Kichererbsen-Schichtsalat mit Thunfisch

Ich war ungefähr 6 Jahre alt, als ich das erste mal in meinem Leben Kichererbsen gegessen habe. Ich war schon vor dem Essen begeistert und “kicherte” schon mal vorsorglich. Und während des Essens war meine Laune als kleines Kind natürlich noch um einiges besser. Denn für mich stand mit meinen 6 Jahren fest: “Wenn man Kichererbsen isst, hat man gute Laune!” – Das ist doch logisch, ergibt sich doch schon aus dem Namen. 

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Doch Kichererbsen sind weit mehr als unscheinbare Hülsenfrüchte mit einem lustigen Namen, die hin und wieder für kleine “Kichermomente” sorgen können. Seit etwa 8000 Jahren werden die kleinen Nährstoffbomben gerne verzehrt, denn in ihnen stecken jede Menge Proteine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Aus ihnen lassen sich Köstlichkeiten wie Hummus, Falafel und eben auch ein Kichererbsen-Schichtsalat mit Thunfisch zaubern. Der Schichtsalat ist in einem Glas oder einer Dose perfekt, um ihn morgens vorzubereiten und zur Arbeit mitzunehmen, für unterwegs oder für ein Picknick (wenn es mal wieder Sommer ist…). 

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Zubereitung: 

* eine Dose Kichererbsen

* eine Dose Thunfisch 

* drei hart gekochte Eier 

* 4 El Mayonnaise 

* eine Hand voll Petersilie, Schnittlauch und etwas frischen Majoran

* eine Tomate 

* eine kleine rote Zwiebel

* etwas frischer grüner Salat 

* 3 Esslöffel Olivenöl

* 1,5 Esslöffel Zitronensaft

* 1 Esslöffel Waldhonig 

* Meersalz

* frisch zerstoßener schwarzer Pfeffer

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Die Zutaten reichen für ca. 4 Einzelportionen Schichtsalat oder eine große Schüssel. Falls ihr einzelne Portionen macht, solltet ihr die Marinade so einteilen, dass es für alle Schichtsalate reicht.

Zunächst wird der grüne Salat gewaschen und in die gewünschte Größe gebracht. Er ist die erste Schicht im Schichtsalat. Darauf kommen die klein geschnittenen Zwiebelstückchen und dann die Tomatenstückchen.

Nun wird aus dem Olivenöl, dem Zitronensaft, dem Waldhonig, etwas Meersalz und dem frisch zerstoßenem schwarzen Pfeffer eine Marinade hergestellt. Diese kann nun auf die Tomaten geträufelt werden.

Ihr schneidet nun zwei der drei hart gekochten Eier klein. Diese Eierstückchen werden mit den Kichererbsen und dem Thunfisch vermischt. Gebt nun die Mayonnaise dazu.

Anschließend werden die Kräuter gewaschen und klein geschnitten. Diese werden abschließend mit etwas Meersalz und frisch zerstoßenem schwarzen Pfeffer unter die Kichererbsen-Masse gemischt. Schmeckt es nach eurem persönlichen Geschmack ab.

Das dritte Ei kann geviertelt werden und als Dekoration mit etwas Petersilie auf dem Schichtsalat angerichtet werden.

Lasst Euch den Kichererbsen-Schichtsalat mit Thunfisch gut schmecken. Vielleicht ist er ja genau das Richtige für euren Mittagstisch? 

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Hähnchenbrust in Weißweinmarinade aus dem Ofen mit Currysauce

Wenn man abends mal wieder nach Hause kommt, hunger hat und es einfach mal wieder schnell gehen muss, weil man am liebsten auf dem Sofa die Füße hoch legen möchte und sich auf ein gemütliches Abendessen mit seinen Lieben freut, dann ist ein aufwändiges Essen genau das Falsche. Richtig ist dann ein Essen, dass ohne große Vorbereitung einfach und leicht gekocht ist, herzhaft schmeckt und einen gemütlichen Abend einläutet. Daher hier mein heutiger Vorschlag für ein schnelles, leckeres Ofengericht: Hähnchenbrust in Weißweinmarinade aus dem Ofen mit Currysauce ist ein leckeres und schnelles Gericht für die kalten Tage. Deftig, herzhaft und lecker. 

