicht weiß, wo ich anfangen soll.

Doch ich hatte einfach mal wieder Lust auf ein wenig Abwechslung und Kreativität in meinem Kochtopf und somit habe ich mich an einem mit Honig, Sherry und Pfeffer glasiertem Schweinefilet mit selbst gemachter Spekulatiuskruste, dazu Käse-Spätzla und gedämpftem Rosenkohl versucht. Und ich muss Euch gestehen, es ist mir sehr gut gelungen. Die pikante Mischung aus Süß, Bitter und Salzig war ein Traum. Hinzu kam, dass das Filet auf den Punkt Medium wurde. Ich war wirklich von meiner Filet-Kunst begeistert.

_DSC1306_DxO

Um es zu erläutern, es war mein zweites Filet, dass ich selbst zubereitet habe. Bisher war ich beim Filet immer nur der „Hilfskoch“. Daher war ich auch ein wenig stolz auf das gelungen Essen. Normaler Weise hat mein Mann stets Lust und Laune das Fleisch zu grillen oder anzubraten. Steak, Filet und alles Grillgut fällt eigentlich in seinen Interessenbereich. Etwas klischeehaft ich weiß –  doch irgendwie hat es sich in den letzten Jahren so eingespielt. So war ich umso glücklicher, dass mir dieses Rezept gelungen ist. Und es ist sicherlich eines jener Rezepte, die ich selbst gerne wieder kochen möchte. 

_DSC1312_DxO

Zubereitung glasiertes Schweinefilet:
* ein Schweinefilet

* eine Schalotte

* zwei Zehen Knoblauch

* drei EL Honig

* drei EL Sherry, ich hatte den Sherry von von Marqués Campoalto

ein EL schwarze Pfefferkörner

* eine Chilischote

* Öl zum Anbraten

* ein EL Butter

* 6 Spekulatuis

Zunächst befreit ihr das Schweinefilet von Fettresten und der Silberhaut. Nun reibt ihr das Schweinefilet mit Knoblauch und einem EL Öl ein und lasst es in einem luftdichten Gefäß im Kühlschrank circa eine Stunde ruhen.

Zwischendurch könnt ihr die Marinade zubereiten:
Ihr nehmt alle Zutaten und mixt sie mit einander. So lange, bis eine flüssige Konsistenz entsteht.

Nun könnt ihr das Filet auf geringer Hitze rundherum anbraten. Während des Anbratens könnt ihr Löffelweise die Marinade über das Filet tröpfeln. Es ist wichtig, dass ihr das Filet regelmäßig umdreht. So verfahrt ihr für ca. 5min.

_DSC1297_DxO

Weiterverarbeitung und Spekulatiuskruste: 
Am Ende ist das Fleisch glänzen überzogen und die Soße hat eine sirupartige Konsistenz. Aus der Butter und den Spekulatius arbeitet ihr eine Art Teig. Zerbröselt die Kekse und mischt sie mit der Butter. Diese Masse kommt nun als Kruste auf das Schweinefilet.
Nun wird das Filet in Backpapier in eine Auflaufform gepackt, zu einem kleinen Päckchen verschnürt und im auf 120°C vorgeheizten Backofen noch ca. 25-30 Minuten ziehen gelassen.

 

Zubereitung Käse-Spätzle:
* 500g Dinkelmehl Typ 1050

* 4 Eier

* 200ml Wasser

* 100ml Milch

* Pfeffer

* Salz

* Muskatnuss

* 150g Käse 

* eine Schalotte

* Butter zum Anbraten 

* Röstzwiebel 

Aus Mehl, Eiern, Salz und Wasser einen festen, glatten Teig herstellen. Und ihn möglichst schnell in ein reichlich kochendes Salzwasser schaben.
Sollte man die Schabtechnik nicht beherrschen, bietet sich auch eine Spätzles-Drucke an. Hier kann der Teig eingefüllt und in das Wasser gedrückt werden. Falls ihr diese Gerätschaft nicht zu Hause habt, könnt ihr auch ein großlöchriges Sieb nehmen, den Teig in das Sieb füllen und mit einem Teigschaber den Teig in das Wasser drücken.
Die Spatzen erst nach dem Aufkochen herausfischen. Und fertig.