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Zubereitung: 

* 250g Hähnchenbrust

* eine Stange Lauch

* eine Dose Mais

* Kartoffeln 

* Cocktailtomaten

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Zutaten Marinade: 

* 100ml Weißwein

* 10ml Olivenöl

* 1/2 TL Salz

* 1/2 TL Knoblauchpulver

* 1/2 TL Paprika edelsüß

* 1/2 TL Kräuter der Provence 

Alle Zutaten für die Marinade in einer Glasschale mit dem Schneebesen unterschlagen, so dass eine Marinade entsteht. Die Hähnchenbrust in kleine Stückchen schneiden und in der Marinade einlegen.

Nun werden die Kartoffeln und der Lauch in die gewünschte Größe geschnitten. Zuvor noch waschen. Die marinierte Hähnchenbrust, die Kartoffeln, der Lauch und der Dosenmais kommen nun gemeinsam auf ein mit einem Backpapier ausgelegtes Backblech und in den auf 200°C vorgeheizten Backofen.

Nach 30min kommen nun die Cocktailtomanten mit dazu. Zuvor hin und wieder mit einem Kochlöffel alles wenden, so dass der Backofenschmaus eine gleichmäßige Färbung bekommt.

Nach weiteren fünf bis 10 Minuten ist das Essen fertig. Während dessen könnt ihr noch kurz die Curry-Sauce vorbereiten.

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Zubereitung Curry-Sauce: 

* 1/2 Zwiebel

* 1 EL Öl 

* 300ml Gemüsebrühe 

* 100ml Kokosmilch

* 70ml Ananassaft

* 80g Sahne

* 2 EL Currypulver

* 1/2 Knoblauchzehe gehackt

* 1 TL Ingwer, gehackt

* 1 Banane, zerdrückt

* 1 Apfel, in Stückchen

* 1 EL Tomatenmark 

* Chili 

Die halbe Zwiebel schälen und in keine Würfel schneiden. Die Zwiebelwürfel sowie die Banane, Apfel, mit dem Tomatenmark und dem Curry in Öl glasig andünsten und die Brühe mit der Kokosmilch dazugeben und 10 Minuten köcheln lassen. Mit einem Schneebesen kräftig umrühren.
Ananassaft, Knoblauch, Ingwer und Sahne hinzufügen und alles im Küchenmixer oder mit dem Stabmixer pürieren.
Durch ein grobes Sieb passieren, nach Belieben salzen und mit etwas Chili abschmecken.

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Lasst Euch die Hähnchenbrust in Weißweinmarinade aus dem Ofen mit Currysauce gut schmecken und habt einen gemütlichen Abend! 

 

 

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Kürbis-Ziegenkäse-Pizza

Zur Zeit habe ich irgendwie eine Vorliebe für Kürbis. Immer wieder neu variiert und den Geschmack des Herbstes neu entdecken. Besonders an den typisch grauen Herbsttagen muss es mal wieder ein Soulfood sein. Ein leckeres Essen, bei dessen Geruch einem schon das Wasser im Mund zusammen läuft. Und genau so eine wunderbare Leckerei ist die Kürbis-Ziegenkäse-Pizza. Der Teig ist ein wunderbarer Vollkorn-Roggen-Dinkel-Teig. Dazu noch etwas frischer Schnittlauch, etwas Quark als Belag und noch ein wenig deftigen Bacon und fertig ist mein heutiges Soulfood. Wunderbar zu genießen, schnell zubereitet und einfach ein wunderbar herbstlicher Geschmack. Ich bin so oder so ein großer Fan der saisonalen Küche. So kann man die Jahreszeiten mit auf den Teller nehmen. 

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Zubereitung Teig: 

* 250g Vollkornroggenmehl

* 250g Vollkorndinkelmehl 

* 250ml lauwarmes Wasser

* 13g Meersalz

* 10g frische Hefe

* 1 TL Rapsöl

* 2 TL Sonnenblumenöl


Hefe in lauwarmen Wasser auflösen. Die Mehle mit den Ölen und dem Salz vermengen. Die aufgelöste Hefe dazugeben und 10 Min quellen lassen. Anschließend sollte der Teig 15 Min geknetet werden, entweder mit der Hand oder mit der Küchenmaschine. Ich nehme die Küchenmaschine, da der Teig dann gleichmäßiger wird. Falls ihr von Hand knetet hier noch ein kleiner Tipp: Einweghandschuhe verhindern, dass der ganze Teig an euren Fingern kleben bleibt.

Den Teig mindestens 8 h, besser 24 h in den Kühlschrank geben. Danach zu faustgroßen Kugeln (ca. 200 g) schleifen und mit einem feuchten Küchenhandtuch abgedeckt ca. 90 Min bei Zimmertemperatur gehen lassen. Dann ausformen und belegen.


Wenn man den Teig einen Tag vorher oder morgens, bevor man zur Arbeit geht, vorbereitet, ist es kein großer Mehraufwand. Planung ist bei einem guten Teig alles.

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Zubereitung Sauce: 

* 100g Kräuterquark

* zwei Zehen Knoblauch

* eine Zwiebel

* 3 EL Milch

* ein großes Ei 

Die Knoblauchzehen und die Zwiebel werden geschält und klein geschnitten. Anschließend kommen alle Zutaten in einen Mixer oder werden mit einem Mixstab gemixt.

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Weiterverarbeitung: 

* Schnittlauch

* 100g Ziegenkäse

* eine Scheiben Gauda

* Hokkaido-Kürbis

* 50g Bacon

 

Für die Weiterverarbeitung wird zunächst der Teig ausgerollt. Diese Teigmenge reicht für zwei dickere Pizzen oder drei dünnere Pizzen. Ihr könnt einfach selbst entscheiden wie dick ihr eure Pizzen mögt. Den Hokkaidokürbis schneidet ihr in kleine Stückchen und nehmt die Kerne heraus. Wenn ihr ihn zuvor ordentlich abwascht, könnt ihr auch die Schale mit essen. Diese enthält besonders viele Vitamine und schmeckt auch sehr lecker.

Die Kürbisstückchen können nun bei 800 Watt für 3min in die Microwelle. Träufelt zuvor noch etwas Wasser auf die Kürbisstückchen. Oder ihr kocht sie in einem Dampfgarer etwas weich. Die weichen Kürbisstückchen kommen nun mit der Sauce, dem Schnittlauch, der Ziegenkäses, dem Bacon und einer Scheibe Gauda auf die Pizza. Anschließend kommt die Pizza auf ein mit einem Backpapier belegtes Backblech und für 20min bei 220°C Umluft in den vorgeheizten Backofen.

Wunderbar passt ein frischer Salat dazu.

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Lasst Euch die Kürbis-Ziegenkäse-Pizza gut schmecken! Ich gönne mir gleich noch ein kaltes Stückchen.

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Sesam-Vollkorn-Mischbrot

Eine meiner Leidenschaften ist das Brotbacken. Es gibts nichts herrlicheres als frisches, selbst gebackenes Brot. Etwas Butter und Konfitüre dazu oder einfach ein noch warmes Stück Brot mit etwas Salz und Butter. Ein Traum. Nur allein der Duft verspricht schon ein Geschmackserlebnis. Ich möchte Euch heute mein Sesam-Vollkorn-Mischbrot vorstellen. Es passt perfekt zur deftigen Brotzeit oder auch zu einem süßen Brotaufstrich zum Frühstück. Einzig Geduld benötigt dieses Brot. Denn der Teig möchte nicht direkt in den Backofen, so bekommt das Brot noch eine schön rustikale Note. 

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Zubereitung: 

* 750g Weizenvollkornmehl

* 500g Roggenvollkornmehl

* ein Würfel Hefe 

* Salz

* Zucker

* zwei Esslöffel Sesam

* ca. 450 ml lauwarmes Wasser 

* Mehl zum Bestäuben 

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Zunächst wird die frische Hefe mit Zucker und Wasser in einem kleinen Gefäß angesetzt. Wenn die Hefe aufgelöst ist und nach einiger Zeit zu blubbern beginnt, kann sie verarbeitet werden.

Die Hefe-Wasser-Zuckermischung kommt nun zum Mehl, dem Salz und dem Sesam hinzu. Alles sollte nun kräftig durchgeknetet werden. Wenn ein kompakter Hefeteig entstanden ist, wird die Schüssel für ca. 3 Stunden an einem warmen Ort abgedeckt und der Teig ruhen gelassen.

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Nach der Ruhezeit kommt das zusätzliche Mehl auf den Teig und es wird noch einmal kräftig geknetet. Gleichzeitig heizt ihr den Backofen auf 220°C Umluft auf. Wenn der Backofen die Temperatur erreicht hat, kann das Brot auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Nun könnt ihr das Brot noch einmal mit etwas Mehl bestäuben, dann bekommt es die schöne Färbung.