Diese Spätle werden nun mit den klein geschnitten Schalottenstückchen in Butter angeschwitzt,  mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt und mit der Milch abgelöscht. Die Milch wird nun so lange mit gekocht, bis fast keine Milch mehr da ist. Nun reduziert ihr die Hitze, gebt den klein geriebenen Käse hinzu und deckt die Pfanne mit einem Deckel ab. Nach ein paar Minuten sind die Käse-Spätzle fertig. Mit etwas Röstzwiebel servieren – so lecker.

_DSC1315_DxO

Zubereitung gedämpfter Rosenkohl: 

* Rosenkohl

* 200ml Gemüsebrühe

* Saft einer Zitrone 

Der Rosenkohl wird zunächst geputzt und die dreckigen Blätter werden weg geschnitten. die Gemüsebrühe und der Zitronensaft kommen nun gemeinsam im einen Schnellkochtopf. Auf das eingelegte Gitter kommt nun der Rosenkohl in den Schnellkochtopf. Dieser wird einmal richtig stark erhitzt, dann wird die Hitze reduziert bzw. ausgeschaltet und nach ca. 15 min kann der Topf geöffnet werden und der Rosenkohl ist bissfest fertig. Eine wunderbar leichte Rosenkohl-Variation.

 

Lasst Euch das Schweinefilet mit Spekulatiuskruste gut schmecken! Wir waren begeistert und überlegen das ganze mit einem Rinderfilet eventuell an Weihnachten zu testen. 

 

Facebookpinterestinstagram

Zimtherzchen nach Ur-Omas Art

Mandeln und Zimt gehören für mich einfach zur Weihnachtszeit mit dazu. Und diese leckeren Zimtherzchen nach Ur-Omas Art  sind genau das Richtige für alle Plätzchen-Fans. Zart, lecker-zimtig und dazu dann auch wunderbar zu backen. Wenn der Zimt-Mandel-Duft durch die Räume wandert, dann steht Weihnachten vor der Tür. _DSC1195_DxO

Zimtsterne, die als Grundlage für dieses Rezept dienen, sind ein typisch schwäbisches Weihnachtsgebäck. Ich habe dieses wunderbare Rezepte in einem alten Kochbuch von 1902 gefunden und ich möchte Euch genau dieses Rezept vorstellen. Auch wenn die Backzeiten und Rührzeiten damals etwas anders waren, so kann man das Rezept doch wunderbar auf die heutige Zubereitung übertragen. Und was ich besonders schön fand: Keine Haselnüsse, sondern nur Mandeln. Ein Traum für alle Allergiker, besonders wenn man die Plätzchen mit zur Arbeit oder zu Freunden nehmen möchte. 

_DSC1190_DxO

Aber nun lasst Euch in das Jahr 1902 entführen. 

Zubereitung: 

* 750g gestoßener Zucker (ich hatte mich für Puderzucker entschieden) 

* 10 kleine Eiweiß 

* 15g Zimt 

* 500g ungeschälte Mandeln

 

_DSC1200_DxO

750g gestoßener Zucker wird mit dem Schnee von 10 kleinen Eiweiß eine Stunde gerührt und 15g fein gestoßener Zimt dazu getan. Ich hatte mich für 20min Rühren mit einem Handrührgerät entschieden.

Wenn die Masse dick und leicht gerührt ist, werden 8 Esslöffel davon in ein kleines Geschirr genommen und kalt gestellt.

_DSC1208_DxO

500g ungeschälte Mandeln werden fein gestoßen oder mit dem Mandelreiber gerieben und unter die Masse gemischt und, wenn dieselbe eine Stunde geruht, auf dem mit Zucker und Mehl bestreuten Backbrett halbfingerdick ausgewellt, mit einer Herzform ausgestochen und auf ein mit Butter oder Wachs bestrichenes Blech legen. Die Herzen werden dann mit dem zurückbehaltenen gerührten Zucker geeist und langsam gebacken.

_DSC1218_DxO

Soweit die Anleitung von 1902. Natürlich kamen die Zimtherzchen nach Ur-Omas Art bei mir auf ein Backblech mit Backpapier. Die Zimtherzchen kamen nun in einen auf 180°C vorgeheizten Backofen. Für ca. 12min.

_DSC1216_DxO

Der Teig sollte noch ein wenig weich sein, dann schmecken die Sternchen später besser.

_DSC1208_DxO

Lasst Euch die Zimtherzchen nach Ur-Omas Art gut schmecken und viel Freude beim Nachbacken! 

Facebookpinterestinstagram