Das Brot bleibt nun bei 220°C Umluft für 80min im Backofen. Die Backzeit kann leicht variieren, das hängt davon ab wie “kugelig” oder “flach” euer Brot geworden ist. Behaltet es einfach gegen Ende der Backzeit im Auge. Wenn ihr mit einem Kochlöffel auf das Brot klopft, sollte dies einen dumpfen, tiefen Ton ergeben. Dann ist das Brot fertig und es hat eine wunderbar knusprige Kruste.

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Anschließend sollte das Brot auf einem Gitterblech auskühlen.

Lasst Euch das Sesam-Vollkorn-Mischbrot gut schmecken! 

 

 

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Tandoori Glasnudeln

Uiuiui… bei mir ist es stürmisch und kalt geworden. Da freut man sich richtig, wenn man abends ins warme Zuhause kommt und man sich überlegen kann, welche geschmacklichen Experimente denn Heute anstehen. 

Mein heutiges Farben-Highlight war ein wunderschön orangener Baum. Die ersten Bäume zeigen uns ihr herbstliches Kleid und strahlen selbst bei Regen und Nebel um die Wette. Ich liebe diese Farbenspiele. 

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Diese Farbenpracht brachte mich heute Mittag schon auf eine wunderbare Idee: Ich begebe mich auf eine kulinarische Experimentier-Reise. Somit stand fest: “Heute Abend gibt’s bei mir mal ein Indisch-Asiatisches-Crossover Experiment im Kochtopf”. Bei mir gibt’s heute Tandoori Glasnudeln. Eine wunderbare Mischung der indischen Tandoori-Gewürzmischung und den ostasiatischen Glasnudeln. Es liegen zwar Kulturen und zig Kilometer zwischen diesen Gerichten, doch Crossover-Küche ist doch immer wieder spannend.

Ich war mir heute Mittag noch nicht so ganz sicher, ob das Experiment denn auch gelingt, doch ich muss gestehen: es ist lecker geworden! Ich habe das Gericht noch mit Sesamöl, Chili und feinen Limetten-Zesten abgerundet – und ein Klecks Honig durfte auch nicht fehlen. Diese Schärfe des Tandoori mit dem Gemüse und der leichten Süße des Honigs war eine wunderbare Kombination. 

 

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Zubereitung: 

* 400g Scheinefleisch

* 200g Glasnudeln

* zwei Esslöffel Tandoori-Würzmischung 

* ein Esslöffel Sesamöl 

* eine Kirschchili 

* ein EL Sojasauce 

* eine Knoblauchzehe 

* eine gelbe Paprika

* eine Tomate 

* ein halber Spitzkohl 

* Saft einer halben Limette

* Zesten einer Limette 

* Honig 

* frische Minze

 

Zunächst wird aus dem Sesamöl und der Tandoori-Würzmischung die Marinade für das Fleisch gemacht. Dieses sollte gewaschen, gesäubert und in kleine Streifen geschnitten werden, bevor es für mindestens eine Stunde mariniert wird. Falls ihr etwas voraus plant, könnt ihr das Fleisch auch schon am Abend zuvor marinieren und über Nacht ziehen lassen.

Anschließend müssen die Glasnudeln in kaltes Wasser eingeweicht werden. Im Unterschied zu anderen Nudelarten werden Glasnudeln im Allgemeinen nicht gekocht, sondern in Wasser eingeweicht und gebraten oder direkt Suppen zugegeben. Man kann sie auch frittieren. Die Nudel an sich ist ziemlich geschmacksneutral, verbindet sich aber leicht mit anderen Aromen und wird daher meistens zusammen mit anderen geschmacksintensiven Zutaten zubereitet.

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Im nächsten Arbeitsschritt werden die Paprika, die Tomate, die Knoblauchzehe, der Kirschchili und der Spitzkohl klein geschnitten.

Zunächst wird nun das Fleisch samt der Marinade angebraten. Daraufhin kommt das Gemüse mit in den Wok. Abgeschmeckt wird das Gericht nun mit dem Saft der Limette, der frischen Minze und etwas Sojasauce. Wenn der gewünschte Geschmack erreicht ist, können die weichen Glasnudeln hinzu gegeben werden. Diese sollten etwas abtropfen, so dass nicht zu viel Flüssigkeit mit in den Wok gelangt.

Alles einmal umrühren und anbraten lassen und fertig sind die Tandoori Glasnudeln.

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Zum Servieren könnt ihr noch einen Teelöffel Honig und ein paar abgeriebene Limettenzesten darüber streuen.

Lasst euch mein Crossover Tandoori Glasnudeln gut schmecken! 

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